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Das Dschungelbuch: Band 14

Das Dschungelbuch: Band 14

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Das Dschungelbuch: Band 14

Bewertungen:
3/5 (1,039 Bewertungen)
Länge:
197 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 21, 2019
ISBN:
9783749444199
Format:
Buch

Beschreibung

Rudyard Kiplings Dschungelbuch-Geschichten erschienen zum ersten Mal im Jahre 1894. Seither sind Generationen von Lesern fasziniert von den Abenteuern des kleinen Findelkindes Mowgli, der langen Reise der stolzen weißen Robbe Kotick.oder auch von dem Mut des Mungos Rikki-Tikki-Tavi
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 21, 2019
ISBN:
9783749444199
Format:
Buch

Über den Autor

Rudyard Kipling was born in India in 1865. After intermittently moving between India and England during his early life, he settled in the latter in 1889, published his novel The Light That Failed in 1891 and married Caroline (Carrie) Balestier the following year. They returned to her home in Brattleboro, Vermont, where Kipling wrote both The Jungle Book and its sequel, as well as Captains Courageous. He continued to write prolifically and was the first Englishman to receive the Nobel Prize for Literature in 1907 but his later years were darkened by the death of his son John at the Battle of Loos in 1915. He died in 1936.


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Buchvorschau

Das Dschungelbuch - Rudyard Kipling

Inhalt:

Kapitel 1 - Moglis Brüder

Kapitel 2 - Jagdgesang des Sioni-Rudels

Kapitel 3 - Kaas Jagdtanz

Kapitel 4 - Wanderlied des Affenvolkes

Kapitel 5 - »Tiger – Tiger!«

Kapitel 6 - Moglis Siegeslied

Kapitel 7 - Die weiße Robbe

Kapitel 8 – Lukannon

Kapitel 9 - Rikki-Tikki-Tavi

Kaiptel 10 - Darsies Siegesgesang

Kapitel 11 - Toomai, der Liebling der Elefanten

Kapitel 12 - Schiwa und die Heuschrecke

Kapitel 1 - Moglis Brüder

Nun bringt der Weih die dunkle Nacht,

Und »Mang«, die Fledermaus, erwacht.

Der Stall birgt alles Herdentier,

Denn bis zum Morgen herrschen wir!

Die Stunde stolzer Kraft hebt an

Für Prankenhieb und scharfen Zahn.

Jagdheil! und kühn gehetzt, gerafft:

Das Dschungelrecht ist jetzt in Kraft.

Nachtgesang im Dschungel

Gegen sieben Uhr an einem recht schwülen Sommerabend in den Sionibergen erwachte Vater Wolf, gähnte, reckte sich und streckte die Läufe, einen nach dem anderen, um das Schlafgefühl in den Pfoten loszuwerden. Neben ihm lag Mutter Wolf, die lange graue Nase quer über den vier winselnden und quarrenden Jungen, und von draußen her schien der Mond in die Höhle, in der sie alle hausten.

»A-ruff«, knurrte Vater Wolf, »schon wieder Zeit, auf Jagd zu gehen.« Gerade wollte er den Hang hinabsetzen, als am Eingang der Höhle ein kleiner Schatten mit buschiger Rute erschien und winselte: »Glück sei mit dir, Häuptling der Wölfe! Und viel Glück deinen edlen Kindern, weiße, scharfe Zähne sollen ihnen wachsen. Mögen sie nie die Hungernden und Darbenden vergessen in dieser Welt!«

Der Schakal war es – Tabaqui, der Schüssellecker. Die Wölfe in Indien verachten ihn, weil er Unheil stiftend umherschweift und böse Geschichten erzählt. Ja, er verschlingt sogar alte Lumpen und Lederstücke von den Abfallhaufen der Dörfer. Aber sie fürchten ihn auch, denn Tabaqui wird leicht von Tollwut befallen, viel leichter als irgendein anderes Tier in der Dschungel. Dann vergißt er, daß er je Angst gehabt hat, rennt blindwütend durch die Wälder und beißt und würgt alles, was ihm in den Weg kommt. Dann flüchtet selbst der Tiger vor dem kleinen Tabaqui und verbirgt sich im Dickicht; denn von der Tollwut befallen zu werden, ist die größte Schande für die Tiere der Wildnis. Wir Menschen nennen es Hydrophobie, aber die Bewohner der Dschungel sagen einfach Dewanii – Wahnsinn – und flüchten davon.

»Tritt ein und schau«, sagte Vater Wolf. »Fraß findest du hier nicht.«

»Für einen Wolf wohl kaum«, antwortete Tabaqui. »Aber für ein so niedriges Geschöpf wie ich ist ein trockener Knochen ein Festschmaus. Wer sind wir denn, wir Gidurlog, wir armes Schakalvolk, daß wir wählerisch sein könnten?« Er trat nach dem Hintergrund der Höhle und fand dort den Knochen eines gerissenen Bocks mit noch etwas Fleisch daran; bald saß er und knackte vergnügt an dem Knochen.

»Tiefen Dank für das prächtige Mahl«, sagte er, sich die Lippen leckend. »Ah, wie schön sind die edlen Kinder! Wie groß und klar sind ihre Augen. Und so jung sind sie noch, die lieben Kleinen! Freilich – freilich, es ist ja allbekannt, daß Kinder von Königen schon Männer sind von Geburt an.«

Nun wußte Tabaqui ebensogut wie jeder andere, daß man nichts Unschicklicheres tun kann, als Kinder ins Gesicht hinein zu loben – denn das ist von schlimmer Vorbedeutung. Und es freute ihn, als Vater und Mutter Wolf betreten schwiegen.

Noch eine Weile saß Tabaqui und weidete sich an dem Unheil, das er angerichtet hatte. Dann sagte er boshaft:

»Schir Khan, der Gewaltige, hat seine Jagdgründe verlegt. Hier in diesen Hügeln wird er jagen im nächsten Mond – so sagte er mir selbst.«

Schir Khan war der Tiger, der an den Ufern des Waingungaflusses lebte – ungefähr zwanzig Meilen entfernt.

»Dazu hat er kein Recht!« brauste Vater Wolf auf. »Nach dem Gesetz der Dschungel darf er seine Jagdgründe nicht wechseln ohne vorherige Ankündigung. Alles Wild wird er uns vergrämen auf zehn Meilen im Umkreis, und ich – ich muß jetzt jagen für zwei.«

»Seine Mutter nannte ihn nicht ohne Grund Langri, den Lahmen«, warf Mutter Wolf ein. »Lahm auf einem Fuß ist er von Geburt an. Darum auch reißt er nur Rindvieh. Nun sind die Dörfler am Waingunga zornig über ihn, und jetzt kommt er hierher und wird unsere Dörfler aufbringen. Um seinetwillen werden sie die Dschungel ausräuchern, wenn er schon wieder weit fort ist; wir aber und unsere Jungen müssen dann flüchten, wenn das Gras in Brand gesteckt ist. Wahrlich, sehr dankbar sind wir ihm, dem großen Schir Khan!«

»Soll ich ihm vielleicht euren Dank überbringen?« fragte Tabaqui.

»Pack dich!« jappte Vater Wolf. »Geh zu deinem Herrn und Meister! Unheil genug hast du gestiftet in einer Nacht!«

»Ich gehe!« sagte Tabaqui gelassen. »Da könnt ihr ihn schon hören, den Schir Khan, drunten im Dickicht. Die Botschaft konnte ich mir sparen.«

Lauschend spitzte Vater Wolf die Ohren. Dann vernahm er unten im Tal, das sich zu einem kleinen Bach hinabsenkt, das ärgerliche, schnarrende, näselnde Gewinsel eines Tigers, der nichts geschlagen hatte und den es nicht kümmert, daß alles Dschungelvolk sein Mißgeschick erfährt.

»Der Narr, der!« knurrte Vater Wolf. »Die Nachtarbeit mit solchem Lärm zu beginnen! Glaubt er etwa, daß unsere Böcke ebenso dumm sind wie seine fetten Ochsen am Waingungafluß?«

»Still!« sagte Mutter Wolf. »Still, Alter. Hörst du denn nicht? Weder Ochse noch Bock hetzt er heute ... den Menschen jagt er!«

Das Gewinsel des Tigers ging nun über in ein langgezogenes, summendes Schnurren – so laut und doch so unbestimmt, daß es schien, als käme es aus allen Himmelsrichtungen zugleich. Das war das Summen, das den Holzfällern und Zigeunern, die in den Lichtungen rasten, das Blut erstarren macht – kopflos fliehen sie dann, stürzen wie von Sinnen davon, oft gerade hinein in den flammenden Rachen des Tigers.

»Menschen!« wiederholte Vater Wolf und fletschte seine weißen Zähne. »Puh! Gibt es denn nicht genug Gewürm und Frösche in den Sümpfen, daß er Menschen fressen muß ... und noch dazu in unserem Gebiete?«

Das Gesetz der Dschungel, das nichts ohne guten Grund vorschreibt, verbietet den Tieren, Menschen anzugreifen, mit der einzigen Ausnahme, wenn ein Tier seine Jungen das Jagen und Töten lehrt. Das aber darf nur abseits geschehen, niemals in den Jagdgründen des eigenen Rudels oder Stammes. Der wahre Grund dafür ist, daß früher oder später, wenn ein Mensch getötet ist, die Bleichgesichter anrücken auf Elefanten, mit Büchsen bewaffnet, begleitet von Hunderten von braunen Dienern, mit Gongs, Raketen und Fackeln. Dann haben alle in der Dschungel zu leiden. Die Tiere aber geben als Grund an, daß der Mensch das schwächlichste und wehrloseste aller Geschöpfe ist, daher sei es unsportlich, ihn anzugreifen. Sie sagen ferner – und das ist die Wahrheit –, vom Menschenfleisch würden sie räudig und verlören die Zähne.

Lauter wurde das Schnurren und endete plötzlich in einem scharfen, tiefkehligen »Aaaoh!« beim Aufsprung des Tigers.

Dann ertönte Geheul – untigerisches Geheul und Gemaunz von Schir Khan. »Er hat gefehlt«, sagte Mutter Wolf. »Was war es?«

Vater Wolf trabte ein paar Schritte vor die Höhle und vernahm das wütende Geheul Schir Khans, der in den Büschen im Talgrund herumfegte.

»So ein Dummkopf«, brummte Vater Wolf. »In das Feuer eines Holzfällers ist er gesprungen und hat sich dabei die Pfoten verbrannt! Tabaqui ist bei ihm.«

»Etwas kommt den Hügel herauf«, flüsterte Mutter Wolf und stellte einen Lauscher hoch. »Aufgepaßt!«

In dem Gebüsch raschelte es leise, und Vater Wolf duckte sich, zum Sprunge bereit. Dann aber geschah etwas höchst Seltsames. Der Wolf war gesprungen, bevor er noch das Ziel erkannt hatte, und suchte sich nun plötzlich mitten im Satze aufzuhalten. Die Folge war, daß er vier oder fünf Fuß kerzengerade in die Luft schoß und fast auf derselben Stelle landete, von der er abgesprungen war.

»Ein Mensch!« stieß er hervor. »Ein Menschenjunges! Sieh nur!«

Gerade vor ihm, an einen niedrigen Zweig geklammert, stand ein nackter, brauner Junge, der eben erst laufen gelernt hatte – ein ganz zartes, kleines, krauslockiges Wesen, das da in der Nacht zu einer Wolfshöhle gekommen war. Es sah dem Wolf ins Gesicht und lachte.

»Was?« fragte Mutter Wolf. »Ist das ein Menschenjunges? Ich habe noch nie eins gesehen. Bring es her!«

Wölfe, die ihre eigenen Jungen über Stock und Stein tragen, können, wenn nötig, ein Ei zwischen die Zähne nehmen, ohne es zu zerbrechen. Obgleich sich Vater Wolfs Rachen über dem Kinde schloß, so hatten seine spitzen Zähne doch nicht einmal die weiche Haut des strampelnden Kleinen geritzt, als er ihn zu seinen eigenen Jungen legte. »Wie winzig! Wie nackt und – wie tapfer!« sagte Mutter Wolf sanft. Der Kleine drängte die Wolfsjungen beiseite, um dicht an das warme Fell der Mutter zu gelangen. »Ahai, er sucht seine Nahrung ganz wie die anderen. Das also ist ein Menschenjunges? Sag, hat sich je eine Wölfin rühmen können, ein Menschenjunges unter ihren Kindern zu haben?«

»Hier und dort hörte ich davon, doch niemals in unserem Rudel oder zu meiner Zeit«, antwortete Vater Wolf. »Wahrhaftig, ganz ohne Haar ist der Körper. Mit einem Prankenschlag könnte ich es zerquetschen. Aber sieh doch, wie es aufschaut zu uns, und nicht ein bißchen Angst hat es.«

Da plötzlich wurde es dunkel in der Höhle. Dem Mondlichte wurde der Eintritt versperrt, denn Schir Khans mächtiger, eckiger Kopf und breite Schulter schoben sich in den Eingang. Tabaqui rief hinter ihm her mit schriller Stimme:

»Hier, mein Gebieter – hier ist es hineingegangen.«

»Schir Khan erweist uns große Ehre!« sagte Vater Wolf, doch Zorn glomm in seinen Augen. »Was wünscht Schir Khan?«

»Meine Beute! Ein Menschenjunges ist hier hereingeflüchtet! Seine Eltern sind davongelaufen. Gib es heraus! Es gehört mir!«

Wie Vater Wolf gesagt hatte, war Schir Khan in das Feuer eines Holzfällers gesprungen, und der Schmerz in den verbrannten Pfoten machte ihn rasend. Aber Vater Wolf wußte, daß die Öffnung der Höhle zu klein sei, um dem Tiger Eingang zu gestatten. Schon in seiner jetzigen Stellung waren Schir Khans Schultern und Vordertatzen eingezwängt, und er glich einer wütenden Katze, die vergebens versucht, in ein Mauseloch zu dringen.

»Wir Wölfe sind ein freies Volk«, sagte der Wolf. »Unsere Befehle nehmen wir nur von dem Führer des Rudels, aber nicht von irgendeinem gestreiften Viehmörder. Das Menschenjunge gehört uns. Wir können es töten oder am Leben lassen, ganz nach unserem Belieben!«

»Belieben oder Nichtbelieben! Was schwatzt du für dummes Zeug? Bei dem Ochsen, den ich soeben schlug, soll ich hier stehen und mir die Nase wundstoßen am Eingang eurer Hundebehausung, um das zu verlangen, was mir gebührt? Schir Khan ist es, der mit dir spricht!«

Des Tigers Gebrüll erfüllte die Höhle mit rollendem Donner. Mutter Wolf schüttelte ihre Jungen von sich ab; sie sprang vor, und ihre Augen starrten wie zwei grüne Mondsicheln in der Dunkelheit auf die beiden lohenden Lichter im gewaltigen Kopfe Schir Khans.

»Und ich, Raschka, der Dämon, bin's, der jetzt spricht und dir antwortet. Das Menschenjunge gehört mir, du lahmer Langri – und mein wird es bleiben. Es soll nicht getötet werden! Es soll leben, um mit dem Pack zu rennen und zu jagen, und zuletzt – sieh dich vor, du großer Jäger kleiner, nackter Jungen, du alter Paddenfresser, du Fischfänger! –, sieh dich vor, denn zuletzt, ganz zuletzt soll es dich hetzen, unser kleines Menschenjunges, ja, und soll dir das Fell über die Katzenohren ziehen. Und nun pack dich fort! Oder ich schwör's bei dem letzten Sambar, den ich schlug (ich vergreife mich nicht am hungrigen Herdenvieh), ich schwör's, du verbranntes Biest, lahmer sollst du zu deiner Mutter zurückkehren, als du zur Welt gekommen bist. Fort mit dir!«

Ganz verblüfft blickte Vater Wolf sie an. Fast vergessen hatte er die Zeit, da er Mutter Wolf sich errang im offenen, ehrlichen Kampf gegen fünf andere Wölfe – damals, als sie mit dem Pack lief und nicht umsonst der Dämon genannt wurde.

Schir Khan würde es wohl mit Vater Wolf aufgenommen haben, aber gegen Mutter Wolf anzugehen, das wagte er denn doch nicht, denn er wußte, daß sie alle Vorteile der Lage für sich hatte und es einen Kampf auf Tod und Leben geben würde. So zog er sich knurrend aus dem engen Eingang zurück und brüllte, als er frei war:

»Im eigenen Hof kläfft jeder Hund! Aber wir wollen doch erst einmal sehen, was das Rudel zu dieser Geschichte sagen wird. Mir allein gehört das Menschenjunge, und zwischen meine Zähne wird es doch noch kommen zuletzt, ihr buschschwänzigen Spitzbuben, ihr!«

Mutter Wolf warf sich keuchend zwischen ihre Jungen nieder, und Vater Wolf sagte jetzt mit besorgter Miene: »Schir Khan hat nicht ganz unrecht. Das Menschenjunge muß dem Rudel gezeigt werden. Willst du es wirklich behalten?«

»Wirklich behalten?« fragte sie entrüstet. »Nackt und ganz allein kam es zu uns in der Nacht und sehr hungrig und hatte doch nicht ein bißchen Furcht. Sieh doch nur, jetzt hat es schon wieder eins meiner Kinder beiseite gedrückt. Und dieser lahme Viehschlächter hätte es beinahe verschlungen und sich dann zum Waingungaflusse aus dem Staube gemacht, während die Dorfbewohner hier alle Schlupfwinkel durchsucht hätten, um Rache zu nehmen! Ihn behalten? Natürlich will ich das. Lieg still, kleiner Frosch. Oh, mein Mogli – denn Mogli, Frosch, werde ich dich nennen –, der Tag wird für dich kommen, diesen Schir Khan zu jagen und zu hetzen, wie er dich heute gehetzt hat!«

»Aber was wird unser Rudel dazu sagen?« meinte Vater Wolf.

Das Gesetz der Dschungel stellt es jedem Wolfe frei, sich von dem Rudel zu trennen, wenn er die Wölfin in sein Lager holt. Sobald aber seine Jungen groß genug sind, um auf eigenen Läufen zu stehen, muß er sie zur Ratsversammlung bringen, die einmal im Monat zur Zeit des Vollmonds tagt; und dort werden sie von allen Wölfen des Rats in Augenschein genommen und anerkannt. Nach dieser Musterung haben die Jungen das Recht, frei umherzustreifen; und bevor sie nicht ihren ersten Bock gerissen haben, darf unter keinen Umständen ein erwachsener Wolf sie angreifen oder töten. Das Gesetz der Dschungel ist streng, und wer gegen die Vorschrift fehlt, wird ohne Gnade mit dem Tode bestraft. Wenn man ein bißchen nachdenkt, muß man zugeben, daß es so sein muß.

Vater Wolf wartete, bis seine Kleinen laufen konnten, und dann nahm er sie alle mit Mutter Wolf und Mogli eines Nachts mit zum Ratsfelsen, einer Hügelkuppe, die mit Steinen und Geröll bedeckt war und die wohl hundert Wölfen und mehr ein sicheres Versteck bot. Akela, der große, graue Einsiedelwolf, war dank seiner Stärke und Schläue der Führer des Rudels. Er lag lang ausgestreckt auf einem ragenden Felsblock, und etwas tiefer unterhalb kauerten mehr als vierzig Wölfe von jeder Farbe und Gestalt. Da waren dachsgraue Veteranen, die es allein mit

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Rezensionen

Was die anderen über Das Dschungelbuch denken

3.0
1039 Bewertungen / 42 Rezensionen
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Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen

  • (5/5)
    Beautiful, brilliant, nostalgic...
  • (5/5)
    A classic that I loved since I read it for the first time at age 5. My favourite till today is Rikki Tikki Tavi, the mongoose who makes friends with beings so totally different from itself and protects them with wit and skill.Oh, and Bagheera, of course. Every child should have a Bagheera.
  • (5/5)
    Don't rely on Disney, read the book(s) for yourself! The cartoon I've seen of Rikki Tikki Tavi is a faithful adaptation, and there are other stories I was wholly unaware of, but everything involving Mowgli is a bit different. There's more too. Don't get me wrong, I enjoy the film adaptations too, but the book is likewise worth your time, if not more so.
  • (4/5)
    This a collection of tales that include Mowgli, Baloo, Bagheera, and Shere Khan; the great snake Kaa and the Monkey People; the white seal Kotick; Rikki-Tikki-Tavi and the human family he saves from the cobra couple Kala Nag and Nagaina; Little Toomai and the elephants; and a mule named Billy. "Mowgli's Brothers" is Chapter 1 and it's the basis for the popularized story and film called "The Jungle Book."These are stories of adventure and exploration of the world and its inhabitants. The adventures contain life's lessons along the way. I think most of these stories are fantastic in how they engage the reader through a fun plot and an easy reading style, especially "Mowgli's Brothers" and "Rikki-Tikki-Tavi."
  • (5/5)
    Beautiful, brilliant, nostalgic...
  • (5/5)
    best book ever... couldn't recommend enough
  • (4/5)
    I enjoyed this as an adult far more than I did as a child. When young, I expected the whole book to be about Mowgli. As an adult, I remembered that it was a collection of many things and thus wasn't disappointed. In fact, some of my favourites were not Mowgli stories. I particularly liked the story of the white seal.Kipling has a real gift with words (reminds me a little of Ursula le Guin) and some of his tales read like myth.I also appreciate the poems a lot more now. Kipling has a wonderful sense of rhythm, which I totally failed to appreciate when younger, but now really love.A small bonus for me was realising that the poem with 'Her Majesty's Servants' was set to the rhythm of several songs that I knew. When he talks of the cavalry cantering to 'Bonnie Dundee', the metre is that of 'Bonnie Dundee'. He also works 'British Grenadiers' and 'Lincolnshire Poacher' into the same poem.
  • (3/5)
    A favorite classic from my childhood.
  • (3/5)
    Rudyard Kipling’s _The Jungle Book_ is an enjoyable read. A collection of short stories, all of which revolve around the lives and troubles of different animals and the people who interact with them, it has a surprising amount of depth coupled with rather pleasant prose. The most famous of these stories are probably those that revolve around Mowgli, the jungle boy raised by wolves in India whose adventures with Baloo the bear and Bagheera the panther against the machinations of Shere Khan the tiger are fairly well-known (even resulting in a typically watered-down Disney movie from many years ago).

    All of the stories are notable for their fairly even handed treatment of the interactions between animals and men. The tragedy and pathos of the tribulations and abuse animals often have to suffer at the hands of man are not glossed over, but neither is it implied that all interactions between mankind and the animal kingdom are destructive or unwarranted. The animals are presented as having languages and customs of their own and Kipling generally does a pretty neat trick of managing to straddle the line between having his animal characters behave too much like humans and having them fall into unrelatability by being purely ‘animals’. The most significant contravention of this occurs, I think, in the story “Her Majesty’s Servants” in which, in my opinion, a group of animals serving various roles in a British regiment shade a bit more towards taking on the roles of their all-too human handlers. That quibble aside I enjoyed these morality fables and adventure stories, with those centring on Mowgli and his lessons in the Laws of the Jungle topping the list. Good clean fun with enough meat to the bone to give you something to think about.
  • (5/5)
    Not only a ripping yarn, but one with many lessons to be learned -- I have met far too many of the Bandar-Log in my time. It's been quite a while since I've read it, so parents might want to make this a read-aloud to be able to explain some of Kipling's outdated ideas. Take what's good and leave the rest.
  • (3/5)
    The Jungle Book, a three star rated book, would be a good book for elementary or middle level students. The book comes in pictures or just words. This book is a classic tale that teachers could have a good time with to introduce the jungle and/or wild animals.
  • (4/5)
    Picked up as premium on Folio Society order instead of 'Autumn' offering. Later saw a preview for new CGI Jungle Book Disney movie, so a refresher read seemed timely. I enjoyed all the stories, most especially 'Toomai of the Elephants' that I had never before encountered.
  • (3/5)
    I think this book is a bit gruesome for children, but... oh well, that's just me. Maybe it's all a matter of point of view, the original fairy tales are not half as glamorous as it is shown by the Disney universe.

    I usually dislike books with talking animals, and this one was no exception. I found that this book was rather bland and it failed to draw my attention to any of its tales. Rikki-Tikki-Tavi's was, by far, the most interesting one. As for the other ones, well, they're not really impressive. Indeed, perhaps I'm not the target audience of this book, thus my lack of interest for most of its aspects.
  • (3/5)
    My standard four teacher placed this collection into my hands knowing that I was a keen reader. I think he was trying to steer me towards the classics and away from Enid Blyton. I'm glad someone did. I read it, but I had no further guidance, so I was a bit perplexed. I asked my father to take a look. He's a non-reader really. He read a few paragraphs and said, 'What a load of rubbish.' (This didn't help.)
  • (2/5)
    One of my favorites.
  • (5/5)
    Even better now than when I was a child

    This is the first time I have read this book since I was a little girl. The stories are well written, for adult and child alike. It is a great thing to get to know these classical characters.
  • (3/5)
    Enjoyed the main story of The Jungle Book, didn't enjoy the other stories in the book quite as much. Other than The Jungle Book I liked the story of Little Toomai.Wonder if J.K. Rowling was inspired by Rudyard Kipling when she created Nagini as there are two snakes in a story named Nag and Nagaina.Made me want to read The Just So stories again. I might look out for it on the Kindle.Think it tied in well with my EA300 course though I enjoyed it more for not having to study it!Would love to get a pretty illustrated version to read again in the future.
  • (4/5)
    Very enjoyable. Kipling knows his Subcontinent thoroughly and this epic yarn of an orphan boy raised by a menagerie of animals is priceless. Even Kaa the snake is a wise teacher to the boy. Much more involved than the wonderful cartoon movie by Disney, this book should be read first.
  • (4/5)
    The first three stories here are more or less in our literary DNA at this point (I mean, really, who calls up more vivid associations for you, Noah, Achilles, and King Arthur, or Baloo, Bagheera, and Shere Khan?). Mowgli is the child raised by wolves, of course, but he's also the perfect man in a way, the transcendently alive (and lithe) hunter gatherer, domiciling amongst the beasts not because he's fallen off the map of human civilization but because we left him behind, adopted agriculture and superstition. He's not an animal and he's not a man, at least given what man has become--he's the treetopper and tool-user we might have been.And then there is "The White Seal," Kotick the seal on his requisite quest through underwater amazement-scapes, and the seals have their own language based on Aleut, which is amazing, and it's just a really well-fleshed-out and enchanting world. Also Kipling manages to pull off a (gory) seal massacre in a way that's not too awful to teach small children some thoughtful lessons about mortality. The equal of Mowgli in every way.And Rikki-Tikki-Tavi the mongoose, lesser, and Kipling dwells fetishistically on the "Big Englishman," but still a classic David/Goliath story.And then "Toomai of the Elephants," which to me is just mahout fanfic, and then the one about the horse and the mule and the camel, which to me is befuddled and pointless as if Kipling got too much sun.And the poems, which range from evocative in a"Jungle-Floor Ballads" kind of way to extraneous plot sommary of the stories to which they attach. This is a comprehensive rating, but Mowgli and Kotick are five-star bros for sure.
  • (2/5)
    After re-reading "Jungle Book" I still did not enjoy it. It's a book for children but as a child I did not enjoy it that much so I decided to put it off for x number of years. I guess a boy who grew up with wolves, bears and panthers just does not sit well with me but I did love the Disney movie. Maybe I'm just not a jungle girl and the Rules of the Jungle does not apply to me ;p.
  • (2/5)
    Public domain book. It's been a long time since I saw the movie, and I've never read the novel. There's not actually a lot of "The Jungle Book" in this. Two, maybe three stories. And Shere Kahn is killed in the beginning. The rest are some stories about elephants and seals that involve a lot of "not things happening". It's not dissimilar from "Just So Stories". The stories just don't hold up well. They were meant for another time. Except "Rikki Tiki Tavi", which could take place in space with aliens if you switched some characters and settings around. I started skipping towards the end, because I just didn't feel like the stories mattered. If you want a Jungle Book fix, see the movie.
  • (4/5)
    I loved the parts with Mowgli, but the other stories completely lost my interest, so I didn't read them. They could be good. Maybe great. I will never know.
  • (4/5)
    I somehow never read any of the Kipling stories as a child, I only knew the Disney animated movie, and later the Jason Scott Lee [as Mowgli] live-action version. So I was very pleased to find just how good the stories are, even to an adult. They're much heavier than the movie portrayed, and there's a lot the movie left out, even from such a short book. Definitely something young people should read.
  • (4/5)
    These are among the first books that I remember reading as a young boy. Of them my favorites were the Mowgli tales (developed by Disney for the cinema). Mowgli is an Indian infant who is lost in the jungle after Shere Khan (the tiger) kills his family. Bagheera (the black panther) places him with a wolf family that has a newborn litter. Mowgli's new "parents" and Bagheera and Baloo (the brown bear) sponsor him for membership in the Wolf Pack and, much to Shere Khan's chagrin, he is admitted. Thus Mowgli is raised according to Jungle Law, but has engendered the enmity of Shere Khan who is plotting his revenge and ingratiating himself with the younger wolves. This leads to an exciting denouement and with the several other Mowgli stories--there are some prequels--impressed this young reader. Kipling strikes a nice balance between anthropomorphizing the animals and understanding Mowgli's natural superiority. Also appearing in this collection is the story of Rikki Tikki Tavi--all about an intrepid young mongoose and his life or death battle to protect an Indian villa from a couple of particularly unpleasant cobras. Truly Rikki Tikki Tavi is one of the great heroes in all of literature. These stories are a great introduction for children (girls and boys) to the work of a true master storyteller. I enjoyed the adventures of Mowgli and his friends and eventually discovered more Kipling as I grew older.
  • (4/5)
    This is a story about a little boy Mowgli. At the beginning of the story his parents are killed by the lame tiger Shere khan . Shere khan vows to eat Mowgli. But Mowgli learns the law of the jungle , how to hunt and how to make fire! as he is learning this, the evil savage monkeys catch him and make him teach them to weave stick and do man skills. But then Baloo and Bageera his two friends try to rescue him.He eventually kills Shere khan with a landslide of buffaloes when he is acting herd boy at a man village. At the end he hunts freely with his brother wolfs.This book was very good. I recommend this book to many young readers. It helps you expose your mind to literature. There is lots of action in this book,there is lots of humor as well. I like how mowgli is brave . He is very courageous, he fought a tiger,can't get more courageous than that! Once again I recommend this book!
  • (3/5)
    Summary: During the times of the British Raj in India, Mowgli is the 5-year-old son of the widowed Nathoo. Nathoo works as a tour guide. On one of his tours, he is leading Colonel Geoffrey Brydon and his men as well as Brydon's 5-year-old daughter Katherine, with whom Mowgli nicknames "Kitty" and is close friends. That night, Shere Khan attacks the encampment, killing some soldiers who had been hunting for fun in the jungle earlier, which had enraged Khan. When he tries to kill the third hunter, Buldeo, Nathoo defends Buldeo and is mauled to death by Shere Khan. In the confusion, Mowgli is lost in the jungle (so is left unaware of his father's death) - Brydon and his men now believe Mowgli has too been killed. Mowgli is soon spotted by Bagheera the gentle panther, who brings the boy to the wolf pack. Mowgli also befriends a bear cub named Baloo. Years later, Mowgli, now a young man, discovers Monkey City, a legendary ancient city filled with treasure, owned by King Louie who has his treasure guarded by Kaa the python.Elsewhere, Katherine and her father are still stationed in India. She and Mowgli meet again, but neither recognise the other. Katherine is also in a relationship with one of Brydon's soldiers, William Boone. Mowgli enters the village in search of Katherine. Boone and his men manage to capture him and see that he is in possession of a valuable dagger that he took from Monkey City. Katherine discovers an old bracelet of her mother's: one she gave Mowgli when they were children, and instantly realizes who Mowgli is. She and Dr. Julius Plumford (a good friend of Brydon's) decide that they must re-introduce Mowgli to civlization. In doing so, Mowgli and Katherine fall in love, much to Boone's displeasure. Boone later proposes to Katherine and she accepts. Around this time, Mowgli returns to the jungle as he does not feel at home in the village, among Boone's friends. After Boone's cruel treatment of Mowgli, Katherine realizes she cannot marry Boone, so her father decides to send her back to England.Meanwhile, Boone and his friends (Buldeo, Tabaqui, Lieutenant Wilkins, and Sergeant Harley) gather some bandits to capture Mowgli in order to find out where the treasure is. The men shoot and badly wound Baloo when he comes to Mowgli's defense. They then kidnap Katherine and her father (who is shot and wounded in the process) and use them as blackmail: if Mowgli leads them to the treasure, Katherine and her father shall live. That night, the group learns that Shere Khan has returned to the area and is following them.The next morning, Harley catches Mowgli escaping (from the aid of Bagheera) and gives chase, only to fall in quicksand and drowns, despite Wilkins' help. Mowgli then has an elephant take the injured Brydon back to the village and promises to rescue Katherine. Later, Tabaqui falls to his death when attempting to kill Mowgli. As the remaining group get nearer to the lost city, they hear Shere Khan nearby and separate. Wilkins accidentally shoots Buldeo in the leg and is then chased down and killed by Shere Khan. In Monkey City, Buldeo accidentally sets off a trap while trying to kill Mowgli and is buried alive, while Mowgli narrowly escapes. Only Mowgli, Katherine and Boone reach the treasure. In the treasure room, with King Louie and his fellow monkeys watching in amusement, Mowgli and Boone engage in a fight until Mowgli injures the soldier. Mowgli then escapes with Katherine, not before Boone tries to make up with Katherine by offering the wealthy life they would live together, to which she rejects. After they leave, Boone begins pocketing as much gold as he can, only to notice the primates have become silent; he is then attacked by Kaa. Boone falls into a moat at the center of the room and sinks to the bottom due to his backpack filled with treasure. The last thing Boone sees before Kaa kills him is the skeletal remains of people whom Kaa had killed in the past.As Mowgli and Katherine leave, they are ambushed by Shere Khan: when Mowgli shows no fear towards the tiger, Shere Khan sees him as a creature of the jungle and accepts him. Mowgli and Katherine return from the jungle and meet Katherine's father and Baloo, both of whom have recovered from their injuries under Plumford's care. Mowgli now becomes lord of the jungle and begins a relationship with Katherine.Personal Reaction: I love the story of this book. Classroom Extension: After reading the book I would have the kids watch the movie and compare and contrast them.
  • (3/5)
    Verzameling verhalen waarvan alleen eerste 5 over Mowgli. Verhalen telkens gevolgd door bijhorend lied; zeer mooi geschreven.
  • (3/5)
    What can you say about such a classic as this? Mowgli is raised in the wilds of the Indian Junble by wolves, and has a series of adventures, in which he proves himself brave, and kind and fair. I enjoyed reading the stories that make up The Jungle Book, for all they were a product of the era in which they were written.
  • (4/5)
    Most people will be familiar with this story, and will know why it is a classic. On the other hand, they may have not read the original version with the additional tales and poetry. It was worth reading these, even though the story of Mowgli is certainly the best known story for a good reason! The other tales though show the versatility of the author, and are engaging in their own way
  • (3/5)
    My mom gave me a lot of classics when I was growing up, all big-text on pulpy paper and bright covers, perfect for the young book nerd. I loved the Jungle Books, I always thought she'd read them too, but talking to her recently, I guess she never read much Kipling. I'd forgotten that the first Jungle Book has side stories about Rikki-Tikki-Tavi and the bit about the elephants dancing and whatnot. Only the first half is really about Mowgli at all. The point of reading this, besides my obvious addiction, is so that I have the story straight in my head during The Second Jungle Book, which had passages that stuck in my brain like nothing else over the years.