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Fürstenkrone Classic 8 – Adelsroman: Annelie wehrt sich gegen die Liebe

Fürstenkrone Classic 8 – Adelsroman: Annelie wehrt sich gegen die Liebe

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Fürstenkrone Classic 8 – Adelsroman: Annelie wehrt sich gegen die Liebe

Länge:
112 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
May 28, 2019
ISBN:
9783740950019
Format:
Buch

Beschreibung

Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.

Der Garten war der Schönste von Klein Rossewitz, einem Dorf mit 306 Einwohnern, einer schlecht gepflasterten Straße und mehr oder weniger ansehnlichen Häusern. In ihm wuchsen inmitten weiter Rasenflächen und umgeben von einer niedrigen Ligusterhecke prächtige Stauden, Rosen in allen Farben und Formen, blühende Sträucher und eine Unmenge von Zwiebelblumen, angefangen von den zierlichen Schneeglöckchen bis hin zu den zartlila Herbstzeitlosen. Edith Reimer war sehr stolz auf diesen Garten, nachdem sie ihn nach dem Tod ihres wesentlich älteren Mannes erst mit ihrer Hände Arbeit zu einem wahren Schmuckstück hatte werden lassen. Der Verstorbene hatte aber auch so gar keinen Sinn für die Gartengestaltung nach englischem Vorbild gehabt und Blumen nur als Unkraut angesehen und Gräser als Kuhfutter bezeichnet. Nun ja, er hatte es nicht besser gewusst und mit seinem Bauernhof immerhin soviel verdient, dass sie nach dem Verkauf desselben und einer für sie angelegten Rente recht gut leben konnte. Üppig allerdings nicht, denn die Hälfte seines Besitzes erbte Annelie, ihr einziges Kind. Ein Mädchen, das ihrem Mann leider allzu ähnlich war, das lieber las oder arbeitete, als zur Disco zu gehen, und kaum Anklang bei den Jungen des Dorfes fand. Nur den Sinn für schöne Möbel, kostbare Vorhänge, Teppiche und alles, was zu einem gepflegten Heim gehörte, hatte sie von der Mutter geerbt. Landwirtin war sie allerdings nicht geworden, sondern Kauffrau, und hatte in der nur acht Kilometer entfernten Kreisstadt eine gute Stellung. Selbstverständlich wohnte Annelie noch zu Hause. Wo denn sonst? An einen eigenen Hausstand war leider nicht zu denken. Ja, wenn sie so aussehen würde wie ihre Cousine Nelly – mit hübscher Oberweite und langen schlanken Beinen –, wenn sie blonde Locken, himmelblaue Augen und einen herzförmigen Mund gehabt hätte, dann hätte ihr sicher so mancher Mann einen zweiten Blick gegönnt. Doch Annelies Haare waren einfach nur braun, waren glatt und sahen im Grunde genommen nach Nichts aus. Ihre Augen waren grau und eigentlich recht schön, aber hinter der Brille kaum zu sehen. Gewiss, sie war recht hübsch und schlank auch, aber mit Nelly natürlich nicht zu vergleichen. Das Schlimmste aber war, dass ihre Tochter so gar nichts an sich hatte, was einem jungen und heiratswilligen Mann gefallen würde, sie war viel zu ernst, konnte nicht flirten und nicht tanzen. Das arme Kind, es war genauso still und unbeholfen wie sein Vater. Edith Reimer, die an diesem Nachmittag verblühte Blumen abschnitt, seufzte bei diesen Gedanken, wurde aber im gleichen Augenblick auf eine junge Frau aufmerksam, die über den Rasen lief und sie gleich darauf stürmisch umarmte. Dabei flüsterte sie aufgeregt: "Mario will mich heiraten, Tantchen.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 28, 2019
ISBN:
9783740950019
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Fürstenkrone Classic 8 – Adelsroman - Gloria von Felseneck

Leseprobe:

Enttäuscht – verfolgt – verliebt!

Alexandra von Waldenburg sah sich im Spiegel an, dann schüttelte sie den Kopf. Nein, das war sie nicht! Hier hatte sie einfach zu tief in den Farbtopf gegriffen. Sie ging nicht zu einem Fernsehauftritt, wo sie wegen der vielen starken Scheinwerfer mehr als üblich geschminkt sein musste. Sie wollte zu Mike fahren, und der kannte sie eigentlich eher naturgelassen und würde sich sehr wundern, sie so zu sehen. Also herunter mit allem. Als Alexandra sich wenig später wieder ansah, war sie zufrieden. Ja, das war sie. Ein wenig Wimperntusche, Rouge und Lippenstift, das reichte vollkommen. Das passte auch zu der beigen Leinenhose, dem weißen T-Shirt und der leichten Sommerjacke. Und die Haare? Mit denen machte Alexandra auch kurzen Prozess und bürstete sie nur einfach glatt herunter. Jetzt konnte sie zufrieden sein. Sie wollte lieber nicht darüber nachdenken, welche Schnapsidee sie in die Tat umsetzen wollte. Es war verrückt! Aber dennoch wusste Alexandra, dass sie, wenn sie es jetzt nicht tun würde, die Finger ganz davon lassen würde. Sehr eilig verließ sie ihre privaten Wohnräume und rannte die Treppe hinunter. Zum Glück sah sie niemanden vom Personal, der Köchin hatte sie Bescheid gesagt, dass sie zum Essen nicht daheim sein würde, und im Gegensatz zu Klara, die noch immer Urlaub hatte, schien es deren Vertretung nichts auszumachen. Im Gegenteil, Alexandra hatte den Eindruck, dass sie froh darüber war, wenn sie zum Essen nicht zu Hause war, das ersparte der Guten Arbeit. Für Klara war ihr Beruf im wahrsten Sinne des Wortes Berufung.

Fürstenkrone Classic

– 8 –

Annelie wehrt sich gegen die Liebe

Ist sie für den Sohn des Barons nicht nur eine Affäre?

Gloria von Felseneck

Der Garten war der Schönste von Klein Rossewitz, einem Dorf mit 306 Einwohnern, einer schlecht gepflasterten Straße und mehr oder weniger ansehnlichen Häusern. In ihm wuchsen inmitten weiter Rasenflächen und umgeben von einer niedrigen Ligusterhecke prächtige Stauden, Rosen in allen Farben und Formen, blühende Sträucher und eine Unmenge von Zwiebelblumen, angefangen von den zierlichen Schneeglöckchen bis hin zu den zartlila Herbstzeitlosen.

Edith Reimer war sehr stolz auf diesen Garten, nachdem sie ihn nach dem Tod ihres wesentlich älteren Mannes erst mit ihrer Hände Arbeit zu einem wahren Schmuckstück hatte werden lassen. Der Verstorbene hatte aber auch so gar keinen Sinn für die Gartengestaltung nach englischem Vorbild gehabt und Blumen nur als Unkraut angesehen und Gräser als Kuhfutter bezeichnet.

Nun ja, er hatte es nicht besser gewusst und mit seinem Bauernhof immerhin soviel verdient, dass sie nach dem Verkauf desselben und einer für sie angelegten Rente recht gut leben konnte. Üppig allerdings nicht, denn die Hälfte seines Besitzes erbte Annelie, ihr einziges Kind. Ein Mädchen, das ihrem Mann leider allzu ähnlich war, das lieber las oder arbeitete, als zur Disco zu gehen, und kaum Anklang bei den Jungen des Dorfes fand. Nur den Sinn für schöne Möbel, kostbare Vorhänge, Teppiche und alles, was zu einem gepflegten Heim gehörte, hatte sie von der Mutter geerbt.

Landwirtin war sie allerdings nicht geworden, sondern Kauffrau, und hatte in der nur acht Kilometer entfernten Kreisstadt eine gute Stellung. Selbstverständlich wohnte Annelie noch zu Hause. Wo denn sonst? An einen eigenen Hausstand war leider nicht zu denken. Ja, wenn sie so aussehen würde wie ihre Cousine Nelly – mit hübscher Oberweite und langen schlanken Beinen –, wenn sie blonde Locken, himmelblaue Augen und einen herzförmigen Mund gehabt hätte, dann hätte ihr sicher so mancher Mann einen zweiten Blick gegönnt.

Doch Annelies Haare waren einfach nur braun, waren glatt und sahen im Grunde genommen nach Nichts aus. Ihre Augen waren grau und eigentlich recht schön, aber hinter der Brille kaum zu sehen. Gewiss, sie war recht hübsch und schlank auch, aber mit Nelly natürlich nicht zu vergleichen. Das Schlimmste aber war, dass ihre Tochter so gar nichts an sich hatte, was einem jungen und heiratswilligen Mann gefallen würde, sie war viel zu ernst, konnte nicht flirten und nicht tanzen. Das arme Kind, es war genauso still und unbeholfen wie sein Vater.

Edith Reimer, die an diesem Nachmittag verblühte Blumen abschnitt, seufzte bei diesen Gedanken, wurde aber im gleichen Augenblick auf eine junge Frau aufmerksam, die über den Rasen lief und sie gleich darauf stürmisch umarmte. Dabei flüsterte sie aufgeregt: »Mario will mich heiraten, Tantchen. Er will mich tatsächlich heiraten.«

Der älteren Frau war bei dieser Attacke die Schere aus der Hand gefallen, doch sie achtete nicht da­rauf, sondern strich der Nichte über den Rücken und schob sie dann sanft von sich.

»Dann gratuliere ich euch sehr herzlich und wünsche euch alles Gute«, fuhr sie anschließend fort. »Und dir wünsche ich von Herzen, dass du mit diesem Mann mehr Glück hast als mit Robert.«

»Ach der …« Nelly winkte lässig ab. »Der ist doch zum Zugeben und hat kaum für meinen Lebensunterhalt gesorgt, am Haus hat er auch nichts gemacht. Mario ist da ganz anders. Der weiß, was er will.«

Edith Reimer kannte Mario Lewerenz kaum und wusste nur, dass er beim Landmaschinenbau als Meister arbeitete und im Gegensatz zu Nellys Ex-Mann handwerklich begabt war.

»Dann will er wohl bei euch einziehen?«, erkundigte sie sich schmunzelnd, während sie nun die Schere aufhob und in den Korb zu den verblühten Blumen legte.

»Ja, natürlich. Es geht ja auch nicht anders. Wir können doch Mutti nicht allein lassen.«

»Nein, das könnt ihr nicht«, gab Edith zurück und atmete insgeheim erleichtert auf. Nun brauchte sie anscheinend nicht mehr zu befürchten, dass ihre stets kränkliche und weinerliche Schwester zu ihr ziehen wollte. »Doch nun komm, ich denke, wir können beide einen Kaffee vertragen.«

»O ja, gern«, zwitscherte Nelly und setzte dann noch leise lachend hinzu: »Wie gefällt dir übrigens mein neues Kleid?«

»Es ist wunderschön«, antwortete die ältere Frau beinahe andächtig. »Blau steht dir sehr gut.«

»Ja, Mario sagt das auch.« Cornelia Holt wartete ab, bis ihre Tante den Korb auf dem Komposthaufen entleert und diesen einschließlich der Schere in den Geräteschuppen gestellt hatte. Danach folgte sie ihr zum Haus, wo sie kurz darauf in der geräumigen Küche saßen und Kaffee tranken. Dazu gab es Kirschkuchen.

»Wenn du willst, kannst du Mario und deiner Mutter ein paar Stücke mitnehmen«, schlug Edith vor, nachdem sie sich beide gestärkt hatten.

Nelly nickte zustimmend und bekannte dann treuherzig: »Da wird Mutti sich aber freuen. Sie sagt immer, keiner kann so gut backen wie du.«

»So etwas kann man lernen. Doch nun erzähle mal, wann ihr heiraten wollt, damit ich mich rechtzeitig um ein passendes Geschenk kümmern kann.«

»Das wird noch dauern, weil Mario leider …« Nellys Stimme begann plötzlich zu zittern, und es schien ihr schwerzufallen, weiter zu sprechen.

»Was hast du denn auf einmal?«, erkundigte sich die Hausfrau bestürzt. »Hat deine Mutter etwas gegen Mario?«

»Nein, eigentlich nicht. Sie ist ja froh, dass ich wieder jemanden gefunden habe, aber sie nörgelt gern und ist manchmal so neugierig. Und recht eng ist es bei uns auch. Deshalb meint Mario, es wäre ihm sehr lieb, wenn wir das Haus noch vor der Hochzeit umbauen lassen würden, damit sie eine separate Wohnung und einen eigenen Eingang hat.«

»Ach, wenn es das nur ist. In der heutigen Zeit bekommt man sehr schnell eine Baufirma. Ihr werdet schon sehen.«

»Ein Umbau kostet aber viel Geld«, warf Nelly bedrückt ein.

»Das muss er natürlich haben. Oder ihr müsst einen Kredit aufnehmen.«

»So viel Geld hat er nicht, seine Eltern auch nicht, und Kredit gibt es nicht, weil er nur allein verdient. Er hat schon bei der Bank nachgefragt. Kannst du uns nicht etwas leihen?«

»Leider nicht, weil mein Geld in einem Rentenfond angelegt ist. Das weißt du doch. Ich komme da nicht heran, beim besten Willen nicht. Außerdem würde ich

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