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Fichten, Tannen, Weihnachtspannen: Lustige Adventsgeschichten

Fichten, Tannen, Weihnachtspannen: Lustige Adventsgeschichten

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Fichten, Tannen, Weihnachtspannen: Lustige Adventsgeschichten

Länge:
220 Seiten
2 Stunden
Freigegeben:
Oct 1, 2018
ISBN:
9783475548185
Format:
Buch

Beschreibung

Auch in seinem siebten Buch beweist Wolfgang Schierlitz augenzwinkernd, dass die stade Zeit meistens gar nicht so stad ist.
Ob die entschlossenen Guglmänner sich auf die Suche nach alten Mysterien machen, oder ein verloren gegangener Bayer seine Melancholie auf die Ostsee hinaus bläst, immer ist in der Weihnachtszeit etwas los.
Und wenn dann Heiratsanträge oder nicht ganz legale Sprengkörper ins Spiel kommen, brennen nicht nur die Kerzen auf dem Adventskranz.

Aller Weihnachtsstress fällt bei diesen Geschichten mit einem Lachen ab, und selbst in der größten Hektik bleibt die Erkenntnis: Es könnte noch viel schlimmer sein.
Freigegeben:
Oct 1, 2018
ISBN:
9783475548185
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Fichten, Tannen, Weihnachtspannen

Buchvorschau

Fichten, Tannen, Weihnachtspannen - Wolfgang Schierlitz

Vollständige E-Book-Ausgabe der im Rosenheimer Verlagshaus erschienenen Originalausgabe 2018

© 2018 Rosenheimer Verlagshaus GmbH & Co. KG, Rosenheim

www.rosenheimer.com

Titelillustration und Illustrationen im Innenteil: Sebastian Schrank, München

Lektorat: Beate Decker, München

Satz: SATZstudio Josef Pieper, Bedburg-Hau

eISBN 978-3-475-54818-5 (epub)

Worum geht es im Buch?

Wolfgang Schierlitz

Fichten, Tannen, Weihnachtspannen

Lustige Adventsgeschichten

Auch in seinem siebten Buch beweist Wolfgang Schierlitz augenzwinkernd, dass die stade Zeit meistens gar nicht so stad ist. Ob die entschlossenen Guglmänner sich auf die Suche nach alten Mysterien machen, oder ein verloren gegangener Bayer seine Melancholie auf die Ostsee hinaus bläst, immer ist in der Weihnachtszeit etwas los. Und wenn dann Heiratsanträge oder nicht ganz legale Sprengkörper ins Spiel kommen, brennen nicht nur die Kerzen auf dem Adventskranz.

Aller Weihnachtsstress fällt bei diesen Geschichten mit einem Lachen ab, und selbst in der größten Hektik bleibt die Erkenntnis: Es könnte noch viel schlimmer sein.

Inhalt

Vorwort

Umtriebige Einfälle

Geheime Pläne, Tod und Guglmänner

Gestrandet am Ostseestrand

Hohenschwangergau

Früh übt sich

Die Versuchung

Weihnachtlich-eigenartige Gefühle

Der Stammtisch

Ein seltener Mitbürger

Archäologische Weisheiten

In das Land der unbegrenzten Großtaten

Versonnen

Explosiv-Interview mit Siegfried Fischbacher in Las Vegas

Salutschüsse und Salatschüssel

Diplom-Betriebsnarr gesucht

Rettung des Homo inntaliensis

Schulgebäude schwer beschädigt

Hochbetagte Kinder

Nach vollbrachter Bezwingung

Sternstunden

Vegetarier aller Länder – vereinigt euch

Der Beinahe-Vegetarier

Glimpflich abgestürzt

Beerdigung zu Schnäppchenpreisen

Heiß oder kalt?

Weihnachtszeit am Mare Mediterraneum

Gefahr gebannt?

Schneefreie Weihnachten?

Ölsardinen

Mobile Weihnacht

Filmpremiere

Alpinismus

Sportarchäologie

Zahn um Zahn

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Beinahe-Lottogewinn

Der Autor

Vorwort

In Zeiten, in denen gelogen wird, dass sich die Balken biegen, verkündet mein temporärer Stammtischbruder Wolfgang Schierlitz in seinem neuen Buch »nichts als Wahrheiten«.

In einem Kaleidoskop von Einzelgeschichten weihnachtet es meistens. Ich schließe daraus, dass der Autor seine Leser mit einem gesteigerten Harmoniebedürfnis traktieren will. Alle seine Stories sind mehr oder weniger authentisch, selbst erlebt, ob auf Reisen oder im Alltag, ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart. Manchmal vermischt er die Ereignisse und Zeiten geschickt, damit er zu eigenartigen, philosophischen Schlussfolgerungen kommen kann. Seine akribischen Beschreibungen von Situationen und Gegebenheiten zeugen von der Liebe zur Natur ebenso wie von der Kenntnis geschichtlicher Zusammenhänge, wenn auch unter Einsatz von Kunstfiguren und im Duktus von Stammtischen. Der Mainstream ist ihm zuwider, daher kalauert er nicht wie Monika Gruber und rappt auch nicht wie der betagte Dieter Hildebrand.

Oder lügt er doch, wenn er von Ungarn aus, vorbei an einer abgebrannten Berghütte, im Pulverschnee ins Tal wedelt?

Hanns Thäle

Umtriebige Einfälle

Verklungen sind die trauten Lieder, die Kerzen am Christbaum schon stark heruntergebrannt. Ausgepackt (sowie hoffentlich weitgehend bald umgetauscht) hat man die tollen Geschenke. Heiligabend war wieder erhabener Höhepunkt des Jahres. Mit leuchtenden Augen ergeht rundum der feierliche Gruß: »Frohe Weihnachten!« Das bestellte Festtagsmenü im Kreis der lieben Verwandten und im Landgasthof ist wieder gespickt mit Erinnerungen und herzlicher Bewunderung der kleinen, putzigen Enkelkinder mit ihrem rührenden, unschuldigen Gebrabbel. Dann wird zwischendurch und kindlich etwas geschrien, gestritten und geweint.

Auch die obere Generation agiert bissiger. Es muss angestautes Insiderwissen unangenehm ausgebreitet werden. Und schon sind auch noch diametral entgegengesetzte politische Ansichten aufgeflammt. Aber höchstens eine halbe Stunde lang, dann schweigt man kurz, erbittert, schon ziemlich ausgehungert sowie noch erschöpft vom adventlichen Stress. Die Halbwüchsigen, befehlsmäßig besser gekleideten Sprösslinge werden etwas ungeduldig, weil die Speisen auf sich warten lassen. Das Personal hat alle Hände voll zu tun. »Nota bene iste man an diese Feiertagung total ausgebuchte und übergefordert«, so der mediterrane Wirt später herzlich im vertraulichen Gespräch, total verschwitzt und mit Grappaspende. »Auf die Haus!«

Zum Glück versiegt der Gesprächsstoff nebst etwas Zoff auch nach zwei Stunden nicht und überspielt dezent das Magenknurren. Doch dann treffen sporadisch wenigstens einige Kleinigkeiten wie Salat und ein paar altbackene Brötchen ein. Selbst etliche Suppen, wenn auch so weit abgekühlt, dass jedes Gebläse überflüssig wird, werden aufgetischt.

Zum Spätnachmittag hin ebbt die Hektik etwas ab, das noch vorhandene Essen wurde serviert. Zufriedenheit und Gelassenheit greifen endlich um sich, angestauter Dampf hat sich verflüchtigt. Man ist abgespeist. Die Kleinen quengeln nur noch schwach und übermüdet, einige sind tief eingeschlafen und werden von Muttern leicht hin- und hergewiegt. Glücklicherweise partizipiert wenigstens der gesetztere, frohe Bürger noch an den seligen Strahlen der Heiligen Nacht, dem allmählichen Ausklang der Weihnachtstage mit seinen ergreifenden Oratorien. Die festliche Christmette mit Sängern und Instrumentarium wird theoretisch, aber leidenschaftlich zerlegt. Dann genießt man mithilfe von Alkoholika eine meditativ aufkommende Ruhigstellung, ja Gleichgültigkeit, gegenüber den kleineren und größeren Unbillen des Lebens. Die Stimmung hebt sich sanft in größere Höhen. Es ist Frieden eingekehrt in die mediterranen Stuben.

Die ältere Generation ergötzt sich an der Familien-App. Fernwehsüchtige, fast erwachsene Kinder haben irgendwo auf der weiten Welt ein Bier getrunken und übermitteln eifrig, was sie da vor sich auf dem Teller haben: irgendwelche Shrimps aus Aquazuchtanlagen, vielleicht aus Bangladesch oder dem morastigen Mekongdelta, sowie Erdbeernachtisch aus chinesischen Großgewächshäusern mit erdloser Substratzüchtung auf Schaumstoffbasis oder Blähtontechnik. Die Magenverstimmung sei abgeklungen, der Darm arbeite wieder zuverlässig. Auch dass der Aeroplan gerade in Neuseeland oder Südafrika erst morgen wieder weiterfliege, weil das Bodenpersonal unzufrieden und zum Streiken aufgelegt ist, wird den Eltern live übermittelt. Das überrascht die Altvorderen doch erheblich. Schließlich haben sie ihren spärlichen Urlaub noch mit Ausflügen in Reichweite und Brotzeit im Rucksack sowie ohne weitere Kommunikationsmöglichkeiten schadlos überlebt.

Was sie noch nicht wissen: Der Führerschein ist, zumindest beim Girgl senior, später in Gefahr, weil ein paar frustrierte Polizisten ausgerechnet an jenem schönen Feiertag in dieser Gegend zur Kontrolle aufgestellt wurden.

Besonders der jüngere, gesunde, tatkräftige Mensch im Weihnachtsferien-Indoormodus muss jetzt sehr aufpassen, dass er nicht in das Loch der Stille und des Gleichmuts der nachfolgenden unspektakulären Werktage hineinfällt. Das Niemandsland »zwischen den Jahren« ist angebrochen. Einige Tage noch ausschlafen, Facebook checken, eifrig mit Freunden, die um die Ecke wohnen, per Handy coole Sprüche und Selfies austauschen, das macht Spaß und verkürzt die sich dehnende Zeit.

Erfolgreichere Taten werden nun angepeilt. Da sinnt nämlich der Testosteronüberschuss in hoffnungsvollen Jungmannen darauf, das Ende des schwindenden Jahres würdevoll krachend und Funken sprühend ausklingen zu lassen. Zum Beispiel hat sich der Heinerl – den Familiennamen will er gegenüber der Zeitung, die sein Schicksal später warnend aufgegriffen hat, seit dem unvorhersehbaren Desaster nicht nennen – bereits über das Internet mit ein paar Freunden rechtzeitig abgesprochen. Sie wollen es diesmal besonders wunderbar krachen lassen. Und das bereits rechtzeitig. Tage bevor die Masse mit den weniger attraktiven einheimischen Raketen und Froschknallern antritt, soll ordentlich Zauber gemacht werden. Chemikalien wie Magnesium, Aluminiumpulver und Chlorat haben sie bereits vorsorglich gebunkert. »Das gibt wesentlich mehr Dampf als das langweilige Schwarzpulver«, sagt der Heinerl, und die Freunde nicken wissend in Vorfreude auf das Spektakel.

»So ein selbst gebauter Sprengkörper ist nämlich um Klassen besser als das übliche harmlose Zeug«, meint der Xare entschieden, obwohl er damit im vorigen Jahr bereits einige mittlere Verbrennungen erleben durfte.

Böllergedonner, Rumpeln, dass die Hauswände wackeln und den Alten der Hut abhebt, damit soll das alte Jahr vernichtet werden. Aber noch ist es nicht ganz so weit. Die Flasche geht reihum. Es wird vorgeglüht. Hochprozentig. In einer elterlichen Garage werden dann die Zutaten für die Superböller entsprechend verfeinert, gemixt und abgefüllt– um dann für eine vorzeitige Überraschung zu sorgen.

Die erste Explosion lädiert vor allem dem Heinerl für länger sein gesamtes Gestell. Breitbeinig und prüfend beugt er sich über das Gemisch. Dadurch werden seine oberen Schenkel und sein Zeugungsgerät stärker beeinträchtigt. Aber auch die guten Freunde sind zu nahe am Ort des verblüffenden, auf der logischen Reaktion chemischen Geschehens beruhenden Vorganges. Einige wichtige Teile ihrer sportlich gestählten Körper verändern sich dummerweise zum Ungesunden hin.

Die zweite Explosion legt die stabile Doppelgarage beinahe in Trümmer. Glücklicherweise können die Düpierten, denen es nun aber pressiert, eifrig humpelnd das nähere Weite suchen. So hält sich der Schaden in unangenehmen Grenzen, und schon nach wenigen Wochen dürfen die Freunde das Krankenhaus, teils auf Krücken, teils mit schmucken Verbänden versehen, wieder verlassen. Das Meisterstück der drei Hobby-Pyrotechniker wird zum unübersehbaren Fanal. »Noch einmal davongekommen«, meinen die besorgten Eltern mit ernsten Gesichtern. Besonders dem Heinerl seine Angehörigen danken dem lieben Gott für seine nachsichtigen Fügungen und dafür, dass der Junge einigermaßen überlebt hat.

Jetzt heißt es aber bald wieder: »G’sund bleib’n und auf ein Neues!« Denn nicht nur die traute Weihnacht mit glücksbringender Tradition und feinem Naschwerk, sondern auch das Jahresende naht bekanntlich regelmäßig weit schneller, als man glaubt. Man kann gar nicht rechtzeitig genug vorsorgen. Denn dann muss es erneut rumpeln und böllern, was das Zeug hält, um die bösen Geister zu vertreiben. Schneidig, fröhlich sowie unbekümmert tapfer darf man wieder in die ungewisse Zukunft hineinwandern. Forever young, für kurz oder lang, überhaupt nicht bang. Das Privileg der testosterösen maskulinen Freunde und ihre Erfindungsgabe wandert fröhlich weiter. Das ist die Jugend; impulsiv eilt sie unbekümmert in das Neue hinein.

Geheime Pläne, Tod und Guglmänner

Das war die Sensation: Ein Guglmann lüftete kurz vor Weihnachten sein Inkognito. In einem Interview packte Korbinian Wurmbauer unumwunden aus: »Eigentlich bin ich seit meiner Jugend ein leidenschaftlicher Gebirgsschütz aus dem Isarwinkel. Aber einige Zeit vor dem 170. Geburtstags-Jubiläum unseres Kini Ludwig II. wurde mir die Ehre zuteil, ein Guglmann zu werden.«

Laut Statuten kann man den Guglmännern nicht einfach beitreten. Man wird erwählt. Die Einhaltung der Arkandisziplin (arcanum, Geheimnis) sowie das Bewahren der urbajuwarischen Gemeinschaft sind besonders wichtig. Auch muss der Guglmann dabei helfen, die Wahrheit um den Tod unseres Märchenkönigs aufzudecken. Das sind unter anderem die wichtigsten Kriterien. Die Auswahl geschieht äußerst akribisch. Der geeignete Kandidat wird unauffällig und lange beobachtet, ob er das alles erfüllen kann, bevor man ihn zwecks Beitritt kontaktiert.

Korbinian Wurmbauer glücklich: »Zwei Guglfreunde als Zeugen beschworen dann in traditioneller Weise meine Tugenden: Treue, Zucht, bayerischen Frohsinn, ritterliche Ideale, hohe Minne und christliche Barmherzigkeit. Das alles sind die Voraussetzungen zur Mitgliedschaft. Erst nach einer längeren Probezeit durfte ich die Gugl, die schwarze Kapuze, bei der hundertsiebzigsten Geburtstagsfeier unseres Kini in Berg am Starnberger See und sogar das Banner mit den zwei gekreuzten Fackeln tragen.«

Aber dann traten unverhofft Differenzen auf. Ein vermummter Spion hatte sich unter den Königstreuen eingenistet und machte die schöne Feier lächerlich. Er zeigte sich als Zulieferer eines journalistischen Schmierblattes. Es war leider sogar ein Gebirgsschützenkamerad von Korbinian Wurmbauer. Er konnte ab sofort weder Königstreuer noch Guglmann mehr sein, hatte er doch sogar einen Meineid bei der Vernehmung durch das obere geheime Femegericht geschworen. Sein unentschuldbarer Kommentar: »Das haben andere, wichtigere Leute aus Politik und Wirtschaft auch schon gemacht.«

Schon seit Langem schritten diese dunklen Geheimbündler bei allen Beisetzungsfeuerlichkeiten der bayerischen Monarchen stets dem Sarg voraus. Manche bildeten auch die Nachhut zur Absicherung. Angetan mit schwarzen Mönchskutten sowie Haupt und Antlitz bedeckt von einer umfangreichen Kapuze, begleiteten sie unter Trommelwirbel stets den letzten hohen Gang.

Geheimnisumweht ist und bleibt das erste Auftauchen dieser sogenannten Guglmänner. Wann genau, weiß keiner. Wahrscheinlich das erste Mal zum Leichenzug des Kaisers Friedrich Barbarossa. Ertrunken im Flusse Saleph, wurde er von aufrechten Kreuzrittern unter Führung des berühmten Wittelsbachers Otto I. von Bayern in Essig eingelegt und stückweise heimgetragen. Wegen der großen Hitze waren die geharnischten Freunde gezwungen, in Antiochia umgehend sein Fleisch zu begraben. Nur das Skelett gelangte eventuell in die Heimat zurück. Ob das wirklich geklappt hat, ist ungewiss. Um große Persönlichkeiten und ihre Taten ranken sich ja immer Legenden durch die Geschichte.

In namenloser Trauer, so heißt es glaubhaft, hüllten sich die edlen Ritter in schwarze Mäntel und bedeckten Haupt und Antlitz vollständig mit großen schwarzen Kapuzen. Das Verhüllungsverbot kam eigentlich erst wesentlich später auf. Es sollte aber der Beginn der bayerischen Guglmännerbruderschaft werden. Nun halten diese Ehrenmänner vor allem das Andenken und die Bedeutung des größten Romantikers unter den Monarchen aller Zeiten, König Ludwig II., dem Märchenkönig, aufrecht und versuchen nachdrücklich sowie akribisch, den offensichtlich höchstmöglichen Mord aufzuklären. War es wirklich wie bei dem populären bayerischen Volkshelden und Wildschützen Jennerwein ein heimtückischer Schuss von hint?

Korbinian Wurmbauer, der Guglmann mit Leib und Seele, ist auch Heimatpfleger von Schwartling. Im geheimen Lesesaal des Bayerischen Hauptstaatsarchivs zu München absolvierte er einen Interpretationskurs zum Verständnis und zum Entziffern alter bayerischer Dokumente. Von legendären Schriftzeichen einer karolingischen Minuskel bis zur zierlichen Schwabacher Kanzleischrift erreichte er bald eine größere Kompetenz in Sachen Deutung und Verständnis historischer Botschaften. Vor allem der einmalige Märchenkönig Ludwig II. und seine Zeit waren aber hauptsächlich Ziel seiner Nachforschungen. Allmählich verwischte sich jedoch durchaus sein historischer Forschungsdrang mit realitätsfernen Einbildungen, und die überlieferten Tatsachen schwanden, ja verwoben sich sogar immer mehr in seinem eifrig fantasierenden und kombinierenden Hirnkastl. Eines blieb aber klar: Er merkte bald,

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