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500000 gottlose Jahre: Über die Unmöglichkeit an einen Gott zu glauben

500000 gottlose Jahre: Über die Unmöglichkeit an einen Gott zu glauben

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500000 gottlose Jahre: Über die Unmöglichkeit an einen Gott zu glauben

Länge:
200 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 11, 2019
ISBN:
9783749493548
Format:
Buch

Beschreibung

Der Künstler, Lehrer, Autor untersucht in diesem Essay ausgehend von seiner eigenen katholischen Kindheit die Zwänge, Mechanismen und Erzählungen, mit denen Religion versucht, sich im Kopf zu verankern.

Er geht dabei auf die spannenden neueren archäologischen Befunde ein, die besagen, dass es vieles aus dem Alten Testament gar nicht oder nicht in der beschriebenen Form gegeben hat, so dass beispielsweise Moses Existenz höchst unwahrscheinlich wird.

Darüber hinaus hinterfragt er die Entwicklung des Bildes von Jesus als eines Messias, geht auf Vorstellungen von Schuld und Erbsünde ein und beschäftigt sich mit den Erkenntnissen der Biologie zur Evolution und zur Ur-Eva vor 100000 Jahren.

Auch die Politik kommt nicht zu kurz, hier werden die Parallelen zwischen Religion und Politik untersucht, die es erst ermöglichen, dass Politiker so viele Menschen von halbgaren Ideen und Projekten überzeugen können.

Kernstück der wesentlich erweiterten Neuauflage ist der Antigottesbeweis: Der Autor zeigt in gut nachvollziehbaren Schritten, dass man durchaus beweisen kann, dass das Christentum eine erfundene Religion ist.

Wenn man nämlich Biologie, Astrophysik und Quantenphysik heranzieht - genauer: Evolution, Urknall und Raum/Zeit-Lehre - und dann Geschichts- und Religionswissenschaft erläutern lässt, wie das Bild Gottes aus den Ursprüngen der sumerisch-babylonischen Götterwelt entstanden ist, wird klar, dass es keinen Gott und keinen Schöpfungsakt gibt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 11, 2019
ISBN:
9783749493548
Format:
Buch

Über den Autor

Der Autor, Paul C. Jaeger lebt im Ruhrgebiet und schreibt Essays, Science Fiktion und Kriminalromane.


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Buchvorschau

500000 gottlose Jahre - Paul C. Jaeger

John Lennon, „God"

I don’t believe in Jesus ...

I just believe in me

Yoko and me

1971, John Lennon/Plastic Ono Band.

Neil Postman gewidmet

Inhaltsverzeichnis

Vorwort zur ergänzten Neuauflage

Vorwort 2018

Erziehung

Bildung

Genesis und Ur-Eva

Mitochondrien-Eva

Vom Pferd und vom Aufzäumen

Wanderprediger Jesus

Geschichtsschreibung

Evangelisten

Der Jesus-Mythos

Kreuzestod und Erlösung

Schuld und Sühne

Freedom´s just another word for ...

Der Salto der Theologie

Gnadenlose Konditionierung

Der Sinn des Lebens

Soul Food

Monotheismus, Entstehung des

Jahwe– Evolution eines Gottes

Die Wohnungsnot Gottes

Der Mensch - Ebenbild Gottes

Ockhams Rasiermesser

Aber wir brauchen doch die

Moral und Philosophie

Vom Zwang zum Handeln

Das Desinteresse der etablierten

TV

Wissen und Beweisführung

Nahtod oder Auferstehung

Synopse – der Antigottesbeweis

Der Antigottesbeweis in vier Sätzen

Eigentlich

Die unreflektierte Gesellschaft

Populäre Irrtümer

Nachwort

Anhang

Literatur

Vorwort zur ergänzten Neuauflage 2019

Wozu eine Neuauflage?

Mittlerweile stört mich mehr und mehr bei Diskussionen über mein Buch, dass Gläubige den Sinn der Übung anzweifeln, ohne in die Vielzahl der Fakten eingestiegen zu sein und immer wieder im Brustton der Überzeugung äußern, man könne ja nun mal die Nichtexistenz eines allmächtigen Gottes nicht beweisen. Hier zeigt ER sich nicht und aufs Jenseits haben wir keinen Zugriff. Wie sollte man das also machen?

Ach so? Und ich dachte doch, genau das hätte ich mit dem Kapitel „Synopse" in meinem Buch geschafft!

Nun gut, auf ein Neues: In dieser Neuauflage findet sich also das Kapitel „Der Antigottesbeweis", in welchem ich nicht nur die schon erwähnten Fakten aus Evolutionsbiologie, Archäologie und Psychologie darlege, sondern noch gründlicher der Entstehung des Monotheismus und der Herkunft Jahwehs nachgehe.

Und wozu das? Ich zeige dadurch, wie sich die Ideen von diesem scheinbar ehernen, unveränderlichen Gottesbild und Begriffen wie „Himmel und „Hölle in den Köpfen der Menschen über Jahrtausende entwickelt haben, und zwar durch Erzählung und Nacherzählung, durch Tradierung und Veränderung in der Bewertung und Neuerfindung nach anderen Vorbildern - denn damit wird ganz klar, dass wir es beim Begriff „Gott" mit etwas Künstlichem, Erfundenem zu tun haben, das genauso viel Realitätsanspruch hat wie der Struwwelpeter oder Max und Moritz, Mickey Mouse oder die Schlümpfe!

Ich war in meiner frühen Jugend einem Hirngespinst aufgesessen, einem „Gotteswahn"¹.

Da war ja niemand gewesen, um mich aufzuklären, niemand, der auf der Bibel immanente und geschichtliche Widersprüche hingewiesen und mir „sapere aude" zugeschrien hätte!

Ja, es schien sogar unmöglich, dass es so etwas wie Widerspruch geben könne. Gut, man hatte mal davon gehört, dass es Atheisten geben solle, aber nicht hier, nicht unter uns. Und das waren sowieso ganz, ganz unglückliche Menschen.

Überhaupt war die Gesellschaft tief in den Glauben gebettet: Der Gottesdienst gehörte in der Grundschule noch zur Pflicht, der Unterricht fing mit einem Morgengebet an und natürlich wurde zu den Mahlzeiten zuhause gebetet. Verblichene Staatsdiener wurden (und werden) nach einer Trauerfeier mit Messe verbuddelt und das Reichskonkordat, zwischen Hitler und dem Papst 1933 geschlossen, galt noch und ... gilt unglaublicherweise heute immer noch.

Jahrzehnte später schaue ich mich um und plötzlich hat man nun genug „Argumente kontra Religion"², der Glaube ist „entzaubert ³ und man ist endlich „Gottlos glücklich

In diesem Sinne!

Ach, übrigens, das Pseudonym dient immer noch dazu, meine Kinderbücher eindeutig von der Erwachsenenliteratur zu trennen!

Paul C. Jaeger


1 Der Gotteswahn, Richard Dawkins, 2016, Ullstein

2 Argumente kontra Religion - Werkzeugkasten für Religionskritik, TB, Gottfried Beyvers, 2018

3 Der entzauberte Glaube: Eine Kritik am theistischen Weltbild aus naturwissenschaftlicher, philosophischer und theologischer Sicht, TB, Peter Kamleiter, 2016

4 Gottlos glücklich: Warum wir ohne Religion besser dran wären, broschiert, Philipp Möller 2017

Vorwort 2018

Über die Jahre hatte ich Deschner und Dawkins gelesen und letzteren mit Begeisterung auf youtube genossen, so dass mir schon klar war, dass es mittlerweile genügend Bücher wie meines geben müsste.

Kaum hatte ich es schließlich fertig, fiel mir im Internet auch noch der Aufsatz von Werner Harenberg auf: JESUS UND DIE KIRCHEN.

Wo erschienen? Im Spiegel!

Wann? 1966!

Vor über 50 Jahren, vor über einem halben Jahrhundert also hatte sich Harenberg die Mühe gemacht, praktisch all das, was ich anführe, und mehr aufzulisten und so darzustellen, dass jeder, der lesen kann, versteht, dass die katholische Kirche völlig überholte Vorstellungen vertritt, verteidigt und verbreitet: „Die Kirche lebt faktisch davon, daß die Ergebnisse der wissenschaftlichen Leben-Jesu-Forschung in ihr nicht publik sind".

Für mich waren die Nachrichten über eine Ur-Eva, die sogenannte Mitochondrien-Eva, in den Medien 2015 der Anlass für den zweiten Versuch nach Jahrzehnten noch einmal eine nachvollziehbare, überzeugende Begründung zu schreiben, warum man gar nicht „glauben" KANN.

Nachvollziehbar?

Überzeugend?

Einen Kollegen, einen wirklich netten, aufgeschlossenen Religionslehrer, den ich im Kollegium nicht missen möchte und immer schon mal zum Grillen einladen wollte, konfrontierte ich damit, dass ich meine Überzeugung, es gebe keinen Gott, mit dieser Entdeckung auf ganz neue Weise bestätigt sehe. Denn es existiert einfach kein Grund, warum Gott insgesamt 500000 Jahre Menschsein abwarten sollte, um sich dann in der Bronzezeit endlich mal zu melden. Da erhielt ich als enttäuschende Reaktion von ihm nur ein Stirnrunzeln, Kopfschieflegen und Lächeln.

Es interessierte ihn einfach nicht.

Ich versuchte nachzulegen und zu erklären, dass ich mit einem Gott, der nicht nachvollziehbar reagiert, nichts anfangen kann. ER will ein Gott für uns MENSCHEN sein? ER hat uns nach seinem Bilde geschaffen? ER ist gütig und weise? Und dennoch handelt er völlig unvorhersehbar, straft mal dort, belohnt mal da über die Jahrtausende, aber die Gebete der meisten Menschen in tiefster Not und Todesangst werden nicht von ihm berücksichtigt. Denken wir an die Opfer des Holocaust oder die Opfer zweier Weltkriege: 120 Millionen Menschen!

Gottes Ratschluss sei unergründbar, heißt es dann immer von Geistlichen, Religionslehrern und Eltern. Ach ja, ist er das?

Möglicherweise wird einem dann noch erklärt, Gott habe den Menschen mit freiem Willen geschaffen, deswegen könne er nicht eingreifen. Aber früher hat er das doch getan! (Siehe dazu weiter im Kapitel „Freedom´s just another word for ...") Anne Frank musste also so sehr leiden und so furchtbar enden, weil Gott sie als Menschenmaterial für den freien mörderischen Willen der Nazis brauchte? Gehts denn überhaupt noch dümmer und perverser?

Aber all das interessiert sogenannte Gläubige nicht. Jeder normale vernünftige Gedanke wird weggewischt.

Das Problem ist halt, dass Gläubige nicht einfach „glauben"!

Zum Vergleich: Wenn man einer verbreiteten Meinung nach denkt („glaubt"), dass man bei Verletzungen die Wunde an der Luft trocken lassen sollte, damit schneller die Heilung eintritt, liegt man komplett falsch: Die Bildung von Schorf wird zwar als erster Heilungsschritt empfunden, ist aber kontraproduktiv und eine reine Notmaßnahme des Körpers, da wir die Stelle nicht mit Salben und Pflastern oder Heilkräutern abdecken. Der Schorf führt eher zu Narbenbildung!

Unter einem Pflaster bildet sich ein feuchtes Milieu, das die Arbeit der Bindegewebszellen begünstigt, die die Wunde nun viel schneller schließen können.

Ich habe auch immer wieder bei Schürfwunden eine Behandlung abgelehnt, jetzt habe ich mich aber informiert und kann den „falschen Glauben" ablegen.

Beim Thema Religion, bei „Gläubigen" sieht das anders aus, sie sind in den seltensten Fällen zu überzeugen: Sie sind offensichtlich in einer Paranoia gefangen⁶, die sie alles abwerten, umdrehen, negieren, ablehnen, ja, verdammen lässt, was gegen ihre Überzeugung spricht, welche sie ja zum Überleben, zum Weiterleben wie bisher, zum Zufriedensein, zum Sich-Zurechtfinden in der Welt und im Leben benötigen.

Man spricht vom „ausgestanzten" Wahn, der sich auf ein begrenztes Thema bezieht, während die Person ansonsten unauffällig lebt. Im Wahn werden Meinungen willkürlich zu unumstößlicher Wahrheit erklärt und jeder Abgleich mit anderen Sichtweisen verweigert.

Man möchte meinen, der „Glaube" sei im Grunde falsch benamst: Die Betroffenen, mittlerweile Milliarden von Menschen, scheinen doch mit 1000prozentiger Sicherheit zu „wissen", dass es einen oder, hm, wartet mal, vielleicht doch gleich … mehrere Götter gibt?

Ach, oder etwas ganz anderes, das Samsara: Wiedergeburt oder Nirwana?

Warum aber werden diese ihrer Sache so sicheren Menschen immer so entsetzlich sauer, wenn man versucht, gegen ihre Überzeugung zu argumentieren? Das spricht doch dafür, dass ihnen tief drinnen klar ist, dass es Quatsch ist, zu glauben, man würde anders nochmals wiederkommen, man würde danach auf einer Wolke sitzen und Halleluja singen in alle Ewigkeit, was Esther Vilar in ihrem köstlichen Buch „Wie lebenswert wäre das ewige Leben?" als extrem langweilig brandmarkt.

Eine tiefsitzende Restunsicherheit ist der Grund, warum man mit ein paar Argumenten bei den meisten Gläubigen nichts ausrichten, aber sie furchtbar ärgern kann, denn jegliche Kritik muss sofort abgewertet und abgewehrt werden, BEVOR das „Seelenheil Schaden nimmt. Eine Religionskollegin wedelt mich mit den Händen weg: „Nein, nein, nein! Das hör ich mir gar nicht erst an!

Auch unser lieber Kollege von eben gleicht leider nicht alles, was er als moderner Mensch weiß, miteinander ab. In erster Linie hat er wahrscheinlich all die faszinierenden Einzelmodule der Evolution, all die Beweise, das Ineinandergreifen von Variation und Selektion, die mittlerweile aufgefundenen missing links usw. usf. nie wirklich verstanden.

Auch hält er möglicherweise das Universum für unendlich und die Frage, was vor dem Urknall war, für niemals beantwortbar, was ziemlich lächerlich erscheint, wenn man bedenkt, dass wir erst seit 1931, seit Georges Lemaître, übrigens einem belgischen Theologen und Physiker, vom Urknall wissen!

Wir haben gerade erst angefangen, zu erforschen, was die Welt im Innersten zusammenhält und sind erstaunlich weit gekommen! Die berühmte „Wohnungsnot Gottes" wird wohl eher verschärft werden, als jemals gemildert oder gar aufgehoben!

Und er freut sich sicherlich, dass Mutter Theresa heiliggesprochen worden ist, obwohl Experten ihr vorwerfen, Sterbenden Schmerzmittel und hilfreiche Medikamente vorenthalten zu haben. „Das Leiden bringt uns Jesus näher!", so Mutter Theresa.

Experten klagen an, dass bei zumindest bei einer ihrer zwei anerkannten „Wundertaten" nachweisbar eine normale medizinische Heilung vorliegt. Der angebliche Tumor einer Frau war eine Zyste gewesen, die auf konventionelle Behandlung angesprochen hatte.

Im Fall des Brasilianers mit den Hirntumoren hat dieser Mann zumindest vorher eine neue Niere bekommen, was den Gesamtzustand sicher befördert hat, auch lag er nicht im Sterben, er sollte eigentlich nochmal operiert werden! Dennoch können sich mehrere Ärzte die spontane Heilung des Mannes nicht erklären – also muss es das Gebet an Mutter Theresa gewesen sein, na klar!

Dass spontane Remissionen im Schnitt bei 1 von 100000 Fällen auftreten und damit so selten nicht sind, wurde ignoriert. Der Papst wollte unbedingt seine heilige Theresa haben!

Ich jedenfalls habe noch kein Wunder gesehen und kenne niemanden, der das hätte. Die erwähnte Religionskollegin meint, es sei sacherhellend, dass sie neulich im Traum mit ihrer toten Mutter gesprochen hat. Im Traum!

Ich kann auch nichts mit den Gerüchten anfangen, die im Stil der Urban Legends erzählt werden, die ja nun erwiesenermaßen Erfindungen von Kommunikationswissenschaftlern und Soziologen sind, weil sie herausfinden wollen, wie schnell sich Gerüchte verbreiten. Das berühmte Gerücht über den Insektenstich in

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