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Die großen Western Classic 16: Der alte Fuchs von Arizona

Die großen Western Classic 16: Der alte Fuchs von Arizona

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Die großen Western Classic 16: Der alte Fuchs von Arizona

Länge:
126 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 23, 2019
ISBN:
9783740952594
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen).

Einen Augenblick sieht sich Batson James um. Dann huscht er los und erreicht den Zaun. Vor ihm knarren Räder – der Fluch eines Mannes ertönt, etwas klatscht, ein Pferd wiehert. Langsam hebt Bat James den Kopf, bis er über den Zaun blicken kann. Er verschmilzt mit der Dunkelheit des Baumes, der seine Zweige über den Zaun sinken läßt. Niemand kann ihn hier sehen, auch das Laternenlicht reicht nicht bis zu ihm hin. "Der Teufel soll Bill holen!" sagt Bat James heiser. "Keine Spur von ihm, aber am Office hängt der Steckbrief von uns allen. Wenn sie uns suchen oder er im Jail steckt – verdammt, ich komme nicht an das Jail heran. Vielleicht sitzt Bill drin, was?" Einen Moment denkt er an Bill Co - nan und dessen Auftrag. Conan hat sich nicht gemeldet. Sie haben nichts über ihn erfahren können. Roan, der die Bande führt, hat keinen zweiten Mann in die Stadt geschickt. Sie sind nun da – fünf Männer, deren äußerste Vorhut Bat James ist. Drei warten einige Meilen entfernt, der vierte steckt hinten am Bachufer und hat die Pferde. Irgendwie ist es James unbehaglich zumute. Das völlige Schweigen Conans ist ihnen allen auf die Nerven gegangen. "Wir müssen vorsichtig sein"
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 23, 2019
ISBN:
9783740952594
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Die großen Western Classic 16

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Buchvorschau

Die großen Western Classic 16 - G.F. Barner

Die großen Western Classic

– 16 –

Der alte Fuchs von Arizona

... kann immer noch Banditen fangen

G.F. Barner

Einen Augenblick sieht sich Batson James um. Dann huscht er los und erreicht den Zaun.

Vor ihm knarren Räder – der Fluch eines Mannes ertönt, etwas klatscht, ein Pferd wiehert.

Langsam hebt Bat James den Kopf, bis er über den Zaun blicken kann. Er verschmilzt mit der Dunkelheit des Baumes, der seine Zweige über den Zaun sinken läßt. Niemand kann ihn hier sehen, auch das Laternenlicht reicht nicht bis zu ihm hin.

»Der Teufel soll Bill holen!« sagt Bat James heiser. »Keine Spur von ihm, aber am Office hängt der Steckbrief von uns allen. Wenn sie uns suchen oder er im Jail steckt – verdammt, ich komme nicht an das Jail heran. Vielleicht sitzt Bill drin, was?«

Einen Moment denkt er an Bill Co - nan und dessen Auftrag. Conan hat sich nicht gemeldet. Sie haben nichts über ihn erfahren können. Roan, der die Bande führt, hat keinen zweiten Mann in die Stadt geschickt.

Sie sind nun da – fünf Männer, deren äußerste Vorhut Bat James ist. Drei warten einige Meilen entfernt, der vierte steckt hinten am Bachufer und hat die Pferde. Irgendwie ist es James unbehaglich zumute. Das völlige Schweigen Conans ist ihnen allen auf die Nerven gegangen.

»Wir müssen vorsichtig sein«, hat John Roan heiser gesagt. »So leicht ist das nicht – vielleicht haben sie ihn erwischt, vielleicht hat der Sheriff unseren Steckbrief bekommen. Seht nach, aber vorsichtig, sage ich euch. Nutzt jeden dunklen Fleck aus, geht zum Office, vielleicht entdeckt ihr ihn. Und dann zur Wagenstation schleichen. Bill kennt den Mann und der Mann ihn, aber er kennt keinen von uns, vergeßt das nicht. Wir wissen nur, wie Conan pfeifen wollte, also mach den Pfiff nach, Bat. Und kommt der Bursche, dann nur nicht mit ihm unter einer Laterne stehenbleiben, verstanden? Immer die Dunkelheit nutzen.«

Dunkel, denkt Bat James grimmig, ist es hier genug, Boß, ich weiß nicht, wo ich den Kerl finden soll. Seine Beschreibung habe ich, den Pfiff kenne ich auch. Und wenn der Bursche nun nicht hier in der Station ist, was dann?

Er flucht leise, starrt auf den Hof und sieht die beiden Kutschen vor dem großen Schuppen stehen. Vierzig Yard lang ist der Hof. Das Tor ist offen, auf der Straße drüben gehen Leute vorbei. Aus dem Haus und dem Stall fällt Licht in den Hof. Jemand kommt mit zwei Pferden auf den Stall zu, der Mann hat gerade noch geflucht.

Er soll humpeln, sagt sich Bat James. Daran muß man ihn erkennen. Humpelt er, nein, der hinkt nicht. Verdammt, was bin ich unruhig. Wenn ich wenigstens wüßte, was mit Bill passiert ist.

Der Mann verschwindet mit den Pferden im Stall. Und dann kommt seine Stimme heiser und laut in die Dunkelheit hinein: »Joe, wo steckst du? Gib den Pferden Futter.«

Joe, denkt James und zuckt heftig zusammen – Joe, er ruft nach dem Hinker, der heißt auch Joe.

Links vom Stall ist ein kleiner Anbau, ein flacher Bretterschuppen. Erst in dem Moment, als sich die Tür des Anbaues öffnet und Licht in den Hof fällt, sieht Bat James, daß der Bau nur ein Fenster zur linken Seite besitzt. Die ganze Zeit brennt dort Licht. Und nun taucht ein Mann in derTür auf, der sein linkes Bein leicht nachzieht.

»Der Hinker«, sagt James zischend und sinkt ein wenig tiefer hinter dem Zaun herab. »Verdammt, ja, da ist er.«

Aus schmalen Augen beobachtet er den Hinker, der über den Hof geht und sich am Brunnen zwei Eimer nimmt. Im Stalleingang taucht nun der nächste Mann auf, der gerade die Pferde hineingebracht hat.

»Joe, versorge die Gäule, dann kannst du Feierabend machen.«

»Und die Mitternachtskutsche, Steve?«

»Reeves stellt seine Pferde selbst ein und versorgt sie auch allein«, erwidert Steve kurz. »Du kennst Reeves ja – mach dir darum keine Sorgen.«

Joe brummelt etwas, geht mit den Eimern auf den Stall zu und verschwindet darin. Der andere Mann aber überquert den Hof. Die Tür des Hauses knallt hinter ihm zu. Stille über dem Hof – kein Mensch mehr zu sehen.

Einen Moment zaudert James, er hat schon zwei Finger zwischen den Lippen. Dann aber dreht er sich um. Er läuft nun geduckt hinter dem Zaun entlang. Als er um die Ecke des Stalles biegt, sieht er Licht aus dem zweiten Stall fallen. Das eine Fenster steht hoch, Licht strömt über den Busch und läßt die Blätter schimmern. Vorsichtig sieht sich Bat James um, ehe er es wagt, sich dem Lichtschein zu nähern.

Im nächsten Moment blickt er in den Stall. Vor ihm ist eine Boxenwand. Links an ihr vorbei kann er in den Gang blicken. Die Boxen liegen an beiden Seiten des Ganges. Er sieht etwa ein Dutzend Pferde.

»Na, nun komm schon herum, komm schon, Alter, es gibt Heu.«

Jemand redet – der Hinker.

In der nächsten Sekunde kommt der Hinker mit der Heugabel in der Faust in den Gang.

In diesem Augenblick hat James zwei Finger zwischen den Lippen und pfeift einmal. Der erste Pfiff ist nur kurz, dann kommen drei längere Pfiffe und zuletzt noch ein kurzer.

Der Hinker, der dicht vor dem Heu stehengeblieben ist, zuckt zusammen und dreht sich dann langsam um.

»Hier, Joe«, sagt James zischelnd, als der Mann unsicher auf die Tür starrt. »Hier, am Fenster. Komm her, Joe, schnell!«

Bat sieht die großen, aufgerissenen Augen vom hinkenden Joe. Joe sieht entsetzt aus. Vielleicht hat er gedacht, daß dort Bill Conan sein müßte, der den Pfiff kennt. Nun aber sieht er das Gesicht am Fenster, er senkt blitzschnell den Kopf und blickt sich um. Sein erster Blick gilt derTür. Dann sagt er leise: »Warte, Mann, ich muß erst die Tür schließen. Verdammte Geschichte, ich warte schon seit drei Tagen.«

Er humpelt durch den Gang, die Tür klappt zu. Und dann nähert er sich einer Box. Dort lehnt irgendwo ein Besen in der Ecke. Mit dem kommt er zum Fenster, nachdem er Heu auf dem Boden der Box verstreut hat.

Teufel, der ist gerissen, denkt Bat James.

»Sollte einer kommen«, sagt Klumpfuß im Nähertreten, »dann kann ich hier fegen. Wer bist du – einer von Bills Freunden?«

»Ja«, erwidert James leise. »Mann, wo ist Bill – wir warten seit zwei Tagen darauf, daß er uns ein Lebenszeichen gibt. Wo ist Bill?«

Klumpfuß-Joe, wie Bill Conan den Mann genannt hat, steht der Schweiß auf der Stirn. Er wendet sich noch einmal um, blickt zur Tür und sieht James dann aus unruhigen Augen an.

»Mensch, soll das heißen, daß ihr nichts wißt?« fragt er zurück. »Hör mal, am Office hängt euer Steckbrief, es ist verdammt gefährlich für euch, in die Stadt zu kommen. Ihr wißt nichts?«

»Was, zum Teufel, sollen wir wissen?« zischt James. »Der Sheriff hat ihn doch nicht erwischt und ins Jail gesperrt?«

»Ins Jail?«

Klumpfuß-Joe starrt James seltsam an, leckt sich über die mageren, verkniffenen Lippen und murmelt heiser: »Wenn ihr Bill sucht, dann geht zum Friedhof.«

»Auf dem Friedhof?« fragt er ächzend. »Mensch, mach keinen Unsinn, Bill ist doch nicht etwa...«

»Er ist tot«, antwortet Joe der Hinker hastig. »Er versuchte gegen Harris zu ziehen, aber er war um zwei Nasenlängen zu langsam für den Sheriff. Ich hatte noch kurz vorher mit ihm gesprochen. Er wollte sich Reeves ansehen. Du weißt, warum?«

»Reeves fährt die Kutsche, was? Jedenfalls sagte Bill uns das. He, hör mal, ich habe etwas Zeit – mach erst deine Arbeit fertig, damit es nicht auffällt, dann komm heraus, Joe.«

Joe starrt ihn durchdringend an, nickt bedächtig und sagt lauernd: »Hat Bill euch von meinem Anteil gesagt?«

»Zwanzig Prozent, ist das nicht ein bißchen viel für den Tip?« fragt James mürrisch. »Er hat es gesagt, aber zwanzig Prozent dafür, daß wir jedes Risiko haben? Joe, Mann, dieser Reeves soll ein verdammt harter Brocken sein, hörte ich.«

»Das geht mich nichts an. Ihr wißt den Termin nicht. Mann, der Tip ist mehr wert, aber ich bin mit zwanzig Prozent zufrieden. Wenn ich die nicht bekomme, sage ich kein Wort.«

»Also gut, mein Boß läßt dir bestellen, daß es in Ordnung geht«, erwidert James etwas bissig.

»Wir werden sehen«, murmelt Joe der Hinker. »Ich bin gleich fertig, dann komme ich hinaus – warte hinten links von hier an den Brettern, die bis an meinen Anbau liegen.«

»In Ordnung.«

Joe verschwindet im Gang – James dreht sich um und schleicht zu den Brettern. Hinter ihnen kauert sich James hin.

Er denkt an die vierzigtausend Dollar.

Ein großer Schlag, danach verschwinden.

Barry Harris muß sich ein Grinsen verkneifen, er sieht wirklich aus wie ein Fuchs. Wenn ein Fuchs alt und sein Haar weißsilbrig geworden ist, dann brauchte er nur nochTracy McCalls faltiges Großvatergesicht zu haben – und das, was hier hereinkommt, wäre genau beschrieben.

Tracy McCall betritt das Office.

»’n Tag«, sagt Tracy und schielt auf den Schaukelstuhl, in dem das Kissen für den Kopf schon wieder verkehrt herum hängt. Zuerst geht der alte Tracy zum Schaukelstuhl, nimmt das Kissen, dreht es

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