Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Die Chroniken der Seelenwächter - Band 34: Am Rande des Abgrunds

Die Chroniken der Seelenwächter - Band 34: Am Rande des Abgrunds

Vorschau lesen

Die Chroniken der Seelenwächter - Band 34: Am Rande des Abgrunds

Bewertungen:
4/5 (1 Bewertung)
Länge:
156 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Nov. 2019
ISBN:
9783958343801
Format:
Buch

Beschreibung

Der Kampf geht weiter. Auch ohne die direkte Bedrohung von Kedos haben die Seelenwächter alle Hände voll zu tun. Während Akil hadert, ob der Pakt mit Joanne vernünftig ist, wird es für Jaydee immer härter, Lilija zu widerstehen. Er kehrt zu seiner Schwester und muss sich entscheiden, welchen Weg er einschlagen soll: ins Helle oder ins Dunkle.
Zac taucht ebenfalls tiefer in die Welt der Seelenwächter ein und findet auf dem Anwesen in Arizona etwas, womit er nicht gerechnet hätte. Seine Wandlung ist noch lange nicht abgeschlossen. Nur wenn er stark genug ist, wird er sie überstehen.

Dies ist der 34. Roman aus der Reihe "Die Chroniken der Seelenwächter".

Empfohlene Lesereihenfolge:

Bände 1-12 (Staffel 1)
Die Archive der Seelenwächter 1 (Spin-Off)
Bände 13-24 (Staffel 2)
Die Archive der Seelenwächter 2 (Spin-Off)
Band 25 ff.
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Nov. 2019
ISBN:
9783958343801
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Die Chroniken der Seelenwächter - Band 34

Titel in dieser Serie (40)

Ähnliche Bücher

Buchvorschau

Die Chroniken der Seelenwächter - Band 34 - Nicole Böhm

Table of Contents

Am Rande des Abgrunds

Was bisher geschah

1. Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

4. Kapitel

5. Kapitel

6. Kapitel

7. Kapitel

8. Kapitel

9. Kapitel

10. Kapitel

11. Kapitel

Vorschau

Impressum

Die Chroniken der Seelenwächter

Band 34

»Am Rande des Abgrunds«

von Nicole Böhm

Was bisher geschah

Es ist Zeit, innezuhalten. Nachdem Kedos besiegt scheint, können die Seelenwächter zum ersten Mal seit Langem durchatmen und alles verarbeiten.

Doch die Erholungszeit währt nicht lange: Akil trifft bei seiner Suche nach Ben in Riverside auf eine alte Bekannte: Joanne ist wieder auf der Bildfläche aufgetaucht, weil sie ebenfalls hinter Ben her ist. Allerdings, um ihm zu helfen. Sie unterbreitet Akil ein Angebot, das er zähneknirschend annimmt. Welche Pläne verfolgt die Dämonin?

Zwischen Jess und Jaydee entsteht eine spürbare Distanz. Jess sieht, wie sehr Jaydee mit den Mächten in sich ringt. Sie beschließt, allein mit Zac an ihren Visionen zu forschen und weiht Jaydee nicht ein. Sie fürchtet, der Jäger könnte wieder die Oberhand erlangen. Die Spannungen zwischen den beiden drängen Jaydee näher zu Lilija, die mittlerweile an Stärke gewinnt. Sie kann nicht nur Coco im Gefängnis der Seelenwächter kontaktieren, sondern auch in Cassandras Geist vordringen, als diese schläft.

Lilija nutzt alle Verbindungen von Jaydee zu seiner Familie, um ihren Einfluss auf ihn zu vergrößern. Und so schafft sie es schließlich, eine Saat in ihm auszubringen, der er sich nicht widersetzen kann. Ein weiteres Mal kann Lilija Jaydee an sich reißen. Als er Cassandra aus einer Vision helfen will, lenkt diese Lilijas Energie auf Jaydee um und zwingt ihn, zu teleportieren, damit er Coco befreit. Jess will ihn aufhalten. Doch sie kommt zu spät.

1. Kapitel

Jessamine

Jess! Nicht!«, rief Zac, als ich ins Zimmer sprang, um nach Jaydee zu greifen, doch ich war zu spät. Er hatte mir einen letzten verzweifelten Blick zugeworfen, ehe er sich selbst teleportiert hatte. Ich griff ins Leere, taumelte und stieß gegen die Wand, vor der Jaydee eben noch gekauert hatte. Mein Innerstes zog sich zusammen, ich verlor das Gefühl für meinen Körper, so rasch und intensiv, dass ich glaubte, jemand würde meine Seele aus mir zerren.

Ich stürze wieder in eine Vision!

Ich war zu nah bei meiner Mutter, die völlig aufgelöst auf dem Bett saß und mich entsetzt anstarrte.

Ich suchte nach Halt, sah zur Tür und überlegte, ob ich es noch hinausschaffen konnte, doch der Boden schwankte bereits. Das Zimmer löste sich auf. Ich hörte das Knacken und Ächzen, die ersten Risse zogen sich durch die Decke und ein dunkler Nebel waberte daraus hervor.

»Jess!«, rief Zac und sprang mir entgegen. Der Nebel, der mich das letzte Mal begleitet hatte, hüllte ihn ebenso ein, ich streckte meine Hand nach ihm aus, wollte ihn fassen, aber ich erreichte ihn nicht.

Was hab ich nur schon wieder getan?

Ich wollte Jaydee festhalten, verhindern, dass er sich verliert – und nun glitt ich selbst ab. Meine Eingeweide krampften, ich kämpfte dagegen an, wollte vernünftiger sein und mich nicht wieder auf diesen Tanz einlassen, den ich sowieso nicht gewinnen konnte. Ich schwankte zurück, suchte nach Zac, den ich noch hörte, aber nicht mehr sah. Das Zimmer verschwand, ein anderes baute sich langsam um mich herum auf. Erst war alles undeutlich, ich sah nur Schemen. Die Geräusche drangen dumpf an meine Ohren. Ein neuer Raum baute sich um mich herum auf, er war abgedunkelt, Vorhänge wehten an den Fenstern, eine warme Brise drang ein. Es roch nach Steinen und Sand und Staub. Genauso wie in Arizona an heißen, trockenen Tagen. Ich drehte herum, der Nebel glitt um mich und hielt mich fest, aber es kam mir nicht ganz so intensiv vor wie bei der vorigen Vision. Ich spürte noch die Realität. Ich spürte Zac.

Vorsichtig drehte ich mich in die Richtung, in der ich ihn vermutete, und streckte erneut meine Hand nach vorne aus. Neben mir kam ein neues Bett zum Vorschein, ein Mann lag darin. Ich wollte nicht hinsehen, aber mein Kopf drehte sich fast ohne mein Zutun und musterte ihn. Er hatte die Augen geschlossen und die Hände vor dem Bauch verschränkt. Sein Brustkorb hob und senkte sich sachte.

Auch um seinen Körper waberte der Nebel. Er drang in seine Haut, glitt über ihn. Es sah aus, als wollte der Dunst ihn auffressen.

Wer ist das?

Die Seele des Mannes schien sich im ganzen Raum auszudehnen. Sie war so intensiv, als wäre er überall. Ich bekam Gänsehaut, eine Welle der Vertrautheit flutete mich. Fast so ähnlich wie bei meiner ersten Begegnung mit Jaxon. Ich drehte mich weiter zu dem Mann, wollte mehr von ihm erkennen, doch in dem Moment spürte ich warme Finger an den meinen.

Zac.

Er wollte mich zurück in die Realität holen.

»Hallo?«, fragte der fremde Mann im Bett und richtete sich langsam auf. Seine Stimme klang unsagbar traurig und zerrissen, als trüge er die gesamte Last der Welt auf seinen Schultern, als hätte er alles in sich aufgesaugt, was schwer und unheilvoll war. Er kam zum Sitzen. Ich zuckte zusammen, als ich seine Augen sah, denn auch die erinnerten mich sofort an Jaxon. Dieser Mann war wie eine ältere Version von ihm.

Der Nebel kroch an meinen Beinen hoch, bereit, mir das zu geben, was ich benötigte. Mehr Fragen. Mehr Antworten. Immer weiter. Schritte näherten sich von hinten, jemand trat neben mich. Ein zweiter Mann. Er blieb auf meiner Höhe stehen, ich erkannte ihn nur durch einen Schleier. Er war groß, gut gebaut, hatte dunkelbraune Haare mit einem leichten Rotschimmer und eine Ausstrahlung, die den gesamten Raum erhellte.

»Mein König«, sagte er.

»David«, erwiderte jener im Bett.

Bitte was?

War das etwa …?

»Ich habe etwas für dich gebaut«, sagte David. »Eine Harfe, ich glaube, ich kann dich heilen. Ich muss nur noch die richtige Melodie finden.«

O mein Gott! König Saul und David!

Ich blinzelte, schwankte, wollte gerne bleiben, aber wenn ich das tat, war ich ein weiteres Mal verloren.

Ich kann nicht.

Ich muss zurück.

Ich schnappte nach Luft, suchte nach Zacs Fingern, um mich daran entlangzuhangeln. Der Nebel rauschte durch meine Haare, packte mich im Nacken und wollte mich nach hinten reißen. David fuhr herum und sah in meine Richtung. Für einen kurzen Moment trafen sich unsere Blicke. Es war wie eine Explosion aus Energie. Ich sah einen Teil von mir darin. Meine Gabe, meine Magie. Sophia. Das Wesen, das uns alle erschaffen hatte; das uns mit dieser Fähigkeit ausgestattet hatte, weil es Jaydee hatte helfen wollen.

»Heute ist es besonders schlimm«, sagte Saul. »Ich will sterben.«

»Wir werden deine Dämonen gemeinsam besiegen. Wir vertreiben den Nebel in dir. Ich hole dich zurück ins Licht. Du wirst wieder lachen und genießen können.« David trat näher an Saul heran und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. »Wir schaffen es.«

Kaum hatte er die Worte gesprochen, verdunkelte sich alles, die Schwärze kroch aus allen Poren.

»Hab dich!«, rief Zac auf einmal. Er packte mich grob und zerrte mich zu sich. Die Vision verblasste. Saul. David. Sie lösten sich genauso auf, wie sie gekommen waren. Ich wehrte mich dieses Mal nicht dagegen, ging auf Zac zu und griff nach der Hand, die mir gereicht wurde, obwohl mein Geist zurückwollte.

Zac zog erneut an mir. Mit aller Kraft umschlang ich seine Arme, klammerte mich an ihn und ließ mich von ihm in die Realtität reißen. Wir flogen gemeinsam zu Boden und schlugen hart auf. Mein Hinterkopf donnerte schmerzhaft auf die Dielen.

Zac keuchte und klappte halb auf mir zusammen. »Verflucht, Jess.«

»Autsch«, sagte ich leise.

Zacs Atem kam schwer, sein Herz wummerte gegen meine Brust. Er gab ein tiefes Stöhnen von sich und stemmte sich nach oben. »Ist alles klar?«

»Ich glaube, das gibt ‘ne Beule, aber sonst ist alles in Ordnung.«

Er rutschte von mir herunter und ich rieb über meinen Hinterkopf, die Stelle fühlte sich bereits warm an.

»Was ist mit Mum?«

»Sie ist ins Bad geflüchtet, um weiter von dir wegzukommen.«

Mein Gott. Was muss sie denn noch alles mitmachen?

Vorsichtig richtete ich mich auf. Der Schwindel ließ zum Glück sofort nach, »Danke, dass du mich gehalten hast.«

»Danke, dass du es zugelassen hast. Ich hatte für einen Moment das Gefühl, als wolltest du mir entgleiten.«

»Ja, das wollte ich auch, aber es ging leichter als beim ersten Mal.« Oder ich wurde erfahrener damit. Vielleicht konnte ich ja doch noch lernen, mit den Visionen umzugehen und sie bewusst zu steuern, so wie ich es Zac vorgeschlagen hatte?

»Hast du denn wieder was gesehen?«, fragte er.

»Ja. König Saul und David, der ihm angeboten hat, auf der Harfe für ihn zu spielen.«

Zac runzelte die Stirn und sah mich verwundert an. »Wieso ausgerechnet die?«

»Ich weiß es nicht, aber als ich Saul in die Augen geblickt habe, sah er kurz aus wie Jaxon. Nicht vom Äußeren her, vom Inneren. Dieser Ausdruck ging mir durch und durch. Es war, als würde ich in ein tiefes Loch voller Leere und Schwärze blicken. Da war nichts Schönes mehr in ihm, keine Freude, kein Leben. Er war ein lebender Toter, der mit allem abgeschlossen hat.«

»Gruselig.«

»Ja.« Mein Körper fand sich mit jedem Atemzug besser in der Realität zurecht. »Kannst du meiner Mum bitte sagen, dass alles in Ordnung ist?«

»Natürlich.« Zac erhob sich in einer einzigen geschmeidigen Bewegung und lief zurück ins Zimmer. Je öfter er seine Kräfte einsetzte, desto mehr veränderte er sich, so kam es mir vor.

Ich trat an den Türrahmen, spürte bereits beim Annähern, wie mich meine Mum wieder in die Vision ziehen würde und verharrte in sicherem Abstand. Es war der Wahnsinn, was mit uns passierte. Wir wandelten am Rande eines Abgrunds, der uns in den sicheren Tod befördern würde, sollten wir einen falschen Schritt machen. Wir konnten genauso gut versuchen, einen Tsunami mit bloßer Willenskraft zu stoppen.

Da mir nach wie vor schwindelig war, lehnte ich mich an die Wand und versuchte zu verdauen, was ich eben gesehen hatte. David und Saul. Ikonen der Weltgeschichte. So echt und nah, als stünden sie direkt neben mir. Mir lief ein Schauer den Rücken hinunter, während ich Zacs ruhiger Stimme lauschte, mit der er meiner Mutter alles erklärte. Ich wäre gerne bei ihr gewesen, hätte sie gerne festgehalten, sie getröstet, mich in ihrer Nähe verloren und ihr gesagt, dass alles gut werden würde.

Aber ich hatte keine Ahnung, ob es je so käme.

Was wir taten und erlebten, war der pure Aberwitz. Jaydee war weg, Gott wusste, wohin. Ich rutschte in Visionen. Meine Mum war ein seelisches Wrack. Und Zac wandelte sich in irgendein Wesen, das wir nicht einschätzen konnten.

Nach endlosen Minuten kehrte Zac schließlich zurück und schob mich weiter den Flur hinunter. Er wirkte besorgt, seine Miene

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die Chroniken der Seelenwächter - Band 34 denken

4.0
1 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen