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Fürstenkrone Classic 18 – Adelsroman: Ein Märchenprinz mit kleinen Fehlern

Fürstenkrone Classic 18 – Adelsroman: Ein Märchenprinz mit kleinen Fehlern

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Fürstenkrone Classic 18 – Adelsroman: Ein Märchenprinz mit kleinen Fehlern

Länge:
134 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 6, 2019
ISBN:
9783740953423
Format:
Buch

Beschreibung

Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.

Geschafft! dachte Sabine Hübner erleichtert. Hastig spannte sie den Brief aus der Maschine und legte ihn in die Unterschriftenmappe. Mit der Mappe unter dem Arm, klopfte sie wenige Sekunden später an die Tür des Chefzimmers. Verblüfft schaute sie auf den braungebrannten jungen Mann, der hinter dem Schreibtisch saß und Sabine mit blitzenden Zähnen anlächelte. "Kommen Sie nur herein, Frau Hübner. Ich bin Andre von Langenburg – der Juniorchef. Frisch importiert aus den Staaten. Mein alter Herr hat eine wichtige Verabredung und bat mich, für ihn die Briefe zu unterschreiben. Wenn ich ehrlich bin, ich tue es ohne große Begeisterung. Viel lieber würde ich jetzt Tennis spielen." Sabine kam aus dem Staunen nicht heraus. Diese Offenheit war nahezu herzerfrischend. Andre von Langen, oder vielmehr: Prinz Andre von Langenburg, musterte das junge, auffallend hübsche Mädchen mit unverhohlenem Interesse. Sabine Hübner reichte dem Juniorchef die Unterschriftenmappe. Eine feine Röte überzog ihre Wangen. "Von nun an müssen Sie sich daran gewöhnen, mich öfters hinter diesem Schreibtisch zu sehen." Der Prinz sah die Briefe flüchtig durch und unterzeichnete sie. "Ach, du liebe Güte!" rief er dann.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 6, 2019
ISBN:
9783740953423
Format:
Buch

Über den Autor


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Fürstenkrone Classic 18 – Adelsroman - Iris von Raven

Fürstenkrone Classic

– 18 –

Ein Märchenprinz mit kleinen Fehlern

Warum Sabine von Prinz Andre nichts wissen wollte

Iris von Raven

Geschafft! dachte Sabine Hübner erleichtert. Hastig spannte sie den Brief aus der Maschine und legte ihn in die Unterschriftenmappe. Mit der Mappe unter dem Arm, klopfte sie wenige Sekunden später an die Tür des Chefzimmers. Verblüfft schaute sie auf den braungebrannten jungen Mann, der hinter dem Schreibtisch saß und Sabine mit blitzenden Zähnen anlächelte.

»Kommen Sie nur herein, Frau Hübner. Ich bin Andre von Langenburg – der Juniorchef. Frisch importiert aus den Staaten. Mein alter Herr hat eine wichtige Verabredung und bat mich, für ihn die Briefe zu unterschreiben. Wenn ich ehrlich bin, ich tue es ohne große Begeisterung. Viel lieber würde ich jetzt Tennis spielen.«

Sabine kam aus dem Staunen nicht heraus. Diese Offenheit war nahezu herzerfrischend.

Andre von Langen, oder vielmehr: Prinz Andre von Langenburg, musterte das junge, auffallend hübsche Mädchen mit unverhohlenem Interesse.

Sabine Hübner reichte dem Juniorchef die Unterschriftenmappe. Eine feine Röte überzog ihre Wangen.

»Von nun an müssen Sie sich daran gewöhnen, mich öfters hinter diesem Schreibtisch zu sehen.«

Der Prinz sah die Briefe flüchtig durch und unterzeichnete sie.

»Ach, du liebe Güte!« rief er dann. »Das hätte ich beinahe vergessen. Das Angebot für den amerikanischen Kunden. Mein Vater wünscht, daß es noch heute erledigt wird. Sie haben doch hoffentlich Zeit, Frau Hübner?«

Sabine Hübner zögerte eine Sekunde. Sie dachte an ihre Verabredung mit Mark-Henning Degner.

»Oder verpatze ich Ihnen eine Verabredung? Das täte mir leid.«

Andre von Langenburg schaute Sabine, die schon wieder errötete, belustigt an.

Sabine schüttelte so heftig den Kopf, daß ihr langer blonder Pferdeschwanz wippte. Es stand ihr reizend.

»Darf ich kurz telefonieren?« fragte Sabine. »Dann stehe ich zu Ihrer Verfügung.«

Andre von Langenburg nickte etwas geistesabwesend. Er blätterte in seinen Unterlagen und überlegte sich, wie er diesem amerikanischen Kunden die Palette ihrer Delikatessen schmackhaft machen konnte. Er betrachtete die Farbprospekte, mit denen er nicht ganz einverstanden war. Er würde dem alten Herrn demnächst eine moderne Konzeption vorschlagen.

»Delikatessen nach Gutsherrenart«, das klang zweifellos nicht schlecht. Aber Andre meinte, daß ein frischer Wind in die Firma seines Vaters, des Fürsten Theobald von Langenburg gehörte.

Sabine hatte indessen im Vorzimmer versucht, Mark-Henning Degner zu erreichen. Vergeblich. So rief sie rasch daheim an, um der Mutter zu sagen, daß es später würde.

Als Sabine der Mutter kurz den Sachverhalt erklärt hatte, meinte diese: »Prinz Andre ist zurück? Davon hat mir Vater gar nichts erzählt.«

Kurt Hübner, Sabines Vater, war Prokurist und Leiter der Buchhaltung. Als Mann der ersten Stunde hatte er gemeinsam mit dem Fürsten Theobald von Langenburg die Firma aus der Taufe gehoben.

Diese Firma, die dem Gut Langenburg angegliedert war, betrachtete Fürst Theobald als seine Lebensaufgabe. Bald würde man das 30jährige Firmenjubiläum feiern können.

Sabine, Kurt Hübners einzige Tochter, war nach einem glänzend bestanden Wirtschaftsabitur, als Volontärin in die Firma von Langenburg eingetreten. Später wollte sie Betriebswirtschaft studieren.

»Wie lange sind Sie schon bei uns?« wollte Andre von Langenburg wissen, als Sabine mit dem Stenogrammblock zurückkam.

»Seit einem Jahr.«

»Und schon im Chefsekretariat? Alle Achtung!«

»Nur zur Aushilfe«, erklärte Sabine. »Der Chef holt mich ab und zu, wenn Frau Schneider die Arbeit allein nicht schafft.«

»Nun, was nicht ist, kann noch werden. Schließlich brauche ich jetzt auch eine Sekretärin und die hübschen mag ich ganz besonders gern.«

Sabine Hübners Gesicht bekam einen abweisenden Zug. Komplimente dieser Art schätzte sie nicht. Mit sachlicher Miene meinte sie daher: »Wollen Sie mir bitte jetzt das Angebot diktieren?«

Andre von Langenburg lächelte amüsiert. »Das Angebot. Natürlich.«

Er kramte auf dem Schreibtisch herum und nahm einen Prospekt in die Hand, schaute aber nicht darauf, sondern auf Sabines Beine.

Sabine, die diesen Blick bemerkte, versuchte vergeblich, ihren Rock herunterzuziehen.

»Lassen Sie nur. Das sieht hübsch aus.« Der Prinz warf Sabine einen anerkennenden Blick zu.

Sabine biß sich auf die Lippen. Sie geriet sichtlich aus der Fassung. Dieser neuen Situation fühlte sie sich in keiner Weise gewachsen, und sie war froh, als sie wieder hinter ihrem Schreibtisch saß.

»Ich bringe Sie selbstverständlich heim«, erklärte Andre von Langenburg, als Sabine ihm das sauber geschriebene Angebot brachte.

»Das ist nicht nötig«, stammelte das Mädchen. »Es geht noch ein Bus.«

»Keine Widerrede. Warum sollen Sie sich in den vollen Bus zwängen? Es ist schließlich meine Schuld, daß Sie so spät heimkommen.«

Prinz Andre schloß den Schreibtisch ab. »Sind Sie soweit?« Es war eine kleine Spur von Ungeduld in seiner Stimme. Warum zierte sich dieses Mädchen so?

Sabine lief in das Vorzimmer, stülpte die Haube über die Schreibmaschine, griff nach Handtasche und Jacke und schaute sich noch einmal prüfend im Büro um. Dann löschte sie das Licht und schloß die Tür.

Andre von Langenburg war schon vorausgegangen. Einladend hielt er die Tür zu seinem cremefarbenen Cabriolet auf.

Ehrfürchtig schaute Sabine sich um. Das Mahagoni-Amaturenbrett wies eine Menge Zeiger auf, die in der hereinbrechenden Dämmerung phosphorisierend aufleuchteten. Geräuschlos fuhr der Wagen an.

Der Portier legte grüßend die Hand an die Mütze, als der Juniorchef das Tor passierte.

»Wie wäre es mit einem Glas Wein?« fragte Prinz Andre. Sie waren schon eine Weile gefahren.

Sabine schaute flüchtig auf die Uhr. »Ich glaube, meine Eltern werden bereits auf mich warten.«

Wieder umspielte ein amüsiertes Lächeln die gutgeschnittenen Lippen des Prinzen.

»Haben Ihre Eltern eine so brave Tochter?«

Sabine, die sich durch diese Frage gereizt fühlte, warf den Kopf in den Nacken, so daß der Pferdeschwanz wieder zu tanzen begann.

»Es handelt sich in erster Linie um Rücksichtnahme. Meine Eltern machen sich rasch Sorgen. Und Mutter muß sich mit ihrem angegriffenen Herzen schonen.«

»Schon gut. Rufen Sie doch daheim an!«

Sabine nickte. Plötzlich bekam sie Herzklopfen. Die Situation war so neu für sie – so ungewohnt.

Prinz Andre war jetzt auf die Autobahn gefahren und bog nach einer Weile in eine Ausfahrt ab.

»Wo fahren wir denn hin?« wollte Sabine wissen.

Prinz Andre antwortete nichts. Er drehte an den Knöpfen des Radios. Eine zärtliche und einschmeichelnde Musik erklang.

Mit bangen Gefühlen sah Sabine, daß der Prinz jetzt den Wagen in einen Waldweg lenkte. Gleich darauf stellte er den Motor ab.

Sabine wollte aus dem Wagen steigen. Sie hoffte immer noch, daß Prinz Andre ein Stück durch den Wald zu einem Lokal laufen wollte. Doch da spürte sie seinen Arm um ihre Schulter. Behutsam schloß der Prinz die Tür wieder.

»Sabine«, murmelte Prinz Andre, mit den Lippen in ihrem weichen blonden Haar. »Sabine, du bist einfach süß.« Mit einer raschen Geste öffnete er die Spange, die den Pferdeschwanz zusammenhielt. Eine Woge blonder Locken fiel auf Sabines Schultern.

Sabine zitterte. »Bitte«, stammelte sie, »bitte, Herr von Langenburg…«

Doch der Prinz hielt das Mädchen eisern fest. Plötzlich spürte sie seine Lippen auf den ihren. Seine Hände streichelten ihren Körper.

Sabine wollte sich wehren. Sie war jedoch unfähig, sich zu rühren.

»Lassen Sie mich los. Bitte, lassen Sie mich los!« Sabine war den Tränen nahe.

»Kleines Dummchen«, flüsterte Prinz Andre. »Süßes, kleines Dumm­chen!«

Wieder wollte er sie küssen. Doch Sabine stieß ihn mit ihrer ganzen Kraft vor die Brust. Dann sprang sie aus dem Wagen. Wie ein gehetztes Wild lief sie den Waldweg entlang. Da entdeckte sie die Einfahrt zur Autobahn. Sie würde einen Wagen anhalten müssen.

»Los! Steigen Sie ein«, herrschte sie eine Stimme an.

War das noch die zärtliche Stimme, die ihr heiße Liebesworte ins Ohr geflüstert hatte? Sabine erzitterte bis in ihr Inneres vor diesem schneidenden Ton.

»Ich fahre Sie nach Hause.«

Und als Sabine noch zögerte, meinte Prinz Andre: »Keine Angst. Ich rühre die Unschuld vom Lande nicht mehr an.«

Sabine kauerte sich auf die äußerste Ecke des Sitzes.

Prinz Andre würdigte sie keines Blickes. »Wo wohnen Sie überhaupt?« fragte er knapp.

»Draußen in Bornstetten«, erwiderte Sabine leise. Und als die ersten Häuser des kleinen Ortes auftauchten, bat sie: »Halten Sie bitte. Das letzte Stück kann ich zu Fuß gehen.«

Prinz Andre zuckte mit den Schultern.

»Wie Sie wollen.« Sein Ton klang gleichgültig.

*

»Du kommst aber spät heute«, stellte die Mutter besorgt fest. »Wir haben schon gegessen. Ich mache dir etwas warm.« Eva Hübner stutzte. »Wie siehst du denn aus, Kind? Geht es dir nicht gut?«

Sabines Gesicht war schneeweiß. Ihre Augen wirkten noch dunkler als sonst.

»Ich habe entsetzliches Kopfweh, Mutter, und überhaupt keinen Appetit. Ich möchte mich gleich hinlegen.

»Was ist denn mit Sabine?« fragte Kurt Hübner, der in der Wohnzimmertür erschien.

»Sabine fühlt sich nicht gut«, erklärte Eva Hübner ihrem Mann.

»Hast du dich mit deiner

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