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Ein Weg zwochen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit: Wie eine Essstörung, Persönlichkeitsstörung und Tabelettensucht ein Leben verändern kann

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Ein Weg zwochen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit: Wie eine Essstörung, Persönlichkeitsstörung und Tabelettensucht ein Leben verändern kann

Länge:
139 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 11, 2019
ISBN:
9783962299002
Format:
Buch

Beschreibung

Eine Diät veränderte mit 25 Jahren mein Leben. Von der Magersucht und Bulimie bis hin zur Borderline Störung. Von dick bis dünn und wieder zurück.

Es gab Zeiten von Hoffnung aber auch von Hoffnungslosigkeit!

Wie ich meinen Weg gegangen bin, welche Kliniken mir geholfen haben, wie ich meine Therapieferien in Amerika verbracht habe, dass alles könnt ihr in meinem Buch nachlesen. Ich habe immer wieder versucht, Tipps und Anregungen zu geben, welche euch selber auch helfen könnten. Probiert es doch aus.
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 11, 2019
ISBN:
9783962299002
Format:
Buch

Über den Autor


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Ein Weg zwochen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit - Tina Kienle

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KURZE INFORMATION ÜBER DIE 4 HÄUFIGSTEN ESSSTÖRUNGEN

Zu allererst möchte ich allen Lesern/innen einen kleinen Einblick in die vier häufigsten Essstörungen geben. Manchmal passiert es auch, dass man mehrere Essstörungen gleichzeitig hat oder von einer Essstörung in die nächste hineinrutscht.

Die Informationen sind von der Website Klinik am Korso in Bad Oeynhausen. Mehr und ausführliche Informationen finden Betroffene/Angehörige oder Interessierte auf der Klinikwebseite oder im Internet.

1. Magersucht/Anorexie nervosa

Kennzeichen/Symptome/Ursachen

An Magersucht (Anorexie nervosa) Leidende haben große Angst davor, dick zu werden. Beim Vollbild besteht eine sogenannte Körperschema-Störung: Sogar bei deutlichem Untergewicht erleben sich Betroffene als normal- oder übergewichtig. Sie setzen eine sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich fest und korrigieren diese im Krankheitsverlauf oft noch nach unten. Das Körpergewicht ist von großer Bedeutung für das Selbstwertgefühl („Nur wenn ich dünn bin, bin ich etwas wert."). Entsprechend führen Betroffene selbst eine Gewichtsabnahme in den stark untergewichtigen Bereich herbei. Dieser liegt bei Erwachsenen unterhalb eines BMI von 17,5, bei Kindern gelten andere Werte. Die Gewichtsabnahme wird bei der sogenannten restriktiven Form durch reine Nahrungsbeschränkung, bei der bulimischen Form der Magersucht durch aktive Maßnahmen, wie Erbrechen, Abführen, massiven Sport oder Ähnliches, erreicht.

Körperliche Folgen

Als Folge dieser Essstörung entstehen Hormonstörungen, die bei Frauen zum Ausbleiben der Regel und bei Männern zu Libido- und Potenzverlust führen. Bei Jugendlichen ist das Wachstum verzögert und es können sich eine Reihe weiterer körperlicher Störungen entwickeln. Häufig frieren Betroffene schnell, bekommen trockene Haut und Haare, leiden unter kalten Fingern und Zehen, Haarausfall, Schwindel oder Erschöpfung.

Soziale Folgen

Die Magersucht führt häufig zu einem Rückzug von früheren Interessen und Kontakten, die keine Freude mehr bereiten. Betroffene beschäftigen sich überwiegend mit den Themen Körpergewicht und Essen und haben wenig Lebensfreude. Dennoch löst die Vorstellung, das Essverhalten zu verändern und an Gewicht zuzunehmen, große Angst aus.

Therapie

In der Behandlung von Magersucht ist es deshalb notwendig, an mehreren Bereichen gleichzeitig zu arbeiten: Zum Aufbau eines geregelten, bedarfs- und genussorientierten Essverhaltens gehört der schrittweise Abbau von „Verbotslisten" nicht erlaubter Lebensmittel und das Wiederentdecken der Lust am Essen. Die Angst vor der Gewichtszunahme ist ein wichtiges Thema in der Therapie der Magersucht. Genauso wichtig ist aber die Klärung der eigentlichen innerseelischen Hintergründe der Essstörung. Nur wenn diese bearbeitet und alternative Lösungen erarbeitet werden, können Betroffene auch die Magersucht aufgeben und durch andere Inhalte und Bewältigungsmöglichkeiten ersetzen.

2. Ess-Brechsucht/Bulimia nervosa

Kennzeichen/Symptome/Ursachen

Das hauptsächliche Symptom der Bulimie besteht aus wiederholten Essattacken, in denen Betroffene große Mengen in kurzer Zeit essen, sowie extremen Maßnahmen, um dem dickmachenden Effekt der zugeführten Nahrung entgegenzuwirken. Oft beschäftigen sie sich über weite Strecken des Tages mit Essen und erleben ein unwiderstehliches Bedürfnis danach. Sie haben gleichzeitig große Angst davor, dick zu werden. Die typische Bulimie-Ursache ist eine Körperschema-Störung: Betroffene setzen sich eine niedrige Gewichtsschwelle und machen ihr Selbstwertgefühl stark von ihrem Körpergewicht abhängig. Daraus folgen die Bulimie-Symptome, wie das Anwenden einer oder mehrerer gegenregulatorischer Maßnahmen, die ein Zunehmen aufgrund der Essattacken verhindern sollen: Selbstinduziertes Erbrechen, Einnahme von Abführmitteln, Appetitzüglern oder anderen Medikamenten, Einlegen von Hungerperioden, übermäßiger Sport oder Ähnliches.

Körperliche Folgen

Durch diese Maßnahmen kann es zu Verschiebungen der Blutsalze mit der Gefahr von Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand kommen. Schädigungen der Speiseröhre und Zähne durch wiederholtes Erbrechen sind häufig, ebenso wie Veränderungen der Darmfunktion bei Einnahme von Abführmitteln.

Soziale Folgen

Häufig haben Menschen mit einer Bulimie eine tiefgehende Störung ihres Selbstwertgefühls: Während sie nach außen oft kompetent und beliebt wirken, erleben sie ihr inneres Wesen als falsch und nicht liebenswert. Der Umgang mit Gefühlen ist häufig schwierig für sie.

Therapie

Deshalb wird in der Therapie der Ess-Brechsucht neben anderen Themen in aller Regel an einer Verbesserung des Selbstwertgefühles und der Gefühlswahrnehmung gearbeitet.

3. Binge Eating

Ähnlich wie bei der Bulimie leiden Menschen mit einer Binge-Eating-Störung unter wiederholten Essattacken. Sie ergreifen jedoch keine gegenregulatorischen Maßnahmen wie übermäßigen Sport, Erbrechen oder Ähnliches. In der Folge sind sie häufig, aber nicht zwangsläufig übergewichtig.

Krankheitsbild

Das Krankheitsbild der Binge-Eating-Störung ist noch nicht lange als Essstörung anerkannt und es gibt bisher nur Forschungskriterien zur Stellung der Diagnose. Diese beinhalten mindestens zwei wöchentliche Essanfälle über die Dauer von einem halben Jahr. Während dieser Essattacken verzehren Betroffene deutlich mehr, als andere Menschen im gleichen Zeitraum essen würden. Sie erleiden außerdem einen Kontrollverlust, können also nicht mehr aufhören oder kontrollieren, was und wie viel sie essen. Zudem essen sie dann häufig wesentlich schneller als normal und bis zu einem unangenehmen Völlegefühl. Auch ohne körperlichen Hunger verzehren sie große Nahrungsmengen während einer Essattacke und fühlen sich nachher schuldig, deprimiert oder ekeln sich vor sich selbst. Häufig vermeiden Betroffene aus Verlegenheit über die verzehrte Menge das Essen in Gesellschaft.

Soziale Folgen

Viele Menschen, die an einer Binge-Eating-Störung leiden, haben ein geringes Selbstwertgefühl. Dieses hängt oft in hohem Maße vom Körpergewicht ab. Häufig nehmen sie sich das Auftreten der Essattacken selbst sehr übel, fühlen sich aber außerstande, dieses zu kontrollieren.

Behandlung

Bei der Behandlung der Binge-Eating-Störung ist es in der Regel zuerst notwendig, aus dem häufigen Teufelskreis Hungern, Heißhunger-, Essattacken auszubrechen und regelmäßiges, bedarfsorientiertes Essen sicherzustellen. Weiterhin können in der Therapie die innerseelischen Hintergründe des Essverhaltens geklärt und bearbeitet werden, damit Betroffene dauerhaft auf Essattacken verzichten können und andere Bewältigungsmöglichkeiten für die zugrundeliegenden Schwierigkeiten finden.

4. Psychogenes Übergewicht/Adipositas

Kennzeichen

Übergewicht aufgrund seelischer Ursachen (psychogene Adipositas) ist, trotz der von Experten vermuteten Häufigkeit, kein an sich abgegrenztes Krankheitsbild wie etwa die Binge-Eating-Störung. Betroffene essen meist übermäßig viel und leiden unter ihrem hohen Gewicht, sind sich aber häufig der seelischen Hintergründe ihres Leidens gar nicht bewusst.

Sucht zur Gefühlsregulation

Oft nutzen Menschen mit einer psychogenen Fettsucht Essen, um unangenehme Gefühle wie Ärger, Langweile, Traurigkeit oder Einsamkeit zu bewältigen. Manchmal dient die Gewichtszunahme unbewusst dazu, sich durch das Übergewicht einen „Schutzpanzer zu schaffen, insbesondere dann, wenn Kritik oder Zurückweisung als sehr belastend erlebt werden oder ein hoher Harmoniebedarf besteht. Durchaus häufig sind sie aber innerlich sehr empfindsam und verletzlich und verwenden Essen als eine Möglichkeit der Gefühlsregulation und „Ersatzbefriedigung.

Behandlung

In der Adipositas-Therapie machen Patienten/innen mit dieser Form der Essstörung deshalb wiederholt die Erfahrung, dass eine Gewichtsabnahme durch Diäten zwar möglich ist, sie aber nachher schnell wieder zunehmen, weil sie ihr Essverhalten nicht bleibend verändern konnten. Für eine dauerhafte Gewichtsreduktion ist es in solchen Fällen notwendig, andere Bewältigungsstrategien für die innerseelischen Hintergründe des Essverhaltens zu finden.

WIE ALLES ANFING

Bei mir begann die Essstörung mit 25 Jahren durch eine ganz normale Diät. Ich habe im Juni 2012 an einer Miss-Wahl in Basel teilgenommen. In der Vorrunde bin ich ausgeschieden. Ganz klar warum: Ich war mit 1,73 m und 72 kg viel zu dick für einen Schönheitswettbewerb. Richtig enttäuscht bin ich nach Hause gefahren und wusste, ich muss etwas an meiner Figur ändern. Ich fing an, Süßigkeiten wegzulassen und viel Sport zu treiben. Schnell verlor ich Gewicht und bekam viele Komplimente. Ich hatte mich meiner Meinung nach total im Griff. Andere aßen an Weihnachten oder an Festen Kuchen und leckere Desserts, ich konnte mich beherrschen und auf solche Kalorienbomben verzichten.

Miss Tri Regio Wahl 2013 in Basel

Im Juni 2013 fand die Miss Tri Regio Wahl in Basel erneut statt. Super, ich wog 15 kg weniger als das Jahr zuvor. Mit meinen 57 kg kam ich schlussendlich eine Runde weiter und somit unter die Top 10.

Dennoch fühlte ich mich mit meiner jetzigen Figur auch noch zu mollig. Die Siegerin, die neue Miss-Tri-Regio war meiner Meinung nach viel, viel dünner als ich. Mir war klar, auch mein Gewicht muss unbedingt weiter sinken. Ich fing schlagartig an, mein Essen komplett zu reduzieren. Schnell verlor ich natürlich mehr und mehr an Gewicht. Ich aß nur noch sehr, sehr wenig. Morgens meistens eine Scheibe Knäckebrot, mittags eine halbe Scheibe Brot und abends, wenn mein Zucker zu sehr sank und mir schwarz vor Augen wurde, ein kleines Stückchen Schokolade. Ich war stolz und dachte, ich habe mein Essverhalten gut im Griff. Aber der Bauch schmerzte und knurrte regelrecht vor Hunger. Abends ging ich sehr früh ins Bett, in der Hoffnung,

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