Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Nur $9.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Die großen Western Classic 19 – Western: Bravados töten leise

Die großen Western Classic 19 – Western: Bravados töten leise

Vorschau lesen

Die großen Western Classic 19 – Western: Bravados töten leise

Länge:
123 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 13, 2019
ISBN:
9783740954239
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen).

"Hol's der Geier, hier bin ich richtig!" krähte der krummbeinige Chubby und schob sich durch die Schwingtür. Jäh schnellte eine Faust aus dem Halbdunkel hervor und knallte gegen seine Zähne. Ächzend torkelte Chubby zurück, fiel auf den Gehsteig und fluchte wie ein Hundefänger. Halb benommen kroch er auf dem Plankenweg umher. Gelassen drehte sich der große sehnige Hank neben seinem Pferd um, lächelte scheinheilig und fragte sanft: "Suchst du was, Chubby?" "Frag nicht so dämlich", schnauzte Chubby wütend. "Natürlich suche ich was – meine Zähne. Der miese Kerl da drinnen hat mir ein paar rausgekloppt. Verdammt, ich kann sie nicht finden." "Du wirst deine morschen Beißerchen runtergeschluckt haben, Chubby", meinte Hank lässig und schlang die Zügelenden um die Haltestange. "Morgen hast du sie wieder…" "Hach, wie witzig!" fuhr Chubby ihn an. "Was soll ich in der Zwischenzeit ohne Zähne machen, he? Am Steak lutschen?" Langsam ging Hank am Gehsteig entlang und betrat die Planken. Kopfschüttelnd sah er zu Boden, zuckte die Achseln und trat Chubby in den Hintern.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 13, 2019
ISBN:
9783740954239
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Die großen Western Classic 19 – Western

Titel in dieser Serie (40)

Buchvorschau

Die großen Western Classic 19 – Western - U.H. Wilken

Die großen Western Classic

– 19 –

Bravados töten leise

… und sie kennen keine Skrupel

U.H. Wilken

»Hol’s der Geier, hier bin ich richtig!« krähte der krummbeinige Chubby und schob sich durch die Schwingtür. Jäh schnellte eine Faust aus dem Halbdunkel hervor und knallte gegen seine Zähne. Ächzend torkelte Chubby zurück, fiel auf den Gehsteig und fluchte wie ein Hundefänger. Halb benommen kroch er auf dem Plankenweg umher.

Gelassen drehte sich der große sehnige Hank neben seinem Pferd um, lächelte scheinheilig und fragte sanft: »Suchst du was, Chubby?«

»Frag nicht so dämlich«, schnauzte Chubby wütend. »Natürlich suche ich was – meine Zähne. Der miese Kerl da drinnen hat mir ein paar rausgekloppt. Verdammt, ich kann sie nicht finden.«

»Du wirst deine morschen Beißerchen runtergeschluckt haben, Chubby«, meinte Hank lässig und schlang die Zügelenden um die Haltestange. »Morgen hast du sie wieder…«

»Hach, wie witzig!« fuhr Chubby ihn an.

»Was soll ich in der Zwischenzeit ohne Zähne machen, he? Am Steak lutschen?«

Langsam ging Hank am Gehsteig entlang und betrat die Planken. Kopfschüttelnd sah er zu Boden, zuckte die Achseln und trat Chubby in den Hintern.

»Komm mit, sonst versäumst du was…«

Er stieß die Türflügel auseinander und stand einem Mann gegenüber, der ihn betrunken anstierte. Ein Riese von einem Kerl, dem die Whiskytropfen noch im wilden Bart hingen. Hank schätzte ihn kühl ab.

»Darf ich mitmachen?« erkundigte er sich lächelnd.

Der Riese schrie auf und stürmte auf ihn los, ruderte mit den Armen und wirbelte die Fäuste durch die verräucherte Luft. Blitzschnell trat Hank beiseite, ließ ihn vorbei und schlug ihm eisenhart die Handkante in den Nacken. Wie ein zu Tode verwundeter Büffel taumelte der Mann auf die Tür zu. Knallhart traf ihn Hanks Stiefel am Gesäß und jagte ihn zur Tür hinaus.

Aufbrüllend rammte er Chubby, der gerade zur Tür herein wollte, riß ihn um und landete ächzend im Staub der Straße. Benommen blieb er liegen.

»Du blöder Hund«, fluchte Chubby, raffte sich auf und trat an ihn heran, zog den schweren Colt und schlug zu. Der Mann erschlaffte mit pfeifendem Atem. Zufrieden stapfte Chubby in den Saloon. »Dem habe ich eins auf die Rübe getippt.«

»Du bist großartig, Chubby«, lächelte Hank und lehnte sich an den Tresen. »Whisky? Dazu brauchst du die Zähne nicht.«

Chubby sah ihn schräg an, maulte und langte nach dem abgestoßenen Glas. Er schlürfte den Whisky und starrte die Gäste an, die sich nur langsam entspannten. »Ein Sauladen ist das hier«, erklärte er. »Kein Schwein gibt einen aus.«

»Doch, ich«, grinste Hank. »Trinken wir also einen Whisky. He, Keeper, laß die Flasche hier, wir wollen uns einen brennen.«

Nach diesen Worten begann ein Wirkungstrinken, das die Leute noch nie erlebt hatten. Schon nach kurzer Zeit begann Chubby, Lieder zu singen, so gräßlich falsch, daß draußen auf der Straße die Katze kläglich jaulte und davonlief. Hank dagegen war still, ließ die leere Flasche auf dem Tresen hin und her rollen und knickte manchmal in den Knien ein.

»Ja, ein Sauladen«, lallte Chubby und stolperte über mehrere leere Flaschen, arbeitete sich zur Theke vor und hielt sich an der rundumlaufenden Messingstange fest. »Ich glaub’«, sagte er mit schwerer Zunge, »ich bin besoffen. Da klappen mir immer die Fußnägel hoch.« Er gähnte und schwankte an einen Tisch heran, ließ sich auf einen Stuhl fallen und befühlte den Mund, verdrehte plötzlich die Augen und rutschte ganz langsam unter den Tisch.

»Vater ist müde, wie?« grinste Hank schwer und kam heran, setzte sich und legte die Stiefel auf Chubbys Brust. »Was muß ich zahlen, Keeper?«

»Sieben Dollar, Mister.«

Hank winkte ab. »Behalt dein Geld…« Er schloß die Augen und lehnte sich wie verträumt zurück.

Draußen vor dem Saloon schlugen dumpf Pferdehufe und verstummten an der Haltestange. Sattelleder rieb knarrend, Sporen rasselten – dann näherte sich jemand der Tür.

Müde öffnete Hank die Augen. Unter dem Tisch schnarchte Chubby und sägte einen ganzen Wald um. Zunächst sah Hank nur die verstaubten Stiefel mit den Radsporen aus Eisen unter den Türflügeln. Dann erblickte er einen dunklen Stetson und ein eingefallenes, abgezehrtes Gesicht, in dem schwarze Augen unruhig in den Saloon starrten.

Zögernd kam der Fremde herein, sein Blick schnellte umher, zuckte über die Anwesenden hinweg, ruhte sogar sekundenlang auf dem alten Tramp unter dem Tisch, haftete wie Eis an Hanks kantigem Gesicht und richtete sich dann auf den Keeper hinter der Theke.

Hank wurde langsam nüchtern. Irgend etwas an diesem Fremden gefiel ihm nicht. Der Mann legte den Unterarm auf den Tresen und die Rechte auf den Colt, verlangte nach einem Whisky und trank hastig.

»Ist ein Fremder in die Stadt gekommen?« fragte er den Keeper.

»Wüßte ich nicht«, sagte der Keeper und zuckte die Achseln. »Vielleicht ist er vor der Pulqueria ein paar Häuser weiter abgestiegen…«

»So… Noch ein Whisky.«

Whisky floß ins Glas. Die linke Hand umgriff das Glas und führte es zum Mund.

Hank seufzte dumpf und wollte wieder die Augen schließen. Rein zufällig blickte er noch zur Tür.

Dort stand plötzlich ein anderer Fremder. Düster brannten die Augen im dunklen Gesicht. Eine Narbe glühte auf seiner Stirn. Das schwarze Haar hing strähnig herunter. Staub haftete auf der Kleidung. An den Füßen des Mestizen saßen weiche Lederschuhe, wie sie von den Indianern in diesem Grenzgebiet am Rio Bravo getragen wurden. Ein Hauch von Gewalttätigkeit umgab den Mann – und kein Lächeln könnte seinen Hang zur Grausamkeit verbergen.

Mit geschmeidigen Bewegungen kam er heran und hielt schon jetzt den schweren, großkalibrigen Coltrevolver in der Hand.

Das trockene Quietschen der Türflügel warnte den Mann am Tresen. Er ruckte herum und atmete pfeifend aus. Die Rechte krampfte sich um den Coltkolben.

»Versuch es nur, Amigo!« flüsterte der Mestize zynisch. »Ich schieß dich kaputt.«

Die anwesenden Männer kamen steif hinter den Tischen hoch und wichen zurück. Ein Hocker fiel krachend um. Chubby zuckte zusammen und hob den Kopf an.

»Was ist los hier?« schnaufte er. »Wieso lieg’ ich unterm Dach?«

»Ruhig, Chubby«, murmelte Hank. »Hier ist dicke Luft.«

»Ja«, ächzte Chubby, »du hast recht, ich bin dick, ganz dick…« Friedfertig lag er unter dem Tisch und äugte glasig umher.

Der Mann an der Theke drehte sich vollends um und berührte mit dem Rücken die Messingstange.

»Du hast auf mich gewartet«, dehnte er. »Du kennst die Gegend besser als ich, wie? Und jetzt willst du mich fertigmachen, weil ich verdammt viel weiß.«

»Si«, grinste der Mestize in tödlichem Haß. »Lange genug hast du uns täuschen können, Gringo! Da draußen werden sie dich im heißen Sand einscharren.«

»Laß mich doch in Ruhe«, schniefte Chubby dazwischen. »Immer diese Albernheiten.« Er rülpste hörbar und wedelte mit der Hand, als wäre sie ein Fächer. »Hank, wo bist du, mein Junge?«

»Mann, halt doch den Mundl« flüsterte Hank. »Du bist doch nicht gemeint.«

Er stieß Chubby an und zog die Füße zurück. Sein Blick schnellte von einem zum anderen. Die grauen Augen verengten sich. Er atmete leise und flach und ließ die beiden Fremden nicht aus den Augen.

Ein blutiges Duell hatte bereits seinen Anfang genommen – und einer von beiden würde diesen Salon mit den Füßen voraus verlassen. Die Spannung im Saloon wurde unerträglich. Chubby rumorte unter dem Tisch.

»Hank, wer sind denn die beiden? He, Hank! Nun sag’s doch schon, mein Junge!«

»Alter, hör auf!« knurrte Hank. »Komm hoch und setz dich, verdammt noch mal!«

»Erst will ich einen Whisky haben, savvy?«

Die beiden Fremden beobachteten einander, versteiften sich, krümmten den Rücken.

»Sauladen hier«, maulte Chubby. »He, wo bleibt der Whisky?«

»Halt doch endlich die Schnauze, Chubby!«

»Den Teufel werde ich!«

Hank konnte fast verzweifeln. Während sich die Fremden anstarrten und jeder auf das Aufflammen in den Augen des anderen wartete, kroch Chubby unter dem Tisch hervor und zog sich hoch. Er kippte gegen den Nebentisch, fiel und saß mit seidigem, verklärtem Lächeln am Boden.

»Oh, Hank, hilf mir auf die Beine. Die Dinger wollen nicht mehr so. Verdammt, jetzt muß ich auch noch!«

Draußen, zwei Häuser weiter, ging jemand mit harten Schritten über den Plankenweg. Hohl dröhnte es durch die Stille des heißen Nachmittags.

Kurz vor dem Saloon verharrte der Mann, sprach dumpf – dann polterten die Schritte von drei

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die großen Western Classic 19 – Western denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen