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Der neue Dr. Laurin 5 – Arztroman: Dieser Tag musste nicht sein!
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eBook101 Seiten1 Stunde

Der neue Dr. Laurin 5 – Arztroman: Dieser Tag musste nicht sein!

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Über dieses E-Book

Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben.

"Es ist zum Verrücktwerden", schimpfte Antonia Laurin. "Die Praxis ist fertig eingerichtet, wir könnten sofort loslegen, Maxi und ich – aber wir finden weder eine Haushälterin, die hier alles am Laufen hält, noch wenigstens eine Arzthelferin für die Praxis. Man könnte meinen, alles hätte sich gegen uns verschworen." Leon Laurin konnte es nicht lassen, seine Frau ein wenig aufzuziehen. Mit todernster Miene sagte er: "Ja, das glaube ich auch. Es ist ein Zeichen, denke ich. Ein Zeichen dafür, dass ihr eure Pläne aufgeben solltet, denn das Schicksal ist eindeutig dagegen." Einige Sekunden lang fiel sie auf seinen Tonfall herein, denn er war ja zu Beginn nicht gerade begeistert gewesen von ihren Plänen, nach mehr als fünfzehnjähriger Pause wieder in ihren Beruf als Kinderärztin einzusteigen – und dann auch noch gleich wieder mit eigener Praxis. Und begeistert war er zweifellos noch immer nicht. Eher konnte man wohl sagen, dass er sich mit ihren Plänen abgefunden hatte. Aber dann sah sie das Blitzen seiner Augen und musste lachen. "Du klingst wie diese eine Bewerberin auf die Stelle als Haushälterin, erinnerst du dich? Die von der Aura unseres Hauses gesprochen hat und dass sie, bevor sie zu uns kam, ihr Horoskop befragt hat." "Die vergesse ich garantiert nicht", sagte er mit leichtem Schaudern in der Stimme. "Ich weiß schon gar nicht mehr, mit wie vielen wir mittlerweile gesprochen haben", murmelte Antonia und ließ ihren Kopf an Leons Schulter sinken. "Ehrlich gesagt, ich kann es nicht fassen, dass bisher keine einzige Frau dabei war, bei der wir zumindest überlegt haben, ob wir es nicht mal mit ihr versuchen sollten. Bei keiner konnte ich mir vorstellen, dass ich ihr unser Haus und unsere Kinder stundenweise anvertraue.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum20. Aug. 2019
ISBN9783740954383
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    Buchvorschau

    Der neue Dr. Laurin 5 – Arztroman - Viola Maybach

    Leseprobe:

    Prophezeiungen

    Leseprobe

    Haben Sie auch, liebe Leserin, geschätzter Leser, die letzten vier Wochen gegrübelt, woher Chris denn nun den traumhaft attraktiven Polizeiobermeister Sebastian Huber kennt? Und ob er dieses Wissen an seinen Philipp weitergeben konnte? Ich verbinde ja damit die dringende Hoffnung, dass diese Erkenntnis irgendwie geeignet ist, Schwester Lily erneut das Leben zu retten! Gespannt bin ich auf die Show, die der Sohn des Patienten László de Bergh veranstalten wird. Immerhin wird sich zeigen, ob das Ergebnis der schwierigen Operation befriedigend ist. Und darauf, ob Frau Rixner recht hatte mit ihren Prophezeiungen. Keine Sorgen mache ich mir um Dagmar und Elenore. Die genießen bestimmt, dass sie sich endlich kennenlernen dürfen. Na gut. Nicht ganz klar ist, wie Valerian Ettenhuber reagieren wird, wenn Dagmar … Höre ich da Kirchenglocken? Tatsächlich! Es ist 11 Uhr, der Gottesdienst ist zu Ende. Schauen wir doch mal, ob Pfarrer Ettenhuber … Ja, in der Tat. Er ist gerade dabei, die Gemeinde zu verabschieden! Das Hochamt war beendet. Im Gestühl der Kirche hing das benebelnde Aroma des Weihrauchs. Valerian Ettenhuber positionierte sich zentral vor dem Altar und hob die Hände zum Abschlusssegen. »Es segne dich und es behüte dich – Gott Vater, Sohn, und heiliger Geist! Amen!« Der Organist gab all seine Seele in das Postludium hinein, das jetzt den Raum erfüllte.

    Der neue Dr. Laurin

    – 5 –

    Dieser Tag musste nicht sein!

    Aber Annika findet am Ende ihr Glück

    Viola Maybach

    »Es ist zum Verrücktwerden«, schimpfte Antonia Laurin. »Die Praxis ist fertig eingerichtet, wir könnten sofort loslegen, Maxi und ich – aber wir finden weder eine Haushälterin, die hier alles am Laufen hält, noch wenigstens eine Arzthelferin für die Praxis. Man könnte meinen, alles hätte sich gegen uns verschworen.«

    Leon Laurin konnte es nicht lassen, seine Frau ein wenig aufzuziehen. Mit todernster Miene sagte er: »Ja, das glaube ich auch. Es ist ein Zeichen, denke ich. Ein Zeichen dafür, dass ihr eure Pläne aufgeben solltet, denn das Schicksal ist eindeutig dagegen.«

    Einige Sekunden lang fiel sie auf seinen Tonfall herein, denn er war ja zu Beginn nicht gerade begeistert gewesen von ihren Plänen, nach mehr als fünfzehnjähriger Pause wieder in ihren Beruf als Kinderärztin einzusteigen – und dann auch noch gleich wieder mit eigener Praxis. Und begeistert war er zweifellos noch immer nicht. Eher konnte man wohl sagen, dass er sich mit ihren Plänen abgefunden hatte. Aber dann sah sie das Blitzen seiner Augen und musste lachen.

    »Du klingst wie diese eine Bewerberin auf die Stelle als Haushälterin, erinnerst du dich? Die von der Aura unseres Hauses gesprochen hat und dass sie, bevor sie zu uns kam, ihr Horoskop befragt hat.«

    »Die vergesse ich garantiert nicht«, sagte er mit leichtem Schaudern in der Stimme.

    »Ich weiß schon gar nicht mehr, mit wie vielen wir mittlerweile gesprochen haben«, murmelte Antonia und ließ ihren Kopf an Leons Schulter sinken. »Ehrlich gesagt, ich kann es nicht fassen, dass bisher keine einzige Frau dabei war, bei der wir zumindest überlegt haben, ob wir es nicht mal mit ihr versuchen sollten. Bei keiner konnte ich mir vorstellen, dass ich ihr unser Haus und unsere Kinder stundenweise anvertraue. Niemals hätte ich gedacht, dass das so schwierig ist.«

    »Ich auch nicht«, gab Leon zu.

    »Und in der Praxis ist es genau so. Maxi und ich verzweifeln an unseren Bewerberinnen. Aber wir brauchen eine Frau, die uns die Organisation abnimmt und den Überblick behält. Aber die meisten, die kommen, denken, sie sollen uns Ärztinnen ein bisschen zur Hand gehen, dabei haben wir das in der Anzeige deutlich formuliert.« Antonia rückte ein wenig von ihrem Mann ab. »Wie macht ihr das denn in der Klinik? Ihr scheint immer gute Leute zu finden.«

    »Wir suchen aber auch lange. Unser Trick ist, dass wir schon suchen, bevor wir dringend jemanden brauchen – abgesehen von dem Unfallchirurgen für die Notaufnahme. Es ist überfällig, dass wir da jemanden finden, weil ich Eckart woanders brauche, er kann nicht dauernd Dienste in der Notaufnahme übernehmen. Da sind wir also auch unter Druck. Aber sonst sehe ich zu, dass wir solche Situationen vermeiden. Manchmal haben wir deshalb eine Schwester oder einen Pfleger zu viel, wenn man jetzt mal streng wirtschaftliche Maßstäbe anlegt, aber so ist es mir lieber. Bei euch ist das natürlich etwas völlig anderes, ihr sucht eine Fachkraft für die Praxisorganisation und vielleicht noch eine Arzthelferin, die euch beide bei der Betreuung eurer Patienten unterstützt. Bei einer so begrenzten Zahl an Leuten könnt ihr nicht auf Verdacht eine Person zu viel einstellen.«

    »Offenbar können wir überhaupt niemanden einstellen, weil wir ja niemanden finden.« Antonia gähnte. »Ich bin müde, Leon, ich will ins Bett.«

    Er zog sie in seine Arme und küsste sie. »Ich finde es auf unserem Sofa gerade sehr gemütlich. Endlich mal allein, ohne Kinder – und ich war sogar rechtzeitig zum Essen zu Hause.«

    »Wenn man es so betrachtet, hast du natürlich Recht.«

    »Sag mal, unser Konny …«

    »Ja?«

    »Hat er dir eigentlich mal erzählt, warum er da unten an der Würm war, als dieser Hund ihn angefallen hat? Warum er nicht mit Kaja gleich nach der Schule nach Hause gekommen ist?«

    »Nein«, antwortete Antonia, »ich habe immer darauf gewartet, dass er etwas sagt, aber das hat er nicht getan. Die einzige Erklärung, die ich von ihm gehört habe, war, dass er über etwas nachdenken musste.«

    »Er scheint sehr lange nachdenken zu müssen. Oder er hatte von Anfang an nicht vor, mit uns über das, was ihn bewegt, zu reden.«

    »Beides ist möglich. Ich habe jedenfalls beschlossen, ihn nicht zu fragen, sondern abzuwarten, bis er von selbst auf uns zukommt.«

    »Er ist verändert seit einiger Zeit«, sagte Leon nachdenklich.

    Sie rückte ein Stück von ihm ab, um ihm ins Gesicht sehen zu können. »Ich habe mich schon gefragt, ob ich mir das einbilde, aber wenn es dir auch aufgefallen ist …«

    »Er kommt mir nachdenklicher vor, manchmal auch traurig – oder ängstlich. Als dächte er über etwas nach, das ihn beunruhigt. Ich habe schon überlegt, ob ich ihn einfach mal fragen sollte. Wir sind seine Eltern, wir sind für ihn verantwortlich. Vielleicht hat er ein Problem, mit dem er allein nicht fertig wird.«

    »Tu das«, sagte Antonia, nachdem sie eine Weile darüber nachgedacht hatte. »Ein Gespräch von Mann zu Mann ist vielleicht das, was ihm fehlt.«

    »Von Mann zu Mann – meine Güte, es stimmt, er ist fast erwachsen. Wir werden bald Eltern erwachsener Kinder sein, dabei frage ich mich oft, ob wir selbst überhaupt schon richtig erwachsen sind.«

    Sie musste lachen und legte den Kopf wieder an seine Schulter. »Na ja, verglichen mit den Menschen, die wir vor zwanzig Jahren waren, sind wir schon ziemlich erwachsen geworden, meinst du nicht?«

    Er blieb ernst. »Ich hoffe es zumindest. Aber ich glaube, heute ist es noch schwerer, erwachsen zu werden als damals, weil man viel mehr lernen muss. Wenn ich

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