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Familie Dr. Norden 712 – Arztroman: Die Suche nach seiner Vergangenheit

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126 Seiten1 Stunde

Zusammenfassung

Dr. Daniel Norden ist verzaubert von der jungen Ärztin Dr. Fee Cornelius. Fee und Daniel heiraten. Er hat eine Praxis in München eingerichtet, Fee hilft ihm. Beide sehen den Beruf nicht als Job, sondern als wirkliche Berufung an. Aber ihr wahres Glück finden sie in der Familie. Fünf Kinder erblicken das Licht der Welt; zunächst Daniel jun., bald darauf sein Bruder Felix. Nach den beiden Jungen, die Fee ganz schön in Atem halten, wird Anne Katrin geboren, die ganz besonders an dem geliebten Papi hängt und von allen nur Anneka genannt wird.

Weiterhin bleibt die Familie für Daniel Norden der wichtige Hintergrund, aus dem er Kraft schöpft für seinen verantwortungsvollen Beruf und der ihm immer Halt gibt. So ist es ihm möglich, Nöte, Sorgen und Ängste der Patienten zu erkennen und darauf einfühlsam einzugehen.

Familie Dr. Norden ist der Schlüssel dieser erfolgreichsten Arztserie Deutschlands und Europas.

"Zum Ersten, zum Zweiten… hat niemand mehr ein Gebot?" Der Auktionator Guntram Berger warf den Damen und Herren, die in Reihen vor ihm saßen, einen fragenden Blick zu, doch niemand hob die Hand, um ein weiteres Gebot für das zur Versteigerung stehende Objekt abzugeben. "Und zum Dritten!" Er klopfte mit dem Hammer gut hörbar auf das kleine Holzbrett, das vor ihm lag. "Hiermit ist die Auktion beendet. Ich darf den glücklichen Besitzer der Skulptur nach vorn bitten, um die Formalitäten zu erledigen. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit." Er deutete eine kleine Verbeugung an, während er sich von den Besuchern verabschiedete, die sich, leise mit Jacken und Mänteln raschelnd, erhoben. Einige machten verhalten ihrem Unmut über eine verpaßte Chance Luft, andere unterhielten sich angeregt über die soeben versteigerten Kunstobjekte, während sie zum Ausgang gingen. Tilmann Lowik indessen verharrte noch regungslos auf seinem Sessel mit dem altmodischen grünen Samtbezug. Er war es gewesen, der das letzte wertvolle Stück ersteigert hatte, und er mußte sich noch ein wenig von der Aufregung erholen, ehe er in der Lage war, den mit knisternden Geldscheinen angefüllten Umschlag, der wohlbehütet in seiner Brusttasche steckte, gegen die Skulptur einzutauschen. "Haben Sie es sich anders überlegt?" Die forsche Stimme Bergers riß Tilmann aus seinen Gedanken, und er erhob sich eilig, um keine Zweifel aufkommen zu lassen. "Nein, nein, keineswegs", beeilte er sich zu versichern und folgte dem Geschäftsführer des Auktionshauses in sein Büro. Ein anderer Besucher verharrte stehend noch eine Zeitlang an seinem Platz und beobachtete Tilmann mit zusammengekniffenen Augen, wie dieser in dem Nebenzimmer mit Guntram Berger verschwand. Seine Miene ließ nichts Gutes erahnen, als er nun seinen beiden Begleitern, gekleidet in dunkle Mäntel und Hüte, ein unauffälliges Zeichen gab. Mit einem kurzen Nicken signalisierten sie, daß sie verstanden hatten und verließen dann leise den Saal. Auf dem Gesicht des zurückbleibenden Mannes erschien ein zynisches Lächeln, ehe auch er sich leise und unauffällig zurückzog. Tilmann Lowik hatte unterdessen, nichtsahnend von den merkwürdigen Dingen, die sich außerhalb des Büros abspielten, den Umschlag aus dem Jackett gezogen, der in seinen Händen brannte wie Feuer.

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