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Märchen von Raben: Zum Erzählen und Vorlesen
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eBook230 Seiten3 Stunden

Märchen von Raben: Zum Erzählen und Vorlesen

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Über dieses E-Book

Unglücksrabe, Galgenvogel, rabenschwarzer Tag, klauen wie die Raben, Rabeneltern… in unserer Kultur haben die Raben einen eher schlechten Ruf. Aber schon der Gott Odin wusste um ihre Klugheit und trug auf seinen beiden Schultern je einen Raben, die ihm sagten, was in der Welt vor sich ging. Und auch in unseren Märchen treten sie manchmal als weise Helfer des Helden auf.
In anderen Kulturen haben sie ein durchweg positives Image. Bei den nordamerikanischen Indianern gelten sie als Symbol für Schöpfertum und göttliche Kraft: Sie erschufen die Erde und füllten diese mit Menschen und Tieren, sie brachten das Feuer zu den Menschen und hüten und beschützen deren Kultur.
In dieser internationalen Märchensammlung finden sich all die unterschiedlichen Aspekte der Rabenvögel wieder.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum10. Sept. 2018
ISBN9783868264326
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    Buchvorschau

    Märchen von Raben - Königsfurt-Urania Verlag GmbH

    Siebenbuch)

    I. Aitologisches – oder:

    Wie manches begann

    Vom Ursprung allen Lebens

    Der Himmel entstand vor der Erde. Aber er war nicht älter; denn zu der Zeit als der Himmel wurde, war auch die Erde schon im Begriff sich zu formen. Und hier war auch das erste lebende Wesen, von dem wir Kunde haben: Ein Vogel war es, der die Menschen schuf und alles Leben auf dieser Erde. Dieses Wesen nennen wir: Tulungersaq oder Vater Rabe, denn er gestaltete alles Leben sowohl auf der Erde wie in den Menschen, und er wurde der Ursprung von allem.

    Er war kein gewöhnlicher Vogel, sondern eine heilige Lebenskraft, die der Anfang war von allem, was zu jener Welt wurde, in der wir nun leben. Doch auch er begann in Gestalt eines Menschen und er tastete im Dunkeln, und seine Taten waren zufällige, bis ihm offenbar wurde, wer er war und was er sollte.

    Er saß zusammengekauert in der Finsternis, als er urplötzlich zu Bewusstsein kam und sich selbst entdeckte. Er begann zu atmen und besaß Leben. Er lebte!

    Alles um ihn herum war Finsternis, und er konnte nichts sehen. Da tastete er sich mit den Händen vor. Seine Finger strichen über Lehm, die Erde war aus Lehm, alles rings um ihn war toter Lehm. Er ließ die Finger über sich selbst gleiten, fand sein Gesicht und fühlte, dass er Nase, Augen und Mund, Arme, Beine und Körper hatte. Er war ein Mensch – ein Mann.

    Über der Stirn fühlte er einen kleinen, harten Knoten. Er wusste nicht, was das war. Er ahnte nicht, dass er einmal ein Rabe werden würde und dass der kleine Knoten wachsen und zu einem Schnabel werden würde.

    Er begann nachzudenken. Nun begriff er, dass er ein freies Wesen war, nicht verwachsen mit all dem, was ihn umgab.

    Dann kroch er langsam und vorsichtig über den Lehm. Er wollte herausfinden, wo er war. Plötzlich fühlten seine Hände einen leeren Raum vor sich, einen Abgrund, und er wagte nicht, weiterzugehen. Da brach er einen Klumpen Lehm ab und warf ihn hinunter in die Tiefe. Er lauschte, um zu hören, wann dieser den Grund erreichte.

    Aber er hört nichts. Er entfernt sich vom Abgrund und findet einen harten Gegenstand, den er im Lehm vergrub. Er wusste nicht, warum er das tat. Aber er tat es. Und dann saß er wieder in sich gekehrt da und dachte darüber nach, was wohl in all dem Dunkel, das ihn umgab, verborgen sei.

    Da hörte er plötzlich ein Sausen in der Luft, und ein kleines Wesen setzt sich auf seine Hand. Mit der anderen Hand fühlte er darüber hin und entdeckte, dass es einen Schnabel und Flügel hatte und warme, weiche Federn am ganzen Körper, aber kleine, nackte Füße.

    Es war ein kleiner Sperling. Und auf einmal verstand er, dass dieser kleine Sperling schon vor ihm da war, dass er in der Dunkelheit um ihn geflogen und gehüpft war und dass er ihn nicht bemerkt hatte, bevor er sich auf ihm niederließ.

    Der Mensch hatte gerne Gesellschaft, er wurde kühner und kroch jetzt furchtloser über den Boden, hin zu der Stelle, wo er zuvor etwas vergraben hatte. Dieses hatte jetzt Wurzeln geschlagen und war lebendig geworden. Ein Strauch war aus der Erde entsprossen, die Erde war nun nicht mehr unfruchtbar. Der nackte Lehm hatte Büsche bekommen, es wuchs Gras darauf.

    Aber der Mensch fühlte sich einsam und formte aus Lehm eine Gestalt, die ihm gleich war. Und dann saß er wieder zusammengekauert da und wartete.

    Kaum hatte der neue Mensch Leben, da begann er auch schon, mit den Händen in der Erde zu wühlen. Er hatte keine Ruhe und schaufelte rastlos Erde rings um sich auf. Und er entdeckte, dass der neue Mensch einen anderen Sinn als er besaß, einen hitzigen, einen heftigen Sinn. Das gefiel ihm nicht, und er ergriff ihn, schleppte ihn mit sich fort und warf ihn in den Abgrund. Dieses Geschöpf, so hieß es, wurde zum Tornaq, zu einem bösen Geist und von ihm stammten alle bösen Geister.

    Wieder kroch er zu dem Strauch, den er gepflanzt hatte. Und siehe: Aus dem Busch ward ein Baum geworden, und neben dem Baum standen noch andere Bäume. Überall standen Bäume, ein ganzer Wald war entstanden, ein Wald mit fruchtbarem Boden. Und mit den Bäumen waren Pflanzen und viele Kräuter überall hervorgesprossen, und er ließ seine Hand über all die Gewächse gleiten und fühlte ihre Formen, und er spürte ihren Duft, aber zu sehen vermochte er nichts.

    Nun bekam er Lust, die Erde, auf der er sich selbst entdeckt hatte, kennenzulernen, und er kroch umher mit dem kleinen Sperling, der über seinem Kopf flatterte. Er kann ihn nicht sehen, hört aber seinen kleinen Flügelschlag oder fühlte ab und zu, wie er sich ihm auf den Kopf oder auf die Hände setzte. Der Mensch aber kroch weiter, da er nicht wagte, in der Finsternis zu gehen. Da fand er Wasser ringsum, und er entdeckte, dass er sich auf einer Insel befand.

    Nun wollte er auch wissen, was drunten im Abgrund war, und er bittet den kleinen Sperling hinunterzufliegen und ihn zu untersuchen.

    Dieser flog fort und blieb sehr lange weg. Und als er endlich wiederkehrte, erzählte er, dass er tief unten, im Lande des Abgrunds gewesen war – in einem neuen Land, das gerade begonnen hatte, eine Kruste zu bilden.

    Er beschloss, selbst in das Land des Abgrunds hinabzusteigen, und bittet den kleinen Vogel, sich auf sein Knie zu setzen, und er befühlt ihn, um herausfinden, wie er beschaffen war und wie er es anfing, sich schwebend auf seinen Flügeln zu halten.

    Dann tastete er sich weiter in den Wald und brach Zweige ab, die wie Flügel waren, und befestigte sie an seinen Schultern. Aber als er mit den Zweigen schlug, wurden sie plötzlich zu richtigen Schwingen, Federn wuchsen aus seinem Körper und bedeckten seinen ganzen Leib. Der Knochen auf der Stirn wurde größer und entwickelte sich zu einem Schnabel, und er merkte plötzlich, dass er fliegen konnte wie der kleine Sperling. Da erhoben sie sich beide und schwebten hinunter, zum Land des Abgrundes. Aber in dem Augenblick, als der Mann zu fliegen begann, rief er: »Qaoq – qaoq!« Er war zu einem großen, schwarzen Vogel geworden und er nannte sich selbst »Rabe«.

    Das Land, aus dem sie kamen, nannte er »Himmel«. Und es war so weit vom Himmel bis zum Land des Abgrundes, dass er sehr erschöpft dort unten endlich ankam.

    Hier war alles kahl und öde. Und der Rabe bepflanzte das Land des Abgrundes auf die gleiche Weise wie das Land im Himmel. Er und der Sperling flogen von Ort zu Ort und bald war alles mit Wald bedeckt. Ein Baum stand neben dem anderen, und viele Kräuter und Blumen wuchsen zwischen den Bäumen.

    Das neue Land nannte der Rabe »Erde«.

    Als die Erde fruchtbar und lebendig geworden war, schuf der Rabe die Menschen.

    Manche erzählen, dass er sie aus Lehm formte, genauso, wie er oben im Himmel eine Gestalt nach seiner eigenen Gestalt geformt hatte. Aber andere behaupten, dass die Menschen ihre Entstehung einem Zufall verdankten, der noch seltsamer sei, als wenn sie wirklich mit Absicht und Vorsatz erschaffen worden wären.

    Vater Rabe wanderte umher und pflanzte Kräuter und Blumen. Da entdeckte er plötzlich einige Pflanzen mit Schoten, die er zuvor noch nie gesehen hatte. Er ging näher an sie heran, um sie sich genauer anzuschauen. Da sprang plötzlich eine Schote auf, und heraus sprang ein Mensch, wohlgestaltet und voll ausgewachsen. Der Rabe war so verwirrt, dass er seinen Schnabel zurückschlug und selbst wieder zum Menschen wurde.

    Und dann ging er lachend auf den Neugeborenen zu und fragte:

    »Wer bist du, und woher kommst du?«

    »Ich komme aus der Schote da«, sagte der Mann und zeigte auf das Loch, aus dem er herausgekommen war. »Ich war es leid, dort zu liegen, daher schlug ich mit den Füßen ein Loch und sprang heraus!«

    Da lachte Vater Rabe herzlich und sagte: »Ei, ei, ei! Du bist ein merkwürdiges Geschöpf. Deinesgleichen habe ich nie gesehen!« Und der Rabe lachte wieder und sagte weiter: »Ich habe ja selbst diese Schotenpflanze gesetzt, ahnte aber nicht, dass so etwas herauskommen würde! Aber die Erde, auf der wir gehen, ist noch nicht fertig. Merkst du nicht, wie sie schaukelt? Wollen wir auf den Hügel dort gehen? Dort ist die Kruste schon fest und hart.« Erst jetzt merkte der Mann, dass er auf schwankendem Grund ging, und er eilte mit Vater Rabe fort.

    So entstand der erste Mensch. Und Vater Rabe schuf nun viele Menschen, Männer und Frauen.

    Aber es wird erzählt, dass alle, außer den vier ersten, alle Menschen aus Lehm erschaffen wurden. Aber jene vier, die aus einer Schotenpflanze kamen, wurden die Vorfahren für die stärksten Geschlechter der Erde.

    Der Mensch war erschaffen.

    Aber es heißt, dass am Anfang kein Unterschied zwischen Menschen und Tieren bestand. Die Tiere konnten zu Menschen und die Menschen konnten zu Tieren werden. Und die Menschen benutzten die Hände zum Gehen oder krochen auf allen vieren umher. Erst später lernten sie, aufrecht auf den Füssen zu gehen.

    Das Erste, was Vater Rabe den Menschen zu essen gab, waren Beeren, die zwischen all dem, was er gepflanzt hatte, gewachsen waren.

    Aber was von den Pflanzen gepflückt oder an Wurzeln ausgegraben wurde, reichte nicht aus. Daher musste andere Nahrung geschaffen werden, und so entstanden die Tiere.

    Der Rabe formte sie wie die Menschen aus Lehm: Sie sollten ihre Nahrung werden, wenn sie sie zu jagen gelernt hatten.

    Er schuf die Tiere der Erde und die Tiere in der Luft und im Meer. Und er zeigte sie den Menschen und erzählte ihnen, dass sie von ihnen leben sollten, wenn sie gelernt hätten, sie zu jagen.

    Aber das war nicht leicht. Es war dunkel auf der Erde. Die Augen konnten nichts sehen. Wollte man gehen, musste man sich mit den Händen vorwärts tasten und nach dem richten, was man mit den Ohren gehört hatte. Alles war Schall.

    Die Menschen hörten die Rentiere, die mit tiefen Kehllauten husteten, Wölfe, die heulten, Landbären, die brummten, Füchse, die bellten: »Kak-kak Kak-kak!« Im Meer schnaubten Robben, Walrosse brüllten und Wale pusteten. Vögel schrien und sangen, und die Insekten summten. Man hörte das Rauschen des Windes im Wald, das Rascheln und Raunen der Blätter, das Brechen der Brandung an den Küsten.

    Man war umringt von Leben, das nur durch Töne vernommen werden konnte. Aber man sah immer noch nichts. Überall tastete man sich in der Finsternis voran. Es war nicht leicht zu leben.

    Da rief der Rabe den kleinen Sperling zu sich und sagte: »Du warst schon, ehe ich mich selbst auf der Erde sitzend fand. Du weißt vielleicht auch mehr als ich. Flieg hinaus in die Welt und finde etwas, das die Erde erleuchten kann, so dass die Menschen sich sehen können und auch die Landschaft um ihre Wohnplätze und die Tiere, die sie jagen sollen.«

    Und der kleine Sperling flog fort und verschwand in der Dunkelheit, und so lange blieb er fort, dass der Rabe schließlich glaubte, er würde niemals mehr zurückkehren. Man konnte nicht Tage und Nächte zählen, alles war eins. Es gab keine Zeit, und der Rabe wusste nicht, wie lange der Sperling fort war.

    Aber schließlich hörte er einen Flügelschlag und merkte, wie er sich auf seine Hand setzte. Im Schnabel trug er zwei Stücke Glimmer, eingewickelt in Blätter, ein helles und ein dunkles Stück. Diese gab er dem Raben.

    Und der Rabe brach ein kleines Stück von dem hellen Glimmer ab und warf es in die Luft. Sogleich floss ein gewaltiges Licht über die Erde und blendete alles Lebende. So stark war das Licht, dass es lange dauerte, bis der Rabe selbst sehen konnte.

    Zum ersten Mal schauten die Menschen über das Land, in dem sie lebten. Sie sahen die Wälder, die Tiere auf der Erde und im Meer und die Vögel in der Luft, und sie freuten sich über all die Schönheit, die sie umgab.

    Das Leben wurde für sie alle groß und neu.

    Aber das Licht war zu stark, es blendete. Da brach er ein Stück von dem dunklen Glimmerstein ab und warf es in die Luft. Gleich wurde das Licht gedämpft, die Menschen konnten sehen, ohne dass ihnen die Augen schmerzten, und die Nacht kam zusammen mit dem dunklen Glimmer und schenkte ihnen Ruhe.

    Der Tag begann mit der Nacht zu wechseln.

    Jetzt kamen alle Freuden zu den Menschen. Der Rabe lehrte sie Häuser bauen, die Schutz gegen Wind und Wetter gaben, und lehrte sie Kajaks, Frauenboote und alle Arten von Fanggeräten zu machen, so dass sie auf dem Meer fahren und Fangtiere jagen konnten.

    Aber es wurden immer mehr Menschen, und auch die Tiere vermehrten sich, und ihre Insel wurde zu klein.

    Aber das Meer, das Meer war groß.

    Da erhob sich eines Tages eine schwarze und gewaltige Masse aus dem Meer heraus und blieb vor der Insel der Menschen liegen – ein gewaltiges Ungeheuer, das keinem anderen Tiere ähnlich war.

    Man ruderte in Frauenbooten und Kajaks zu ihm hinaus und versuchte, es zu harpunieren. Aber alle Harpunen prallten von seinen Seiten ab, ohne dass das Ungeheuer sie auch nur beachtete.

    Der Rabe sah den hoffnungslosen Kampf der Menschen und sagte zu dem kleinen Sperling:

    »Folge mir und halte dich über dem Ungeheuer schwebend in der Luft, ich will ihn vom Kajak aus jagen.«

    Dann paddelte er hinaus, und während sich der Sperling über dem Ungeheuer schwebend befand, warf der Rabe seine Harpune und tötete es. Die Menschen jubelten und schafften es zu ihrem Wohnplatz und speckten es ab. Sie zerlegten es in kleine Stücke und warfen diese in allen Richtungen ins Meer.

    Und siehe: Inseln wuchsen aus dem Meer empor, Land schoss auf neben Land und wurde zu einer großen und mächtigen Küste. So entstand das große Festland, und auf ihm war Platz für die Menschen und für alle Tiere.

    Als aber die Erde so geworden war, wie sie sein sollte, versammelte der Rabe alle Menschen um sich und sprach Folgendes zu ihnen:

    »Ich bin euer Vater, mir verdankt ihr euer Land und euer Leben, und mich dürft ihr niemals vergessen.«

    Und dann erhob er sich von der Erde und flog hinauf zum Himmel, wo es noch dunkel war. Hier warf er den Rest des hellen Glimmers aus, und wie ein gewaltiges Feuer brach das Licht hervor über die Welt, und Himmel und Erde waren erschaffen.

    So wurden die Erde und die Menschen und die Fangtiere.

    Aber vor all diesem war der Rabe und vor ihm der kleine Sperling.

    Erzählung der Inuit

    Die Schöpfung – Geschichten vom Raben Tu-lu-Kau-guk

    Es gab eine Zeit, da auf der Erdoberfläche noch keine Menschen waren. Die ersten vier Tage war der erste Mensch noch eingehüllt in der Schote einer Stranderbse. Am fünften Tag streckte er seine Füße heraus, zersprengte die Schote und fiel als völlig ausgewachsener Mann auf den Boden und stand auf. Er sah sich um, bewegte seine Hände und Arme, seinen Hals und seine Beine und untersuchte sich selbst ganz neugierig. Als er sich umsah, erblickte er die Schote, aus der er herausgefallen war, noch an der Ranke hängend und an ihrem unteren Ende das Loch, aus dem er gekommen war. Dann sah er sich wieder um und bemerkte, dass er sich von seinem Ausgangspunkt entfernt hatte und der Boden unter seinem Tritt nachgab und ganz weich war. Nach einiger Zeit spürte er im Magen ein unangenehmes Gefühl und bückte sich, um aus einer kleinen Pfütze vor seinen Füßen Wasser in den Mund zu schöpfen. Das Wasser lief in seinen Magen hinunter und er fühlte sich wieder wohler. Als er wiederaufsah, bemerkte er ein schwarzes

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