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Die großen Western Classic 26 – Western: Die Hölle von Carrizal

Die großen Western Classic 26 – Western: Die Hölle von Carrizal

Von Ringo

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Die großen Western Classic 26 – Western: Die Hölle von Carrizal

Von Ringo

Länge:
123 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 5, 2019
ISBN:
9783740957605
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen).

Lewis Jewitt hob die Faust, um zuzuschlagen. Sein Gesicht war krebsrot vor Wut, und seine dicken Lippen zuckten. Der war anderthalb Kopf größer als Rod Finnegan. Und ein anständiger Fausthieb mußte reichen, um den Mann zu Boden zu bringen. "Hund!" schrie Jewitt den jungen Zureiter an. "Ich gerbe dir das Fell, du verdammter Strolch!" Er stürmte auf Finnegan zu. Der bückte sich blitzschnell. Im nächsten Augenblick griff er hinter den Holzstapel. Dort stand ein armlanges und kantiges Brennholzscheit. Eine halbe Sekunde darauf hielt Finnegan das schwere Holz in beiden Händen. Einmal ließ er es durch die Luft zischen. Er wußte, daß Jewitt im Grunde feige war. Als Jewitt den schweren Knüppel sah, blieb er ruckhaft stehen. Seine erhobene Faust sank herab. Er stierte aus herausquellenden Augen auf das Holz und sperrte den Mund auf. "Na?" fragte Finnegan keuchend. "Na, wie sieht es jetzt aus, du Pferdetäuscher und Leutebetrüger?
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 5, 2019
ISBN:
9783740957605
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Die großen Western Classic 26 – Western - Ringo

Leseprobe:

Die neuen großen Western Nr. 5

»Mann, ist das ein Weib! Da bleibt mir die Spucke weg! Mit der möchte ich mal allein sein, Dean.« »Du glotzt wie ein abgestochenes Kalb, Ricky. Paß auf, daß dir nicht die Augen rausfallen!« Im verräucherten Saloon war es brechend voll. Zwei junge Männer standen unter all den Trappern, Bootsleuten und Jägern, starrten zum langen Tresen hinüber und beobachteten die langbeinige Tänzerin, die mit rauchiger Stimme von Old Virginia sang. Mit erregenden Bewegungen glitt sie über die Theke. Ein schönes, aber knappes Kostüm offenbarte ihre weiblichen Reize. Sie lachte und hob die Hände. Die festen Brüste sprengten fast das Kostüm. Der Beifallssturm der Männer ließ den Saloon erzittern. Derbe Stiefel stampften wie verrückt auf dem Boden, und harte Hände klatschten. Laut schallte das Gegröle aus dem Saloon über die nächtliche Straße. Trunken schwankte ein Mann draußen vorbei, ruderte mit den Armen und kippte gegen die Bretterwand des Nebenhauses. Er bemerkte nicht die schattenhaften Gestalten, die ihm folgten und sich drüben hinter den Häusern und Hütten verbargen. Ächzend stieß er sich ab und folgte der zum Missouri abfallenden Straße. Abseits des Forts Union und der Häuser loderten die Flammen eines großen Feuers in den dunklen Himmel empor. Dort hatten sich die Trapper zu ihrem Rendezvous getroffen, johlten und soffen wie Irre. Betrunkene Indianer taumelten dazwischen umher.

Die großen Western Classic

– 26 –

Die Hölle von Carrizal

Ringo

Lewis Jewitt hob die Faust, um zuzuschlagen. Sein Gesicht war krebsrot vor Wut, und seine dicken Lippen zuckten. Der war anderthalb Kopf größer als Rod Finnegan. Und ein anständiger Fausthieb mußte reichen, um den Mann zu Boden zu bringen.

»Hund!« schrie Jewitt den jungen Zureiter an. »Ich gerbe dir das Fell, du verdammter Strolch!«

Er stürmte auf Finnegan zu. Der bückte sich blitzschnell. Im nächsten Augenblick griff er hinter den Holzstapel. Dort stand ein armlanges und kantiges Brennholzscheit. Eine halbe Sekunde darauf hielt Finnegan das schwere Holz in beiden Händen. Einmal ließ er es durch die Luft zischen. Er wußte, daß Jewitt im Grunde feige war.

Als Jewitt den schweren Knüppel sah, blieb er ruckhaft stehen. Seine erhobene Faust sank herab. Er stierte aus herausquellenden Augen auf das Holz und sperrte den Mund auf.

»Na?« fragte Finnegan keuchend. »Na, wie sieht es jetzt aus, du Pferdetäuscher und Leutebetrüger? Komm doch, Bulle! Was meinst du, was dieses Ding mit deinem Gaunerschädel macht?«

Er ließ den Knüppel einmal durch die Luft sausen. Dann machte er einen Schritt auf den dicken Jewitt zu. Der sprang erschreckt zurück und brüllte:

»Du bist entlassen! Raus mit dir! Und so was nennt sich Zureiter und Stallhelp. Dabei sagt er den Leuten, ob sie einen Gaul kaufen sollen oder nicht. Mensch, du Strolch, du hast mir ein Geschäft verdorben. Du bist entlassen!«

»In Ordnung«, knirschte Finnegan. »Aber erst mein Geld, dann gehe ich, nicht eine Sekunde eher. Du verdammter Betrüger! Acht Wochen habe ich bei dir ausgehalten und zugesehen, wie du anderen Leuten alte Ziegenböcke statt anständige Pferde verkauft hast. Jetzt ist Schluß. Komm her, wenn du mich verdreschen willst, aber sieh dir den Knüppel vorher an!«

Lewis Jewitt stieß eine Flut von Flüchen aus. Er hatte neben der Pferdehandlung noch einen Store und gerade einen seiner besten Käufer verloren. Finnegan hatte es einfach nicht ertragen, daß Jewitt einen halblahmen, aber aufgedonnerten Gaul zu einem überhöhten Preis verkaufen wollte. Er hatte dem Käufer reinen Wein eingeschenkt.

Jetzt drohte Jewitt zu explodieren. Und sicher hätte er Finnegan in Stücke geschlagen, wenn der Knüppel ihn nicht gestoppt hätte.

Jewitt starrte seinen jungen Zureiter und Stallhelp an.

»Du bekommst keinen Cent«, entgegnete der Dicke bissig und wich langsam zurück, bis er am zweirädrigen Karren stand. »Scher dich von meinem Hof, du Halunke. Keinen Cent, verstanden?«

Er war jetzt aus Finnegans Reichweite und spuckte aus. Jewitt wußte genau, daß Finnegan ihn nie angreifen würde, also dachte er auch nicht daran, Finnegan den Restlohn zu zahlen.

»Du alter Gauner«, zischte Finnegan. »Ich pfeife auf deine Dollars, behalte sie und friß sie von mir aus! Ich kann auch ohne dein schmutziges Geld auskommen!«

Finnegan zog sich zurück. Er hatte seine Kammer am Ende des Stalles. Bis dahin waren es zwölf Yards. Kaum aber bog Finnegan ab, als er das Knarren hinter sich hörte. Sofort drehte er sich und sah, wie Jewitt die Deichsel des Karrens herumriß. Im nächsten Moment schob der bullige Jewitt den Karren vor sich her. Er kam wie ein Stier auf Finnegan zugerannt.

»Verdammt«, stieß Finnegan hervor, »du wirst mich nicht…«

Jewitt ließ ein höhnisches, schrilles Lachen vernehmen. Vor ihm sprang Finnegan auf die Kammertür zu. Er wollte sie aufreißen, aber er hatte nicht mit Jewitts Schnelligkeit gerechnet. Der Karren raste auf die Tür zu. Ehe Finnegan dahinter verschwinden konnte, prallte der Karren gegen die Tür. Finnegan wurde eingeklemmt. Er steckte zwischen Tür und Anschlag. Brüllend vor Wut drückte Jewitt den Karren mit aller Gewalt gegen die Bretter. Dann zog er ihn zurück, so daß Finnegan schon glaubte, freizukommen. Doch es war nichts als ein gemeiner Trick.

»Dir werde ich!« brüllte Jewitt. »Da hast du was!« Er ließ den Karren sofort wieder vorschnellen. Der kurze Moment hatte Finnegan aber gereicht, sich in die Kammer zu zwängen. Nur Finnegans rechte Hand mit dem Knüppel lugte noch durch den Spalt.

Als die Tür jetzt zudonnerte, klemmte die Kante Finnegans Handgelenk ein. Finnegan brüllte wie am Spieß. Er mußte die Finger spreizen, der Knüppel entfiel ihm, während Jewitt ein triumphierendes Gebrüll ausstieß. Ohne Knüppel war Finnegan verloren, und das wußte Jewitt verteufelt genau. Er schob den Karren mit einem Fluch zur Seite, dann riß er die Tür auf.

Finnegan war schreiend nach innen getaumelt. Er hielt sich das Handgelenk und sah Jewitt in der Tür auftauchen. Der riesenhafte Store- ­und Mietstallbesitzer trat gegen die kleine Bank und stieß sie dem flüchtenden Finnegan in den Rücken. Zwar wollte sich Finnegan noch hinter den Tisch retten, doch er kam nicht mal bis an das Wandregal. Die Bank brachte ihn zu Fall. Während er im Hinstürzen schrie, warf sich Jewitt auf ihn.

»Habe ich dich?« keuchte er wild. »Mir meine Kundschaft zu verderben, was? Da hast du die Anzahlung auf deinen Lohn!«

Er packte Finnegan an den Haaren und schlug mehrmals zu.

»Du verpfeifst mich nie wieder!« grollte Jewitt über ihm. »Raus mit dir, Halunke!«

Finnegan wurde hochgerissen, dann flog er durch die offene Tür in den Hof. Als er dicht neben dem Knüppel landete, wollte er ihn an sich reißen. Doch er war auch hier viel zu langsam. Die Schläge und Stöße gegen seinen Kopf hatten ihn fast betäubt. Finnegan sah nur die Stiefelspitze Jewitts hochschnellen. Dann traf der Tritt seinen Unterarm, und der Knüppel flog im Bogen bis an den Holzstapel zurück.

Trotzdem erwischte Finnegan das Bein Jewitts. Der kleine Zureiter warf sich nach hinten. Dabei stieß er das Bein des Riesen nach oben. Jewitt schrie auf, kippte hintenüber.

Sofort warf sich Finnegan herum. Mit der linken Faust führte er zwei Hiebe nach Jewitts Gesicht. Er traf die Nase und die dicken Lippen des Händlers. Jewitt stieß einen gurgelnden Laut aus. Seine Masse bewegte sich ächzend. Er fuhr herum, rollte weg und zog die Beine an. Als Finnegan ihn anspringen wollte, schossen Jewitts Stiefel ihm entgegen. Zwar konnte Finnegan nicht ausweichen, aber der linke Fuß Jewitts schrammte über seine Hüfte hinweg. Das genügte, um Finnegan zum Stürzen zu bringen.

Sie richteten sich beide gleichzeitig auf, und dann lernte Finnegan den bulligen Jewitt erst richtig kennen. Im Aufrichten griff Jewitt in den lockeren Sand, schleuderte ihn in Finnegans Gesicht. Der Schmerz ließ Finnegan zurücksinken. Er riß beide Hände zu den brennenden Augen hoch. Tränen rannen über seine Wangen. Er sah nur einen Schatten, der groß vor ihm aufragte. Dann packte ihn Jewitt und riß ihn auf die Beine.

»Du verdammter Trickser«, brummte Jewitt. »Dir breche ich alle Knochen einzeln!«

Er rammte seine linke Faust gegen Finnegans Brust, schoß die rechte auf das Kinn ab. Während Rod einknickte und am Boden blieb, hörte er Jewitt sagen:

»Das war erst der Anfang, Bursche!«

Verzweifelt versuchte Finnegan wegzukriechen, aber seine Glieder gehorchten ihm nicht mehr. Er wurde wieder hochgerissen und wartete auf den nächsten Schlag. Der mußte ihm den Rest geben. Dann hörte er die Stimme wie aus weiter Ferne:

»Jetzt ist es genug, Lew Jewitt!

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