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Sophienlust (ab 351) 417 – Familienroman: Manuel – ein Junge zum Liebhaben
Sophienlust (ab 351) 417 – Familienroman: Manuel – ein Junge zum Liebhaben
Sophienlust (ab 351) 417 – Familienroman: Manuel – ein Junge zum Liebhaben
eBook131 Seiten1 Stunde

Sophienlust (ab 351) 417 – Familienroman: Manuel – ein Junge zum Liebhaben

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Über dieses E-Book

In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie wird die von allen bewunderte Denise Schoenecker als Leiterin des Kinderheims noch weiter in den Mittelpunkt gerückt. Neben den alltäglichen Sorgen nimmt sie sich etwa des Schicksals eines blinden Pianisten an, dem geholfen werden muss. Sie hilft in unermüdlichem Einsatz Scheidungskindern, die sich nach Liebe sehnen und selbst fatale Fehler begangen haben. Dann wieder benötigen junge Mütter, die den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben, dringend Unterstützung. Denise ist überall im Einsatz, wobei die Fälle langsam die Kräfte dieser großartigen Frau übersteigen. Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Doch auf Denise ist Verlass.



Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht.

"Fall nicht, Mirjam." Joram Segal streckte fürsorglich die Hand aus, um seiner Freundin beim Abstieg zu helfen. Auf der Höhe des Hügels, zu der sie bereits am frühen Morgen aufgestiegen waren, standen die Reste eines alten Kastells. Stundenlang waren sie in den Ruinen herumgeklettert. Mirjam schüttelte den Kopf. "Meinst du wirklich, ich komme nicht von allein wieder hinunter?" Sie lachte. "Schließlich bin ich ja auch hinaufgekommen." Mit einer Hand hielt sie sich an der Felswand fest. "Ich möchte nur nicht, daß du stürzt und mir nachher die Schuld in die Schuhe schiebst, wenn du dir die Knie aufgeschlagen hast", meinte der junge Mann amüsiert. "Gib zu, du hast nur Angst, mich womöglich trösten zu müssen." Mirjam kletterte über eine Erhebung. Sie richtete sich auf und blickte über die einer Mondlandschaft gleichende Wüste. "Ein herrliches Fleckchen Erde", meinte sie. "Früher habe ich mir unter Wüste immer endlose Sanddünen vorgestellt, aber seit ich den Negev kenne, weiß ich, daß es auch noch eine andere Wüste gibt." Joram wartete, bis Mirjam neben ihm stand. Er strich ihr zärtlich die blonden Haare aus der Stirn. "Kannst du dir vorstellen, mit mir im Negev zu leben, Liebling?"
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum19. Nov. 2019
ISBN9783740959531
Sophienlust (ab 351) 417 – Familienroman: Manuel – ein Junge zum Liebhaben
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    Buchvorschau

    Sophienlust (ab 351) 417 – Familienroman - Anne Alexander

    Leseprobe:

    Sophienlust 296

    Leseprobe

    »Mutti, hier ist eine Eisdiele.« Henrik wollte über die Straße stürmen, doch Denise von Schoeneckers Hand hielt ihn gerade noch rechtzeitig fest. »Moment, mein Sohn. Wir sind doch in die Stadt hereingefahren, um Einkäufe zu machen. Wir wollten vor allem Geschenke kaufen. Zwei unserer Kinder haben nächste Woche Geburtstag.« Henrik seufzte laut und deutlich. »Du hast recht«, gestand er dann. Kurz fixierte er seine Schuhspitzen, dann hob er wieder entschlossen den Kopf und fragte: »Ich war doch brav, nicht wahr? Kein Wort habe ich gesprochen, als du deinen Besuch gemacht hast.« Seine grauen Augen forschten erwartungsvoll im Gesicht der Mutter. Denise von Schoenecker, die Verwalterin des Kinderheims Sophienlust, strich ihrem Jüngsten über den widerspenstigen Haarschopf. Sie lächelte. »Ich kann nicht sagen, daß du kein Wort gesprochen hast, aber du hast ausnahmsweise einmal nicht zuviel gesprochen.« Zuerst sah es so aus, als wollte sich das Gesicht des Neunjährigen beleidigt verziehen, doch dann besann sich der Junge eines Besseren. Er frohlockte: »Also, gib schon zu, daß ich brav war.« Denise nickte. »Und weißt du, was du mir versprochen hast, wenn ich mich gesittet benehme?« trumpfte Henrik auf.

    Sophienlust (ab 351)

    – 417 –

    Manuel – ein Junge zum Liebhaben

    Doch niemand spielte mit ihm …

    Anne Alexander

    »Fall nicht, Mirjam.« Joram Segal streckte fürsorglich die Hand aus, um seiner Freundin beim Abstieg zu helfen. Auf der Höhe des Hügels, zu der sie bereits am frühen Morgen aufgestiegen waren, standen die Reste eines alten Kastells. Stundenlang waren sie in den Ruinen herumgeklettert.

    Mirjam schüttelte den Kopf. »Meinst du wirklich, ich komme nicht von allein wieder hinunter?« Sie lachte. »Schließlich bin ich ja auch hinaufgekommen.« Mit einer Hand hielt sie sich an der Felswand fest.

    »Ich möchte nur nicht, daß du stürzt und mir nachher die Schuld in die Schuhe schiebst, wenn du dir die Knie aufgeschlagen hast«, meinte der junge Mann amüsiert.

    »Gib zu, du hast nur Angst, mich womöglich trösten zu müssen.« Mirjam kletterte über eine Erhebung. Sie richtete sich auf und blickte über die einer Mondlandschaft gleichende Wüste. »Ein herrliches Fleckchen Erde«, meinte sie. »Früher habe ich mir unter Wüste immer endlose Sanddünen vorgestellt, aber seit ich den Negev kenne, weiß ich, daß es auch noch eine andere Wüste gibt.«

    Joram wartete, bis Mirjam neben ihm stand. Er strich ihr zärtlich die blonden Haare aus der Stirn. »Kannst du dir vorstellen, mit mir im Negev zu leben, Liebling?« fragte er und legte den Arm um ihre Schultern.

    »Ja.« Sie sah zu ihm auf.

    »Dann werden wir im Herbst heiraten«, sagte Joram. Er legte seine Hände auf ihre Wangen. »Ich werde deinem kleinen Sohn ein guter Vater sein«, versprach er. »Du wirst nie bereuen, mir dein Jawort gegeben zu haben.«

    »Ich bin unendlich glücklich«, flüsterte Mirjam. Leidenschaftlich schmiegte sie sich an ihn, als er sie küßte.

    Am Fuß der Anhöhe gab es eine winzige Quelle. Sie legten ihre Rucksäcke in den Schatten der Felsen und machten sich daran, auf einem kleinen Lagerfeuer nach Art der Beduinen Tee zu kochen.

    »Sag mal, war da nicht etwas?« fragte Mirjam. Lauschend hob sie den Kopf.

    Joram griff nach seinem Gewehr, das er hinter sich gelegt hatte. »Pst«, machte er. Er stand auf und schaute sich um. An und für sich gab es im Negev nur selten Überfälle auf Wanderer, dennoch mußte man höllisch aufpassen. »Du hast dich geirrt, Liebling«, meinte er und legte die Schußwaffe wieder hin.

    »Es wird der Wind gewesen sein.« Mirjam ging zu ihrem Rucksack, um das Päckchen mit den belegten Broten zu holen, das sie mitgenommen hatte. Wieder hörte sie ein undefinierbares Geräusch. Sie beachtete es nicht weiter und hob den Rucksack an.

    »Au!« Erschrocken ließ sie den Proviantbeutel zur Seite fallen. Entsetzt starrte sie auf die braungezeichnete Schlange, die sich schlängelnd auf den Felsen zubewegte.

    Joram war mit zwei Schritten bei ihr. Er nahm sich nicht die Zeit, die Schlange zu erschlagen, sondern griff sofort nach dem Arm der Freundin. Deutlich zeichneten sich die beiden Bißstellen auf ihrem Handgelenk ab.

    »Mirjam, setz dich hin«, sagte er. »Wir dürfen keine Zeit verlieren. Beweg dich so wenig wie möglich.« Er zog seinen Rucksack zu sich und entnahm ihm das Verbandpäckchen, das er bei Ausflügen immer bei sich hatte. Hastig öffnete er es.

    »Was war das für eine Schlange?« fragte Mirjam mit schmerzverzerrtem Gesicht, als er ihr den Arm oberhalb des Handgelenks abband. Ihr wurde übel.

    »Eine Otter«, erwiderte er ausweichend und ritzte mit einem scharfen Messer die Bißstellen auf. Rasch beugte er sich über die Wunde und saugte sie aus.

    »Was für eine Otter?« fragte die junge Frau. Vor ihren Augen begann die Landschaft zu verschwimmen. »War es eine Puffotter?«

    »Ja, aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen, Liebling. Ich bringe dich sofort ins Krankenhaus. Dort gibt es für alle hier vorkommenden Schlangen Gegengifte.« Joram richtete sich auf, trat das Feuer aus und kehrte dann zu seiner Freundin zurück. Er schob die Arme unter sie, um sie zum etwa zweihundert Meter entfernten Jeep zu tragen

    »Ich bin dir doch viel zu schwer«, sagte Mirjarn benommen »Laß mich, ich kann laufen.« Sie machte einen schwachen Versuch, sich aus seinen Armen zu befreien.

    »Nicht bewegen, Mirjam, bleib ruhig!« Joram zwang sich, nicht in Panik zu geraten. Der biß einer Puffotter war eine gefährliche Sache, zudem war er sich nicht sicher, ob die Schlange nicht ein Blutgefäß getroffen hatte.

    Nie waren ihm zweihundert Meter weiter erschienen, als an diesem Vormittag. Mirjam wog nicht viel, aber mit jedem Schritt wurde sie schwerer. Endlich hatte er den Jeep erreicht. Er setzte sie auf den Beifahrersitz und schwang sich hinter das Steuer.

    »Unsere Rucksäcke«, murmelte die junge Frau undeutlich.

    »Die hol ich später.« Joram warf einen besorgten Blick auf seine Freundin. Ihr Gesicht war unnatürlich blaß, auf ihrer Stirn hatten sich Schweißperlen gebildet, die nicht von der Hitze herrührten. Sein Blick glitt zu ihrem rechten Arm. Er war unförmig angeschwollen.

    Der Mann riß sich zusammen. Es half nichts, wenn er jetzt die Nerven verlor. Mirjam mußte so schnell wie möglich ins Krankenhaus. Geh nicht von mir, Liebling, dachte er und gab Gas.

    *

    »Nehmt uns mit.« Heidi Holsten und Stefanie Fach rannten Hand in Hand den beiden Großen nach. »Kommt zurück! Nick, Pünktchen, das ist gemein.«

    Nick blieb stehen, drehte sich zu den kleinen Mädchen um. »Pünktchen und ich haben den ganzen Vormittag mit euch gespielt, jetzt möchten wir auch einmal etwas Zeit für uns haben. Geht zu den anderen zurück. Sie vermissen euch sicher längst.«

    »Wir gehen mit euch mit.« Entschlossen ergriff die fünfjährige Heidi die Hand ihrer gleichaltrigen Freundin.

    »Nein, das werdet ihr nicht«, sagte Angelina Dommin, die wegen ihrer vielen Sommersprossen von allen Pünktchen genannt wurde. »Wenn ihr jetzt nicht endlich Ruhe gebt, spielen wir nie wieder mit euch.«

    Stefanie löste ihre Hand aus Heidis. »Ich geh zu den Zelten zurück«, entschied sie. »Ich bin eine In-dian-er-in.« Schreiend lief sie davon.

    »So, und was ist mit dir?« fragte Nick, Er drehte das kleine Mädchen sanft in die Richtung, in die Stefanie gelaufen war. »Jetzt fehlt den anderen noch immer eine kleine Indianerin. Vielleicht holt sich Häuptling Fabian eine andere Squaw in sein Zelt«, meinte er.

    »Auswahl hat er ja genug«, warf Pünktchen ein. »Zum Beispiel Vicky, oder…«

    »Ich geh ja schon, fiel ihr Heidi ins Wort. »Das sagt ihr nur, um mich los zu sein.« Sie wirbelte herum. »Aber morgen komme ich mit, wenn ihr spazierengeht. Morgen spielen wir nicht Indianer.« Wie ein Pfeil schoß sie davon. Ihr Indianergeheul ließ ein Eichhörnchen erschrocken auf eine Buche flüchten.

    »So, die beiden wären wir los«, meinte Dominik von Wellentin-Schoenecker zufrieden. »Manchmal können die Kleinen schon eine rechte Plage sein.«

    »Ob wir früher an den Großen auch so geklebt haben?« Pünktchen lachte. »Wahrscheinlich waren wir die gleichen Nervensägen. Heidi und Stefanie sind richtige Freundinnen geworden. Schade, daß Stefanie schon nächste Woche Sophienlust verlassen wird.«

    »Es wird sicher bald wieder ein Kind in Heidis Alter kommen«, erwiderte Nick. Er legte leicht den Arm um ihre Taille. »Zum Spazierengehen habe ich eigentlich keine rechte Lust. Laß uns unsere Räder holen. Wir könnten zum Waldsee radeln. Das Wasser ist sicher schon warm genug.«

    »O ja!« Pünktchens Augen strahlten.

    »Wir müssen nur aufpassen, daß keiner von den anderen etwas merkt, sonst wollen sie alle mit«, meinte Nick. »An erster Stelle mein lieber Bruder Henrik.«

    In einem Bogen kehrten sie zum Kinderheim zurück. Nick holte sich aus der Kleiderkammer eine Badehose, Pünktchen hatte einen Badeanzug in ihrem Zimmer. Bewaffnet mit Handtüchern verließen sie vorsichtig das Haus. Es war beiden klar, daß Frau Rennert und Schwester Regine etwas gegen ein Bad im Waldsee einzuwenden gehabt hätten. Immerhin war es erst Ende April.

    Mit den Rädern

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