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Das tibetische Heilbuch: Eine umfassende und grundlegende Einführung. Praktische Anleitungen zu Diagnose, Behandlung und Heilung mit der tibetischen Naturheilkunde
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eBook375 Seiten2 Stunden

Das tibetische Heilbuch: Eine umfassende und grundlegende Einführung. Praktische Anleitungen zu Diagnose, Behandlung und Heilung mit der tibetischen Naturheilkunde

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Über dieses E-Book

Die Lehren Buddhas und ihre tibetische Medizin – diese Geheimnisse braucht unsere Welt im Wandel! Ob Schulterschmerzen, Fibromyalgie, chronische Borreliose, Depressionen, Allergien oder Hauterkrankungen - unsere vom Geist geprägte Gesellschaft benötigt mehr denn je Naturheilverfahren mit klaren Diagnose- und Therapieformen. Heilpraktiker und Autor Thomas Dunkenberger wendet diese Medizin seit über drei Jahrzehnten an. In seinem Buch stellt er das gesamte Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten vor. Die Diagnostik soll über das Ungleichgewicht der drei Körperenergien Peken, Lung und Tripa Aufschluss geben. Tibetische Medizin ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Wiederherstellung von Gesundheit und Harmonie. Die Ursache für die Entstehung von Krankheiten nimmt einen hohen Stellenwert ein. Auch nicht sichtbare Kräfte und biorhythmisch-planetarische Einflüsse werden berücksichtigt. Zu den klassischen tibetischen Diagnoseformen gehört die Puls – und Harnuntersuchung, Ratschläge zu Verhaltensweisen und Heilung über die Ernährung. Unter anderem aufgeführt sind Ölmassage, Moxibustion, Hydrotherapie, humorale Ausleitungsverfahren und vieles mehr. Die berühmten tibetischen Arzneimittel werden ausführlich vorgestellt. Für Interessierte, Heilpraktiker, Mediziner und Pharmazeuten ist dieses Nachschlagewerk eine verlässliche Quelle rund um die tibetische Medizin.
Mit einem Vorwort von Dr. Trogawa Rinpoche - Direktor des "Chakpori Tibetan Medical Institutes" Darjeeling/Nordindien.
SpracheDeutsch
HerausgeberWindpferd
Erscheinungsdatum31. März 2020
ISBN9783864102431
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    Buchvorschau

    Das tibetische Heilbuch - Thomas Dunkenberger

    Teil I

    Der gesunde Körper

    Grundlegendes zu den drei körperlichen Energien

    Für das Studium der Tibetischen Medizin ist es unerlässlich, sich mit den ihr zugrundeliegenden Ursachen der Wiederverkörperung des Körper-Geist-Kontinuums in der einen oder anderen Form etwas eingehender zu beschäftigen.

    Die Grundimpulse der Wiederverkörperung werden von den mentalen Impulsen gebildet, die jedes fühlende Wesen von einer Verkörperung zur nächsten zumindest als Potenzial begleiten. Der Grundimpuls ist die falsche Annahme, dass ein unabhängiges und aus sich selbst heraus existierendes „Ich" existiert. Diese grundsätzlich falsche Sichtweise der Wirklichkeit, die auch als grundlegende Ignoranz bezeichnet wird, schafft in der Folge die drei Geistesgifte, aus denen letztlich insgesamt 84.000 sogenannte plagende, d. h. leiderzeugende Emotionen hervorgehen.

    Mit Ausnahme vollständig reiner Wesen, wie es Buddhas und Bodhisattvas sind, die sich ausschließlich aufgrund des Mitgefühls für alle anderen Wesen aus einer freien Entscheidung heraus wiederverkörpern, bilden die grundlegende Ignoranz sowie die drei daraus hervorgehenden Geistesgifte der Begierde (Wünsche, Leidenschaften, Anhaftungen), des Zornes (Ärger, Wut, Hass) und der begrenzten Sichtweise der Realität (Dummheit, Engstirnigkeit, Apathie) für alle anderen Wesen die Basis für ihre entsprechenden Wiederverkörperungsformen sowie der hiermit einhergehenden körperlichen, emotionalen und mentalen Fähigkeiten bzw. Schwierigkeiten.

    Deshalb werden diese drei Geistesgifte auch als sog. entfernte Ursachen für Krankheit angesehen. Die absolut primäre Grundursache wird, wie gesagt, in der falschen Sichtweise der Wirklichkeit gesehen. Die genannten Impulse werden dem sog. „Bardo-Körper" (einer Art Traumkörper während des Überganges von einer Form der Verkörperung zur nächsten) in einer sehr extremen Weise begegnen und ihn in eine Erscheinungswelt leiten, die seinen aus sich selbst heraus erzeugten, mehr oder weniger positiven bzw. negativen Illusionen entspricht.

    Die (irrtümliche) Wahrnehmung dieser Erscheinungswelt als einzig möglicher „Realität verstärkt das Beharren auf der Annahme eines unabhängigen, getrennt von allem anderen und aus sich selbst heraus existierenden „Ich. In der buddhistischen Sichtweise existieren unendlich viele „Realitäten", und es gibt nichts, was nicht in Abhängigkeit und Resonanz zu allen anderen Dingen dieses Universums steht.

    Das Erlangen eines menschlichen Körpers gilt im Buddhismus nicht als selbstverständlich, sondern wird als ausgesprochen wertvoll betrachtet. Die menschliche Verkörperung bietet eine herausragende Möglichkeit, die allem zugrundeliegende Wirklichkeit innerhalb einer Lebensspanne zu erkennen und sich damit aus dem Rad der Wiedergeburten und der damit einhergehenden Leiden zu befreien.

    Wie bereits ausgeführt, bilden die drei Geistesgifte die Basis für die entsprechenden Prinzipien Lung (Wind), Tripa (Galle) und Peken (Schleim). Diese sind sowohl auf der materiellen, der emotionalen als auch auf der mentalen Ebene präsent. Deswegen lautet das tibetische Wort hierfür auch nyepa, was wörtlich „Fehler" bedeutet.

    Dies entspräche in einer mehr westlich orientierten Kosmologie am ehesten der Vorstellung einer bereits latent vorhandenen grundsätzlichen Disposition. Die Möglichkeiten der Aktivierung bzw. der Nicht-Aktivierung durch eine entsprechende Lebensweise auf der körperlichen, der emotional-mentalen und der geistigen Ebene werden in diesem Buch klar dargestellt.

    Im indischen Ayurveda-System wird diese grundsätzliche Dreiereinteilung tridosha genannt, die sich aus den energetischen Prinzipien vata, pitta und kapha zusammensetzt.

    Die spagyrisch-alchemistische Auffassung der Dreiteilung aller Dinge (Sal, Sulphur und Mercur) kann hier als klassisch-westliches Erbe angeführt werden, das auch heute noch zur Anwendung gelangt.

    Auch die anthroposophische Weltanschauung basiert auf diesen drei Prinzipien und bezeichnet sie u. a. als Denken, Fühlen und Wollen. Die grundsätzliche Sichtweise sowie die Arzneimittelmischungen der anthroposophischen Medizin weisen einige Gemeinsamkeiten mit östlichen Philosophie- und Medizinsystemen auf.

    Ebenso könnte die westliche Lehre der Entwicklung der drei Keimblätter (Entoderm, Mesoderm und Ektoderm) als Beispiel für diese grundsätzliche Einteilung herangezogen werden; und auch in der modernen Chaos-Forschung wurde eine grundlegende Dreiereinteilung aller dynamischen Systeme erkannt. Hier geht man davon aus, dass drei unterschiedliche Kräfte in einer wechselseitigen Einwirkung in Interferenz-Rhythmen aufeinander einwirken und hiermit alle Formen aufgebaut werden. Mittels eines zusätzlichen Rückkopplungssystems entsteht ein sich selbst steuernder, dynamischer Regelkreis.

    Bei der Einteilung der Prinzipien in drei grundsätzliche Energien scheint es sich also um ein universell gültiges Grundgesetz für alle lebendigen, dynamischen Systeme zu handeln.

    In Anlehnung an das altgriechisch-galenische System der sog. „Humoralpathologie" werden diese drei grundlegenden Prinzipien auch häufig mit dem lateinischen Begriff Humores („Körpersäfte") bezeichnet. Die Körpersäfte haben zwar auch eine im materiellen Körper vorhandene Form, wie etwa den Gallensaft (bei Tripa/Galle), den Atem (bei Lung/Wind) oder den Magenschleim (bei Peken/Schleim); durch die obengenannten Ursachen der Wiederverkörperung des mentalen Kontinuums ist aber nachzuvollziehen, dass sich ihre Formen bis in die subtilsten Ebenen hinein reflektieren und auch einen dementsprechenden Einfluss ausüben.

    In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich der Gleichzeitigkeit sowie der gegenseitigen Durchdringung und Vernetzung aller Ebenen zu vergegenwärtigen. Die Bezeichnungen Lung (Wind), Tripa (Galle) und Peken (Schleim) sind also hauptsächlich als Kodierungen für archetypische (biokybernetisch-emotional-mentale) Energieformen zu betrachten. Um diese gegenseitige Vernetzung der verschiedenen Ebenen zu gewährleisten, wird in diesem Buch der Begriff körperliche Energien verwendet. Durch diese einheitliche Bezeichnung kann dem Leser auch einiges an Begriffsverwirrung abgenommen werden. Zudem hat dieser Begriff den Vorteil, dass er sowohl auf die körperliche als auch auf die energetische Ebene verweist. Ich habe diesen Begriff übrigens zum erstenmal von Dr. Barry Clark gehört.

    Aus dem bisher Ausgeführten kann die Tatsache abgeleitet werden, dass Krankheit einen inhärenten Anteil eines jeden dynamischen Lebensprozesses bildet, wenn sich die körperlichen Energien nicht im Gleichgewicht befinden. Dieses Gleichgewicht zu optimieren ist ein wichtiges Ziel der Tibetischen Medizin. Zudem ist hieraus zu ersehen, dass die körperlichen Energien auch auf der emotionalen und geistigen Ebene beeinflusst werden können und dass sich diese verschiedenen Ebenen auch gegenseitig beeinflussen.

    Diese Tatsache ist grundlegend für die buddhistische Annahme, dass eine nicht-verwirklichte Form des Lebens, d. h. alle fühlenden Wesen außer Buddhas und Bodhisattvas, automatisch mit Leiden, beispielsweise in Form von Krankheit, verbunden ist. Gleichzeitig macht dies auch verständlich, warum der Buddha Shakyamuni z. B. in seiner Erscheinungsform des Medizinbuddha, als Höchster Heiler und Meister der Medizin verehrt wird, denn nur durch die vollständige Realisation der Wirklichkeit, also der Überwindung jeglicher Hindernisse und einer transparenten Sichtweise aller Phänomene ist es möglich, wahrhaftes und letztendliches Heil zu erlangen.

    Der Buddha Shakyamuni ist in diesem Sinne sowohl in seiner historischen Erscheinungsform wie auch als die jedem Wesen innewohnende Buddhanatur, also dem erwachten und befreiten Geisteszustand, zu sehen.

    Die Bildung der drei körperlichen Energien

    Wie bereits oben beschrieben, bilden die drei Geistesgifte die Basis für die entsprechenden körperlichen Prinzipien. Wünsche, Anhaftungen und ihre Extremform, die Begierde, bilden die Basis für die körperliche Energie Lung (tib. rLung) oder „Wind". Der Zorn bis hin zu seiner Extremform, dem Hass, bildet die Basis für die körperliche Energie Tripa (tib. mKhrispa) oder „Galle", und eine gleichgültige, abgestumpfte und engstirnige Einstellung gegenüber der Wirklichkeit bildet die Basis für die körperliche Energie Peken (tib. bad kan) oder

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