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Heimat-Heidi 26 – Heimatroman: Ein irrer Typ
Heimat-Heidi 26 – Heimatroman: Ein irrer Typ
Heimat-Heidi 26 – Heimatroman: Ein irrer Typ
eBook107 Seiten1 Stunde

Heimat-Heidi 26 – Heimatroman: Ein irrer Typ

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Über dieses E-Book

Mit viel Herz und Verstand geht die Heimat-Heidi zur Sache, denn sie ist eine schöne Wirtin voller Tatendrang, die ihren Gästen und Mitmenschen jederzeit hilfreich zur Seite steht. Unterstützt, wenn auch nicht unbedingt immer in ihrem Sinne, wird Heidi dabei von ihrer nicht ganz volljährigen Tochter Steffi, einem feschen Mädel mit losem Mundwerk, und ihrer Mutter Luise, die keineswegs gewillt ist, kürzerzutreten und Heidi mit der Leitung des Bergerhofs alleinzulassen. Für schwungvollen, heiteren Familienzündstoff ist also bei aller Herzenswärme unserer Titelheldin jederzeit gesorgt!

"Hallo, Mutti…!" "Grüß dich, Steffi." Die Bergerhof-Heidi sah auf die Uhr. "Was machst denn du jetzt schon zu Haus'? Jetzt ist doch noch Schulzeit, oder?" "Normal schon." "Und heute ist nicht normal?" Heidi sah ihre Tochter fragend an. Die schüttelte den Kopf, während sie den Topf eines Deckels hob und hineinsah. "Wenn deine Großmutter mitbekommt, daß du in ihre Töpfe schaust, dann bekommst du Ärger." "Sie ist ja nicht da", sagte Steffi, nahm sich einen Löffel und schien sogar zu kosten wollen. "Jetzt ist's aber gut." Heidis Stimme klang ärgerlich. "Und überhaupt, wenn ich dich was frag', dann hätt' ich auch gern eine gescheite Antwort. Ich weiß immer noch net, warum du heut' so zeitig zu Haus' bist?" "Die letzten zwei Stunden sind ausgefallen", antwortete Steffi daraufhin. "Das ist aber komisch." "Wieso komisch?
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum21. Jan. 2020
ISBN9783740961220
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    Buchvorschau

    Heimat-Heidi 26 – Heimatroman - Stefanie Valentin

    Heimat-Heidi

    – 26 –

    Ein irrer Typ

    … verirrt sich auf den Bergerhof

    Stefanie Valentin

    »Hallo, Mutti…!«

    »Grüß dich, Steffi.« Die Bergerhof-Heidi sah auf die Uhr. »Was machst denn du jetzt schon zu Haus’? Jetzt ist doch noch Schulzeit, oder?«

    »Normal schon.«

    »Und heute ist nicht normal?« Heidi sah ihre Tochter fragend an.

    Die schüttelte den Kopf, während sie den Topf eines Deckels hob und hineinsah.

    »Wenn deine Großmutter mitbekommt, daß du in ihre Töpfe schaust, dann bekommst du Ärger.«

    »Sie ist ja nicht da«, sagte Steffi, nahm sich einen Löffel und schien sogar zu kosten wollen.

    »Jetzt ist’s aber gut.« Heidis Stimme klang ärgerlich. »Und überhaupt, wenn ich dich was frag’, dann hätt’ ich auch gern eine gescheite Antwort. Ich weiß immer noch net, warum du heut’ so zeitig zu Haus’ bist?«

    »Die letzten zwei Stunden sind ausgefallen«, antwortete Steffi daraufhin.

    »Das ist aber komisch.«

    »Wieso komisch? Es fällt doch andauernd Unterricht aus.«

    »Aber nicht in den Abiturklassen«, antwortete Heidi. »Das hat dein Direktor jedenfalls behauptet.«

    Steffi lachte. »Der Direx kann sagen was er will, wenn Lehrer nicht da sind, gleich warum, dann muß der Unterricht ausfallen, ob Abiklasse oder nicht.«

    »Und warum sind heute die letzten zwei Stunden ausgefallen?« wollte Heidi wissen.

    »Weil wir eine neue Lehrerin bekommen«, antwortete Steffi.

    »Das ist vielleicht eine Logik«, erwiderte ihre Mutter. »Ihr bekommt eine neue Lehrerin und als Dank fällt der Unterricht aus? Wem willst du das denn verkaufen?«

    »Es ist aber so«, antwortete Steffi. »Die Neue kommt aus München, und soll uns in Informatik unterrichten. Das heißt, sie soll uns auf ein Leben an PCs vorbereiten.«

    »Was immer noch nicht erklärt, warum der Unterricht ausgefallen sein soll.«

    »Nicht sein soll, liebe Mutti«, erwiderte Steffi, »er ist ausgefallen.« Steffis Stimme hatte einen Beiklang, der ihrer Mutter ganz und gar nicht gefiel.

    »Wenn du dich in Ironie ergehen willst«, erwiderte sie, »mußt du das sagen. Ich kann das auch. Außerdem würd’ dir gut anstehen, was für dein bevorstehendes Abitur zu tun. Denn daß du all­umfassend vorbereitet bist, kann man ja nun wirklich nicht sagen.«

    »Ich hab’ aber keine Lust«, maulte Steffi.

    »Ich hab’ oft auch keine Lust«, erwiderte ihre Mutter, »aber auch ich muß mich dann zur Decke strecken. Ausschließlich danach leben, was Lust und Laune macht, das funktioniert auch schon in deinem Alter nicht mehr.«

    Steffi verdrehte die Augen. »Ich weiß nicht, wieso wir immer wieder in diese Diskussion fallen?«

    »Weil du absolut nicht fähig bist, Dinge als Pflichten zu akzeptieren, die nun mal zu deinen Pflichten gehören«, erwiderte ihre Mutter.

    »Es gibt aber doch auch schon mal Momente, in denen man keine Lust zu etwas hat.«

    »Das ist halt so«, antwortete Heidi.

    »Mehr möcht’ ich ja nicht festgestellt haben«, erwiderte ihre Tochter.

    »Doch«, entgegnete Heidi, »du möchtest allerhand mehr festgestellt haben.«

    »Ach? Und was zum Beispiel?«

    »Daß die Momente deiner Unlust immer dann auftreten, wenn du mal gefordert bist«, antwortete Heidi, »und daß du dich niemals gegen deine Unlust wehrst.«

    »Wieso sollte ich?« fragte Steffi.

    »Weil du dich dann immer wieder aufs neue aus allem heraushalten und herausreden kannst«, antwortete ihre Mutter. »Du hast keine Lust, und das war’s dann! Du verläßt dich darauf, daß es andere gibt, die dann für dich da sind. Bis zu einem gewissen Grad mag das auch funktionieren, aber nicht so, wie du es praktizierst.«

    Steffi stand da, hatte die Arme vor sich verschränkt und man sah ihr an, daß sie absolut nicht gewillt war, auch nur eines der Argumente ihrer Mutter zu akzeptieren.

    Als die Tür aufging und Luise in die Küche kam, sah sie gleich was los war.

    »Na, meine Lieben«, fragte sie, »stehen wieder mal Grundsatzdiskussionen an?«

    »Die Mutti akzeptiert einfach net, daß ich manchmal keine Lust habe, irgendwas zu tun«, erwiderte Steffi. »Ich will nun mal nicht immer müssen.«

    Luise nickte. »Das ist logisch, wer will das schon? Wenn ich meine Arbeit als Muß ansehen würd’, dann hätt’ ich garantiert auch keine Lust und würd’ sie irgendwann schmeißen.«

    »Na also«, murmelte Steffi, wobei sie ihrer Mutter einen vorwurfsvollen Blick zuwarf.

    »Du hast nicht zu Ende gedacht«, entgegnete die.

    »Wieso? Die Großmutter hat doch gesagt, daß auch sie keine Lust habe zu müssen.«

    »Und warum schmeißt sie es dann nicht hin?«

    Steffi zuckte mit den Schultern. »Was weiß ich? Sie hat halt Lust an ihrem Job.«

    »Hast du?« fragte Heidi, wobei sie ihre Schwiegermutter fragend ansah.

    Die nickte. »Ja, ich hab’ Lust an meiner Arbeit.«

    »Na also…!« Steffi sah ihre Mutter wieder triumphierend an.

    »Frag deine Großmutter mal, warum sie Freude und Lust an ihrer Arbeit hat«, entgegnete diese erneut.

    »Wieso?«

    »Frag sie.«

    »Also«, Steffi verdrehte die Augen und sah ihre Großmutter an, »warum hast du Freude und Lust an deiner Arbeit?«

    »Die hab’ ich nicht lange nicht immer«, erwiderte Luise, »aber man kann sich motivieren. Man kann sich zu fast allem motivieren. Vor allem zu Dingen, die einem das Leben erleichtern.«

    Heidi lächelte. »Hör gut zu, Steffi!«

    »Ja, ja«, maulte die, »ich spür’ schon, ihr beide habt euch gegen mich verschworen.«

    Luise nickte. »Na klar, wir haben so viel Lust daran, uns gegen dich zu verschwören. Wir hocken stundenlang zusammen und hecken Pläne aus, wie wir dir das Leben schwer machen können.«

    Steffi sah zuerst ihre Großmutter, dann ihre Mutter an, dann lachte sie und fiel beiden in die Arme.

    So standen die drei eine ganze Weile beisammen, bis das Telefon läutete.

    »Einen Moment bitte«, sagte Heidi, »ich muß mal eben abnehmen.« Das tat sie dann auch. Sie nickte und legte auf. »Es tut mir leid, ihr beiden, aber ich muß mich mal eben um eine Zimmerbelegung kümmern.«

    *

    Rita Millner stieg aus dem Wagen, sah sich um und zog die Augenbrauen hoch.

    »Das kann ja heiter werden«, murmelte sie vor sich hin, »was hat mich nur dazu getrieben, mich hierher ans Ende der Welt zu melden?«

    Dann nahm sie eine Stofftasche vom Beifahrersitz, zog eine Faserpelzjacke, die schon bessere Tage gesehen hatte, an und ging schließlich in Richtung des Schulgebäudes.

    Rita Millner war vierundzwanzig Jahre alt, examinierte Informatikerin, hatte sich für den Schuldienst beworben und war, zum großen eigenen Erstaunen, angenommen worden.

    Rita war groß und schlank, hatte lange Zeit lange dunkle Haare gehabt, die sie sich jedoch inzwischen hatte hell strähnen lassen, was ihr gut stand und eine ausgesprochen flotte Note verlieh.

    Rita hatte lebhafte dunkle Augen, wie ihr ganzes Wesen ebenfalls lebhaft war. Sie brauchte ständig Aktion und wenn sie sich wohl fühlte, dann vermittelte sie ihrer unmittelbaren Umgebung stets sehr viel Lebensfreude.

    Vor einer Woche hatte Rita erfahren, daß sie für den Schuldienst angenommen war und eine Stelle im Allgäu antreten sollte.

    »Im Allgäu?« hatte sie gefragt, »wo ist das denn?«

    »Ja weißt

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