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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 37: Erde

Die Chroniken der Seelenwächter - Band 37: Erde

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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 37: Erde

Bewertungen:
4/5 (1 Bewertung)
Länge:
214 Seiten
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Apr. 2020
ISBN:
9783958343894
Format:
Buch

Beschreibung

"Heute vor drei Wochen haben wir Jaydee verloren", sagte ich und blickte hinaus aufs Tal.
"Wir haben ihn nicht verloren", antwortete Akil, der neben mir saß und mir mit seiner angenehmen Wärme Halt und Trost spendete. "Das klingt, als wäre er tot."
"An den meisten Tagen fühlt es sich genauso an."
"Ach, Hase." Sein Arm legte sich um meine Schulter und drückte mich sachte an sich. Ich lehnte mich gegen Akil, atmete tief den Duft nach Erde und frischem Gras ein, schloss die Augen und bemühte mich, nicht loszuheulen. Diese wenigen kostbaren Momente waren die einzigen, um durchzuatmen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung.
Mit Akil an meiner Seite konnte ich mir vorgaukeln, als wäre unser Leben nicht in Chaos ertrunken, als wären wir nicht in der Mitte entzweit worden.
Als hätten sich nicht Seelenwächter gegen Seelenwächter gestellt.

Dies ist der 37. Roman aus der Reihe "Die Chroniken der Seelenwächter".

Empfohlene Lesereihenfolge:

Bände 1-12 (Staffel 1)
Die Archive der Seelenwächter 1 (Spin-Off)
Bände 13-24 (Staffel 2)
Die Archive der Seelenwächter 2 (Spin-Off)
Band 25-36 (Staffel 3)
37-40 (Finale)
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Apr. 2020
ISBN:
9783958343894
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Die Chroniken der Seelenwächter - Band 37 - Nicole Böhm

Table of Contents

Erde

Intro

Was bisher geschah

1. Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

4. Kapitel

5. Kapitel

6. Kapitel

7. Kapitel

8. Kapitel

9. Kapitel

10. Kapitel

11. Kapitel

12. Kapitel

13. Kapitel

14. Kapitel

15. Kapitel

16. Kapitel

17. Kapitel

18. Kapitel

19. Kapitel

20. Kapitel

21. Kapitel

22. Kapitel

Vorschau

Impressum

Die Chroniken der Seelenwächter

Band 37

»Erde«

von Nicole Böhm

Die Erde beherrscht das Wasser …

Was bisher geschah

Anna war gefangen in einem Strudel aus Zeit. Sie driftete nach vorne, nach hinten, nach links, nach rechts. Sie fiel und sie stieg auf, sie schrie und sie schwieg. Sie war das Helle und das Dunkle. Sie war alles und nichts. Umfasste in einer Sekunde die gesamte Welt, wenn nicht sogar den Kosmos. In der nächsten schrumpfte sie auf die Größe eines Moleküls.

Die Harfe hatte diesen Zustand ausgelöst. Anna hatte sie vor Kurzem gehört, doch nun war sie verklungen. Ihre Töne hatten durch die Unendlichkeit allen Seins gehallt und Anna fast in der Mitte zerrissen. Jetzt konnte sie sich nur noch treiben lassen und hoffen, dass sie wieder zu sich fand; aber die Energie, die sie gefangen hielt, war stärker als alles, was Anna je in ihrem Leben gespürt hatte. Ein bisschen fühlte sie sich wie bei der Wandlung zur Seelenwächterin, nur tausendmal intensiver.

Anna hatte mittlerweile jegliches Zeitgefühl verloren, sie könnte erst zwei Minuten in diesem Strudel stecken oder schon zwei Jahre. Wie Jonathan war sie gefangen zwischen den Welten. Ein Wanderer für alle Zeiten. Anna wusste nicht, ob sie überhaupt noch aus Materie bestand, ob es ihren Körper noch gab und ob sie je wieder in ihre Hülle zurückfinden würde.

Alles war so verworren.

Einzig die Erinnerung an Will schwang in ihrem Herzen nach. Die unerschütterliche Liebe, die sie beide teilten, die Verbindung ihrer Seelen. Er war eben noch bei ihr gewesen, doch nun spürte sie nichts mehr von ihm. Immer wieder wallte die Sorge in ihr hoch, der Gedanke, dass er irgendwo verloren gegangen war. Anna wünschte sich nichts sehnlicher, als ihn wiederzufinden, ihn in die Arme zu schließen und nie mehr loszulassen.

Sie brauchte ihn.

Sie brauchte Halt.

Sie brauchte ihre Familie.

Wo seid ihr?

Hört mich jemand?

Bitte helft mir!

Wills Gesicht erschien in ihren Gedanken, aber es driftete sofort wieder davon, als wäre es nur eine alte Erinnerung. Anna streckte ihre Arme aus, dachte an die Menschen, die sie über alles liebte und zu denen sie eine enge Bindung hatte. Jaydee. Akil. Jess.

Sie waren da draußen irgendwo.

Sie mussten sie doch hören!

Aber da war nichts.

Anna war verloren. Die Welt bestand nur noch aus Lichtern und Farben und verworrenen Eindrücken.

Fast.

Auf einmal sah sie etwas am Rande ihrer Wahrnehmung. Ein Schimmern. Ein Funkeln. Einen Hinweis. Er war kaum zu erkennen, drohte ihr zu entgleiten, wenn sie nicht sofort darauf reagierte. Anna lenkte all ihre Konzentration auf diese Stelle. Es sah aus wie eine Insel. Ein einzelner Fixpunkt in diesem Lichter- und Energiechaos. Ein Ort, an dem nichts eine Rolle spielte und jeder gleich war. Anna sah Zelte und ein Lagerfeuer, einen Mann, der sich mit einer Frau unterhielt.

Einer Seelenwächterin.

Das Element Luft.

Annas Element.

Fast schon panisch dehnte Anna ihre Sinne aus, streckte ihre Finger, denn sie wusste, dass dies die einzige Möglichkeit war, irgendwo Halt zu finden. Wenn Anna es schaffte, diese Seelenwächterin zu erreichen, käme sie möglicherweise zurück …

Jaydee

Das Leben ist im Grunde einfach. Ein menschlicher Körper braucht nicht viel.

Sauerstoff. Wasser. Essen. Schlaf. Fertig.

Er kann mit einem Minimum an Bewegung existieren, er schraubt den eigenen Bedarf so weit herunter, dass alles funktioniert.

Genau das tue ich auch. Funktionieren.

Ich atme. Ich schlafe. Ich stehe auf und fange von vorne an. Jedes Mal, wenn ich aufwache, schrumpfen meine Bedürfnisse. Ich empfinde alles und nichts. Ich will ruhen und gleichzeitig kämpfen. Mein Körper transformiert sich, genau wie mein Geist. Nichts ist mehr so, wie es einst war. Ich bin getrennt von denen, die ich liebe. Verloren in dieser Welt aus Chaos, in der nichts mehr Sinn ergibt. Ich sehe mich um und entdecke Schmerz und Wut und Hass.

Überall.

Ich bin ein Wanderer.

Ich bin ein Liebender.

Ich bin ein Suchender.

Ich bin ein Entdecker.

Ich bin das Leben und ich bin der Tod.

Das ist alles, was diese Welt noch ausmacht.

Leben und Tod.

Ein Kreislauf.

Mein Kreislauf.

Jessamine

»Heute vor genau drei Wochen haben wir Jaydee verloren«, sagte ich und blickte hinaus aufs Tal.

»Wir haben ihn nicht verloren«, antwortete Akil, der neben mir saß und mir mit seiner angenehmen Wärme Halt gab und Trost spendete. »Das klingt, als wäre er tot.«

»An den meisten Tagen fühlt es sich genauso an.«

»Ach, Hase.«

Sein Arm legte sich um meine Schulter und drückte mich sachte an sich. Ich lehnte mich gegen Akil, atmete tief den Duft nach Erde und frischem Gras ein, schloss die Augen und bemühte mich, nicht loszuheulen. Diese wenigen kostbaren Momente waren die einzigen, um durchzuatmen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Mit Akil an meiner Seite konnte ich mir vorgaukeln, als wäre unser Leben nicht in Chaos ertrunken, als wären wir nicht in der Mitte entzweit worden; als hätten sich nicht Seelenwächter gegen Seelenwächter gestellt.

»Ich habe gestern übrigens eine Nachricht von Diandra bekommen«, sagte Akil.

»Und? Traust du ihr?«

»Na ja, sie hat es geschafft, Kjell zu befreien. Jesper und Storm sind auf beide losgegangen und haben sie weit vom Anwesen weggetrieben. Sie konnten nur mit Mühe entkommen. Ikarius und ich wollen sie nachher treffen. Ich denke, sie stehen auf unserer Seite, immerhin wurde Kjell von Marysol eingesperrt.«

»Oder es war genau ihre Absicht. Damit du denkst, er wäre gegen sie.«

»Auch das ist möglich.« Er rieb sich übers Gesicht und strich über den Bart, der etwas länger geworden war. Akil sah müde aus, wie wir alle. Die letzten Wochen waren die reine Hölle gewesen. Wir hatten uns die Wunden geleckt, uns versteckt gehalten, keinen Mucks von uns gegeben und zusehen müssen, wie die Seelenwächterwelt sich spaltete. Viele waren verwirrt, weil der Ratstempel in Trümmern lag. Sie sandten Nachrichten an Akil, vermutlich auch an Marysol, weil sie Hilfe suchten, aber Akil konnte ihnen keine geben. Nicht einfach so zumindest, denn wir hatten keine Ahnung, wer auf wessen Seite stand. Der Einzige, der es überprüfen konnte, war Ikarius, der sich zum Glück erholt hatte. Nachdem er aus dem Tempel hatte fliehen können, hatte er fünf Tage durchgeschlafen. Danach war er für weitere drei Tage hoch in die Berge gegangen, um engeren Kontakt zu seinem Element zu bekommen. Nach seiner Rückkehr hatte er als Erstes Christin und Haley auf den Zahn gefühlt, indem er tief in ihre Gedanken eingedrungen war. Sie waren beide in Ordnung und konnten genauso wenig fassen, was Marysol getan hatte, wie wir.

»Wo trefft ihr euch mit Diandra?«, fragte ich.

»Wir würden es gerne an deinem alten Haus am See machen, wenn das für dich okay ist. Der Platz ist gut zu überschauen und schwerer angreifbar, sollte uns jemand aus dem Hinterhalt auflauern.«

»Natürlich, nehmt euch, was ihr braucht.« Es war mir egal geworden, seit ich all meine Liebe für mein ehemaliges Zuhause aufgegeben hatte.

»Danke. Wir brauchen mehr Leute bei uns, aber es ist unheimlich schwer. Die meisten halten die Füße still, weil sie nicht verstehen, was passiert ist. Andere haben sich öffentlich zu Lilija bekannt. Auf den Philippinen hat Sondra ihre gesamte Familie eingesperrt und das Anwesen niedergebrannt, ehe sie zu Lilija geflohen ist.«

»Mein Gott.« Ich schauderte. »Wie hat sie denn die Moralsperre überwunden?«

»Vermutlich gar nicht. Sie hat ja niemanden angegriffen, lediglich das Gebäude zerstört, in dem sich ihre Familie aufgehalten hat, und das ist auch mit Moralsperre möglich. Abgesehen davon vermute ich, dass Lilija Wege hat, die Sperre zu umgehen. Sie hat damals schon mit ihren Leuten nur Schrecken verbreitet.«

»Wie soll das alles nur weitergehen, Akil?«

»Ich habe keine Ahnung. Wenn Kjell auf unserer Seite stünde, könnten wir möglicherweise andere Seelenwächter überzeugen, uns zu helfen, doch es bleibt hart. Wer will sich schon gegen Lilija oder Jason stellen?! Zwei der mächtigsten Wächter dieser Welt.«

»Und wenn wir irgendwie Ilai zurückholen?«

»Wie denn?«

»Ich weiß nicht. Mit Magie? Mir Improvisation? Ach, ich habe keine Ahnung.« Aber es war ein schöner Gedanke. »Ich wünschte, Will und Anna wären hier.«

»Ich auch, Kleine. Ich auch.« Akil drückte mich fester an sich. Mein Körper bebte an seiner Seite, seine Wärme sickerte bis hinunter in meine Zehenspitzen. Ich schmiegte mich an ihn, dankbar, wenigstens das noch zu haben.

Auf einmal hörte ich Schritte, die sich uns näherten, und blickte auf. Emma kam, mit einem Buch in der Hand, zu uns gelaufen. Ihr Atem tanzte durch die Kälte vor ihrem Gesicht. Es war ein wenig milder geworden, aber das Tauwetter hatte noch nicht richtig eingesetzt. Immerhin schien heute die Sonne und die Vögel zwitscherten friedlich. Wobei mir das Wetter recht unbeständig vorkam. An einem Tag war es warm, am nächsten wieder eisig kalt.

»Hast du was gefunden?«, fragte ich und drückte mich von Akil weg. Emma hockte fast nur über ihren Büchern. Sie hatte sich sogar für ein paar Tage bei ihrer Schwester Karen in die Bibliothek von Riverside verkrochen und war dort versackt, weil sie mehr über die Legenden der Dowanhowee hatte erfahren wollen, um die Schattendämonen besser zu erforschen, die von Kedos einst erschaffen worden waren. Sie alle hatten dieses Mal auf der Brust gehabt, wie Ben es ebenfalls trug.

Auch ihm ging es unverändert. Leider hatten wir nicht viel miteinander sprechen können. Ben hielt sich nach wie vor von Menschen fern, obwohl er seine Gier besser im Griff hatte und täglich mehr von Joanne lernte. Wir machten uns zudem Sorgen um die beiden, denn Jaydee hatte mir mal gesagt, dass Lilija ihn einsetzen wollte, um alle Schattendämonen zu töten.

Das bedeutete allerdings, dass es auch Ben und Joanne erwischen würde. Um sie würde ich keine Träne weinen, aber die Vorstellung, dass Ben jederzeit von uns gerissen werden könnte, machte mich fast wahnsinnig. Akil hatte es den beiden erklärt, als wir ins Dorf gezogen waren. Joanne flippte völlig aus und forderte, dass wir Jaydee sofort einen Kopf kürzer machten, aber als wir ihr eintrichterten, dass dies nicht so einfach geschehen würde – und wir ihn abgesehen davon nicht töten wollten –, verschwand sie einfach für ein paar Tage. Wir dachten erst, sie wäre komplett weg, doch sie kam irgendwann wieder, als wäre nichts geschehen. Sie hatte nie mehr ein Wort darüber verloren.

Ben hingegen hatte es sehr ruhig aufgenommen und es wohl so akzeptiert. Vermutlich kam der alte Geist der Dowanhowee in dem Fall durch und machte es ihm leichter, Dinge zu akzeptieren, die sich erst mal nicht ändern ließen. Oder er hatte zu große Probleme mit der Umstellung. Ab und an gab Akil ihm Seelenenergie, was ihn aber stets schrecklich schlauchte. Da wir nicht auf ein Anwesen konnten, hatte er auch keine Möglichkeit, sich an einem Kraftplatz aufzuladen. Unser Heilsirup wurde ebenfalls knapp. Oft verschwand Ben auf lange Spaziergänge in der Natur, aber das alles war auf Dauer keine Lösung. Ikarius hatte sich ebenfalls schon für Ben angeboten, genau wie Zac, aber wir wussten noch immer nicht genau, was mit Zac geschah. Mittlerweile hatte er diese Rüstung, die sich um ihn legte, wenn er in Gefahr kam, sehr gut im Griff. Er hatte mit Akil und Ikarius geübt und beeindruckende Fähigkeiten an den Tag gelegt. Keiner der beiden hatte ihn verletzen können, wenn die Rüstung aktiv war. Allerdings schaffte Zac es nicht, sie dauerhaft zu halten. Irgendwann fing er an zu zittern und klappte zusammen. Im Moment war er mal wieder auf dem Anwesen in Arizona. Zac liebte es, dort hinzureisen, aber bis auf diese eine Vision von Ikandu, die er schon beim ersten Besuch gehabt hatte, hatte er nichts weiter herausfinden können.

Emma nahm neben uns Platz und schlug das Büchlein auf, das sie mitgebracht hatte. Ein Notizheft, in das sie all ihre Erkenntnisse der letzten Wochen niedergeschrieben hatte. Emmas Gesichtszüge veränderten sich fast wöchentlich. Sie passte sich den ursprünglichen Dowanhowee mehr und mehr an. Ihre einst blonden Haare waren mit unzähligen schwarzen Strähnen durchzogen. Vermutlich würde sie in einigen Monaten komplett dunkel sein. Ein Auge war blau geblieben, das andere braun geworden. Auch ihre Haut war ein paar Nuancen dunkler geworden, ihre Wangenknochen höher. Anankas Werk. Sie hatte Payden, Barry und Valerian eine Injektion gegeben, die ihre DNA veränderte und sie mehr mit den alten Dowanhowee verband. Barry war leider gestorben, Payden mit Kedos verschwunden, Valerian untergetaucht. Kjell hatte ihn kurz nach Kedos‘ Verbannung an einen sicheren Ort gebracht, wo er hoffentlich glücklich werden würde. Oder auch nicht, es war mir im Grunde egal.

»Langsam komme ich an meine Grenzen«, sagte Emma und öffnete ihre Notizen. »Ich bräuchte Zugang zu einer besseren Bibliothek statt der in Riverside.«

»Damit kann ich dir leider nicht dienen zurzeit«, sagte Akil. »Wir können auf kein Anwesen der Seelenwächter. Es ist zu gefährlich.«

»Das verstehe ich«, sagte Emma. »Dann muss ich das mit den Schattendämonen erst mal ruhen lassen.« Sie blätterte ein Stück nach vorne und tippte auf ihre Notizen. »Anders sieht es mit dem Schicksalsberg aus, über den es erstaunlich viele Legenden gibt. Einen genauen Standort habe ich noch nicht, aber ich fand Hinweise auf diese Region in Äthiopien.« Sie drehte ihre Notizen herum und zeigte uns die Karte, die sie gemalt hatte. Eine grobe Darstellung der Gegend, mit Seen und Gebirgen. Emma war keine begnadete Zeichnerin, aber die Karte erfüllte ihren Zweck.

»Kennst du dich da aus?«, fragte sie ihn.

»Es gab mal ein Seelenwächteranwesen in der Nähe dieses Sees«, sagte Akil und tippte auf die Abbildung. »Das wurde aber vor rund dreitausend Jahren zerstört, ansonsten komme ich selten dorthin.«

»Hat da zufällig Luena gelebt?«, fragte Emma.

Luena war eine der ersten Seelenwächterinnen gewesen, die von Jason damals rekrutiert worden waren. Sie hatten wohl lange Zeit irgendwo in Afrika gelebt. Mehr hatten wir nicht über sie herausfinden können, bevor das Chaos ausbrach.

»Das weiß ich leider nicht«, sagte Akil. »Kann aber gut sein.«

»Dann bleibt die große Frage, ob es Sinn macht, dort hinzureiten«, sagte Emma. »Wir wissen, dass Moira im Schicksalsberg haust, und wir vermuten, dass der Ring da ist – der letzte der vier Gegenstände, die Jaydee schaden können.«

»Ich bezweifle sehr, dass sie noch die Macht dazu haben«, sagte ich. »Alles, was mit Lilija verbunden war, ist zerstört worden, als ich das Gefängnis öffnete. Und ich vermute, dass es mit den Gegenständen auch so ist. Im Grunde habe

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