Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman: Ein dreister Überfall
Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman: Ein dreister Überfall
Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman: Ein dreister Überfall
eBook100 Seiten1 Stunde

Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman: Ein dreister Überfall

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben.

Der junge Mann stieß einen Schmerzensschrei aus, als ihn Alina Braunmühls Tasche traf, die sie sich mit Schwung über die Schulter hatte hängen wollen, während sie im Laufschritt über den Gehweg eilte. Die Tasche war leider nicht auf ihrer Schulter, sondern im Gesicht des Mannes gelandet. Sie drehte sich erschrocken zu ihm um und sah, dass er sich eine Hand schützend über das linke Auge hielt. "Meine Güte, ich bitte vielmals um Entschuldigung, ich habe einfach nicht aufgepasst. Habe ich Sie verletzt?" Sie sah, dass sein Auge tränte, als er die Hand sinken ließ, um nach einem Taschentuch zu suchen. Er versuchte trotzdem zu lächeln. "Geht schon", sagte er. "Aber Sie sollten wirklich besser aufpassen, bevor Sie ernsthaft Unheil anrichten." "Ich weiß", sagte sie zerknirscht, "solche Dinge passieren mir leider öfter. Ich bin in Gedanken, und zack, schon habe ich wieder etwas angerichtet. Komischerweise passiert mir das nie, wenn ich arbeite, nur im Privatleben." Sie zögerte kurz. "Zeigen Sie mal Ihr Auge her. Vielleicht müssen Sie zum Arzt." "Arzt bin ich selbst", erwiderte er, "wenn auch kein Augenarzt. Aber keine Sorge, ich kann schon beurteilen, ob ich in Behandlung muss oder nicht.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum4. Feb. 2020
ISBN9783740961305
Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman: Ein dreister Überfall
Vorschau lesen

Mehr von Viola Maybach lesen

Ähnlich wie Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman

Titel in dieser Serie (40)

Mehr anzeigen

Verwandte Kategorien

Rezensionen für Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman - Viola Maybach

    Der neue Dr. Laurin

    – 17 –

    Ein dreister Überfall

    Alina gehen die Augen auf

    Viola Maybach

    Der junge Mann stieß einen Schmerzensschrei aus, als ihn Alina Braunmühls Tasche traf, die sie sich mit Schwung über die Schulter hatte hängen wollen, während sie im Laufschritt über den Gehweg eilte. Die Tasche war leider nicht auf ihrer Schulter, sondern im Gesicht des Mannes gelandet.

    Sie drehte sich erschrocken zu ihm um und sah, dass er sich eine Hand schützend über das linke Auge hielt. »Meine Güte, ich bitte vielmals um Entschuldigung, ich habe einfach nicht aufgepasst. Habe ich Sie verletzt?«

    Sie sah, dass sein Auge tränte, als er die Hand sinken ließ, um nach einem Taschentuch zu suchen. Er versuchte trotzdem zu lächeln. »Geht schon«, sagte er. »Aber Sie sollten wirklich besser aufpassen, bevor Sie ernsthaft Unheil anrichten.«

    »Ich weiß«, sagte sie zerknirscht, »solche Dinge passieren mir leider öfter. Ich bin in Gedanken, und zack, schon habe ich wieder etwas angerichtet. Komischerweise passiert mir das nie, wenn ich arbeite, nur im Privatleben.« Sie zögerte kurz. »Zeigen Sie mal Ihr Auge her. Vielleicht müssen Sie zum Arzt.«

    »Arzt bin ich selbst«, erwiderte er, »wenn auch kein Augenarzt. Aber keine Sorge, ich kann schon beurteilen, ob ich in Behandlung muss oder nicht. Ich würde sagen, das ist gerade noch einmal gut gegangen.«

    »Ich schwöre Ihnen, in Zukunft passe ich besser auf!«

    »Das sollten Sie unbedingt. Aber natürlich schulden Sie mir etwas. Sagen wir: einen Kaffee?«

    »Mindestens«, erwiderte sie. »Jetzt gleich? Ich hätte Zeit, ich bin nämlich auf dem Heimweg.«

    »Deshalb hatten Sie es so eilig?«

    »Ehrlich gesagt, ja. Etwas essen, die Füße hochlegen, es mir gemütlich machen. Aber das kann ich auch nach unserem Kaffee machen. Kommen Sie, ich kenne ein schönes Café, ganz hier in der Nähe. Da können Sie sich erholen. Meine Güte, ich darf gar daran denken, dass ich Ihnen beinahe ein Auge ausgeschlagen hätte.«

    »Das ist übertrieben, würde ich sagen.«

    Gleich darauf saßen sie in dem Café, sie spendierte ihm auch noch ein Stück Kuchen, sie fand, das war sie ihm schuldig. Er erhob keine Einwände.

    »Ich bin Sven Bremer«, sagte er, als die Bedienung mit ihrer Bestellung zum Tresen zurückkehrte.

    »Dr. Bremer«, erwiderte sie mit einem Lächeln. »Alina Braunmühl. Was für ein Arzt sind Sie?«

    »Neurologe«, antwortete er.

    »Wow! Einen Neurologen habe ich noch nie umgerannt.«

    »Wie sagt man immer? Einmal ist immer das erste Mal. Erzählen Sie mir von sich. Was machen Sie beruflich?«

    »Ich bin Floristin.« Sie grinste ihn an. »Gärtnerin aus Leidenschaft. Es ist mein absoluter Traumberuf, aber er hat leider auch seine Schattenseiten. Noch haben wir Hilfe für den Großmarkt, meine Chefin und ich, aber wenn man das selbst macht, muss man sehr früh aufstehen. Außerdem müssen die Blumen ja kühl gehalten werden, also hält man sich ständig in kalten, feuchten Räumen auf, das ist leider nicht gesund.«

    »Und was tun Sie, um nicht ständig krank zu sein?«

    »Ich ziehe mich warm an, ich bleibe in Bewegung, ich treibe Sport, ich freue mich, wenn meine Kundinnen und Kunden glücklich sind. Freude ist ziemlich wichtig für die Gesundheit, aber das wissen Sie als Arzt ja besser als ich.«

    Er lächelte, erwiderte aber nichts, sondern rührte nachdenklich in seinem Kaffee. Er sah sympathisch aus mit seinen braunen Haaren und den braunen Augen, und sie fand, dass er sehr nett reagiert hatte auf ihre Unachtsamkeit. Es gab andere, die hätten sie ungespitzt in den Boden gerammt. Aber natürlich hatte sie auch seine bewundernden Blicke gesehen. Dass sie nicht gerade hässlich war, hatte ihr vermutlich auch geholfen, ihn milde zu stimmen. Sie hatte sich schon oft gewundert, wie viel Wert andere Menschen auf Äußerlichkeiten legten und wie sehr ihre Reaktionen davon bestimmt wurden.

    »Vielleicht war es Schicksal, dass Sie mich umgerannt haben«, sagte er in diesem Augenblick. »Wir wären uns ja sonst nicht begegnet. Ich möchte nicht aufdringlich sein, aber ich fände es sehr schön, wenn ich Sie auch einmal zu einem Kaffee einladen dürfte.«

    Alina hatte die Ablehnung schon auf der Zunge, aber dann fragte sie sich, was gegen ein weiteres Treffen sprach. Er hatte sie nicht beschimpft wegen ihrer Unachtsamkeit, sondern verständnisvoll reagiert, wirkte sympathisch und hatte einen interessanten und respektablen Beruf. Sie war zwar nicht auf der Suche nach einem Mann, aber deshalb konnte sie ja trotzdem mit einem netten und freundlichen Unbekannten einen Kaffee trinken, daraus erwuchs schließlich keinerlei Verpflichtung.

    »Warum nicht?«, fragte sie also. »Wieder hier?«

    »Ich kann Sie doch von der Arbeit abholen«, schlug er vor.

    Das würde Fritz mitbekommen und garantiert auch dieses Mal wieder ein Haar in der Suppe finden. Leider hatte er bislang meistens Recht behalten. Aber dann dachte sie trotzig: Und wenn schon!

    »Gern«, sagte sie.

    Als sie sich kurz darauf voneinander verabschiedeten, waren sie für den kommenden Donnerstag verabredet.

    *

    Drei Wochen später verzog Fritz Höcker in seinem Kiosk das Gesicht, als er Sven Bremer vor dem Blumenladen auftauchen sah. Dr. Sven Bremer, Alinas neuen Verehrer. Er konnte den Kerl nicht leiden, von Anfang an war das so gewesen.

    »Was ist los?«, fragte sein Freund Bastian Kraus, der mit dem Rücken zum Blumenladen stand und Sven Bremer daher noch nicht gesehen hatte.

    »Alinas neuer Verehrer ist wieder da. Jetzt ist sie ihren blöden Freund endlich los, da steht schon der nächste vor der Tür, und wenn du mich fragst: Der ist auch nicht besser als der vorige. Ich weiß nicht, wie sie es schafft, immer solche Typen aufzugabeln.«

    Bastian drehte sich gemächlich um. Der junge Arzt blickte in die andere Richtung, so war es meistens. Er wusste, dass Fritz und Alina gute Freunde waren, aber er war noch nie von sich aus zum Kiosk gekommen, um ein paar Worte mit Fritz zu wechseln. Er tat immer so, als sähe er ihn nicht. Alina hatte ihn bislang erst ein einziges Mal mitgeschleppt, um ihren besten Freund und ihren neuen Verehrer miteinander bekannt zu machen. Dabei war es geblieben.

    »Du kannst ihn nicht leiden, weil du in Alina verknallt bist«, stellte Bastian gemütlich fest. »Du würdest jeden Freund von ihr schlecht machen.« Bastian arbeitete als Schreiner in der Werkstatt seiner Eltern, die er eines Tages übernehmen würde. Er war ein guter Kunde von Fritz und irgendwann ein ebenso guter Freund geworden.

    »Das ist nicht wahr!«, widersprach Fritz heftig, obwohl er wusste, dass Bastian Recht hatte. Ja, er war in Alina verliebt und als sie sich von ihrem letzten Freund getrennt hatte, der ein richtiges Weichei gewesen war und sich von seiner Mutter noch die Wäsche hatte waschen lassen – mit zweiunddreißig! – hatte er gehofft, Alina werde endlich erkennen, dass er der einzig Richtige für sie war. Einige Male waren sie damals abends gemeinsam um die Häuser gezogen, aber dann war Dr. Sven Bremer aufgetaucht. Er wäre dem Mann am liebsten an die Gurgel gegangen.

    »Natürlich ist es wahr«, sagte Bastian. »Anderen kannst du erzählen, was du willst, aber mir musst du nichts vormachen.«

    »Auch wenn ich in sie verliebt bin, kann ich andere Menschen trotzdem noch beurteilen, und ich

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1