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Eiland im Zwielicht: Wie der Phönix aus der Asche

Eiland im Zwielicht: Wie der Phönix aus der Asche

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Eiland im Zwielicht: Wie der Phönix aus der Asche

Länge:
222 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
28. Sept. 2015
ISBN:
9783730982372
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Abenteuerroman voller fesselnder Spannung, großer Leidenschaft und prickelnder Erotik.
Er schildert, wie ein Mann in einem fremden Land voller Geheimnisse, leidenschaftlicher Gefühle und einem Strudel von Ereignissen unter zu gehen droht.
Verstrickt in kriminelle Ereignisse auf einer griechischen Insel, stellt er fest, dass der einzige Mensch, der ihm bisher etwas bedeutet hat, gar nicht wirklich real ist, sondern sich allmählich in schillernden Facetten auflöst.
Plötzlich wird er mit der Tatsache konfrontiert das Jahrhunderte alte, antike Funde in dunklen Kanälen verschwinden und begegnet dem Tod.
Er lernt die Abgründe der Menschen kennen und findet doch schließlich seine Lichtgestalt.
Hin und her gerissen zwischen geradlinigen, vorgezeichneten Grundsätzen und der Süße bisher nicht gekannter Lust und tiefer Gefühle, gelingt es ihm schließlich sein Leben neu zu gestalten und in den Griff zu bekommen.
Herausgeber:
Freigegeben:
28. Sept. 2015
ISBN:
9783730982372
Format:
Buch

Über den Autor


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Eiland im Zwielicht - Joana Angelides

München

VORWORT

Das Leben hat immer wieder Überraschungen für uns und es kommt vor, dass wir uns in manchen Momenten göttlich fühlen.

Wie fühlte sich Zeus in den verschiedensten Gestalten in den Momenten der Vereinigung mit den jeweils gewählten Geliebten?

Fühlte er sich überlegen, als Sieger über die Unzulänglichkeit des allzu menschlichen Körpers, den Götter in dieser Situation vielleicht auch haben?

Können wir uns in Momenten der Lust schwerelos in die Luft erheben, einem Adler gleich. Können wir die Welt von oben sehen, uns eben „göttlich" fühlen?

Diese Fragen stellen sich nie, da wir uns in solchen Momenten ja genauso fühlen.

Wie war das Gefühl, als Zeus sich mit Danae in Form eines Regens aus Goldmünzen vereinigte? Was fühlte Danae dabei? Gold ist auch heute noch hoch erotisch.

Können wir Frauen uns einem Stier unterwerfen und seine Kraft und seinen Trieb genießen?

Oder uns vorstellen, von einem Schwan geliebt zu werden, wie eben Leda?

Unglaublich animalische Vorstellungen.

Um Alkmene recht lange besitzen zu können, verlängerte Zeus einfach die Nacht um das Dreifache und erschien ihr obendrein in der Gestalt ihres Gatten Amphytrion.

Es mögen Sagen und Mythen sein, sie spiegeln aber die Macht der Leidenschaft und der Liebe wider, die alles andere verdrängt.

Es gibt eben Stimmungen und Stunden, in denen wir uns einfach fallen lassen, bereit sind uns von dem Menschen, der uns gerade im Arm hält, hoch hinauf tragen zu lassen. Jeder von uns hat, vielleicht hinter einem undurchsichtigen Vorhang verborgen, seine eigene Fantasie-Welt. Mancher getraut sich aber oft nicht, auch nur einen Zipfel zu heben.

Er weiß nicht, was ihm im Leben da vorenthalten bleibt.

Der Zwiespalt.

Die Luft flimmerte außerhalb des Schattens, den die Rückseite des Hauses wohltuend über den gedeckten Mittagstisch warf.

Man hörte das leise Summen der Bienen und das behagliche Schnurren von Einstein, dem Kater.

Athina hatte ein zufriedenes Lächeln auf ihrem Gesicht. Der Sonntag war der einzige Tag der Woche, wo sie und Paul das Mittagessen gemeinsam einnehmen konnten.

Sie öffnete ihre Haarspange, fasste die langen schwarzen Haare zusammen und hielt sie dann im Nacken neuerlich zu einem Pferdeschwanz zusammen. Diese Art ihre Harre zu tragen gab ihr ein jungmädchenhaftes Aussehen.

Sie war meist ungeschminkt und ihre straffe, leicht gebräunte Haut hatte einen sanften Glanz. Fremde gaben ihr höchstens fünfundzwanzig Jahre und reihten sie in die Gruppe Studentin ein. Dabei hatte sie bereits ihren fünfunddreißigsten Geburtstag gefeiert.

Ihr Mann Paul war sehr stolz auf seine attraktive Frau, er vergötterte sie.

Sie haben sich anlässlich eines Urlaubes in einem kleinen, verträumten Ort in der Nähe von Thessaloniki kennen und lieben gelernt.

Anfangs war es eine Liebe auf Distanz. Sie telefonierten zu dieser Zeit sehr oft

miteinander, aber da immer sehr lange. Einmal im Monat flog entweder Paul nach Thessaloniki oder Athina kam nach Wien. Ihr gefiel Wien immer besser, sie begann sich an die Stadt zu gewöhnen und als ihr Paul einen Heiratsantrag machte, nahm sie an. Unterhielten sie sich anfangs in Englisch, so lernte sie die deutsche Sprache sehr rasch. Ihre Aussprache und die kleinen Fehler die sie noch immer beim Sprechen machte, verlieh ihr eine besondere Note, die er an ihr besonders mochte. Sie lebte sich rasch ein und hatte sich bereits nach kurzer Zeit einen netten Freundeskreis geschaffen.

Aber sie wollte von Anfang an auf keinen Fall ihre Arbeit aufgeben. Sie arbeitete als Wohnungs- und Grundstückmaklerin in der Firma einer befreundeten Geschäftsfrau in Thessaloniki. Paul und sie beschlossen, dass sie vorläufig diese Arbeit nicht aufgeben wird, sondern immer wieder nach Thessaloniki fliegen kann, um ihre Tätigkeit fortzuführen So flog sie nun mindestens einmal Mal im Monat nach Griechenland und betreute ihre Kunden vor Ort. Sie verdiente sehr gut dabei, denn sie war eine gute Maklerin und hatte sich im Laufe der letzten Jahre einen sehr großen, sehr begüterten Kundenkreis, sogar in Athen, aufgebaut.

Das war aber auch der einzige Wermutstropfen in ihrer Beziehung, denn sie war dadurch eben immer wieder für ein oder zwei Wochen abwesend. Da sie sehr erfolgreich war, konnten sie aber in sehr kurzer Zeit die Hypothek für das Grundstück und das Haus ausbezahlen. Es wäre mit Pauls Gehalt als Bankangestellter alleine wohl kaum so rasch möglich gewesen. Die Filiale in dem verträumten Vorort von Wien war klein, mit nur insgesamt drei Angestellten und mit ihm als Filialleiter besetzt. Sie versprach jedoch, ihre Tätigkeit irgendwann einmal einzustellen.

Allerdings liebte sie die Unabhängigkeit, die ihr diese Tätigkeit verschaffte. Sicherlich dämmte es auch ihr Heimweh, das sie hin und wieder überfiel. Doch war ihr neues Zuhause in Wien und bei Paul, die Heimat blieb ihr Geburtsland.

Paul war Frühaufsteher und radelte regelmäßig früh morgens ins Zentrum des Vorortes und brachte frisches Gebäck, Milch und die Zeitung mit, so auch heute. Sie werkte inzwischen in der Küche und machte Kaffee

Sie lachten und scherzten während des Frühstücks, das sie meist in der gemütlichen Wohnküche einnahmen.

Nach dem Frühstück brauchte Paul immer etwas Muße um die Zeitung zu lesen, bevor er ins Büro ging. Anschließend konnte sie dann über den restlichen Tag nach ihren Bedürfnissen verfügen.

Heute war jedoch Sonntag und sie widmete sich der Zubereitung des Mittagessens und freute sich schon auf den gemeinsamen Tag.

Eine richtige Vorstadt-Idylle

Sie genoss diese Idylle, dieses wunderbare Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Ihr gemütliches kleines Haus war für sie wie eine Burg mit unsichtbaren Mauern, die sie von den Problemen des Lebens draußen abschirmte und ihre heile Welt beherbergte.

Zu diesem Wohlgefühl gehörten auch die Nächte mit Paul. Er war ein sehr zärtlicher Liebhaber, rücksichtsvoll und aufmerksam. Sie lächelte. Vielleicht sollte er etwas weniger rücksichtsvoll sein, ein bisschen mehr machohaft. Sie blickte nachdenklich vor sich hin. Aber nein, es war schon in Ordnung so, man konnte immer wissen, was im nächsten Moment passierte. Es gab eben keine Überraschungen, was auch so seine Vorteile hatte.

Elisa, die Chefin des Maklerbüros in Thessaloniki fand Paul fade und uncharmant. Denn sie liebte den etwas aktiveren Typ. Jene Männer, die immer für etwas Unvorhergesehenes gut waren. Die sie zu einer Ballonfahrt mitnahmen oder mit ihr nach Paris flogen, nur um auf der Champs-Élysée mit ihr einen Kaffee zu trinken.

Das war jedoch eine Welt, die Paul wieder total fremd war. Nicht nur begründet durch seine finanziell eingeschränkten Möglichkeiten, auch war er eher der nüchterne praktischere Typ und konnte solchen spontanen, extrovertierten Handlungen nicht unbedingt etwas abgewinnen. Das war auch einer der Gründe, warum Elisa die Wahl ihrer Freundin so gar nicht gut hieß, oder gar verstand.

Der Liegestuhl stand unter dem Schatten spendenden Kirschbaum. Sie lauschte mit geschlossenen Augen dem Summen der Bienen und kraulte dabei den Rücken von Einstein, der schnurrend auf ihrem Schoß lag. Das Mittagessen schmorte in der Küche vor sich hin und sie gab sich ihren Gedanken hin.

Sie verfiel in einen leichten Schlaf, aus dem sie das Läuten des Telefons riss.

„Hallo Athina, hier ist Elisa! Vergiss´ nicht, Du hast Dienstag sehr früh morgens einen Termin für eine Hausbesichtigung oben in Panorama. Den Akt hast Du bereits mitgenommen. Diesen Termin darfst Du auf keinen Fall verpassen!"

„Oh, hallo Elisa! Ich habe diesen Termin notiert und werde ihn sicher nicht vergessen! Ich fliege morgen Mittag nach Saloniki und bin um zwei Uhr Ortszeit dort, dann brauche ich noch eine Stunde und bin dann im Büro."

„In Ordnung, bedenke aber, dass um die Mittagszeit sehr viel Verkehr sein wird und die Vassilissis Olgas und auch die Tsimiski sind da immer verstopft!"

Sie beendete das Gespräch und schüttelte den Kopf. Elisa war immer sehr vorsichtig und auf absolute Pünktlichkeit bedacht. Das war eigentlich für eine Griechin eher ungewöhnlich. Sie musste aber doch wissen, dass auch Athina immer alle Termine sehr ernst nahm.

„Du schaust verärgert aus, ist was passiert, wer war denn dran?"

Die vertraute Stimme Pauls klang an ihr Ohr. Er war offensichtlich von seiner kleinen Radtour zurückgekommen.

„Ach, es ist Nichts. Es war nur Elisa aus Saloniki und sie erinnerte mich an einen Termin am Dienstag früh. Völlig überflüssiger Weise, ich vergesse nie was!"

„Ach, Liebling, lass Dich nicht ärgern. Da wirst Du wohl wieder länger in Saloniki bleiben?" Er konnte Elisa nicht leiden. Sie war immer so bestimmend, offenbar eine sehr dominante Persönlichkeit. Wenn er zufälliger Weise einmal am Telefon war, klang sie sehr kühl und abweisend. Kaum, dass sie ein paar Worte mit ihm wechselte. Wenn Athina gerade nicht da war, ließ sie ihr immer etwas ausrichten und legte dann meist grußlos auf. Offenbar brachte sie auch ihm keine große Sympathie entgegen.

„Ja, ich komme dann erst wieder nächste Woche zurück, habe einige Termine und weiß noch nicht, wie sich das entwickeln wird. Ich muss auch nach Athen und vielleicht auch auf Ägina. Du weißt schon, die Insel, vorgelagert Athen, bzw. Piräus."

„Ahja, Ägina! Erinnerst Du Dich? Da haben wir einige wunderbare Tage verbracht. Das kleine Hotel in Agia Marina werde ich nie vergessen!"

Er küsste sie auf ihre Stirn und löste gleichzeitig die Spange, die ihre Haare zusammenhielten.

„Oh, was machst Du da, ich muss das Mittagessen fertig machen!", sie befreite sich lachend aus seiner Umarmung und versuchte, ihre schwarze Haarpracht wieder zu bändigen.

Paul war kein Mann vieler Worte, aber er war unglaublich zärtlich und romantisch, wenn es die Situation ergab. Sie liebte seine breite Schultern, seine blauen Augen

und das leicht gewellte dunkelblonde Haar, das ihm bis in den Nacken fiel.

„Spielverderberin! Die Abende ohne Dich werden sicher wieder leer und einsam sein. Aber ich wünsche Dir viel Erfolg. Du wirst das schon machen! Er küsste sie auf die rechte Wange und fügte seufzend hinzu „wie immer!

Er zögerte ein wenig, bevor er weiter sprach.

„Wirst Du Danae wieder treffen?"

Danae war Athinas Schwester und offenbar ein Sorgenkind der Familie. Er hatte sie noch nicht kennen gelernt, kannte sie nur aus Erzählungen.

„Ja, ich denke schon!", Athina wischte sich eine imaginäre Strähne aus dem Gesicht. Wie immer war es ihr peinlich, wenn das Gespräch auf ihre Schwester kam. Diese lebte auf einer der kleineren griechischen Inseln und kam nur hin und wieder nach Saloniki, gerade nur, um Athina zu sehen und reiste dann immer sofort wieder ab.

Es gab da vor Jahren einen sehr dramatischen Unfall, noch bevor Athina Paul kennen lernte und seither lebte sie ihr eigenes Leben, fernab von der Familie.

Athina schloss die Augen und die furchtbaren Geschehnisse von damals gingen ihr wieder durch den Kopf.

Sie hatten ihren gemeinsamen Urlaub damals monatelang vorher geplant und freuten sich riesig darauf. Ägypten und seine Geschichte war auch ihr Traum und schon im Gymnasium nahmen sie sich vor, einmal gemeinsam dahin zu reisen. Seit Danae Archäologie studierte, war sie einige Male auch alleine auf Touren in Ägypten gewesen und hatte sich Ausgrabungsgruppen angeschlossen Die damals geplante Reise war gut vorbereitet, Athina hatte sich vorher sehr gründlich über Wissenswertes informiert um vor der Schwester nicht als ganz dumm dazustehen und so flogen sie mit einer Reisegesellschaft und vielen Reise- und Geschichtsbüchern im Gepäck nach Ägypten.

Sie unternahmen zahlreiche Besichtigungen, fuhren auf vorgeplanten Touren durch die Wüste mit und Athina war sehr beeindruckt.

Dann kam jener Morgen, an dem Danae auf die Idee kam, alleine, ohne die Reisegruppe, eine kleine Exkursion zu den französischen Ausgrabungen, zu unternehmen. Nur sie beide. Anlässlich eines Gespräches mit einem Gast im Hotel hatte sie erfahren, dass es neue Ausgrabungen geben soll, die sie nun unbedingt sehen wollte. Danae wollte in nächster Zeit ihren Abschluss an der Universität machen und da wollte sie noch Einiges an Wissen und Praxis mitnehmen. Sie hatte schon eine Zusage des Staatlichen Museums für einen Arbeitsplatz.

Für diese Exkursion fehlte ihr zwar die nötige Bewilligung der ägyptischen Behörde, doch sie hoffte, als Touristin durchzugehen um nur ein wenig schnuppern zu können. Sie mieteten sich einen Leihwagen, nahmen Proviant, Fahrpläne, die vage Beschreibung des Hotelgastes und ein Telefon mit und fuhren in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages los. Was dann geschah konnte Athina nur mehr nebulos rekonstruieren. Sie lenkte selbst den Jeep und es kam zu einem nie näher geklärten Unfall. Sie glitten mit dem Wagen von der gekennzeichneten Straße ab, überschlugen sich und blieben beide verletzt liegen. Athina war überzeugt, dass es ihre Schuld war. Sie war vorher noch nie mit einem Jeep gefahren. Sie konnte jedoch mittels ihres Mobiltelefons Hilfe herbeiholen, sodass sie rasch gefunden wurden.

Sie selbst hatte einige Prellungen, Schürfwunden und eine Platzwunde am Kopf, doch Danae war schwerer verletzt und musste länger in dem Krankenhaus in Kairo bleiben. Sie erlitt Verletzungen im Gesicht und an den Händen und weigerte sich, das Tageslicht in das Krankenzimmer zu lassen. Athina blieb noch eine Woche vor Ort, musste dann jedoch wieder weg, da Elisa sie drängte, sich um ihre Kunden zu

kümmern. Danae war in dem katholischen Krankenhaus in Kairo, sehr gut aufgehoben, der griechische Botschafter hatte den Sekretär der Botschaft beauftragt, jeden Tag nach ihr zu sehen und Bericht zu erstatten.

Athina fuhr beruhigt weg. Immer wenn sie einige Tage erübrigen konnte, flog sie wieder nach Kairo zurück um die Schwester nicht ganz alleine zu lassen. Sie kam dann immer sehr niedergeschlagen zurück und berichtete Elisa über den viel zu langsamen Verlauf der Heilung.

Als Danae nach Wochen endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, konnte Athina sie nicht selbst abholen. Sie hatten gerade schwierige Verhandlungen wegen der Fertigstellung des Hauses und Paul bestand darauf, dass sie daran teilnahm. Sie rief Elisa von Wien aus mit der Bitte an, dass sie Danae vom Flughafen abholen und sie nach Hause bringen sollte. Doch Danae wollte das nicht. Sie fühlte sich gesund und wieder hergestellt. Sie rief Elisa wieder zurück. Damals begann ihr Rückzug von allen Freunden und der Familie. Sie war nicht mehr so gesellig wie früher und zog sich in sich selbst zurück.

Athina erzählte, dass sie sich von ihrem Erbteil ein kleines Haus auf einer der zahlreichen kleinen Insel in der Ägäis gekauft hatte und keinen weiteren Kontakt zur Familie wollte. Einzig nur Athina gelang es, sie aus ihrer Isolation zu holen.

Wenn sie in die Heimat kam, gelang es ihr, Danae hin und wieder zu überreden, die kleine Insel für einige Tage zu verlassen und nach Saloniki zu kommen, oder Athina besuchte sie dort.

Paul bedauerte es sehr, dass er Danae noch nie getroffen hatte, es wäre sicher interessant, die Beiden Schwestern zu vergleichen.

Athina verscheuchte ihre Gedanken, schenkte Paul ein gequältes Lächeln und ging in die Küche, um nach dem Essen zu sehen.

Der Abend verlief anfangs ruhig, Athina und Paul kuschelten sich vor den Fernsehapparat und ließen das Programm laufen, ohne es jedoch zu beachten. Paul war heute Abend besonders zärtlich. Er begann wie immer bei ihrem Ohrläppchen, ließ dann seine Finger langsam über den Hals in den Abschnitt ihres leichten Hausmantels gleiten und kreiste intensiv um ihre Brustspitzen. Er wartete bis sie begann etwas schneller zu atmen, sich enger an ihn zu schmiegen. Er liebte es, wenn sie begann sich unter seinen Händen zu biegen und zu räkeln. Er wusste, sie würde es nicht lange aushalten, ohne dass sie sich ganz ihm zuwandte und begann seine Pyjamajacke aufzuknöpfen um ihn zu erregen. Solche Abende endeten immer mit fliegendem Wechsel zum Schlafzimmer und in einer liebevollen Umarmung. So auch heute abends.

Eintauchen in ein anderes Leben.

Der nächste Tag begann als bewölkter Montagmorgen, Paul war schon längst gegangen, er wollte immer der Erste in der Bank sein. Sie ließ sich nochmals telefonisch ihren Flug bestätigen und trug ihr Gepäck vor das Haus.

Sie hatte kein großes Gepäck, da sie ja den größten Teil ihrer Garderobe, die sie für ihre Tätigkeit brauchte, in Saloniki hatte. Das Taxi kam pünktlich und fuhr sie zum Flughafen.

Einstein saß auf der Fensterbank der Küche, blickte ihr mit seinen grünen rätselhaften Augen traurig nach und schnurrte.

Als sie am Flughafen Makedonia, der früher Mikra hieß, aus dem Flugzeug stieg, umfing sie die mittägliche Hitze. Sie

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