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Dr. Brinkmeier Classic 14 – Arztroman: Bis zur Hochzeit will ich schweigen

Dr. Brinkmeier Classic 14 – Arztroman: Bis zur Hochzeit will ich schweigen

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Dr. Brinkmeier Classic 14 – Arztroman: Bis zur Hochzeit will ich schweigen

Länge:
101 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 7, 2020
ISBN:
9783740967956
Format:
Buch

Beschreibung

Dr. Max Brinkmeier besitzt außergewöhnliche Fähigkeiten. Dennoch ist er, der lange Jahre erfolgreich in Afrika praktiziert hat und dort so viele Menschenleben retten konnte, einen Augenblick ratlos, als ihn der Hilferuf von daheim erreicht. Sein Vater, der in einem kleinen bayerischen Bergdorf als Landarzt mit ebenso großem Geschick jahrzehntelang tätig gewesen ist, kann die heimatliche Praxis nach einer Herzattacke nicht länger weiterführen.
Max war damals nicht ganz im Frieden von zu Hause geschieden, und jetzt überlagern sich bei ihm verschiedene existentielle Gefühle.
In Afrika hat er eine wirkliche Lebensaufgabe gefunden. In der Heimat wird er dringend benötigt.
Die Ärztin, der seine große Liebe gilt, wirkt mit ihm gemeinsam auf der Missionsstation und ist inzwischen fest verwurzelt auf dem afrikanischen Kontinent.
Dr. Max Brinkmeier muß sich entscheiden – und Sie erwartet die spannendste, gefühlvollste Arztromanserie! Die beliebte Schriftstellerin Sissi Merz erreicht in diesen eindrucksvollen Romanen den Höhepunkt ihres Schaffens.

aEs war noch sehr früh an diesem Maimorgen, die Sonne spitzte eben erst über den Horizont, und über dem Forst lag ein flimmerndes Zwielicht, das die Konturen verwischte. Lina Aumüller hatte ihre Trachtenstrickjacke übergezogen und fror trotzdem in der klammen feuchten Luft. Zwischen den dicken Stämmen der Föhren standen Nebelschwaden wie vereiste Seen. Ganz still war es, nur ab und an zwitscherte schon ein Vogel in den Zweigen. Das hübsche Mädchen hatte es eilig und es kannte sein Ziel so genau, daß es kein einziges Mal zögerte. Lina war in Wildenberg geboren und aufgewachsen, sie kannte den Tann ganz genau und hätte sich hier selbst mit geschlossenen Augen zurecht gefunden. Zu so früher Stunde war sie früher nie unterwegs gewesen. Aber da hatte es ja auch noch kein Geheimnis in ihrem jungen Leben gegeben... Die schöne Hoftochter verhielt kurz den Schritt und lauschte. Alles blieb still, sie schien der einzige Mensch hier zu sein. Ganz allmählich stieg die Sonne über den Horizont, die Nebel lichteten sich. Und das Gesang der Vögel wurde lauter; Bergfink und Amsel konnte Linas geübtes Ohr unterscheiden, Meise und Dompfaff, Buchfink und ein paar Sperlinge, die über eine Lichtung flatterten und dabei Spektakel machten. Das hübsche Madel mit den langen, hellbraunen Haaren und den klaren grau-grünen Augen lächelte ein wenig. Lina liebt die Natur, sie war gerne hier draußen. Und doch gefiel es ihr nicht, so heimlich in den Forst schleichen zu müssen. Ein Geräusch ließ das Mädchen zusammenzucken. Unweit von ihr hatte ein Ast geknackt. Sie wußte, was das zu bedeuten hatte. Und sie sollte sich nicht geirrt haben. Nur ein paar Augenblicke später trat ein hochgewachsener Bursch auf sie zu.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 7, 2020
ISBN:
9783740967956
Format:
Buch

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Dr. Brinkmeier Classic 14 – Arztroman - Sissi Merz

Dr. Brinkmeier Classic

– 14 –

Bis zur Hochzeit will ich schweigen

… doch es könnte schon zu spät sein

Sissi Merz

aEs war noch sehr früh an diesem Maimorgen, die Sonne spitzte eben erst über den Horizont, und über dem Forst lag ein flimmerndes Zwielicht, das die Konturen verwischte. Lina Aumüller hatte ihre Trachtenstrickjacke übergezogen und fror trotzdem in der klammen feuchten Luft. Zwischen den dicken Stämmen der Föhren standen Nebelschwaden wie vereiste Seen. Ganz still war es, nur ab und an zwitscherte schon ein Vogel in den Zweigen. Das hübsche Mädchen hatte es eilig und es kannte sein Ziel so genau, daß es kein einziges Mal zögerte.

Lina war in Wildenberg geboren und aufgewachsen, sie kannte den Tann ganz genau und hätte sich hier selbst mit geschlossenen Augen zurecht gefunden. Zu so früher Stunde war sie früher nie unterwegs gewesen. Aber da hatte es ja auch noch kein Geheimnis in ihrem jungen Leben gegeben...

Die schöne Hoftochter verhielt kurz den Schritt und lauschte. Alles blieb still, sie schien der einzige Mensch hier zu sein. Ganz allmählich stieg die Sonne über den Horizont, die Nebel lichteten sich. Und das Gesang der Vögel wurde lauter; Bergfink und Amsel konnte Linas geübtes Ohr unterscheiden, Meise und Dompfaff, Buchfink und ein paar Sperlinge, die über eine Lichtung flatterten und dabei Spektakel machten. Das hübsche Madel mit den langen, hellbraunen Haaren und den klaren grau-grünen Augen lächelte ein wenig. Lina liebt die Natur, sie war gerne hier draußen. Und doch gefiel es ihr nicht, so heimlich in den Forst schleichen zu müssen.

Ein Geräusch ließ das Mädchen zusammenzucken. Unweit von ihr hatte ein Ast geknackt. Sie wußte, was das zu bedeuten hatte. Und sie sollte sich nicht geirrt haben. Nur ein paar Augenblicke später trat ein hochgewachsener Bursch auf sie zu. Wortlos sank Lina in seine Arme, und ein langes inniges Busserl ließ sie beide alles andere auf der Welt vergessen. Andreas Burger, der junge Förster, der zusammen mit dem erfahrenen Kollegen Markus Bichler das Revier von Wildenberg betreute, hatte die schöne Hoftochter von Herzen lieb.

Sie erwiderte seine Gefühle, doch das bedeutete noch lange nicht, daß die zwei auch glücklich miteinander werden durften. Denn es gab jemanden, der hatte ganz andere Pläne mit Lina...

Nach einer kleinen seligen Ewigkeit ließ der Bursch seine Liebste los. Mittlerweile war die Sonne aufgegangen, ein schmaler Lichtstrahl hatte sich durch die breiten Äste der Föhren in Linas Haar gestohlen und ließ es mattgolden glänzen. Andreas sah es und war kurz ganz verzaubert. Er wollte dem geliebten Madel noch ein Busserl stehlen, doch Lina mahnte ihn: »Ich muß wieder heim, bevor jemand was merkt.«

Davon mochte der junge Förster nichts wissen. »Du bist doch eben erst gekommen. Ich laß dich net schon wieder gehen. Komm, machen wir wenigstens einen kleinen Spaziergang rüber zum Wildkogel, das dauert net lang.«

»Ach, Andi, ich möchte schon. Aber wenn der Vater zum Frühstück erscheint, und ich bin net da...«

»Du bist erwachsen und keinem Menschen Rechenschaft schuldig«, erinnerte er sie leicht unwirsch. Er fand ihre Rücksichtnahme auf den Vater falsch. Denn dieser hatte ihr Leben schon viel zu lange bis ins Kleinste bestimmt, das sah der Bursch jedenfalls so. »Und du kannst tun und lassen, was du willst.«

»Schon«, gestand Lina ihm zu. »Aber ich möchte nicht mit dem Vater streiten. Ich hab ja nur ihn. Und es ist gar nicht schwer, mit ihm auszukommen, das habe ich herausgefunden.«

»Ja, sicher, indem du alles tust, was er will«, stellte der junge Förster wenig begeistert fest. »Sei halt einmal ehrlich, Lina. Dein Vater ist ein Patriarch, ein Tyrann, der nur die eigene Meinung gelten läßt. Du hast selbst gesagt, daß er deine Mutter in ein frühes Grab gebracht hat. Willst du dich ihm denn weiterhin immer unterordnen? Soll es dir ebenso ergehen?«

»Davon kann doch keine Rede sein. Ich mag nur keinen Unfried bei uns daheim. Keine Angst, ich weiß schon, was ich tue. Und jetzt laß uns von was anderem reden. Wir wollen das bissel Zeit, das wir zusammen haben, nicht mit so unerfreulichen Dingen vergeuden. Dafür geht es viel zu schnell vorbei.«

»Das müßte aber nicht sein«, erinnerte er sie mit Nachdruck. »Ich finde diese ganze Heimlichtuerei schrecklich. Du redest deinem Vater nach dem Mund, der dich mit einem anderen verheiraten will, das kann doch auf die Dauer net gutgehen!«

»Ich werde den Enno nicht heiraten. Aber das kann ich dem Vater auch nicht so einfach an den Kopf werfen. Das muß mit Bedacht und Sorgfalt besprochen werden.«

Andreas warf seiner Liebsten einen sehr skeptischen Blick zu. »Daran glaubst du doch selbst nicht. Überleg halt einmal, Lina; dein Vater hat bis jetzt immer über dein Leben bestimmt, und du hast dich gefügt. Wann willst denn etwas dagegen tun? Wenn du mit dem Wildenfels vor dem Altar stehst?« Er hatte sehr heftig gesprochen, und das Mädchen schrak zusammen. Nun tat Andreas sein Ausbruch schon wieder leid, er wollte sie beruhigen, aber sie erwiderte entschieden: »Ich weiß selbst, daß es nicht leicht ist, mit dem Vater auszukommen. Daß ich den Berggrafen heiraten soll, ist schon lange sein Wunsch. Und ich war ja auch einverstanden, bis wir uns kennengelernt haben. Jetzt muß ich es geschickt anstellen, um aus dieser Sache wieder herauszukommen. Ich möchte meinen Vater auch nicht verletzen oder beleidigen. Denn im Grunde hat er immer nur das Beste für mich gewollt.«

Andreas schwieg, denn er war anderer Meinung. Er wußte jedoch, daß es wenig Sinn hatte, wenn er gegen den Sägewerksbesitzer Rudolf Aumüller stänkerte. Lina hatte ihren Vater lieb, trotz all seiner offensichtlichen Fehler. Und wenn der junge Förster das Madel seines Herzens einmal heimführen wollte, dann mußte er sich mit dem alten Aumüller arrangieren. Da ging es nicht, einfach mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.

»Ich versteh dich, Andi«, gestand sie ihm nun zu und stahl sich in seine Arme. »Ich wünsche mir ja auch, daß es anders für uns wäre, daß wir uns nicht heimlich treffen müßten. Und daß du mit meinem Vater reden könntest, was uns beide angeht. Aber wir müssen halt noch ein wenig Geduld haben. Ich bin ganz fest davon überzeugt, daß für uns beide doch noch alles gut werden wird.«

»Hast mich lieb?« fragte er schlicht.

Und als sie spontan nickte, da lächelte er angedeutet und meinte zuversichtlich: »Dann wird alles gut für uns. Weil nur das zählt. Wenn man sich wirklich und von Herzen lieb hat, kann einem gar nichts mehr geschehen.«

»Das hast schön gesagt.« Sie lächelte selig, als er ihr noch ein zärtliches Busserl schenkte. Und auch der junge Waidmann genoß diese wunderbaren Momente, in denen sie einander so nah waren. Doch ein leiser Zweifel blieb. Und die Frage, ob es ihnen denn wirklich gelingen sollte, ihre große Liebe gegen alle Widerstände zu verteidigen. Denn die waren nicht gering...

Wenig später kehrte Andreas Burger allein zum Forsthaus zurück. Markus Bichler winkte ihn in die gute Stube, wo das Frühstück bereits auf dem Tisch stand. Die Förstersfrau war nicht da, sie besuchte für eine Weile ihre kranke Schwester. So waren die beiden Waidmänner darauf angewiesen, sich selbst zu versorgen. Der Bichler schien das gar nicht schlimm zu finden.

»Ist mal was anderes, so ganz unbeweibt, gelt?« merkte er an und schenkte den Kaffee ein. »Ich hoff’, er ist dir net zu stark. Aber so was Rechtes zum Wachewerden braucht’s schon.«

Der junge Förster setzte sich und lächelte schmal. »Ich krieg schon Herzklopfen, wenn ich nur an dem Haferl riech’...«

Der Bichler lachte. »Bist denn so schnell aufzuregen? Was sagt

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