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Sophienlust Extra 18 – Familienroman: Endlich geborgen

Sophienlust Extra 18 – Familienroman: Endlich geborgen

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Sophienlust Extra 18 – Familienroman: Endlich geborgen

Länge:
132 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 4, 2020
ISBN:
9783740969172
Format:
Buch

Beschreibung

Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer großen Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zurück. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, mit Erreichen seiner Volljährigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.
Die neue Ausgabe Sophienlust extra wird alle Freunde und Sammler dieser Serie begeistern. Sämtliche Romane, die wir in dieser neuen Ausgabe veröffentlichen, sind Kelter-Erstdrucke. So haben alle Leserinnen und Leser die Möglichkeit, die Lücken in ihrer Sophienlust-Sammlung zu schließen.

"Huber-Mutter, bitte, erzähle weiter", bat der kleine Henrik von Schoenecker mit erhitztem Gesicht. Dominik stieß seinen Bruder sachte in die Rippen. "Du wirst es schon noch erwarten können, Henrik. Immer dieses Drängen. Lass doch unsere Huber-Mutter wenigstens in Ruhe Kaffee trinken." "Kann sie doch." Henrik stützte die Ellenbogen auf den Tisch und schob die Fäuste unter das Kinn. "Ich wollte doch nur wissen, wie das weitergeht mit der Teufelsmühle." "Meinst du, wir anderen wollen das nicht wissen?" Alexander von Schoenecker wuschelte seinem Jungen durch das Haar. Dabei sah er seine Frau lachend an. "Nicht wahr, Denise, wir Erwachsenen hören solche Spukgeschichten ebenfalls gern?" Die Huber-Mutter fuhr glättend über ihr schneeweißes Haar. Sie lehnte sich zurück und sah durch die Fenster des Wintergartens in den Park von Sophienlust. Ihr Blick wirkte verloren, wie so oft, wenn sie sich um etwas ihre eigenen Gedanken machte und kaum auf das hörte, was die anderen sagten. Jetzt schüttelte sie den Kopf. "Spukgeschichten?" Sie sah Alexander von Schoenecker an, dann zuckte sie die Schultern. "Vielleicht war alles ganz natürlich, was in der Teufelsmühle passiert ist.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 4, 2020
ISBN:
9783740969172
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Sophienlust Extra 18 – Familienroman - Gert Rothberg

Sophienlust Extra

– 18 –

Endlich geborgen

Findet Jutta bei Michael und Nanni eine neue Heimat?

Gert Rothberg

»Huber-Mutter, bitte, erzähle weiter«, bat der kleine Henrik von Schoenecker mit erhitztem Gesicht.

Dominik stieß seinen Bruder sachte in die Rippen. »Du wirst es schon noch erwarten können, Henrik. Immer dieses Drängen. Lass doch unsere Huber-Mutter wenigstens in Ruhe Kaffee trinken.«

»Kann sie doch.« Henrik stützte die Ellenbogen auf den Tisch und schob die Fäuste unter das Kinn. »Ich wollte doch nur wissen, wie das weitergeht mit der Teufelsmühle.«

»Meinst du, wir anderen wollen das nicht wissen?« Alexander von Schoenecker wuschelte seinem Jungen durch das Haar. Dabei sah er seine Frau lachend an. »Nicht wahr, Denise, wir Erwachsenen hören solche Spukgeschichten ebenfalls gern?«

Die Huber-Mutter fuhr glättend über ihr schneeweißes Haar. Sie lehnte sich zurück und sah durch die Fenster des Wintergartens in den Park von Sophienlust. Ihr Blick wirkte verloren, wie so oft, wenn sie sich um etwas ihre eigenen Gedanken machte und kaum auf das hörte, was die anderen sagten. Jetzt schüttelte sie den Kopf. »Spukgeschichten?« Sie sah Alexander von Schoenecker an, dann zuckte sie die Schultern. »Vielleicht war alles ganz natürlich, was in der Teufelsmühle passiert ist. Manchmal schlägt das Schicksal eben eine Familie so unerbittlich, dass man es nicht begreifen kann.« Sie seufzte. »Ja, ja, das habe ich in meinem langen Leben oft genug erlebt. So war es auch bei den Krainers in der alten Mühle.«

Henrik rutschte auf seinem Stuhl hin und her. »Aber du hast doch gesagt, Huber-Mutter, dass jedes Mal das Mühlrad stehen geblieben ist, wenn wieder einmal etwas so Schlimmes passierte.«

Die Huber-Mutter nickte. »Ja, so soll es gewesen sein. Einmal habe ich es sogar selbst gesehen. Damals, als die letzte Tochter der Krainers ums Leben kam. Sie ist die Treppe hinuntergestürzt. Es war ein Todessturz. Seither ist das Mühlrad nicht mehr in Bewegung gesetzt worden. Die Familie war damit ausgerottet. Fünf Leute waren im Laufe von zehn Jahren gestorben. Und die Leute wollten wissen, dass bei jedem Todesfall der Teufel im Spiel war. Deshalb sprechen sie eben nur mehr von der Teufelsmühle.«

Dr. von Lehn mischte sich jetzt ein. Er und seine junge Frau Andrea hatten der Erzählung der Huber-Mutter ebenfalls sehr interessiert gelauscht. »Dieser Name ist der Mühle nur deshalb geblieben, weil der Besitz nicht mehr genutzt wurde. Wäre neues Leben in die Mühle eingezogen, sähe alles anders aus. Aber jetzt ist es ja soweit. Ich war sprachlos, als ich sah, was aus der Teufelsmühle geworden ist. Da hat ein Architekt gute Arbeit geleistet. Der Bau mutet wie ein modernes Landhaus an, doch ist trotzdem der Charakter der Mühle erhalten geblieben. Meiner Meinung nach hat dieser Umbau sehr viel Geld gekostet. Aber man erzählt sich ja auch, dass die junge Frau, der jetzt die Mühle gehört, schwerreich sein soll.«

Andrea neigte sich vor. »Und noch etwas erzählt man sich: dass sie bildschön sein soll, diese Jutta Pasetti.«

»Das ist sie.« Hans-Joachim von Lehn nickte zustimmend. In seinen Augen stand Bewunderung.

Andrea sah ihren Mann verblüfft an. Dann stieg unwillige Röte in ihr Gesicht. »Du hast sie schon gesehen? Davon weiß ich ja gar nichts. Du bist mir vielleicht ein Heimlichtuer!«

Dominik von Schoenecker lachte laut. »Andrea ist wieder einmal eifersüchtig.«

Andrea sah ihren Stiefbruder wütend an. »Halte gefälligst deinen vorlauten Mund, Nick. Was geht dich das, was ich mit meinem Mann spreche, überhaupt an?«

Hans-Joachim von Lehn legte den Arm um die Schultern seiner Frau und wollte sie an sich ziehen. »Ja, eben, Andrea, was geht das deinen Bruder an? Er hat sich nicht darüber aufzuregen, dass du Rechenschaft von mir verlangst, wen ich so auf meinen Fahrten treffe. Aber du siehst, so ein geplagter Tierarzt bekommt auf seinen Wegen zu kranken Kühen und Pferden auch ab und zu etwas Erfreuliches zu sehen.«

Als sich Andrea von der Umarmung ihres Mannes befreite und sehr demonstrativ ihren Stuhl ein Stückchen zur Seite rückte, lachte Hans-Joachim nur. Die Entrüstung seiner Frau schien ihn zu amüsieren. Leise sagte er: »Ich glaube, du bist wirklich eifersüchtig. Und nur, weil ich eine schöne, schlanke Frau auf dem Pferd beobachtet habe? Pferd und Reiterin boten wirklich einen ermunternden Anblick. Ich musste einfach anhalten und die beiden vom Wagen aus beobachten.«

Jetzt sprang Andrea auf. Ihr Stuhl stürzte polternd zu Boden. »Das hast du getan? So sieht also deine Treue aus!«

Alexander von Schoenecker schüttelte den Kopf. »Aber Andrea! Meinst du wirklich, dass Hans-Joachim einer ist, der in Gedanken sündigt?«

Andreas blaue Augen sahen vor Erregung dunkel aus. »Musst du dich auch noch über mich lustig machen, Vati? Ich habe schließlich auch schon schöne Männer gesehen. Bin ich deshalb mit dem Wagen stehen geblieben und habe sie angehimmelt? So etwas würde Hans-Joachim auch nicht wollen.«

Dr. von Lehn stand auf. Nun zog er seine Frau so fest an sich, dass sie sich nicht mehr wehren konnte. »Nein, das würde ich nicht wollen. Das würde ich dir sogar verbieten, mein Schatz. Sei wieder friedlich. Ich habe dich ja nur ein bisschen ärgern wollen.«

»Kaum taucht eine neue Frau in der Umgebung auf, bist du auch schon hinter ihr her«, maulte Andrea.

Denise von Schoenecker griff jetzt ein. »Du tust ja, als ob dich Hans-Joachim schon einmal betrogen hätte, Andrea. Ich gönne deinem Vater immer den Spaß, eine schöne Frau zu bewundern.«

»Ach, Mutti«, seufzte Andrea, »du kannst leicht so großzügig sein. Eine schönere Frau als dich gibt es nicht, schon gar nicht für Vati.«

»Du sagst erstaunlich wahre Dinge, Andrea«, meinte Alexander von Schoenecker lachend. »Aber stell dir vor, dein Mann hat mir einmal anvertraut, dass es für ihn auch keine schönere und liebenswertere Frau gibt als dich. Im Ernst, Andrea, das behauptet dein Hans-Joachim.«

Andrea musterte ihren Mann eindringlich. »Stimmt das, Hans-Joachim?«

Dr. von Lehn hob seineFrau hoch und schwenkte sie im Kreis herum. »Und ob das stimmt. Verlangst du jetzt noch das große Ehrenwort von mir?«

»Nein«, prustete Andrea. »Aber warum sagst du das anderen? Meinem Vater? Es wäre klüger, es mir zu sagen, damit ich es endlich glaube.«

Dominik und Henrik waren aufgestanden und gingen nun sehr einträchtig miteinander zur Tür. Dort blieben sie jedoch noch einmal stehen. Henrik sagte mit der Überheblichkeit seiner sieben Jahre: »Was sind die Großen doch albern, Nick. Komm, gehen wir. Oder fahren wir mit den Rädern zur Teufelsmühle? Ich möchte auch sehen, was dort gebaut worden ist.«

Dominik kam in Verlegenheit. »Eigentlich hatte ich Pünktchen versprochen, mit ihr einen Ausflug auf dem Rad zu machen. Jetzt wird sie wieder beleidigt sein.«

Henrik wischte mit der Hand durch die Luft. »Ach was, die ist schon nicht beleidigt. Sie muss ja nicht immer mit dir allein sein. Du bist erst fünfzehn Jahre und darfst noch keine Freundin haben. Das hat Mutti gesagt.«

»Aber damit meinte ich doch nicht Pünktchen«, rief Denise von Schoenecker. »Pünktchen ist mit Nick eng befreundet. Das weißt du doch.«

»Ja, weil er sie gerettet und zu uns ins Kinderheim gebracht hat. Das kenne ich doch schon.« Henrik sah recht naseweis aus. »Trotzdem können mich die beiden mitnehmen, wenn sie einen Ausflug mit dem Rad machen. Ich kann doch schon genauso schnell fahren wie sie.«

»Wir nehmen dich ja mit. Sei endlich still«, sagte Dominik und verließ mit dem kleinen Bruder das Zimmer.

»Nichts als Komplikationen«, seufzte Denise von Schoenecker. Aber sie lachte dabei. »So eine Familie bietet manchmal den besten Kriegsschauplatz.«

»Solange es nicht schlimmer wird als heute, Denise, können wir uns nicht beklagen. Schau mal, dort!« Alexander von Schoenecker stieß seine Frau an und zeigte auf einen versteckten Platz im Wintergarten. Hinter hohen Pflanzen küssten sich Andrea und Hans-Joachim.

»Ja, die beiden sind so glücklich, dass sie immer wieder ein kleines Gewitter heraufbeschwören müssen. Damit es ein bisschen knistert. Um so schöner ist dann die Liebe.«

*

Dr. von Lehn und seine Frau blieben noch zum Abendessen in Sophienlust. Dann kehrten sie nach Hause zurück. Obwohl es schon spät war, schlenderten sie noch einmal durch das Tierheim und sahen nach ihren Schützlingen. Der Dackel Waldi begleitete sie auf ihrer Runde, denn er ließ sich kaum eine Gelegenheit entgehen, zu zeigen, dass er hier der Chef war. Er benahm sich wirklich so, als wisse er ganz genau, dass das Tierheim »Waldi & Co.« hieß und nach ihm so getauft worden war.

»In letzter Zeit ist es bei uns recht still geworden, Hans-Joachim«, sagte Andrea. »Keine Neuzugänge, keine Veränderungen, keine verletzten oder kranken Tiere.«

»Freu dich doch darüber, Andrea. Ich tue es jedenfalls. Einfach deshalb, weil ich oft fürchte, dass dir die Arbeit zu viel wird. Es war ein kleines Abenteuer, dass wir uns auf diesen Versuch eingelassen haben, hier alle möglichen Tiere aufzunehmen, die ein Obdach brauchen. Mit meiner Praxis allein wären wir schon genug ausgelastet.«

»Ein Versuch? Aber das soll doch eine bleibende Einrichtung sein, Hans-Joachim. Nein, nein, ich denke nicht daran, diese Fürsorge aufzugeben.«

Der Tierarzt hatte den Arm um die Schultern seiner Frau gelegt. So gingen die beiden zusammen über den Hof und zum Haus zurück. »Und wenn wir einmal ein Kind haben sollten, Andrea?«

»Ich wünschte, es wäre endlich soweit, Hans-Joachim. Ich finde, wir müssen sehr lange darauf warten.« Ein abgrundtiefer Seufzer kam aus Andreas Brust.

»Na, sag mal, sind wir schon ein so altes Ehepaar, Andrea?« Hans-Joachim drückte seine Frau noch fester an sich.

»Nein, ein ganz junges. Jedenfalls dem Heiratsdatum nach. Aber oft kommt es mir vor, als sei ich schon mit dir verheiratet gewesen, solange ich denken kann.«

»Und seit wann ist das?«, neckte Hans-Joachim sie.

»Leg dich heute nicht noch einmal mit mir an«, drohte Andrea. »Ich könnte dann sehr giftig reagieren. Mir reicht noch die Sache mit dieser wunderschönen Reiterin aus der Teufelsmühle.«

Dr. Hans-Joachim von Lehn ließ seine Frau los und rannte auf das Haus zu. »Ich flüchte, sonst muss ich wieder Rede und Antwort stehen«,

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