Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Die Skalpjäger vom Lake Ontario 1: Doppeltes Spiel mit falschen Freunden

Die Skalpjäger vom Lake Ontario 1: Doppeltes Spiel mit falschen Freunden

Vorschau lesen

Die Skalpjäger vom Lake Ontario 1: Doppeltes Spiel mit falschen Freunden

Länge:
111 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
15. Aug. 2020
ISBN:
9781393594994
Format:
Buch

Beschreibung

Nathaniel Bumppo, der bei Freund und Feind oft einfach nur Lederstrumpf heißt, aber noch viele weitere Namen trägt, kennt das Land und die Indianer besser als alle anderen, denn er hat viele Jahre zwischen ihnen gelebt.

Eines Tages, er ist gerade auf der Flucht vor einer Kriegsbande der Mingos, wird er von Colonel Richard Bacon gebeten, dessen Nichte Kathrin mit deren Familie sowie weitere Siedler an das Ufer des Ontario-Sees, in die Nähe von Fort Oswego zu begleiten und für deren Sicherheit zu sorgen. Ihm wird First Lieutenant Dunmore zusammen mit einigen fähigen Soldaten und genug Munition als Unterstützung mitgegeben, denn der etwa zwei Wöchige Weg hoch hinauf in den Norden verspricht alles andere als friedlich verlaufend zu werden. Indianer streifen durch das Land, stecken wahllos Blockhäuser in Brand und skalpieren jeden Weißen, der ihnen begegnet, egal ob Mann, Frau oder Kind.

Kaum sind sie aufgebrochen, erfolgt auch schon der erste Überfall auf den kleinen Treck, wenig später wird Lederstrumpf bei einem Angriff überwältigt und entführt, und er muss die Erfahrung machen, dass jemand, der hehre Absichten vortäuscht, damit eigene, nicht gerade friedliche Ziele verfolgt, die nicht nur sein Leben kosten können …

Freigegeben:
15. Aug. 2020
ISBN:
9781393594994
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Die Skalpjäger vom Lake Ontario 1

Mehr lesen von Tomos Forrest

Buchvorschau

Die Skalpjäger vom Lake Ontario 1 - Tomos Forrest

Die Skalpjäger vom Lake Ontario

Doppeltes Spiel mit falschen Freunden

eine Trilogie

-Teil 1-

von Tomos Forrest

Die neue Lederstrumpf-Saga – J.F. Coopers unsterbliche Helden

––––––––

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

© Cover: Kathrin Peschel nach einem Motiv von Klaus Dill, 2020

Lektorat/Korrektorat: Kerstin Peschel

© dieser Ausgabe 2020 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen im Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappentext:

Nathaniel Bumppo, der bei Freund und Feind oft einfach nur Lederstrumpf heißt, aber noch viele weitere Namen trägt, kennt das Land und die Indianer besser als alle anderen, denn er hat viele Jahre zwischen ihnen gelebt.

Eines Tages, er ist gerade auf der Flucht vor einer Kriegsbande der Mingos, wird er von Colonel Richard Bacon gebeten, dessen Nichte Kathrin mit deren Familie sowie weitere Siedler an das Ufer des Ontario-Sees, in die Nähe von Fort Oswego zu begleiten und für deren Sicherheit zu sorgen. Ihm wird First Lieutenant Dunmore zusammen mit einigen fähigen Soldaten und genug Munition als Unterstützung mitgegeben, denn der etwa zwei Wöchige Weg hoch hinauf in den Norden verspricht alles andere als friedlich verlaufend zu werden. Indianer streifen durch das Land, stecken wahllos Blockhäuser in Brand und skalpieren jeden Weißen, der ihnen begegnet, egal ob Mann, Frau oder Kind.

Kaum sind sie aufgebrochen, erfolgt auch schon der erste Überfall auf den kleinen Treck, wenig später wird Lederstrumpf bei einem Angriff überwältigt und entführt, und er muss die Erfahrung machen, dass jemand, der hehre Absichten vortäuscht, damit eigene, nicht gerade friedliche Ziele verfolgt, die nicht nur sein Leben kosten können ...

***

Einige wichtige Personen:

Nathaniel Bumppo: genannt Lederstrumpf, hat viele Namen; unter anderem Bear slayer, Hawkeye, Waldläufer ...

Chingachgook: Delaware, langjähriger Blutsbruder Bumppos

Jeremias Foster: Halbblut, Skalpjäger, Händler, wiegelt die Mohawk gegen die Weißen auf.

William S. Burkers: Händler, Waffenschieber, Alkoholschmuggler, Tochter Arabella wurde entführt

Enyeto – Walks as a boar (Läuft wie ein Eber): Mingo, Helfer von Foster

First Lieutenant Frederik Georg Dunmore: vom Fort Blackwater

Cornstalk: Shawnee-Chief, auch Keigh-tugh-qua und Wynepuechsika genannt; Blutsbruder Bumppos

Der hierin erwähnte Cornstalk (* 1720 (?); † 10. November 1777) war auch als Keigh-tugh-qua und Wynepuechsika bekannt und in der Zeit der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung ein berühmter Anführer der Shawnee-Indianer. Sein englischer Name Cornstalk (Maisstengel) ist eine Übersetzung seines Shawnee-Namens Hokoleskwa oder Colesqua (blade of corn – Maishalm oder stalk of corn –Maisstengel).

***

Er kennt die Indianer besser als alle anderen, denn er hat viele Jahre zwischen ihnen gelebt ...

1.

Nathaniel hatte für gewöhnlich einen leichten Schlaf.

Doch die heutige Nacht war nach zwei Tagen und Nächten der Hetze durch die Wälder die erste Nacht, in der er es riskierte, zu schlafen. Der Abstand zu seinen Verfolgern war groß genug geworden, und schließlich forderte die Natur ihren Preis. So war es gekommen, dass er zusammengerollt wie ein Hund am Fuß eines Baumes eingeschlafen war und seine geschärften Sinne viel zu spät auf die Gefahr reagierten.

Da aber bestand auch schon keine Möglichkeit mehr für eine Abwehr.

Nathaniel schreckte aus dem Schlaf auf, als ihn der schnaufende Atem des Bären direkt ins Gesicht traf. Zugleich war er geistesgegenwärtig genug, sich nicht zu rühren. Blitzschnell wurde ihm bewusst, dass er sich tot stellen musste, wollte er nicht innerhalb von wenigen Augenblicken von der angreifenden Bestie zerfetzt werden.

Nathaniel blinzelte nur kurz mit den Augen.

Der Vollmond warf genügend Licht zwischen die Baumkronen auf die kleine Lichtung, um das zottige Ungeheuer zu erkennen, das sich eben über ihn gebeugt hatte.

Erneut schnaufte der Bär und begann dann, den Gegenstand vor ihm näher zu untersuchen. Sein Geruchssinn hatte ihm eine seltsame Mischung vermittelt, die zum einen Beute signalisierte, zum anderen aber einen starken anderen Geruch besaß, der alles zu überlagern schien.

Schnüffelnd und schnaufend untersuchte der Bär den Körper von oben bis unten und kehrte schließlich wieder mit seiner Schnauze zum Kopf des Erstarrten zurück. Ein unwilliges Brummen, dann schob sich eine der Pranken unter den Körper Nathaniels und rollte ihn zur Seite, wo er gegen den Baumstamm prallte.

Das Brummen wurde lauter, und jetzt rollte der Bär den Mann zur anderen Seite.

Nathaniel biss die Zähne fest zusammen, denn bei dieser Bewegung spürte er auf schmerzhafte Weise, wie die Krallen durch die dünne Decke schnitten und seine hirschlederne Bekleidung durchdrangen. Aber er hielt jeglichen Laut zurück, und erneut brummte der Bär laut.

Eine Weile geschah nichts, und Nathaniel riskierte es, die Augen richtig zu öffnen.

Wie zwei glühende Kohlen betrachteten ihn die Augen des Bären aus der Dunkelheit. Von dessen Körper konnte er wenig erkennen, aber als das Tier sich jetzt aufrichtete, glaubte Nathaniel, dass es sich jetzt doch noch auf ihn stürzen wollte. Unter dem Körpergewicht des Bären wäre er wohl zerdrückt worden, aber glücklicherweise war das Tier nun unsicher geworden.

Brummend wiegte es seinen Oberkörper vor und zurück, trat von einer Hinterpfote auf die andere und erweckte in der Dunkelheit des nächtlichen Waldes den Eindruck eines direkt aus der Hölle aufgestiegenen Dämons. Jetzt riss er den Rachen weit auf und stieß einen fauchenden Laut aus. Nathaniel roch die dabei entweichenden Ausdünstungen nach Fäulnis und Aas und spürte, wie die Übelkeit in ihm aufstieg.

Doch nun ließ sich das Tier brummend wieder auf alle viere fallen, verharrte noch einen Moment, dann hörte der noch immer steif liegende Waldläufer, wie sich der schwere Körper prasselnd einen Weg durch das Unterholz suchte, in der Ferne noch einmal brummte und schließlich wieder Ruhe einkehrte.

Erst jetzt erhob er sich aus seiner unbequemen Stellung, warf die einfache Decke von den Schultern, in die er sich gewickelt hatte, und untersuchte tastend die Stelle an der Hüfte, an der ihn das Tier beim zweiten Angriff herumgedreht hatte. Die Wunde blutete, aber glücklicherweise nicht sehr stark, und Nathaniel säuberte sie im Dunkeln, so gut es ging, mit seinem Halstuch. Danach rollte er seine Decke zusammen und hing sie sich zusammen mit dem Pulverhorn über die Schulter, griff die Kentucky-Büchse auf und bemühte sich, die Richtung anhand der Sterne festzulegen. An Schlaf war jetzt nicht mehr zu denken, außerdem fühlte er sich trotz der unangenehmen Begegnung mit dem Bären einigermaßen erfrischt. Ein Mensch wie er benötigte wenig Schlaf, fand sich in jeder Situation in der Wildnis rasch zurecht und konnte auch mit dem Mondlicht und den Baumwipfeln über sich genügend von den Sternen erkennen, um die grobe Marschrichtung einzuhalten.

Während Nathaniel unverdrossen seinen Weg einschlug, jagten ihm die Gedanken an die letzten Tage und Nächte wieder einmal durch den Kopf.

Jeremias Foster, der eigentlich einen kleinen Handelsposten am Ohio River betrieb, hatte sich mit einer Kriegerrotte unter deren Häuptling Enyeto (Läuft wie ein Eber) zusammengeschlossen, um die Indianer gegen die Weißen aufzuwiegeln. Es ging ihm dabei nicht um

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die Skalpjäger vom Lake Ontario 1 denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen