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Genossenschaften: Bausteine einer fairen Zukunft

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Genossenschaften: Bausteine einer fairen Zukunft

Länge:
314 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
28. Aug. 2020
ISBN:
9783752676112
Format:
Buch

Beschreibung

Genossenschaftliches Wirtschaften stellt eine Alternative zur profitorientierten Marktwirtschaft dar. Genossenschaften wirtschaften bedarfsgerecht, gemeinwohl-orientiert und werden nach demokratischen Regeln geführt. Sie sind im 19. Jahrhundert mit der Arbeiterbewegung entstanden und mit ihr gewachsen. Von Beginn an waren sie Teil der Bemühungen, die Gesellschaft zu demokratisieren. Die Verbreitung genossenschaftlicher Aktivitäten hat in Deutschland nach einer Blütezeit in der Weimarer Republik durch die Nazidiktatur einen starken Rückschlag erlitten. Nach dem Krieg wurde die Genossenschaftsbewegung in der Bundesrepublik von staatlicher Seite eher behindert statt gefördert und in der DDR wurden durch staatliche Eingriffe die Grundprinzipien des Genossenschaftsgedankens außer Kraft gesetzt. Immer noch ist in Deutschland durch eine Gesetzgebung, die zum Teil aus der NS-Zeit stammt, die Bildung neuer Genossenschaften erschwert. Die Bedeutung der Genossenschaften ist darum in der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich ihres Anteils am gesamten Wirtschaftsgeschehen im Vergleich geringer als in anderen europäischen und vielen außer-europäischen Staaten. Doch erfolgreiche Gründungen neuer Projekte dieser Art vergrößern die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaft in Zukunft stärker von genossenschaftlichen Prinzipien geprägt wird. Vielleicht finden sich in naher Zukunft politische Kräfte, die den Mut aufbringen, sich der herrschenden Ökonomie entgegen zu stellen und genossenschaftliche Aktivität zu fördern.

"Genossenschaften schaffen eine Bessere Welt" , stellten die Vereinten Nationen schon 2009 fest.

Genossenschaftliche Prinzipien und Vorgehensweisen können nicht nur wirtschaftliches Handeln zum Wohle aller vorteilhaft beeinflussen, sie können auch politische Strukturen demokratisch reformieren.
Herausgeber:
Freigegeben:
28. Aug. 2020
ISBN:
9783752676112
Format:
Buch

Über den Autor

Wolf Schillinger, geboren gerade noch in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, Kindheits-Abenteuer in Ruinen, mit Schrott und Ziegelsteinen das erste Taschengeld verdient, nach acht Jahren Volksschule eine Industrie-Facharbeiter-Lehre, nach dem Abschluss berufsunfähig, Schlosser dann und nach dem Militärdienst Gärtner am Morgen, Schule am Abend, Abitur im 68er Frankfurt, Studium in Hamburg, Vaterschaft, Broterwerb als Zahnarzt, die Vor- und Nachteile des Ehestands mehrfach erfahren, zu oft der Sicherung des Lebensunterhalts die Lust zum Schreiben geopfert.


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Buchvorschau

Genossenschaften - Wolf Schillinger

Die Ideologie des grenzenlosen Profitstrebens,

das

letztlich nur einer kleinen Gruppe von Superreichen

Gewinn bringt,

gefährdet die existentiellen Grundlagen

der Menschheit.

Die Genossenschaft

ist eine Unternehmensform,

die vor fast 200 Jahren mit der Arbeiterbewegung

aus Not entstanden ist

und sich als wirksames Mittel gegen Not bewährt hat.

Genossenschaftliches Wirtschaften

ist

bedarfsorientiert

und weitestgehend nachhaltig.

Genossenschaftliches Handeln

beruht auf

Solidarität und demokratischen Grundsätzen.

Genossenschaftliches Bemühen

ist

gemeinwohlorientiert.

Genossenschafts-Mitglieder

tragen Verantwortung für ihr Unternehmen

und profitieren als

Konsumenten und als Unternehmer

gleichzeitig.

Die derzeit vorherrschende Art des Wirtschaftens

bedroht

das Zusammenleben der Menschen und ihren

Lebensraum.

Zur Sicherung der Zukunft gilt es, das zu verändern.

Inhaltsverzeichnis

Tabellen-Verzeichnis

Resümee und Schlüsselwörter

Abstract and Keywords

Vorab: Wie das Folgende entstanden ist

Themen-Übersicht

Klassen - Schichten - Bevölkerungsgruppen

Die Gesellschaftsstruktur der BRD

Gibt es Klassen in der BRD?

Einkommensentwicklung in den westlichen Gesellschaften

Einkommen und Selbsteinschätzung

Mittelschicht

Volksgemeinschaft

Klasse und Schicht

Arbeit im 19. Jahrhundert

Industriearbeit

Gewerkvereine - Arbeitervereine

Arbeiterparteien und Gewerkschaften

Einige Zahlen zum 19. Jahrhundert

Die Soziale Frage im deutschen Kaiserreich

Arbeiterkultur

Genossenschaften

Das Genossenschaftsgesetz von 1889

Deutschlands kleinste Bank

Zusammenschlüsse der Genossenschaftsbanken

Konsumgenossenschaften

Blütezeit der Konsumgenossenschaften

Gemeinnütziger Wohnungsbau

Volkshäuser

Arbeiterkultur in der Weimarer Republik

Die nationalsozialistische Diktatur

Entnazifizierung

Genossenschaften im Nachkriegs-Deutschland

Die Neue Heimat

Kalter Krieg und Antikommunismus

CARE-Pakete und Marshall-Plan

Kalte-Kriegs-Strategie und Konsumenten-Manipulation

Globalisierung, Neoliberalismus

Soziale Ungleichheit

Umweltbelastung

Ungleichheit mit religiösen Wurzeln

Migration und Xenophobie

Weltbevölkerung

Umweltbewusstsein

Wer haftet für Umweltschäden?

Der globale Markt

Herausforderungen

Großunternehmen

Privatisierungen

Globale Risiken - globale Kooperation

Europas Zukunft

Digitalisierung

Die gemeinsame Sache

Kooperativen

Populisten und die Neue Rechte

Misstrauen

Wie kommt es zu diesem Misstrauen?

Ist die Menschheit noch zu retten

Europa

Minderheiten in Europa

Identität

Gesellschaftsvertrag

Macht

Stärkung regionaler Strukturen

Technische Möglichkeit

Regionale Werte

Faires Wirtschaften ist nachhaltig

17 SDGs - Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

Gesellschaftsreform

Mein Dank - Das Hamburger Genossenschaftsmuseum

Postskriptum

Literaturverzeichnis

Autorenliste

Anhang

1. Die Tabellen gesondert aufgeführt

2. Europäische Sprachen

3. Europäische Amtssprachen

4. Europäische Nationalstaaten

5. Nationale Minderheiten in der BRD

Zum Autor

Tabellen - Verzeichnis

Tab.

1 Bevölkerungsschichten nach gesellschaftlicher Stellung

2 Bevölkerungsschichten nach der Einkommenssituation

3 Subjektive Schichtzugehörigkeit in der BRD 1980 - 2014

4 Industriearbeiter in Großbritannien 1839

5 Entwicklung des Welthandels in der Zeit von 1960 bis 2018

6 Milliardäre der Weltbevölkerung

7 Ungleicher Vermögenszuwachs der Weltbevölkerung in der Zeit von 1987 bis 2013

8 Steigerung der Jahreseinkommen der Spitzenverdiener in der Zeit von 1990 bis 2008

9 Vermögensverteilung in Deutschland

10 Dezile - Verteilung der Anteile der erwachsenen Bevölkerung am bundesdeutschen Gesamtvermögen in den Jahren 2002 und 2007

11 Verteilung des Weltvermögens im Jahre 2006

12 Verteilung des Konsums der Weltbevölkerung

13 Voraussetzungen zum Erhalt einer lebenswerten Welt nach Ansicht der Wissenschaftler des Club of Rom

14 Altersverteilung der Weltbevölkerung im Jahre 2012

15 Bevölkerungszahlen und Bevölkerungswachstum 2014

16 The Big Four Die vier größten Wirtschaftsberatungs-Unternehmen

17 Informationsverhalten und Mediennutzung von Jugendlichen in verschiedenen Teilen der Welt

18 Anteil der Europäer an der Weltbevölkerung

19 Familien im Digital-Zeitalter

20 Erwartungen und Befürchtungen der Gesellschaften in Europa im Bezug auf die Entwicklung der digitalen Techniken

21 Misstrauen in staatliche Institutionen (BRD 2011)

Resümee

Schlüsselwörter:

Arbeiterkultur, Genossenschaften, Gemeinwohl, Globalisierung, Kapitalismuskritik, Klassen, Kooperativen, Konsum, Nachhaltigkeit, soziale Schichten, soziale Ungleichheit, Umweltbelastung

Die Welt ist in einem schlechten Zustand. Das ist nicht neu. Neu ist: Der Zustand ist bedrohlich - für alle - und mit alle sind Du und ich und all die anderen Menschen, ist die Menschheit gemeint. Schuld daran ist die Wirtschaft oder besser das Wirtschaften.

Wenn Adam Smith jemals Recht hatte mit seiner Aussage, dass Egoismus der wirtschaftlichen Entwicklung und damit dem Gemeinwohl diene, heute, im Zeitalter des unbegrenzten globalen Wirtschaftsgeschehens, ist das falsch. Die rücksichtslose Jagd nach Profitmaximierung zerstört den Lebensraum der Menschheit und stabile Gesellschaftsstrukturen. Soziale Ungleichheit, Umweltbelastung und Umweltzerstörung sind die Folgen eines Wirtschaftssystems, in dem sich die Gier nach immer größerem Profit zügellos entfalten konnte.

In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts standen sich Planwirtschaft und kapitalistische Marktwirtschaft in Konkurrenz gegenüber und buhlten um Anhänger. Der Kapitalismus musste den Beweis erbringen, dass sein Weg gemäß Adam Smith dem Gemeinwohl diene. Die soziale Marktwirtschaft war ein Produkt dieser Epoche. Die Arbeitnehmervertretungen waren stark und konnten viele soziale Verbesserungen erwirken. Mit dem Zusammenbruch der staatssozialistischen Planwirtschaft und des Ostblocks wurde der nun als Neoliberalismus auftretende Kapitalismus hemmungslos. Wo Widerstand fehlte, wurden soziale Errungenschaften gekürzt oder abgeschafft. Zeitgleich machten technischer Fortschritt und die durchlässigen Grenzen völlig neue Weltmarktbeziehungen möglich und führten zu einer gewaltigen Ausweitung von Produktion, Konsum und Handel und zur fortschreitenden Belastung der Umwelt. Die enormen Gewinne kamen und kommen vorrangig einer äußerst kleinen Gruppe von Superreichen zugute.

Genossenschaftliches Wirtschaften stellt eine Alternative zum Kapitalismus dar.

Genossenschaften wirtschaften bedarfsgerecht, gemeinwohlorientiert und werden nach demokratischen Regeln geführt. Sie sind im 19. Jahrhundert mit der Arbeiterbewegung entstanden und mit ihr gewachsen und waren von Beginn an Teil der Bemühungen, die Gesellschaft zu demokratisieren. Die Verbreitung genossenschaftlicher Aktivitäten hat in Deutschland nach einer Blütezeit in der Weimarer Republik durch die Nazidiktatur einen starken Rückschlag erlitten. Nach dem Krieg wurde die Genossenschaftsbewegung in der Bundesrepublik von staatlicher Seite eher behindert statt gefördert und in der DDR wurden durch staatliche Eingriffe die Grundprinzipien des Genossenschaftsgedankens außer Kraft gesetzt. Immer noch ist in Deutschland durch eine Gesetzgebung, die zum Teil aus der NS-Zeit stammt, die Bildung neuer Genossenschaften erschwert. Darum ist in Deutschland die Bedeutung der Genossenschaften hinsichtlich ihres Anteils am gesamten Wirtschaftsgeschehen im Vergleich geringer als in anderen europäischen und vielen außereuropäischen Staaten. Doch die erfolgreiche Gründungen neuer Projekte dieser Art vergrößern die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaft in Zukunft stärker von genossenschaftlichen Prinzipien geprägt wird. Vielleicht finden sich in naher Zukunft politische Kräfte, die den Mut aufbringen, sich der herrschenden Ökonomie entgegen zu stellen und genossenschaftliche Aktivität zu fördern.

Genossenschaften schaffen eine Bessere Welt¹ , stellten die Vereinten Nationen schon 2009 fest.

Genossenschaftliche Prinzipien und Vorgehensweisen können nicht nur wirtschaftliches Handeln zum Wohle aller vorteilhaft beeinflussen, sie können auch politische Strukturen demokratisch reformieren.


¹ Cooperative Enterprises Build a Better World, Motto des Jahres der Genossenschaften - 2012 - auf Beschluss der UN-Generalversammlung 2009

Abstract

Our World is in bad condition. Not exactly news. What is new this condition is threatening by now. It is threatening for all of us, for you and me, for human beings all over the world and especially for future generations. The economy is to blame or rather managing economy in an unsustainable manner.

If Adam Smith was ever right in his statement about selfishness serving economic development and therefore the common good - today, in the age of unlimited global economic activity, this is simply false. The ruthless hunt for profit maximization destroys human habitat and stable social structures. Social inequality, environmental pollution and ecocide are the consequences of an economic system in which the greed for greater and greater profit can unfold rampant.

In the second Half of the twentieth century, the planned economy and capitalist market economy competed against each other and courted supporters. Capitalism had to prove that the path in the sense of Adam Smith promotes the public welfare. The Social Market Economy was a product of this effort. They were able to achieve many social improvements. With the collapse of the state socialist planned economy and the dissolution of the Eastern Bloc, capitalism, emerged as neoliberalism could now spread uninhibitedly. Where there was no resistance, social achievements were curtailed or abolished. In the same time technical progress and the permeable borders made completely new world market relationships possible. The consequences were and are a huge expansion of world trade, an enormous increase in production and consumption and the steadily growing environmental pollution. The enormous profits came and will primarily come to benefit an extremely small group of super-rich.

Cooperative management is an alternative to capitalism and usual corporate management. Cooperatives operate in line with needs. They are common good oriented and run according to democratic rules.

Cooperatives came into being and grew with the workers´ movement in the nineteenth century. From the beginning, the democratization of society has been one of its goals.

In Germany cooperative activities flourished during the Weimar Republic. The Nazi dictatorship not only interrupted this development but also destroyed many facilities and achievements. After the war, the cooperative movement was hindered rather than promoted by the state in the Federal Republic of Germany. In the GDR, the basic principles of the cooperative concept were overridden by state intervention. In Germany, laws dating from the Nazi era still make it difficult to establish new cooperatives. For this reason, the share of cooperatives in total economic activity is lower than in other European and many non-European countries. But here, too, new projects give reason to hope.

In 2009 the United Nations declared motto of the year:

Cooperative Enterprises Build a Better World.

Cooperative principles and procedures can not only have an advantageous effect on economic activity to benefit all, they can also reform political structures democratically.

Vorab - Wie das Folgende entstanden ist -

Mit Fragen fing es an: In was für einer Gesellschaft lebe ich eigentlich in Deutschland? Ich hab gegoogelt, Wikipedia und so. Und plötzlich waren neue da. Mit jeder Antwort tauchte ein Schwarm neuer Fragen aus dem Woherauchimmer auf. Ein Schneeball wurde zur Lawine. Hilfe suchte ich, wo immer ich sie finden konnte. Das Angebot ist groß, der Zugang einfach. Es fällt heute nicht schwer, Antworten zu finden, doch kann der Garten der Erkenntnis auch leicht zu einem Labyrinth werden. Erst mit und mit bekam mein Weg eine Richtung und hier liegt nun vor, was ich zusammen tragen konnte.

Die Soziologie hat als Kind der Aufklärung schon immer für heftige Auseinandersetzungen gesorgt. So wurden auch Untersuchungen der Gesellschaftsstruktur in Deutschland nach dem Ende des letzten Weltkrieges nie ohne Emotionen bewertet. Bis 1990 gab es noch die beiden deutschen Staaten mit konträren Vorstellungen über das Zusammenleben. Offiziell gibt es seit der Wiedervereinigung eine deutsche Gesellschaft. Warum zeigen sich diesseits und jenseits der ehemaligen Grenzlinie immer noch deutliche Unterschiede? Wie und was teilt die verschiedenen Gruppen der Gesellschaft? Nach welchen Kriterien? Wie soll ich sie benennen? Was ist eine Klasse? Gibt es Klassen in Deutschland? Es messbare und subjektive Kriterien zur Bewertung der Zugehörigkeit zu einer Bevölkerungsgruppe. Man möchte zur Mittelschicht gehören. Wer gehört dazu? Was ist Prekariat? Es gibt große Unterschiede beim Einkommen und hinsichtlich des Vermögens sowieso. Was ist eine Volksgemeinschaft, was Identität?

Ein Blick zurück: Industrialisierung, wenige machen enorme Gewinne. Den Reichtum erarbeiten Massen entwurzelter Menschen für Hungerlöhne. Was ist Klassenbewusstsein, Solidarität, Arbeiterselbsthilfe? Arbeitskampf: Hungern für ein besseres Leben. Arbeitervereine, Gewerkschaften; mit Sparvereinen fängt es an. Am Ende des 19. Jahrhundert sind Europa und der Wirtschaftsliberalismus auf dem Höhepunkt. Im neuen Kaiserreich taucht die Soziale Frage auf. Arbeiter entdecken Solidarität und Kultur. Die gerechten Pioniere von Rochdale führen den Siegeszug einer revolutionären Unternehmensform an.

In der Weimarer Republik erreicht die Arbeiterkultur mit vielfältigen Projekten ihren Höhepunkt. Was wurde aus all den politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Errungenschaften, die aus der Arbeiterbewegung heraus entstanden sind?

Die Nazi-Diktatur machte aus der blühenden Vielfalt einen braunen Einheitsbrei. Der Besitz und die Einrichtungen wurden enteignet, die Ideen im Sinne der Nazi-Ideologie umgeformt.

Nach zwölf Jahren war das Tausendjährige Reich am Ende und Deutschland mit ihm, das ehemalige Deutsche Reich geteilt. Die fünf Teile des Restgebietes werden von den vier Siegermächten separat verwaltet. Die von den alliierten Siegermächten vereinbarte Entnazifizierung kann in keinem ihrer Verwaltungsbereiche erfolgreich durchgeführt werden.

Viele der Gesetze, die von den Nationalsozialisten zur Unterdrückung von Initiativen der Arbeiterbewegung erlassen wurden, wurden nach Gründung der Bundesrepublik nicht revidiert.

Schon bei Kriegsende zeigten sich die Differenzen zwischen Stalin und den Westmächten, die nach 1945 zum Kalten Krieg und zur Teilung der Welt führten.Von nun an gab es den Freien Westen und den Ostblock, getrennt durch den Eisernen Vorhang und zudem gab es die Dritte Welt.

Gorbatschow leitet 1986 - 87 mit Glasnost und Peristroika die Auflösung der Sowjetunion ein. In ihrem Hegemonialbereich werden in der Folge die pseudokommunistischen Regierungen fast überall gestürzt.

Die sozialistische Planwirtschaft wird von neoliberaler Marktwirtschaft abgelöst. Als Neoliberalismus beherrscht sie nun, da auch China sich marktwirtschaftlich strukturiert, die ganze Welt. In Ostasien kann sich mit der boomenden Weltwirtschaft eine neue Mittelschicht etablieren, weltweit jedoch profitieren vor allem die wenigen Superreichen von der Globalisierung. Heute besitzt ein Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens, während die ärmere Hälfte über weniger als ein Prozent verfügt und etwa vierzig Prozent der Menschheit kein oder nur ein geringes Vermögen hat, zirka fünf Prozent sogar verschuldet sind.

Der Sieg des Kapitalismus und die Globalisierung steigerten die Vermögen der wenigen Superreichen monetär und in Relation in gewaltigem Ausmaße.

Die ungleiche Verteilung von Reichtum und Macht läßt eine Trennung der Menschheit in Profiteure und Konsumenten erkennen. Dieses Wirtschaftssystem, das alles der Profitmaximierung opfert, führte zu Umweltzerstörungen und Veränderungen des Weltklimas und schreitet in einem solchem Ausmaße fort, dass die Zukunft der Bewohner der Erde bedroht ist.

Das vergangene Jahrhundert war geprägt vom Wettstreit der Ideologien Kapitalismus und Staatssozialismus. Keine der auf diesen Theorien beruhenden Wirtschaftsformen hat die Bedürfnisse der Menschheit nach sozialer Gerechtigkeit, dauerhaftem Frieden und nachhaltigem Wohlstand befriedigen können.

Im Staatssozialismus wird die Macht diktatorisch von Parteifunktionären ausgeübt, die Wirtschaft bürokratisch verplant und die Gesellschaft entmündigt. Die Führung des Systems erstarrt mit einem auf Selbsterhalt bedachten Establishment. Die dabei unweigerlich entstehenden Fehler führten in den 90er

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