Finden Sie Ihren nächsten buch Favoriten

Werden Sie noch heute Mitglied und lesen Sie 30 Tage kostenlos
Die Corona Insolvenzwelle

Die Corona Insolvenzwelle

Vorschau lesen

Die Corona Insolvenzwelle

Länge:
141 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 5, 2020
ISBN:
9783752614732
Format:
Buch

Beschreibung

Die Corona-Krise bringt der deutschen Wirtschaft die tiefste Rezession seit Ende des 2. Weltkriegs. Doch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sinkt selbst in der Krise weiter. Wie kann das sein? Es ist noch nicht überstanden. Im Gegenteil. Es braut sich aus einer gefährlichen Melange verschiedener wirtschaftlicher Faktoren und stattlicher Rettungsmaßnahmen ein "Insolvenz-Tsunami" zusammen. Er könnte in absehbarer Zeit und mit massiver Zerstörungswucht die schon angeschlagene Wirtschaft treffen. Seien Sie also vorbereitet, wenn die Corona Insolvenzwelle losrollt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 5, 2020
ISBN:
9783752614732
Format:
Buch

Über den Autor

Ludwig-Maximilian Zellerberg ist ein renommierter deutscher Wirtschaftswissenschaftler und befasst sich seit langer Zeit mit Wirtschaftskrisen und ihren Effekten. Die Corona Insolvenzwelle ist seiner Ansicht nach die nächste ökonomische Eskalationsstufe der aktuellen Krise.


Buchvorschau

Die Corona Insolvenzwelle - Ludwig-Maximilian Zellerberg

„Nichts ist so beständig wie der Wandel"

Heraklit von Ephesos

VORWORT

„Corona war und ist derzeit das wohl gravierendste, globale Wirtschaftsthema überhaupt. Rasant ansteigende Infektionszahlen zwangen Regierungen weltweit zum Handeln. „Lockdown`s mit massiven Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sowie Verbote für Unternehmen zeigten auf, dass die Pandemie als eine so noch nie dagewesene Bedrohung wahrgenommen wurde. Die ergriffenen Maßnahmen und der viele Wochen andauernde Stillstand durch den „Lockdown" in vielen Bereichen der Wirtschaft haben natürlich auch drastische Folgen für die Konjunktur in Deutschland allgemein und für Millionen Unternehmen individuell.¹ Die Pandemie hat auch in Deutschland „konjunkturelle und strukturelle Schäden"² hervorgerufen, die noch Jahre nachhallen werden.

Ein Effekt, der recht zeitnah den ersten Nachhall der Corona-Pandemie in Deutschland darstellen könnte, ist eine drohende Insolvenzwelle der Unternehmen und eine steigende Zahl von Privatinsolvenzen. „Die absehbaren Konsequenzen können allerdings bereits jetzt als desaströs klassifiziert werden."³ Die Abläufe, die die Pandemie in Gang gesetzt hat, versucht nicht nur die Bundesregierung abzumildern. Weltweit sind Regierungen, Zentralbanken, Unternehmen und Selbständige derzeit bestrebt Maßnahmen zu ergreifen, damit die Krise überwunden werden kann. Aber eines zeigt sich trotz aller Bemühungen deutlich. Es wird kaum ohne massive „Schäden (Rezession, Pleiten, Arbeitsplatzverluste) in der Wirtschaft ausgehen. Und das schon nach der ersten Pandemie-Welle. „Die COVID-19-Pandemie stellt die deutsche Wirtschaft vor die größte Herausforderung der letzten Jahrzehnte.⁴ Nach den Erfahrungen aus der Finanzkrise vor einem Jahrzehnt scheint man noch schneller und mit höherem finanziellen Einsatz handeln zu müssen, um schlimmeres zu vermieden. Unzählige hunderte Milliarden Euro, Dollar etc. werden derzeit von den Regierungen und Zentralbanken weltweit eingesetzt, um mit verschiedensten Maßnahmen (Soforthilfe, Staatsgarantien, …) einen globales Systemversagen (im Sinne einer Weltwirtschaftskrise⁵) zu verhindern.

Von der Öffentlichkeit in diesen dramatischen Zeiten kaum wahrgenommen, warnen einige Experten vor einer gigantischen Insolvenzwelle ab Herbst 2020.⁶ Diese käme natürlich in einem für viele Unternehmen ungünstigen Moment, bedenkt man den vorausgegangenen langen „Lockdown im Frühjahr mit der anschließenden Urlaubszeit im Sommer. Natürlich sind nicht alle Branchen gleich betroffen, aber die negativen Signale kommen aus vielen Richtungen gleichzeitig.⁷ So bangen derzeit beispielsweise 85 Prozent der Reisebüros/-veranstalter und 76 Prozent der Hotels in Deutschland um ihre wirtschaftliche Existenz, hingegen sind es im Bereich der chemischen Industrie nur 6 Prozent und im Bausektor nur 2 Prozent.⁸ Insofern kann man davon ausgehen, dass weitere gravierende strukturelle Schäden in der deutschen Wirtschaft erst noch bevorstehen könnten. „… eine Rekordrezession, die alle Maßstäbe der vergangenen sieben Jahrzehnte sprengt.

Experten, die man vereinzelt hört werden scheinbar kaum wahrgenommen, wenn Sie vor einer gigantischen Insolvenzwelle ab Herbst 2020 warnen.¹⁰ Auch Aussagen wie „Die COVID-19-Pandemie stellt die deutsche Wirtschaft vor die größte Herausforderung der letzten Jahrzehnte.¹¹ oder „Corona-Pleitewelle rollt größte Rezession seit dem 2. Weltkrieg¹² scheinen bei vielen Bürgern und Unternehmen weniger dramatisch anzukommen. Für rund 10,1 Millionen Arbeitnehmer wurde im Frühjahr 2020 Kurzarbeit beantragt.¹³ Noch nie gab es mehr Kurzarbeiter in Deutschland - die Zahl übersteigt die der Finanzkrise (seinerzeit nur ca. 1,5 Millionen Kurzarbeiter) um ein Vielfaches¹⁴ - und dennoch herrscht ein gewisser Optimismus vor. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass die derzeitigen Zahlen eher einen Rückgang der Insolvenzahlen¹⁵ zeigen und immer weitere Konjunktur- und Hilfsmaßnahmen (beispielsweise die vorrübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht) ergriffen werden.¹⁶

Entgegen der weit verbreiteten Meinung - sicher geprägt auch durch die wahrgenommenen Lockerungen¹⁷ und die sich erholenden Auftragseingänge und Umsätze - scheint eben noch nicht alles „überstanden, insbesondere im Hinblick auf die Wirtschaft und Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil. Vor allem für die kleinen und mittleren Unternehmen ist die aktuelle Situation deutlich gefährlicher als seinerzeit nach der Finanzkrise. Tag für Tag wird das Risiko größer, nicht nur, weil die Zahl der „Zombie-Unternehmen immer größer wird.¹⁸

Man kann nur hoffen, dass es nicht zu einer weiteren Welle mit flächendeckendem Lockdown kommt, obwohl einzelne Prognosen inzwischen eher düsterer sind.¹⁹ Denn dann würden sich die Schäden, und die die noch auf uns zukommen, vervielfachen. „Europa droht eine Monster-Rezession! … wenn eine zweite Infektionswelle einen erneuten Lockdown notwendig macht.²⁰ Dieser gigantisch „Insolvenz-Tsunami wäre sicher auch für hunderttausende europäische Unternehmen zu viel und würde sehr wahrscheinlich eine gigantische globale Pleitewelle nach sich ziehen. Aber auch schon die erste Insolvenzwelle, an deren Anfang wir nun stehen könnten, ist zweifellos sehr gefährlich und wird enorme Zerstörungskraft entfalten.

Seien Sie also vorbereitet und nicht überrascht, wenn die erste große Corona-Insolvenzwelle über Deutschland hereinbricht.

Frankfurt a.M., 03.09.2020

Ludwig-Maximilian Zellerberg


¹ Vgl. Thorborg (2020).

² Thielenhaus (2020b).

³ Thielenhaus (2020b).

⁴ Römermann (2020), S. 3.

⁵ Vgl. Spiegel (2020b).

⁶ Vgl. Anger (2020); Reifenberger (2020a); Dierig (2020); Fröndhoff/Ludowig (2020); Gassmann (2020); Knitterscheidt et al. (2020).

⁷ Vgl. Knitterscheidt et al. (2020).

⁸ Vgl. Bockenheimer (2020).

⁹ Müller (2020).

¹⁰ Vgl. Anger (2020); Reifenberger (2020a); Dierig (2020); Ilg (2020); Peters/Neumann-Cosel (2020).

¹¹ Römermann (2020), S. 3.

¹² Euler Hermes (2020).

¹³ Vgl. Beeger (2020); Brinkmann (2020).

¹⁴ Vgl. Eckert (2020).

¹⁵ Vgl. Statistisches Bundesamt (2020).

¹⁶ Vgl. Hielscher (2020); vbw (2020).

¹⁷ Vgl. Thorborg (2020).

¹⁸ Vgl. Heyser (2020); Ulbricht (2020).

¹⁹ Vgl. Neumann (2020).

²⁰ Bockenheimer/Ginsburg/Harbusch (2020).

INHALT

Vorwort

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Die Corona Pandemie

Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft

Was sagt die Insolvenzstatistik?

Insolvenzschäden in der Wirtschaft

Branchen mit besonderer Gefährdung?!

Droht eine Kreditklemme?

Verändertes Investitionsverhalten?

Rückkopplungseffekte

Rettung durch die temporäre Umsatzsteuersenkung?

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Kredite werden die Welle nicht stoppen

Gibt es auch „Krisengewinner"?

Staatsfinanzen und Folgen

Fazit

Anhang

Literatur

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: COVID-19-Dashboard der WHO

Abbildung 2: QR-Code-Link zum COVID-19-Dashboard der WHO

Abbildung 3: WHO über COVID-19 Situation 24.08.2019 (Ausschnitte)

Abbildung 4: Erkrankungs- und Todesfälle in Deutschland (kumuliert)

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die Corona Insolvenzwelle denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen