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Tony Ballard #319: Töte Tucker Peckinpah!: Horror-Serie

Tony Ballard #319: Töte Tucker Peckinpah!: Horror-Serie

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Tony Ballard #319: Töte Tucker Peckinpah!: Horror-Serie

Länge:
116 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
31. Mai 2016
ISBN:
9783739656151
Format:
Buch

Beschreibung

Ich drehte mich langsam um. "Hallo, Malcolm." Ich grinste. Ich sah bestimmt Grauen erregend aus. Ich spürte, dass nicht nur mein Mund, sondern mein ganzes Gesicht blutverschmiert war. "Du kommst zu spät. Chiara und ich haben soeben eine total abgefahrene Fete gefeiert."
"Du gottverdammtes Monster", krächzte Malcolm angewidert. "Was hast du getan?" Er starrte fassungslos auf die Leiche.
Herausgeber:
Freigegeben:
31. Mai 2016
ISBN:
9783739656151
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Tony Ballard #319 - A. F. Morland

München

Töte Tucker Peckinpah!

Tony Ballard Band 319

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1. Kapitel

Ich drehte mich langsam um. »Hallo, Malcolm.« Ich grinste. Ich sah bestimmt Grauen erregend aus. Ich spürte, dass nicht nur mein Mund, sondern mein ganzes Gesicht blutverschmiert war. »Du kommst zu spät. Chiara und ich haben soeben eine total abgefahrene Fete gefeiert.«

»Du gottverdammtes Monster«, krächzte Malcolm angewidert. »Was hast du getan?« Er starrte fassungslos auf die Leiche.

»Das siehst du doch.«

»Chiara …«

»Sie ist tot«, sagte ich. »Du hast sie verloren.«

»Du …« Dafür, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit noch nie einem Vampir begegnet war, reagierte er überraschend mutig. Er hätte besser daran getan, aus dem Fenster zu springen und abzuhauen, doch anstatt sich in Sicherheit zu bringen, griff er mich an.

Der Typ war irre.

Er stürzte sich auf mich, als wäre ich einfach nur ein abartig veranlagter Killer, der seine Freundin abgemurkst hatte. Er war so durchgeknallt, dass er sich doch glatt mit einem Vampir anlegte. Begriff er nicht, dass das nur schiefgehen konnte? Oder war ihm egal, was mit ihm passierte, weil er ohnedies ohne Chiara nicht mehr leben wollte?

Okay, wenn er sterben wollte, war er bei mir an der richtigen Adresse. Ich warf mich ihm wild entgegen. Seine Faust landete wie eine Dampframme in meinem Gesicht.

Er hatte einen guten Punch. Mein Nasenbein brach mit einem hässlichen Knirschen. Egal. Der Bruch würde in Kürze wieder heilen. Das ist bei Vampiren so.

Ich spürte keinen Schmerz.

Malcolm prallte gegen mich. Verzweiflung, Wut und Hass machten ihn immens stark. Ich war ihm dennoch kräftemäßig überlegen. Das bekam er jetzt zu spüren.

Ich packte ihn, riss ihn herum und warf ihn auf seine tote Freundin. Das Bett brach krachend zusammen. Chiara und Malcolm fielen dumpf polternd auf den Teppichboden. Die Eltern des Mädchens hätten taub sein müssen, wenn sie davon nicht wach geworden wären. Taub oder tot.

Sie waren beides nicht. Ich hörte ihre aufgeregten Stimmen. Irgendwo unten. Was sie sagten, war nicht zu verstehen. Es interessierte mich aber auch nicht. Mir war im Moment nur Malcolm wichtig.

Er kam benommen auf die Beine. Ich stieß ihn so hart gegen die Wand, dass sein Körper den Gipskarton, aus dem sie bestand, eindrückte.

Gelbe Glasfaserwolle kam zum Vorschein. Dämmmaterial. Ich schlitzte Malcolm mit meinen Krallen die Kleidung auf. Aber nicht nur sie.

Auch seine Haut bekam einige lange, tiefe Wunden ab. Sie begannen sofort stark zu bluten. Was für ein Anblick. Er machte mich blind vor Gier – obwohl ich eigentlich satt war. Ich fauchte aggressiv.

Auf der Treppe waren dumpfe Schritte zu hören. Mr. und Ms. Nassar kamen ins Obergeschoss. Ms. Nassar rief fortwährend mit durchdringender Stimme: »Oh mein Gott! Heiliger Himmel! Um Gottes willen, was ist da los, Yussef?«

Yussef Nassar sagte nichts. Er erreichte die Tür, die in Chiaras Zimmer führte, wollte sie aufreißen, doch das ging nicht, weil seine Tochter sich sicherheitshalber eingeschlossen hatte, damit ihre Eltern sie nicht mit Malcolm in flagranti erwischen konnten.

»Chiara!«, brüllte der Vater.

»Chiara!«, rief die Mutter.

»Wieso ist die Tür abgeschlossen?«, brüllte Yussef Nassar.

»Sie hat sich eingesperrt?«, schrillte Ms. Nassar. »Warum, Yussef?«

»Das musst du deine Tochter fragen, Marga.«

Das wollte sie tun. »Chiara, wieso …«

»Mach die Tür auf, Chiara!«, überschrie der Mann seine Frau. »Auf der Stelle.« Er trommelte mit den Fäusten gegen das Holz. »Ich befehle es dir.«

Ich verletzte Malcolm abermals mit meinen Krallen. Ich hackte erbarmungslos damit zu, fetzte ihm Fleisch aus der Brust. Er schrie auf.

»Was ist da drinnen los?«, wollte Yussef Nassar wissen. »Wen hast du bei dir, Chiara?«

»Sie hat jemanden bei sich?« Eigentlich war diese Frage überflüssig, weil Chiara nie und nimmer wie ein Mann geschrien hätte. Aber Marga Nassar war ja völlig durcheinander.

»Halt den Mund, Marga!«, schnappte Yussef Nassar. Er rüttelte zornig am Türknauf. »Chiara, mach endlich die verdammte Tür auf, sonst trete ich sie ein.«

Malcolm begriff endlich, dass er mir nicht gewachsen war.

»Chiara!«, schrie Yussef Nassar. »Zum letzten Mal …!«

Malcolm torkelte zum Fenster. Ich riss ihn zurück. Er fiel auf die Knie.

»Geh zur Seite, Marga!«, verlangte Yussef Nassar von seiner Frau.

»Meine Güte, was hast du vor, Yussef?«

»Zur Seite, hab ich gesagt!«

Ich krallte meine Finger in Malcolms Haar. Yussef Nassar prallte zum ersten Mal hart gegen die Tür. Ich riss Malcolms Kopf zur Seite. Er wehrte sich verzweifelt. Nassar prallte zum zweiten Mal gegen die Tür.

»Chiara, wieso antwortest du nicht?«, rief die Mutter des Mädchens.

Ich beugte mich über Malcolm. Nassar versuchte mit einem dritten Anlauf die Tür aufzukriegen. Das Holz knackte. Im Türstock bildete sich ein dünner Riss.

Ich ließ mich nicht beirren. Malcolm musste sterben. Und wenn es Chiaras Eltern gelang, das Zimmer zu betreten, würde ich auch ihnen das Leben nehmen.

Malcolm schlug nach meinem Gesicht. Ich biss ihn in die Hand. Er stieß einen kläglichen Jammerlaut aus, wollte sich irgendwie freizappeln, doch das ließ ich nicht zu.

Rrrumms!

Wieder war Yussef Nassar gegen die Tür gedonnert, und der Riss im Türstock war breiter und länger geworden.

»Mein Kind!«, wimmerte Marga Nassar.

Ich schlug meine spitzen Hauer in Malcolms Hals.

»Mein Baby!«, schluchzte Marga Nassar.

Ich biss eine riesige Wunde in Malcolms Fleisch.

»Meine Chiara!«, krächzte Marga Nassar. Sie schien zu spüren oder irgendwie zu wissen (manche Mütter haben so etwas wie einen übernatürlichen Draht zu ihren Kindern), dass ihre Tochter nicht mehr lebte.

Malcolm starb röchelnd in meinen Händen. Ich stieß ihn von mir, als er tot war, und sprang aus dem Fenster. Einen Sekundenbruchteil später bekam Yussef Nassar endlich die Tür auf. Sie schwang zur Seite und krachte laut gegen die Wand. Ich hörte den Mann geschockt stöhnen, als das Grauen ihn ansprang wie ein reißendes Tier, und Marga Nassar kreischte sich in eine tiefe Ohnmacht.

Von der eigenen Panik vorwärtsgepeitscht, stürmte Noah Dayan atemlos durch sein Haus. Yoolapan hatte es nicht eilig, ihm zu folgen.

Es gefiel ihm, das kleine Flämmchen der Hoffnung noch kurze Zeit in seinem Opfer flackern zu lassen, ehe er es gnadenlos ausblies.

Dayan erreichte die Haustür. Er riss sie auf. Der Exekutor hob die Hand, zeigte auf sie, und sie knallte gleich wieder ins Schloss.

Dayan wollte sie noch einmal öffnen, doch das ging nicht mehr, weil Yoolapan sie magisch verriegelt hatte. In seiner heillosen Angst versuchte sich Noah Dayan in den Keller zu retten.

Der Exekutor zeigte kurz auf die Füße seines Opfers. Das hatte zur Folge, dass Dayan stolperte und die Kellertreppe hinunterkugelte.

Höchst amüsiert brach der Schlangenhäuptige in schallendes Gelächter aus. Der wilde Sturz blieb für Noah Dayan nicht ohne Folgen.

Er brach sich dabei mehrere Rippen. Von diesem Moment an war für ihn jeder Atemzug mit Höllenqualen verbunden. Er blieb aber trotzdem nicht am unteren Ende der Treppe liegen, sondern rappelte sich ächzend auf, torkelte mit schmerzverzerrtem Gesicht wie ein Betrunkener den Kellergang entlang und sperrte sich im Heizungsraum ein.

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