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Tony Ballard #321: Die Angst geht um in Mystic Town: Horror-Serie

Tony Ballard #321: Die Angst geht um in Mystic Town: Horror-Serie

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Tony Ballard #321: Die Angst geht um in Mystic Town: Horror-Serie

Länge:
115 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
31. Mai 2016
ISBN:
9783739656168
Format:
Buch

Beschreibung

Mir stockte kurz der Atem, als ich den silbernen SUV auf Boram zufahren sah. Aber dann sagte ich mir, dass ich mir um die Dampfgestalt keine Sorgen zu machen brauchte. Und so war es dann auch.
Boram wurde von dem Wagen zwar angefahren und in Stücke gerissen, aber die fügten sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite gleich wieder zusammen, und der Nessel-Vampir rannte weiter.
Der Autofahrer war nicht einmal dazu gekommen, zu reagieren. Was mag er sich jetzt wohl denken?, fragte ich mich. Dass er bloß hellen Rauch oder Dampf gesehen hat? Dass ihm seine Sinne einen Streich gespielt haben? Dass er eine Halluzination hatte? Dass er durch eine Wolke gefahren ist, die aussah wie ein Wesen mit Kopf, Armen und Beinen?
Herausgeber:
Freigegeben:
31. Mai 2016
ISBN:
9783739656168
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Tony Ballard #321 - A. F. Morland

München

Die Angst geht um in Mystic Town

Tony Ballard Band 321

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1. Kapitel

Griffin Bush war Farmer. Er hatte zwei Söhne: Wilbur, 17, und Carter, 18. Die beiden konnten nicht unterschiedlicher sein. Der gut aussehende, schwarzhaarige Wilbur verkörperte alles, was schlecht war, während man Carter – er war ein etwas herberer Typ – nach seinem Tod wohl heiligsprechen würde. Das behauptete jedenfalls Wilbur gelegentlich mit süffisant-verächtlichem Grinsen. Carter machte seinem Vater viel Freude.

Er war wissbegierig und arbeitsam, hielt die Familientradition hoch und besuchte immer wieder das Grab seiner Mutter, die ihre Lieben nach zwei schweren Schlaganfällen für immer verlassen musste.

»Es ist gut, dass sie es endlich gepackt hat«, murmelte Wilbur am Tag ihres Todes erleichtert hinterm Haus.

Carter sah ihn angewidert an. »Wie kannst du nur so etwas Schreckliches sagen?«

»Sie war doch für uns alle nur noch eine Last.«

»Hör auf, so zu reden.«

»Hey, was ist denn? Ich sage doch bloß die Wahrheit. Ich kann nicht so scheinheilig tun wie du.«

Carter ballte die Hände zu Fäusten. »Noch ein Wort und …«

»Und was?« Wilbur reckte seinem Bruder das Kinn herausfordernd entgegen. »Willst du mich etwa verprügeln? Nur zu. Schlag mich. Hau mich in die Fresse, Bruder. Das möchtest du doch, oder? Na los. Tu dir keinen Zwang an.«

Carter explodierte beinahe vor Wut und Hass.

»Weichei«, reizte ihn Wilbur weiter. »Feigling. Schlappschwanz. Wenn ich etwas will, dann tue ich es einfach.«

Carter drehte sich hastig um, um nicht doch noch die Beherrschung zu verlieren. Er war stark. Stärker als Wilbur. Aber er war ein friedliebender Mensch und wollte seinen Bruder nicht schlagen.

»Wenn ich etwas haben will, nehme ich es mir«, tönte Wilbur hinter ihm. »Einfach so.« Er schnippte mit den Fingern. »Wie zum Beispiel Debra Danae. Das zierliche Pflänzchen. Das zarte Blümchen, das dir so gut gefällt, das du von weitem anhimmelst, dem du dich aber nicht zu nähern wagst. Da liegst du lieber nachts wach in deinem zerwühlten Bett, denkst mit dicken Schweißperlen auf der Stirn an sie, verzehrst dich nach ihr und holst dir in aller Heimlichkeit einen runter.«

Jetzt war das Maß voll. Carter fuhr herum. Seine Augen schienen zu glühen. »Du elender Bastard!«, stieß er hasserfüllt hervor. »Du lügst.«

»Na ja, ich lüge sehr oft«, gab Wilbur unverfroren zu, »aber diesmal nicht. Diesmal sage ich die Wahrheit.«

»Du hast Debra mit deinen dreckigen Griffeln nicht angefasst.« Carters Blut kochte.

»Du kannst sie ja fragen. Ihre Antwort wird allerdings für euch beide sehr peinlich sein. Sie wird sich garantiert maßlos schämen, weil sie nicht dich, sondern mich rangelassen hat. Ja, Bruder, ich habe dein Herzblatt gefickt.« Wilbur lachte schmierig. »Mir hat es gefallen. Ihr nicht so sehr. Wenn dir das ein Trost ist.«

Carters Halsschlagadern zuckten. »Debra würde sich niemals mit dir einlassen.«

»Warum nicht?«

»Sie ekelt sich vor dir.«

»Hat sie dir das erzählt?«

»Ich weiß es.«

Wilbur feixte. »Aber ich sehe besser aus als du. Das kannst du nicht leugnen.«

»Du bist nichts weiter als ein ansehnlich verpackter Dreckshaufen.«

Wilbur lachte. »Aus dir spricht tonnenweiser Neid, mein Bester. Mir ist auf jeden Fall gelungen, wovon du seit langem träumst. Ich hab die kleine Debra angebohrt, hab mich mit ihr im elterlichen Stall vergnügt. Auf den Strohballen. Frag sie. Sie wird es bestätigen. Natürlich musste ich ein wenig nachhelfen. Ich bin schließlich nicht wie du, bin kein Gentleman, der sich mit seinem gottverdammten Edelmut selbst im Weg steht. Ich habe Debra ein bisschen was zu rauchen gegeben. Und zu trinken. Aber dann war sie sehr gefügig, ließ alles mit sich anstellen und erfüllte mir jeden Wunsch. Der tollpatschige Bauerntrampel hat mir sogar einen geblasen. Zwar nicht besonders gekonnt, aber immerhin …«

»Ich bringe dich um!«

»Versuch es.«

Carter schlug zu.

Ayeza war mit einem weißen Laken zugedeckt. Auch ihr Gesicht. Als wäre sie gestorben. Allein dieser Anblick ging uns allen ziemlich unter die Haut.

Aber was sich unter dem Laken befand, war noch viel schrecklicher. Wir standen um das Bett herum, und mein Mund wurde trocken, als Vicky zu Mr. Silver sagte: »Ich möchte sie kurz sehen.«

Der Ex-Dämon zögerte. Er richtete seinen Blick auf mich, und als ich kaum merklich nickte, beugte er sich über das, was von der abtrünnigen Hexe übrig war, griff nach einem Lakenzipfel und hob ihn hoch.

Sobald Vicky das verbrannte Gesicht und einen Teil des Oberkörpers sah, zog sie die Luft scharf ein und wich einen halben Schritt zurück.

»Grundgütiger«, entfuhr es ihr.

Mr. Silver ließ das Laken wieder auf die schlafende Hexe fallen.

Vicky wandte sich mir zu.

Ich nahm sie in meine Arme und drückte sie an mich. Dabei spürte ich, wie sie zitterte.

»Mago …«, krächzte Vicky. »Er gehört vernichtet …«

Gott, wie oft hatten wir das schon versucht. Es war uns nur leider nie gelungen.

»Wir werden ihn auslöschen«, flüsterte ich grimmig in Vickys Ohr. »Eines Tages wird er uns in die Hände fallen, seine Uhr wird abgelaufen sein und wir werden ihn für alle Zeiten fertigmachen. Davon bin ich felsenfest überzeugt.«

In mir meldete sich eine Stimme, die ich nicht hören wollte, aber sie scherte sich nicht darum. »Hier ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens«, sagte sie höhnisch.

Ich presste die Kiefer zusammen.

»Mago kann man nicht töten«, ärgerte mich die lästige Stimme.

»Jedes schwarze Wesen kann man töten«, hielt ich zornig dagegen.

»Der Schwarzmagier ist euch allen überlegen.«

»Wir kriegen ihn. Verdammt noch mal, wir kriegen ihn, und wir werden seine Existenz so restlos zerstören, dass die Hölle ihn nie wieder richtig zusammensetzen kann.«

»Tony«, sagte Roxane.

Ich ließ Vicky los und sah die weiße Hexe an.

»Ist alles in Ordnung, Tony?«, fragte Roxane. Sie klang besorgt.

Ich kniff die Augen zusammen. »Ich möchte mich noch einmal in Yuri Balnikows Antiquitätenladen umsehen.«

»Wozu?«, fragte Roxane.

Ich zuckte mit den Achseln. »Vielleicht, um eine Spur zu finden.«

»Eine Spur?«, fragte Vicky.

Ich nickte. »Die mich zu Mago führt.«

Eine blonde Frau Mitte vierzig war damit beschäftigt, ihre frisch gewaschene Wäsche neben dem Haus aufzuhängen. Sie musste in jungen Jahren außergewöhnlich hübsch gewesen sein und war noch immer sehr attraktiv. Daryl Crenna alias Pakka-dee stoppte seinen Pickup und streckte den Kopf zum Fenster hinaus. »Sind Sie Ms. Jones?«

Die Frau nickte. Der Mann aus der Welt des Guten sagte ihr, dass der Saloon-Besitzer gemeint habe, sie hätte zwei schöne Zimmer zu vermieten.

Sie nickte abermals. »Das ist richtig, Mister.«

»Wunderbar«, sagte Daryl und stieg aus.

Auch Bruder John verließ den Wagen. Die beiden Männer stellten sich höflich vor. Mia Jones hängte die restliche Wäsche in die Sonne, und als sie den Korb aufheben wollte, kam ihr Daryl zuvor. »Wenn Sie erlauben«, sagte er lächelnd.

»Oh, ein Gentleman«, bemerkte sie angetan.

Er grinste. »Der ganz alten Schule.«

Mia Jones nahm die Männer mit ins Haus, zeigte ihnen

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