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Tony Ballard #290: Die Teufels-Ninjas von Tanger: Horror-Roman
Tony Ballard #290: Die Teufels-Ninjas von Tanger: Horror-Roman
Tony Ballard #290: Die Teufels-Ninjas von Tanger: Horror-Roman
eBook125 Seiten1 Stunde

Tony Ballard #290: Die Teufels-Ninjas von Tanger: Horror-Roman

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Über dieses E-Book

Tokio...
Ein wahrer Hexenkessel. Laut, hektisch und menschenüberladen. Die Stadt hat 23 Bezirke mit fast 8,5 Millionen Einwohnern. Im gesamten Ballungsgebiet sind es fast 34,5 Millionen, und damit ist Tokio weltweit die größte Metropolregion. Doch es ist nicht unbedingt ein Segen, hier zu leben, denn die Stadt liegt in einer der aktivsten Erdbebenzonen der Welt. Kleine, bemerkbare Erdbeben sind nichts Außergewöhnliches. Während der sehr aktiven Phasen können sie fast täglich auftreten. Manchmal rumpelt Mutter Erde auch etwas mehr, ohne dass man sich darüber groß aufregt. Beängstigend ist jedoch, dass seriöse Seismologen für die nähere Zukunft ein verheerendes Erdbeben vorhersagen. Es wird die Größenordnung des großen Kanto-Erdbebens von 1923 haben, dem mehr als 200.000 Menschen zum Opfer fielen. Davor haben die Bewohner der Stadt Angst. Doch das ist noch nicht alles, wovor sie sich fürchten. Es gibt noch etwas anderes, etwas Unheimliches, das so manchem entsetzliche Albträume beschert: Die Rückkehr der Teufels-Ninjas.
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum11. März 2016
ISBN9783739640747
Tony Ballard #290: Die Teufels-Ninjas von Tanger: Horror-Roman
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Tony Ballard #290 - A. F. Morland

    München

    Die Teufels-Ninjas von Tanger

    Tony Ballard Band 290

    von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

    Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

    Über Tony Ballard:

    ... so hieß ich für meine Freunde. Meine Feinde aber nannten mich den Dämonenhasser. Und Feinde hatte ich viele – Kreaturen des Bösen, Vertreter der so genannten schwarzen Macht, kurz, die Hölle selbst war der Feind, gegen den zu kämpfen ich geschworen hatte. Ein Kampf, der damals in meinem Heimatdorf Griddledon, unweit von London, begonnen hatte, als ich es wagte, den sieben Hexen, die das Dorf alle hundert Jahre heimsuchten – nachdem mein Vorfahre, der Hexenhenker Anthony Ballard, sie aufgeknüpft hatte – die Stirn zu bieten.

    Tatsächlich gelang es mir, diesen Fluch zu brechen und die Teufelsbräute zu vernichten, indem ich die Glut ihres Lebenssteins mit meinem Blut löschte. Aber ich hatte mehr getan, als nur mein Dorf zu erlösen – ich hatte meine Berufung gefunden. Fortan herrschte Krieg zwischen mir und den Vasallen der finsteren Mächte. Allerdings wäre ich schnell verloren gewesen, hätte ich mich meinen schwarzblütigen Gegnern mit bloßen Händen und allein gestellt. Was ich aber, gottlob, nicht tun musste ... Mir stand eine Reihe von Waffen zur Verfügung, allen voran mein magischer Ring: Nach meinem Sieg über die Hexen von Griddledon hatte ich ein Stück aus ihrem schwarzen Lebensstein gebrochen, in Form eines Pentagramms schleifen und in einen Goldring einsetzen lassen. Diesem Kleinod wohnten starke weißmagische Kräfte inne, die mir vor allem im Nahkampf gegen meine höllischen Widersacher hervorragende Dienste leisteten. Ebenfalls ständig bei mir trug ich einen Colt Diamondback, der mit eigens für mich gefertigten und geweihten Silberkugeln geladen war – absolut tödlich für viele Schwarzblütler. Meine stärkste Waffe jedoch war zugleich mein bester Freund und treuester Kampfgefährte: Mr. Silver, ein abtrünniger Dämon von der untergegangenen Silberwelt, der seine fantastischen Fähigkeiten für das Gute einsetzte.

    Der hünenhafte Ex-Dämon mit dem Silberhaar konnte zum Beispiel seinen Körper in massives Metall verwandeln, ohne dadurch an Beweglichkeit einzubüßen. So schützte er sich vor Verletzungen, derweil er Gegnern mit seinen zu Hieb- oder Stichwaffen umgeformten Silberfäusten zu Leibe rückte. Außerdem konnte er aus seinen perlmuttfarbenen Augen vernichtende Feuerlanzen abschießen, er verfügte über ein »Dämonen-Radar«, und auch darüber hinaus überraschte er mich immer wieder mit neuen Kniffen. Seine »magische Trickkiste« schien unerschöpflich. Noch vor Mr. Silver hatte ich einen anderen Mann kennen gelernt, ohne dessen Hilfe mein Kampf gegen Dämonen, Vampire, Werwölfe und dergleichen weit weniger effektiv gewesen wäre: Der reiche Industrielle Tucker Peckinpah, dem die schwarze Macht selbst einen herben Schicksalsschlag beigebracht hatte, überredete mich, meinen Job als Polizeiinspektor in Griddledon aufzugeben und stattdessen als von ihm exklusiv beschäftigter Privatdetektiv in London ansässig zu werden, um mich so ausschließlich darauf zu konzentrieren, die Hölle in ihre Schranken zu verweisen. Ich willigte ein, und seither hielt mir Tucker Peckinpah mit seinem Geld den Rücken frei und öffnete mir mit seinen weitreichenden Beziehungen zahlreiche Türen, ohne die ich in vielen Fällen nie ans Ziel gelangt wäre. Mithilfe solcher Waffen und Freunde schaffte ich es nicht nur, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, sondern letztlich auch den finalen Triumph zu erringen: Asmodis starb – und mit ihm die ganze Hölle!

    Das glaubten wir jedenfalls, wiegten uns in Sicherheit und zogen uns ins Privatleben zurück, das wir uns so viele Jahre lang versagen mussten, weil stets das Damoklesschwert der schwarzen Macht über unseren Köpfen schwebte. Jetzt aber heiratete ich meine langjährige Freundin Vicky Bonney, wir kehrten in unser Heimatdorf zurück, wurden Eltern eines Sohnes und lebten glücklich und zufrieden. Doch diese Idylle war nur von kurzer Dauer ... denn das Böse erwachte zu neuem Leben und griff brutaler als je zuvor nach dem unseren! Die Einwohner von Griddledon wurden zu Handlangern der Hölle und vollstreckten das Todesurteil, das die Mächte der Finsternis über mich und meine Familie verhängt hatten. Und um mich so hart und grausam wie nur möglich zu bestrafen für meine unzähligen Siege über das dämonische Geschmeiß, zwang man mich, dabei zuzusehen, wie Vicky und unser zweijähriger Sohn Andrew, die ich mehr liebte als sonst etwas auf der Welt, mir in den Tod vorangehen mussten ... Das war der Augenblick, in dem die Hölle gesiegt hatte.

    Nach all den Jahren erfolgreicher Schlachten gegen das Böse war ich, Tony Ballard, der gefürchtete Dämonenhasser, bezwungen. Nun gab es nichts mehr, für das ich kämpfen, nicht einmal mehr leben wollte. Meine Familie war tot, und ich hatte sie nicht retten können. Warum also sollte ich nicht auch sterben? Der Tod hatte seinen Schrecken verloren. Und so ging ich ihm entgegen – nicht mutig und stolz erhobenen Hauptes, sondern gebrochen und nur noch auf Erlösung hoffend von der Hölle, zu der mein Leben geworden war ...

    1. Kapitel

    Tokio...

    Ein wahrer Hexenkessel. Laut, hektisch und menschenüberladen. Die Stadt hat 23 Bezirke mit fast 8,5 Millionen Einwohnern. Im gesamten Ballungsgebiet sind es fast 34,5 Millionen, und damit ist Tokio weltweit die größte Metropolregion. Doch es ist nicht unbedingt ein Segen, hier zu leben, denn die Stadt liegt in einer der aktivsten Erdbebenzonen der Welt. Kleine, bemerkbare Erdbeben sind nichts Außergewöhnliches. Während der sehr aktiven Phasen können sie fast täglich auftreten. Manchmal rumpelt Mutter Erde auch etwas mehr, ohne dass man sich darüber groß aufregt. Beängstigend ist jedoch, dass seriöse Seismologen für die nähere Zukunft ein verheerendes Erdbeben vorhersagen. Es wird die Größenordnung des großen Kanto-Erdbebens von 1923 haben, dem mehr als 200.000 Menschen zum Opfer fielen. Davor haben die Bewohner der Stadt Angst. Doch das ist noch nicht alles, wovor sie sich fürchten. Es gibt noch etwas anderes, etwas Unheimliches, das so manchem entsetzliche Albträume beschert: Die Rückkehr der Teufels-Ninjas.

    Makiko Hamura, Fukuzawa Shini und Ikiro Yukishi hatten sie geheißen. Sie hatten sich gemeinsam in ihre Schwerter gestürzt und ihr Leben auf diese Weise dem Bösen geschenkt und die Hölle hatte sie dafür zu Teufeln gemacht, die fortan unermüdlich als Seelensammler durch die Stadt geschlichen waren.

    Viele Menschen waren ihnen damals zum Opfer gefallen. Damals – vor etwa 50 Jahren. Nirgendwo war man vor ihnen sicher gewesen. Weder auf der Straße noch in seinen eigenen vier Wänden. Man hatte jederzeit und überall mit ihrem Auftauchen rechnen müssen. Vor allem zur Nachtzeit waren Makiko Hamura, Fukuzawa Shini und Ikiro Yukishi sehr aktiv gewesen.

    Sie hatten ihre Opfer überfallen, in eine Höhle außerhalb der Stadt verschleppt und dort so lange grausam gepeinigt, bis sie ihre arme Seele aushauchten.

    Wie viele sich die schwarzen Bestien mit den langen roten Hörnern geholt hatten, vermochte niemand zu sagen. Es war von Hunderten die Rede.

    Manchmal auch von Tausenden. Doch das war wohl übertrieben. Dass es aber sehr viele gewesen waren, stand fest. Eines Tages war damit Schluss gewesen.

    Schlagartig. Makiko Hamura, Fukuzawa Shini und Ikiro Yukishi tauchten nirgendwo mehr auf. Niemand kannte den Grund. Niemand – außer Machi Tanaka.

    Er hatte seine Schwester und deren Freund durch die Teufels-Ninjas verloren und diesen schwarzen Satanswesen grimmige Rache geschworen.

    Es war ihm gelungen, ihre Höhle zu finden. Knapp 20 Jahre war er damals alt gewesen – und mutiger als 20 Kamikaze. Mit beispielloser Entschlossenheit hatte er seine heimlichen Vorbereitungen getroffen. Bereit, sein Leben für den Erfolg zu geben. In einer klaren Vollmondnacht hatte er einen nahen Shinto-Schrein aufgesucht und selbst geweiht, was er mitgebracht hatte. Anschließend hatte er sich zur Höhle der Teufels-Ninjas begeben.

    Sie war zu dieser Zeit verwaist gewesen, so dass er seine Vorbereitungen unbemerkt und ungehindert zum Abschluss bringen konnte. Dann hatte er gewartet.

    Stunden um Stunden. Er hatte schon befürchtet, Makiko Hamura, Fukuzawa Shini und Ikiro Yukishi würden nie mehr zurückkommen, aber schließlich tauchten sie doch auf.

    Im Osten graute der Morgen. Machi Tanakas Herz quoll über vor Hass, als er die Teufels-Ninjas erblickte. Er hatte seine Schwester über alles geliebt, und der

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