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Tröstungen: Ein Gebetsweg durch die Offenbarung

Tröstungen: Ein Gebetsweg durch die Offenbarung

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Tröstungen: Ein Gebetsweg durch die Offenbarung

Länge:
255 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 3, 2020
ISBN:
9783417229851
Format:
Buch

Beschreibung

Wenn Gott selbst, der Schöpfer von Himmel und Erde, seine Gedanken über die Zukunft der Erde mitteilt, löst das eine große Faszination aus - genauso wie so manches rätselhafte Fragen. Heinrich Christian Rust führt uns auf einem Gebetsweg durch jedes Buch der Johannes-Offenbarung: lesend, im Gespräch mit Gott, mit offenem Herzen und einem offenen Geist. So können wir das Reden Gottes durch diese prophetischen Texte ganz neu hören, hinein in unsere Zeit, in das eigene Leben. Eine wunderbare, tiefe und persönliche Reise zu den Geheimnissen Gottes.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 3, 2020
ISBN:
9783417229851
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Tröstungen - Heinrich Christian Rust

HEINRICH CHRISTIAN RUST

Tröstungen

Ein Gebetsweg durch

die Offenbarung

SCM R.Brockhaus ist ein Imprint der SCM Verlagsgruppe, die zur Stiftung Christliche Medien gehört, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

ISBN 978-3-417-22985-1 (E-Book)

ISBN 978-3-417-26960-4 (lieferbare Buchausgabe)

Datenkonvertierung E-Book: CPI books GmbH, Leck

© 2020 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH

Bodenborn 43 · 58452 Witten

Internet: www.scm-brockhaus.de; E-Mail: info@scm-brockhaus.de

Die Bibelverse sind folgender Ausgabe entnommen:

Elberfelder Bibel 2006, © 2006 by SCM R.Brockhaus in der SCM-Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen.

Umschlaggestaltung: Jens Vogelsang, Vogelsang Design, Aachen (www.vogelsangdesign.de)

Titelbild: shutterstock.com, © Triff

Autorenfoto: Heinrich Christian Rust: © unbekannt

Satz: typoscript GmbH, Walddorfhäslach

Illustrationen: Jens Vogelsang, Vogelsang Design, Aachen

(www.vogelsangdesign.de)

Ich widme dieses Buch

Dr. Jürgen Moltmann

in Dankbarkeit für alle ökumenische Verbundenheit und in der Vorfreude auf die Vollendung und ewige Herrlichkeit Gottes.

INHALT

Über den Autor

(K)ein Buch mit sieben Siegeln? Eine Einführung

Buch der Tröstungen

Buch der Offenbarung

Buch der Erwartungen

Anlass, Abfassung und Aufbau des Buches

Auslegung und Zugang zum Buch

Ein Gebetsweg durch die Offenbarung

Der Gebetsweg Kapitel für Kapitel durch die Offenbarung

1 | Offenbarung Jesu Christi

Offenbar

2 | Hören, was der Geist sagt

Höre doch!

3 | Überwinden durch den Überwinder

Wer überwindet …

4 | Die Perspektive des Himmels

Perspektivwechsel

5 | Das Lamm und das Buch

Über-Wunden

6 | Das Ende beginnt

Wie lange noch?

7 | Gottes Trost für seine Leute

Tränentrost

8 | Feurige Gebete der Heiligen

Glühende Gebete

9 | Aufrüttelnde Gerichte und Unbußfertigkeit

Bußfertig

10 | Entscheidende Konsequenzen

Bittersüß

11 | Niedergang und Aufstieg der Gemeinde Jesu

Wie viel Macht hast du?

12 | Der Gegenspieler Gottes

Stopp! Kein Zugang für Verkläger!

13 | Der Antichrist und sein Reich

Unglaublich

14 | Die Überwindergemeinde – Gottes Realität

Eins zählt

15 | Die letzten Gerichte

Zornige Liebe

16 | Schalen des Zornes Gottes – Wachsamkeit des Menschen

Bereit

17 | Demaskierungen des Bösen

Verknäulte Verführungen – gelüftetes Geheimnis

18 | Das Ende von Ende

Gefallen!

19 | Hochzeitliche Freude über den Fall des Bösen

Endgültige Freude

20 | Der Tod Satans und das Weltgericht

Der Tod ist tot!

21 | Der Himmel auf Erden – das messianische Reich

Gott pur

22 | Die neue Schöpfung Gottes kommt

Maranatha! Komm!

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

Über den Autor

Heinrich Christian Rust ist Pastor der evangelisch-freikirchlichen Friedenskirche in Braunschweig. Er ist als Autor, Referent und theologischer Lehrer bekannt. Über die Konfessionsgrenzen hinweg engagiert er sich in nationalen und internationalen Initiativen.

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

(K)ein Buch mit sieben Siegeln?

EINE EINFÜHRUNG

Buch der Tröstungen

Als ich geboren wurde, lebten nur etwa ein Drittel so viele Menschen auf der Welt wie heute. Mittlerweile sind es um die 7,75 Milliarden. Die Erde wird voller. Es wird enger. Die Uhrzeiger an der Weltenuhr und der alte blaue Planet drehen sich gefühlt immer schneller, sodass einem schwindelig werden könnte. Die globalen, universalen Gleichgewichtsstörungen bringen die Gletscher zum Weinen, die Winde zum Toben. Ganze Nationen reißen sich um einen Platz am gedeckten Tisch und kämpfen ums Überleben auf dieser Welt. Parlamente taumeln, Menschenmassen treibt es auf die Straßen. Ein winziges Virus führt einen weltweiten Krieg gegen die Nationen. Wir brauchen Lösungen, schnelle und nachhaltige Lösungen für die gewaltigen Probleme auf unserem Erdball!

Doch meine Seele sehnt sich nicht nur nach Lösungen, sondern ebenso nach Tröstungen. Nicht nur nach Zukunft, sondern auch nach Gegenwart. Der Erlösergott ist ebenso der Tröstergott. Er ist uns nah, er ist gegenwärtig, selbst wenn wir keine Antworten auf die brennenden Fragen unseres Lebens im 21. Jahrhundert haben. Oder zieht er sich doch zurück von seiner Welt? Straft er uns mit Ohnmacht und Ratlosigkeit? Warum greift der Gott des Friedens nicht ein in das Chaos der unzählig Leidenden? Warum schwanken selbst seine Kinder, sein Volk, seine Kirche? Warum überzeugen mich die vollmundigen Zukunftsträumer, die genialen Wissenschaftler und die politischen Berufsoptimisten kaum, wenn sie mir eine bessere Welt verheißen wollen? Ist es fünf vor zwölf auf der Weltenuhr? Werden ganze Länder versinken, Meere kippen, Menschen und Tiere nur noch ums Überleben kämpfen?

Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und kann mich an keinen Tag meines Lebens erinnern, an dem nicht für mich gebetet wurde oder an dem ich selbst nicht zu Jesus Christus gebetet hätte. Er ist der Heiland, der Herr, der Freund des Lebens, meines Lebens. Diese Wahrheit habe ich Jahr für Jahr immer wieder mit neuen Worten voller Vertrauen gebetet, gepredigt und gesungen. Der Glaube gibt mir Halt, er eröffnet mir eine Zukunft, die hier auf der Erde schon beginnt und auf eine Vollendung zusteuert. Ich spreche vom Reich Gottes, dieser Lebenswirklichkeit, die geprägt ist durch Gottes Gegenwart und seine heilende Zuwendung. Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit (Hebräer 13,8)! Warum sollte ich den Kopf hängen lassen, selbst wenn diese Welt unterginge? Ich gehöre zu der Mannschaft, die nach dem Motto lebt: Ich bin mehr als nur ein Kämpfer, mehr als lediglich ein Überwinder oder Optimist: Ich bin von Gott geliebt! Was Gott angefangen hat, das bringt er auch zum Ziel!

Allerdings kenne ich sehr wohl die Weltuntergangsstimmung mit ihren novembrigen Grautönen und deprimierenden Mollgesängen. Und doch ist mir gleichermaßen die harmonische Dur des neuen Liedes bekannt, das der Geist Gottes in mir Tag für Tag anstimmt. Es wird hell, farbig und fröhlich. Ich kenne Tage, da gluckse ich nur so vor Freude und Dankbarkeit über all dem Guten, das ich erlebe. Da sind diese beispielhaften Erfahrungen der Autorität Jesu, wenn ich Wunder erlebe: das unerklärbare und häufig sogar unerwartete Eingreifen Gottes in Krankheitsnot, Orientierungslosigkeit oder Armut. Wie viele Wunder habe ich schon erlebt! Wo Christus ist, da gibt es auch diese Anzeichen der neuen Wirklichkeit des Reiches Gottes.

Dennoch weiß ich gleichfalls von wunderlichen Zeiten, von Stunden, die Wunden schlagen und Narben hinterlassen. Und dann sind da auch jene Momente, in denen ich unter Schmerzen und Traurigkeit seufze und meine erdrückenden Fragen mich verstummen lassen. Augenblicke, in denen alle Gebete verhallen wollen; da pocht das Leiden seine Löcher in die Seele.

Warum gibt es diese beiden Seiten im Leben eines Christen, im Leben seines Volkes, seiner Kirche? Warum gibt es herrliche Höhen der Gottesgegenwart und traurige Todestäler, in denen wir schreien: »Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen?« (Psalm 22,2). Das Einmaleins des angebrochenen Gottesreiches, dieser neuen Wirklichkeit, lässt sich wohl nicht in schlichten Glaubenssätzen erlernen oder in theologischen Denk-Ouvertüren erfassen. Jesus Christus hat nach seiner Himmelfahrt nicht aufgehört zu leben. Er will mir begegnen. Er will mir nahe sein. Er tröstet mich durch seinen Geist, durch sein Wort, durch das Abendmahl und die Gemeinschaft der Erlösten. Er offenbart sich.

»Lesen Sie viel in der Johannes-Offenbarung! Es ist ein Trostbuch. Vergessen Sie das niemals!« Der sonst recht gefasste Theologieprofessor stand vor uns Studierenden mit Tränen in den Augen, so als würde er uns ein Geheimnis anvertrauen. Damals habe ich nicht gewusst, was er da sagen wollte. Doch zunehmend greife ich zur Bibel und schlage genau dieses letzte biblische Buch auf, um Trost zu finden. Immer dann, wenn mich die lauten Fragen zu ersticken drohen, wenn die Welt sich in den Schwindel drehen will.

Die Johannes-Offenbarung war mir lange Jahre wie ein »Buch mit sieben Siegeln«, das ich einfach nicht verstand. Da waren die reichlichen Hinweise auf alttestamentliche Propheten, die symbolische Sprache einer fremdartigen Apokalyptik, die angstmachenden Gerichtsszenen, die sich kapitelweise durch das Buch ziehen. Ich erinnere mich, wie ich in meiner Kindheit und Jugendzeit die Hochrechnungen einiger Endzeitler hörte, die angeblich herausgefunden hatten, was der Zeiger auf der Weltenuhr nun wirklich anzeigte. Sie lasen die Offenbarung wie eine Art Fahrplan für diese Endzeit. Da wurde ein bevorstehender neuer Weltkrieg vorhergesagt, der Antichrist erhielt immer einmal wieder ein neues Gesicht und die Christen sollten sich bloß nicht verführen lassen. Für einige stand die »große Trübsal« nun unmittelbar bevor, für die anderen gab es kein anderes Thema als das der Wiederkunft Jesu.

Ja, die ganze Kirchengeschichte berichtet immer wieder von eigenwilligen und sehr seltsamen Positionen zur Johannes-Offenbarung. So hat beispielsweise der größte Teil der Ostkirche das letzte Buch der Bibel für Jahrhunderte geradezu ignoriert. Und auch die Reformatoren behandelten es halbherzig. Martin Luther vertrat die Auffassung, dass »Christus darinnen weder gelehrt noch erkannt wird« (September-Testament 1522). Huldrych Zwingli behauptete sogar, dass die Offenbarung kein biblisches Buch sei (Berner Disputation 1528), und auch Jean Calvin hat es in seiner Bibelauslegung einfach übergangen. Braucht man dieses Buch der Bibel überhaupt?

Doch die Kirchengeschichte zeugt gleichfalls von einer ungewöhnlichen Beliebtheit und Verbreitung der Johannes-Offenbarung, nicht nur in Kunst und Dichtung. Johann A. Bengel (1687–1752) machte es zum Dauerthema für den Pietismus. »Ohne Tränen wurde die Offenbarung nicht geschrieben, sie wird auch ohne Tränen nicht verstanden« – so lautete sein hermeneutisches Credo zu diesem Buch der Tränen und der Tröstungen.

Die Offenbarung ist eine Schrift, die nicht nur zur Ratlosigkeit oder Empörung führt, sondern die auch emporhebt, wenn einen alles erdrücken will. Der Himmel berührt die Erde und die Erde berührt den Himmel. Es ist die Offenbarung des in den Himmel erhöhten Jesus Christus, die er seinem Apostel Johannes anvertraute. Dieser wurde davon ergriffen, getröstet und aufgerichtet. »Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit« (Offenbarung 1,17-18¹).

Doch dieses letzte Buch der Bibel soll nicht nur Johannes, sondern alle berühren, verändern und trösten, die es hören oder lesen. »Glückselig« werden die Menschen genannt, die seine Worte lesen, hören und bewahren (1,3). Es ist nicht nur ein Buch von rätselhaften Szenen und Zahlen, sondern es gibt zärtlichen Zuspruch, prächtige Perspektiven des erhöhten Herrn an eine fragende, angegriffene, weinende Christenheit. Es sind nicht Vertröstungen auf eine ferne Zukunft, sondern Tröstungen, die der gegenwärtige Christus selbst durch seinen Geist mitteilt.

Ich selbst habe in der Offenbarung schon viel Trost und Ermutigung erfahren. Gott hat direkt durch sie zu mir gesprochen und mich auferbaut. Mit diesem Buch will ich Sie einladen, der Johannes-Offenbarung neue Aufmerksamkeit zu geben. Dabei möchte ich vermeiden, dass wir uns in theologischen Auslegungskorridoren verirren oder in fiktiven Berechnungen der Zeit verlieren. Das betende Lesen dieser Offenbarungsschrift hat mir neue Zugänge eröffnet und mich von manchen abwegigen, irreführenden Auslegungen zurückgehalten – dies möchte ich mit Ihnen teilen.

Im Hauptteil dieses Buches finden Sie zunächst zu jedem Kapitel der Johannes-Offenbarung kompakt einige hoffentlich hilfreiche exegetische Betrachtungen, die Ihnen das Verständnis erleichtern und einen Überblick verschaffen. Sodann betrachte ich jeweils einen Vers aus dem jeweiligen Kapitel betend; ich meditiere darüber und höre dabei auf die Stimme Gottes.

Damit wir die Offenbarung aber besser verstehen und einordnen können, möchte ich vorab in dieser Einführung noch einige grundlegende Fragen beantworten – zu ihrer Intention, ihrem Aufbau und ihrer Auslegung.

Buch der Offenbarung

Die Johannes-Offenbarung ist weder ein pures Geschichtsbuch noch ein Erzeugnis kunstvoller apokalyptischer Dichtung. Es handelt sich im buchstäblichen Sinne um eine »Offenbarung« (griech. apokalypsis). Der Begriff bezeichnet einen Vorgang der »Entschleierung« von »schleierhaften«, ja, rätselhaften und geheimnisvollen Wirklichkeiten, die man als »Geheimnis« (griech. mysterion) bezeichnen kann. Derartige Offenbarungen kommen nicht aufgrund menschlicher Weisheit zustande, etwa durch eine Aneinanderreihung und logische Deutung von offensichtlichen Fakten, die man mit seinen natürlichen Sinnen erfassen kann. Paulus erläutert diese Entschlüsselung von geistlichen Geheimnissen mit folgenden Worten

Wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis (mysterion), die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit … Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet, die ihn lieben. Uns aber hat Gott es offenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes … Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten. Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird (1. Korinther 2,7.9-10.13-14).

Der biblische Begriff apokalypsis beschreibt nicht in erster Linie eine Literaturgattung, sondern verortet die Quelle der Erkenntnis bei einem sich offenbarenden Gott, der durch den Heiligen Geist kommuniziert. Zudem erläutert Paulus, dass der Zugang, die Deutung einer solchen Offenbarung, bei dem Empfänger, Hörer und Lesenden eine geistliche Kompetenz voraussetzt. Alle, die sich an eine Auslegung der Johannes-Offenbarung wagen, ohne vom Geist Gottes dazu befähigt zu sein, werden sich folglich schnell als Unwissende oder Besserwissende gegenüber dem Text vorfinden. Das Zeugnis Jesu ist hingegen der Geist der »Weissagung« (griech. propheteia – 19,10). Der Fokus des letzten Buches der Bibel ist demnach die Offenbarung Jesu Christi, des erhöhten Herrn, dem alle Autorität im Himmel und auf der Erde gegeben ist. Das unterscheidet dieses Buch von den Evangelientexten, welche Jesus auf der Erde beschreiben.

In erster Linie geht es in der Offenbarung nicht um neue Erkenntnisse aus der himmlischen Welt, wie denn nun die Abläufe am Ende dieser Weltzeit vorgesehen sind. Im Zentrum steht Jesus Christus selbst. Er offenbart sich als der Erhöhte, als der zur Rechten Gottes Sitzende. Ohne den, der in seinem Sterben die Sünden der Welt wie ein Lamm trug, der auferweckt ist von den Toten und nun der ewig Lebendige ist, erhöht in den Thronsaal des Himmels – ohne diesen Heiland wird der Trost der Welt niemals aufleuchten!

Zudem werden in einer Offenbarung Gottes Worte gehört. Es geht um klare Aussagen, nicht allein um Bilder oder Visionen, die rätselhaft bleiben. Der Offenbarungsempfänger sieht und hört eine himmlische Wirklichkeit, die nur ansatzweise mit den Worten und Bildern dieser Welt verglichen werden kann. Er nimmt Farben und Lichtqualitäten, Epochen und Zeiträume sowie symbolische Figuren und Gebilde wahr. Engel führen Johannes wie Navigatoren durch das ganze Geschehen hindurch. Sie geben ihm Anweisungen, wie er mit dem Gehörten und Geschauten umgehen soll. Nicht diese himmlischen Boten sollen angebetet werden, sondern Gott! Die persönliche Ergriffenheit des Offenbarungsempfängers, die zuweilen ekstatische Züge annehmen

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