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Heimat-Heidi 36 – Heimatroman: Nachfolger gesucht
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Heimat-Heidi 36 – Heimatroman: Nachfolger gesucht
eBook103 Seiten1 Stunde

Heimat-Heidi 36 – Heimatroman: Nachfolger gesucht

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Über dieses E-Book

Mit viel Herz und Verstand geht die Heimat-Heidi zur Sache, denn sie ist eine schöne Wirtin voller Tatendrang, die ihren Gästen und Mitmenschen jederzeit hilfreich zur Seite steht. Unterstützt, wenn auch nicht unbedingt immer in ihrem Sinne, wird Heidi dabei von ihrer nicht ganz volljährigen Tochter Steffi, einem feschen Mädel mit losem Mundwerk, und ihrer Mutter Luise, die keineswegs gewillt ist, kürzerzutreten und Heidi mit der Leitung des Bergerhofs alleinzulassen. Für schwungvollen, heiteren Familienzündstoff ist also bei aller Herzenswärme unserer Titelheldin jederzeit gesorgt!

"Du, der Dr. Gerler hat die Anzeige nun schon zum dritten Mal in der Zeitung…!" Luise saß am großen Tisch in der Küche und blätterte in der Wochenendausgabe der regionalen Tageszeitung. "Daß sich da niemand meldet", erwiderte Heidi. "Der Dr. Gerler hat doch eine ausgezeichnete Landpraxis. Die Leut der ganzen Gegend gehen zu ihm." "Vielleicht ist's ja grad' das, was einem möglichen Nachfolger davon abhält, sich um seine Praxis zu bemühen." "Wie soll ich das denn verstehen?" Heidi sah ihre Schwiegermutter fragend an. "Einmal zu viel Arbeit", antwortete diese. "Und in der Stadt können die jungen Leut' mehr verdienen. Sie teilen sich den Nacht- und Wochenenddienst öfter und sind nur alle Schaltjahr mal dran, sich ein Wochenend' um die Patienten bemühen zu müssen." Heidi nickte. "Das ist allerdings wahr. Der Dr. Berger war immer für alle und auch zu jederzeit da." "So was wird's wohl heut' nimmer geben"
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum9. Juni 2020
ISBN9783740966935
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    Buchvorschau

    Heimat-Heidi 36 – Heimatroman - Stefanie Valentin

    Heimat-Heidi

    – 36 –

    Nachfolger gesucht

    Stefanie Valentin

    »Du, der Dr. Gerler hat die Anzeige nun schon zum dritten Mal in der Zeitung…!« Luise saß am großen Tisch in der Küche und blätterte in der Wochenendausgabe der regionalen Tageszeitung.

    »Daß sich da niemand meldet«, erwiderte Heidi. »Der Dr. Gerler hat doch eine ausgezeichnete Landpraxis. Die Leut der ganzen Gegend gehen zu ihm.«

    »Vielleicht ist’s ja grad’ das, was einem möglichen Nachfolger davon abhält, sich um seine Praxis zu bemühen.«

    »Wie soll ich das denn verstehen?« Heidi sah ihre Schwiegermutter fragend an.

    »Einmal zu viel Arbeit«, antwortete diese. »Und in der Stadt können die jungen Leut’ mehr verdienen. Sie teilen sich den Nacht- und Wochenenddienst öfter und sind nur alle Schaltjahr mal dran, sich ein Wochenend’ um die Patienten bemühen zu müssen.«

    Heidi nickte. »Das ist allerdings wahr. Der Dr. Berger war immer für alle und auch zu jederzeit da.«

    »So was wird’s wohl heut’ nimmer geben«, erwiderte Luise. »Auch wenn tatsächlich ein Nachfolger für die Praxis gefunden werden wird, so wird der bestimmt net so hilfsbereit sein wie unser alter Doktor.«

    »So alt ist er doch noch gar net«, sagte Heidi.

    Luise lachte. »Du bist gut. Meinst du, ein Landarzt müßt’ so alt sein wie seine ältesten Patienten?«

    »Ja, Herrschaftseiten«, murmelte Heidi, »wie alt ist er denn, der Doktor?«

    »Er hat doch einen Sohn, den Gernot«, antwortete Luise. »Wenn ich mich recht erinner’, dann ist der ein Jahr jünger als du.«

    Heidi stutzte, dann nickte sie. »Das ist wahr, da hab’ ich gar net dran gedacht. Wenn der Gernot etwa so alt ist wie ich, dann mußt sein Vater…!«

    »Ich kann dir ziemlich genau sagen wie alt er ist«, fiel Luise ihrer Schwiegertochter ins Wort, »nämlich fünf-, oder sechsundsiebzig. Und damit ist er in meiner Altersklasse. Ich kenn’ ihn gut, auch als er noch ein Bub war und später studiert hat, er war immer ein fescher Bursch.«

    »Oje…!« Heidi atmete tief durch. »Und jetzt will er seine Praxis aufgeben und hat sein Leben hinter sich.«

    »Also, jetzt ist’s aber gut«, protestierte Luise. »Ich bin, glaub’ ich, noch ein Jahr oder gar zwei älter als der Doktor, und ich muß hier die ganze Küche obhuten. Bei mir redet keiner von Ruhestand und mein Leben, liebe Schwiegertochter, ist noch lange net zu Ende, nur daß du dir da keine falschen Vorstellungen zueigen machst.«

    Heidi lächelte, ging zu Luise, nahm sie in die Arme und drückte sie an sich.

    »Ich hab’ dir lange nicht mehr gesagt, daß du die beste aller Schwiegermütter bist«, sagte sie.

    »Ich schließe mich an…!« Heidis Tochter Steffi war hinzugekommen. Sie strahlte Luise an. »Du bist auch die beste aller Großmütter.«

    »Da schau her«, erwiderte Luise. »Seit wann das denn? Vor ein paar Tagen hast noch gesagt, daß…!«

    »Das nehm’ ich mit dem Ausdruck größten Bedauerns zurück«, erwiderte Steffi.

    »Was stimmt dich so fröhlich?« Heidi musterte ihre Tochter sehr aufmerksam. »Ist das Abitur abgeblasen worden und man hat sich entschlossen, dieses Jahr allen Bewerbern und Bewerberinnen das Reifezeugnis ohne Prüfungen zu geben?«

    »Daß du immer so übel von mir denkst.« Steffi lachte. »Aber auch das bringt mich nicht mehr in Aufruhr.«

    Jetzt machte sich ihre Mutter ernsthafte Sorgen. »Was ist los?« fragte sie und sah Steffi ernsthaft an.

    »Das ist los«, erwiderte die und gab ihrer Mutter einen Brief und einige lose Blätter.

    Heidi las und als sie eine Weile nichts sagte, fragte Luise: »Was ist denn nun?«

    »Deine Enkelin hat einmal in einer Mathearbeit eine zwei, ihr Mathelehrer, der Bernd Huber lobt die Steffi ausdrücklich. Und das da ist die Zulassung zum Abi. Ja, Kind…!«

    »Ihr dürftet ruhig ein bisserl mehr Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten haben«, erwiderte Steffi, die den Moment sehr genoß, das sah man ihr deutlich an.

    Sie nahm ihrer Mutter die Papiere wieder ab und sagte: »Ich leg’ dir beides zur Unterschrift oben ins Wohnzimmer auf den Tisch.« Dann grinste sie. »Auch das hat bald ein Ende.«

    »Was hat bald ein Ende?«

    »Daß du für mich unterschreiben mußt.«

    »Wieso?«

    Luise nickte. »Das würd’ mich jetzt auch mal interessieren.«

    »Ich werde bald achtzehn«, antwortete Steffi, wobei sie übers ganze Gesicht lachte. »Und dann darf ich alles, was ich will.«

    Luise lächelte Heidi einen Moment an, dann schüttelte sie den Kopf.

    »Das kommt gar nicht in Frage«, sagte sie. »Ich bin deine Großmutter und wie du eben selbst gesagt hast, die beste der Welt, und wenn man schon mal das Glück hat, eine solche Supergroßmutter zu haben, dann fragt man sie um Rat.«

    Steffi lachte. Küßte zuerst ihrer Großmutter auf die Wange, dann ihrer Mutter, schließlich ging sie zur Tür. Dort blieb sie noch mal kurz stehen.

    »Ihr seid beide super«, sagte sie, dann schlugen die beiden Flügel der Schwingtür hinter ihr zusammen.

    »Was sagt der Mensch dazu?« Heidi sah Luise kopfschüttelnd an.

    »Das kann ich dir sagen«, antwortete die, »unser Madl wird langsam erwachsen.«

    *

    »Was ist jetzt?« Gernot Gerler sah seinen Kollegen an. »Kommst du nun mit, oder kommst du nicht mit?«

    »Ins Allgäu?« Dr. Hans Egner wiegelte den Kopf.

    »Wieso nicht?« fragte Gernot Gerler. »Es ist echt schön dort. Wir könnten mal auf eine Almhütte steigen und uns so richtig treiben lassen. Kennst du das gerühmte Café ›Mozart‹ schon? Das absolute In-Café im ganzen Süden?«

    Hans Egner winkte lachend ab. »Jetzt hör auf. Wenn’s so schön da ist, warum übernimmst du denn die Praxis deines Vaters nicht?«

    »Das liegt nicht an der Gegend«, antwortete Gernot Gerler, »es liegt an der Arbeit. Ich bin Pathologe und man würde sich wundern in Hinterjoch und Umgebung, wenn sich bei ihnen wer niederläßt, der eigentlich nur mehr mit Toten zu tun hat.«

    Hans Egner lachte. »Das ist allerdings wahr.«

    »Außerdem könntest du dir ja mal anhören, was mein Vater zu sagen hat«, fuhr Gernot Gerler fort. »Wenn ich es richtig sehe, hast du dich durchaus noch nicht entschieden, welche Fachrichtung du einschlagen willst. Du bist mal grad’ dreiunddreißig, bei dir würde eine Praxisübernahme auch Sinn machen. Ich gehe mit Riesenschritten auf die Fünfzig zu, da müßten sich die Leut’ bald wieder einen Arzt suchen.«

    »Logisch wollt’ ich auch mal Landarzt werden, wie fast alle anderen Medizinstudenten auch«, erwiderte Hans Egner. »Aber das hat sich dann schon während der ersten Semester des Studiums gelegt.«

    »Meinst du, ein Urologe an einer Klinik hätt’ ein schöneres Leben?« Dr. Gernot Gerler wiegelte seinen Kopf.

    »Also gut«, sagte Hans, »daß du Ruhe gibst, ich fahre mit. Aber ich möcht’ nicht zu Haus’ bei euch wohnen, sondern in einem Gasthaus und länger als drei Tage bleib’ ich auch nicht. Ich werd’ also mit dem eigenen Wagen fahren, da du ja länger bleiben möchtest.«

    Gernot Gerler nickte. »So

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