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Seelenlos Band Sieben: Brüder des Lichts

Seelenlos Band Sieben: Brüder des Lichts

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Seelenlos Band Sieben: Brüder des Lichts

Länge:
396 Seiten
5 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2021
ISBN:
9783969537930
Format:
Buch

Beschreibung

Das Glück und Unglück verdammt nah beieinander liegen können, erfahren in diesem Band so einige Protagonisten. Teils auf recht schmerzhafte Weise. Wobei auch selbst der unerschrockenste Krieger nicht vor fehlerhaften Entscheidungen gefeit ist. Auch ansonsten stehen die Zeichen auf Sturm, denn Intrigen, Missverständnisse und Verrat sorgen schlussendlich dafür, dass alles auf eine riesige Katastrophe hinausläuft, mit deren Verlauf niemand gerechnet hat. Enthält: Leidenschaft; mutige Leibwächter; unerfüllte aber auch erfüllende Liebe; jede Menge Missverständnisse; falsche Entscheidungen; sowie schicksalshafte Begegnungen, die den Verlauf der weiteren Geschichte entscheidend beeinflussen oder vielleicht doch nicht?
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2021
ISBN:
9783969537930
Format:
Buch

Über den Autor


Buchvorschau

Seelenlos Band Sieben - Leandra Low

Nachdem Galimar und sein ehemaliger Gefährte und Geliebter, der Vampirdämon Jeemahl, nun wissen, wer sie wirklich sind und was dies für sie bedeutet, müssen schnellstmöglich wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Auch die unerwünschte Beziehung zwischen Albian und seiner jungen Braut Mylandra spitzt sich dramatisch zu.

Die verzweifelte Elfe flieht schließlich aus dem Palast und löst damit ungewollt eine Kettenreaktion aus. Zumal der seelenlose Prinz Silvano zu einer Entscheidung kommt, deren Ausgang keine noch so gewagte Prophezeiung hätte vorhersagen können …

Warnung:

Diese Buchserie ist nichts für Zartbesaitete. Wer sich Themen wie Folter, sowie sexuelle und körperliche Gewalt nicht zumuten möchte, sollte daher von der Lektüre dieses Buches Abstand nehmen!

SEELENLOS

Band 07

Brüder des Lichts

Leandra Low

Dark Fantasy

Leandra Low schreibt seit frühster Jugend. Sie selbst ist eine bekennende Leseratte und liebt es anderen aus ihren Werken vorzulesen. Dadurch entstand auch ihre Lesegruppe »Das Dämonische Lesestübchen«, die sich regelmäßig trifft.

Die freischaffende Künstlerin lebt mit ihrem Mann Christoph in Hannover, wo sie sich neben dem Schreiben mit Malerei, Illustration, darstellender Kunst und Musik beschäftigt..

Alle Rechte vorbehalten!

Alle in diesem Roman vorkommenden Personen, Schauplätze, Ereignisse und Handlungen sind von der Autorin frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder Ereignissen sind rein zufällig, oder so gewollt.

Kein Teil dieses Buches darf reproduziert, gescannt oder in gedruckter oder elektronischer Form ohne vorherige Erlaubnis der Autorin verbreitet werden. Ausnahme ist die Benutzung von Auszügen in einer Buchbesprechung.

Copyright 2020 Leandra Low / ZAUSEL–VERLAG

leandra.low@me.com

Website: https://leandralow.de

Cover und Illustrationen by Leandra Low.

2. Auflage; überarbeitet

ISBN: 978–3– 96953–793–0

Bisher erschienen:

Seelenlos - Band 01 - Die Engelssuche

ISBN: 978-3-96443-939-0 (Print 380 Seiten - Feb. 2019)

ISBN-Nr:ISBN: 978-3-95849-376-6 (E-Book - Feb. 2019)

SEELENLOS Band 02 – Zeitreisen

ISBN: 978–3–96443–957–4 (Print 352 Seiten - März 2019)

ISBN: 978–3–96544–157–6 (E-Book - Feb. 2019)

SEELENLOS Band 03 – Die Rückkehr

ISBN: 978–3–96443–894–2 (Print 350 Seiten - Juni 2019)

ISBN: 978–3–96661–126–8 (E-Book - April 2019)

SEELENLOS Band 04 – Dämonische Spiele

ISBN: 978–3–96858–067–8 (E-Book - April 2020)

SEELENLOS - Band 05 - Flucht ins Ungewisse

ISBN: 978–3–96799–045–4 (E-Book - Mai 2020)

SEELENLOS - Band 06 - Der verlorene Sohn

ISBN: 978–3–96987–139–3 (E-Book - Nov. 2020)

(Die Printbücher enthalten zudem zahlreiche Illustrationen.)

Zu Beginn möchte ich allen Lesern danken, die dieses Buch auf legale Weise erworben, oder ausgeliehen haben. Daher vielen Dank für eure Unterstützung!

Leider kommt es immer häufiger vor, dass Bücher von uns Kleinautoren der Piraterie zum Opfer fallen, was bedeutet sie werden kopiert und zu Dumpingpreisen illegal angeboten, von denen der Autor nicht einen einzigen Cent sieht.

Sicher freut sich jede Leseratte, wenn sie ihren Hunger mit möglichst günstig ergattertem Lesestoff füttern kann, aber bitte vergesst dabei nicht diejenigen, die viele Stunden damit zugebracht haben, um sich Geschichten auszudenken und damit zu eurer Unterhaltung beizutragen. Ich denke niemand arbeitet gern umsonst …

Zwar fallen auch die Werke von Autoren der großen Verlage dieser Piraterie zum Opfer, aber diese sind zumeist durch ihren Verlag abgesichert, während wir Kleinautoren uns überhaupt nicht wehren können, sondern dem Ganzen einfach nur hilflos gegenüberstehen. Ich für meinen Teil habe jedenfalls nicht die Möglichkeit, jeden Monat pro Buch (!) rund 30 Euro locker zu machen, um Firmen zu beauftragen, die das Internet nach diesen Piratenseiten durchforsten, die ohnehin gleich nachdem sie aufgeflogen sind unter anderem Namen weitermachen. Allein der Vertrieb, der Druck und alles andere sprengt zumeist schon mein Budget.

Daher bitte ich euch dringend, bleibt fair und erweist uns Autoren auf diese Weise euren Respekt für unsere Arbeit, indem ihr diese Piraterie nicht unterstützt.

Vielen Dank, eure Leandra Low.

Landkarte von Altania:

Für meine Tante Marlies,

die mich immer wieder aufs Neue überrascht.

Zumal ich nie davon ausgegangen bin,

dass ihr das Genre meiner Bücher gefallen könnten.

Engel &Dämonen:

DER SEHER

Geschichtenerzähler Demar Julosrow aus Kroatien (geb. Januar 1798; 1820 bei Rettung zweier Kinder verbrannt) wird zum Engel SHYNTALL – Fantasie; Rufname: Demar

DER FORMWANDLER

Farmertochter Lane Barrington aus Colorado (geb. Februar 1883; 1904 zu Tode gefoltert) wird zur Angelina

LOGANO – Regenbogen; Rufname: Loo

DER LICHTENGEL

Millionärssohn Jamain Erikson aus Schweden (geb. März 1957; 1974 erwürgt aus Habgier) wird zum Engel

HALDOR – Licht; Rufname: Hal

DER WETTERENGEL

Der 17-jährige Senatorensohn Antonio Lepidos (geboren im Rom der Antike; im Circus durch die Löwen getötet) wird zum Engel RAVETH – Regen; Rufname: Rain

DER HEILER

Bauernsohn Cristoff Kilian aus Deutschland (geb. Mai 1660; 1681 als Hexer verbrannt) wird zum Engel

SERENADE – Mondlicht; Rufname: Moon

DER LIEBESENGEL

Der 16-jährige Fischer Lamuell Koradis (geboren im Griechenland der Antike; bei Rettung einer Frau erstochen) wird zum Engel JALIMARA – Liebe; Rufname: Jali

DER SONNENENGEL

Gutbetuchter Bürger Angelo Petrell aus Österreich (geb. Juli 1968; 1995 durch Auftragsmord, der seiner Freundin galt, getötet) wird zum Engel SAJO – Sonne; Rufname: Jojo

HERR DER PFLANZEN, SPRECHER DER TIERE

Einzelgänger Ronald O´Cloude aus Irland (geb. August 1938; 1961 in den Tod getrieben – erhängte sich) wird zum Engel RUBIO – blutroter Rubin; Rufname: Red

DER ANFÜHRER

Elfenkaiser Albian van DeBeladore vertritt den Platz des zwölften Kriegers.

DER SEELENLOSE & 13. KRIEGER

Elfenprinz Silvano van DeBeladore ist der Auserwählte JALAY – Seltenheit, Silber. Spitzname: Silver

HERR DER GEZEITEN

Piratensohn Marco Lecourse aus England (geb. Oktober 1689; 1719 im Kampf gegen Dämon Jesebell getötet) wird zum Engel WAROLL – Gold, wertvoll; Rufname: Waro

DER VAMPIRISCHE MEISTER DES SCHWERTES

Edelmann Renaldo D´Arbo aus Frankreich (geb. 20. November 1767; 1789 von seiner eifersüchtigen Schwester erstochen) wird zum Engel MIRAGELL – Mitternacht; Rufname: Rage

DER FELSFORMER UND WANDLER

Der etwa 26-jährige Indianer White Eagle (Geburtstag unbekannt; starb im Kampf gegen Monsterbären) begegnet den Suchenden im Jahre 1993 in Kanada und wird zum Engel SHALARR – Schnee, Erstarrung; Rufname: Snow

Bisher gefundene Dämonenkrieger in der Reihenfolge ihres Auftauchens Band 01 – 03:

LUZIVERON

Anführer der Dämonen und begabter Gestaltenwandler. Benutzt auf der Erde beim Opferfang überwiegend den Decknamen Damian Daniel Natas und betreibt zwielichtige Geschäfte.

MAIDEN

Stolzer Wasserelf und Kampftalent. Benutzt auf der Erde beim Opferfang den Decknamen Joshua Draven und arbeitet dort als Surflehrer und Model.

LORENDOS

Sohn von Luziveron und ein wahrer Feuerteufel. Benutzte Identität auf der Erde noch unbekannt. War auf der erfolglosen Suche nach dem Kind der Prophezeiung.

XANTHOS

Werwolf – benutzt auf der Erde den Decknamen Romeo Savage, tritt als Rocksänger auf und heizt mit seinem Motorrad durch die Gegend.

ALESSIO

Hermaphrodit und Meister des Fleisches. Benutzt auf der Erde den Decknamen Sergio Fernandez, arbeitet als Sänger und Tänzer. Er und der Engel Jalimara hatten sich bereits gegenseitig als Gegner erkannt.

RHAMSIS

Ägyptische Teufelskatze und ältester der Dämonen. Benutzt auf der Erde den Decknamen Donevan Somerville und arbeitet als Forscher der Archäologie. Wurde bereits von Engel Raveth als Gegner erkannt.

SANTANAS

Durchgeknallter Sadist und zweitältester der Dämonen. Benutzt auf der Erde den Decknamen Orlando Dela Lothring und frönt seiner Neigung als Snuff-Film-Regisseur. Wurde von Engel Shyntall bereits als Gegner erkannt.

KARAMIRR

Dunkelhäutige Todeskralle. Benutzte Identität auf der Erde noch unbekannt.

VARUNGAR

Vogeldämon. Benutzt auf der Erde den Decknamen Nicolai Lombardi und arbeitet als Kunstdozent.

JESEBELL

Die Spinne des Todes. Benutzte Identität auf der Erde noch unbekannt.

SHANDAAR

Das Gift. Benutzt auf der Erde den Decknamen Francesco Ylang und arbeitete als Mensch als Dolmetscher.

JEEMAHL

Der Vampir / benutzt auf der Erde den Decknamen Julian und arbeitete vor seinem Beitritt in Luziverons Truppe auf Errah als Edelcallboy. Erwirbt später den Erotikclub THE DRAGON SPELL in Hamburg, der den Dämonen sowohl als Tarnung dient, als auch, um dort ungestört auf Opferfang gehen zu können.

Der verlorene Sohn Teil 2

»Jemanden zu mögen,

misst man nicht am Aussehen,

sondern an der Einzigartigkeit!

Denn Schönes zu mögen ist leicht.

Charakter zu lieben erfordert Persönlichkeit!«

(Verfasser unbekannt)

Unsicherheiten!

Altania: Hort der Engel

Mylandra hatte Albians Rückkehr von der Erde sehnsuchtsvoll erwartet. In der Hoffnung die Freude darüber, endlich seinen geliebten, irdischen Sohn wieder gefunden zu haben, würde ihn auch ihr gegenüber euphorischer eingestimmt haben.

Doch wieder einmal wurde sie enttäuscht.

Albian wirkte zwar sichtlich glücklich, hatte für sie jedoch nur einen flüchtigen Blick und ein kurzes Kopfnicken zur Begrüßung übrig, als er in Begleitung seiner Vertrauten Demar und Moon an ihr vorbei stürmte und in seinem Arbeitszimmer verschwand.

Nun gut, wahrscheinlich muss er sich erst einmal nach dem gerade aufregenden Erlebten um einige wichtige Dinge kümmern und hat daher erst später für mich Zeit!, beruhigte sie sich.

Immerhin war er gleich nach ihrer Hochzeitsfeier überstürzt abgereist und hatte daher auch noch gar keine Möglichkeit sich auf seine Ehe einzustellen. Schließlich konnten sie noch nicht einmal ihre Hochzeitsnacht miteinander verbringen.

Daher wünschte sich Mylandra, dass dieses ausstehende Ereignis vielleicht noch in der kommenden Nacht nachgeholt wurde. Wenn sie erst einmal nebeneinander lagen, ließ Albian seine selbstauferlegte Zurückhaltung angesichts seiner verführerischen jungen Braut sicherlich fallen und brachte ihr endlich die körperliche Achtung entgegenbringen, die ihr als Ehefrau zustand. Davon war Mylandra überzeugt. …

Deutschland, Leipzig: Ende April 2009

Trotz aller optischen Veränderungen war Galimars Einstand in der Schule nicht unbemerkt geblieben, und die ersten Rivalität-Kämpfe, um die Gunst des interessanten Neuzugangs hatten bei den Mädchen längst eingesetzt.

»Wie findest du den Neuen? Der ist ja wohl so was von süß«, schwärmte Magdalena ihren vier Freundinnen vor. Wobei ihre Blicke über den Pausenhof in Galimars Richtung glitten.

»Also süß ist nicht gerade die richtige Bezeichnung, die mir bei seinem Anblick einfällt«, grinste ihre Freundin Laura hingegen und leckte sich provozierend über die Lippen.

Drei weitere Mädchen, mit Namen Christine, Jennifer und Paula, gackerten los, während die arglose Magdalena große Augen machte: »Aber wieso? Er sieht doch wirklich süß aus!«

»Oh man Lena, du bist echt noch ein naives, kleines Dummchen. Solche Typen wie Armando findet man nicht einfach nur süß, sondern attraktiv und interessant, oder besser noch, heiß und sexy. Süß kannst du deine Barbiepuppen nennen, aber keinen Mann. Darauf reagieren die nämlich überwiegend allergisch«, belehrte Laura die Freundin altklug.

Die fünf Mädchen waren alle im Alter von 17 bis 18 Jahren und kannten sich schon seit der Grundschule. Doch während sich die anderen, was Jungen anging, immer weiter entwickelt hatten, träumte die noch unberührte siebzehnjährige Magdalena Porter weiterhin von ihrem Märchenprinzen.

Als Armando Garcia vor einer Woche als Neuzugang ihrer Klasse vorgestellt wurde, verliebte sie sich auf den ersten Blick in den bildschönen Achtzehnjährigen. Sie war sich sofort sicher, in ihm den Mann ihrer Träume gefunden zu haben. Hierbei gab es leider nur ein winziges Problem. … Sie war bei weitem nicht die Einzige, die ein Auge auf ihn geworfen hatte. Alle Schülerinnen aus der 11 B waren von Armandos Anblick angetan und ihm spätestens verfallen, als sie den Klang seiner melodischen Stimme zum ersten Mal vernahmen.

Der Lehrer musste an diesem Unterrichtstag sehr oft zur Ruhe mahnen, da das Gekicher und Geflüster der Mädchen erheblich störte.

Der Grund dieser Unruhe hingegen ließ sich davon nicht beeinflussen, sondern beteiligte sich eifrig am Lehrstoff und bestätigte somit, dass er nicht nur attraktiv, sondern auch intelligent war. Bei einem Mann ein weiterer Pluspunkt, was die Zuneigung der Damen anbetraf, denn keine junge Frau mit durchschnittlichem Verstand wünschte sich einen Partner, der ihr geistig unterlegen war. … Da könnte er noch so gut aussehen. Schließlich dachte Frau zumeist zukunftsorientiert und ein potenzieller Ernährer brauchte schon etwas mehr als stahlharte Muskeln.

Nun, was die anging, so waren Muskeln nicht vorrangig das, womit Armando auftrumpfen konnte, bemerkten hingegen die Jungen mit Genugtuung.

Die eingeschworene Männerclique der Klassengemeinschaft nahm sich vor, den Neuen möglichst zu meiden. Denn all das, was den Mädels gefiel, stieß die Jungen ab. Ein gut aussehender Streber mit Gänsehautstimme und Schmachtblick war ihnen suspekt. Den brauchten sie so dringend, wie einen weiteren Hodensack. Also wurde Armando von den Jungen geschnitten und von den Mädchen aus der Ferne angehimmelt.

Ihn schien das allerdings nicht sonderlich zu stören. Ohnehin schien er gar nicht darauf aus zu sein, Freundschaften aufzubauen und wiederum das warf erneute Spekulationen bezüglich seiner Person auf.

Die Schüler wussten lediglich, dass er zusammen mit seinem älteren Bruder Renaldo von Berlin hierher nach Leipzig gezogen und ein Jahr lang nicht zur Schule gegangen war, weil er im Ausland unterwegs gewesen sei. Da er somit ein komplettes Schuljahr versäumt hatte, holte er dieses jetzt nach. Obwohl der Unterrichtsstoff ihn augenscheinlich unterforderte.

Die Lehrer beratschlagten bereits darüber, ob es nicht besser für Armando wäre, ihn dieses Schuljahr überspringen zu lassen. Jedoch als man ihm dies, nach einigen Wochen der Beobachtung seiner Leistung, vorschlug, winkte er ab.

»Ich möchte den Anschluss nicht verpassen und außerdem fühle ich mich in meiner Klasse wohl!«, war seine Antwort, welche nicht nur die Lehrer erstaunte.

Die Schüler wunderten sich viel mehr darüber, wie Armando sich in ihrer Gemeinschaft wohlfühlen konnte, wo er doch so gut wie keinen Kontakt mit einem von ihnen hatte.

Wie hätten sie auch ahnen sollen, dass der junge Mann, den sie als Armando Garcia kannten, bewusst auf Abstand ging. Er war es gewohnt allein zu sein. Da Kontakt mit ihm, in der Vergangenheit für seine Bekanntschaften, den sicheren Tod bedeutet hatte. Galimar lernte rasch, dass er die Menschen in seinem Umfeld vor den Dämonen nur beschützen konnte, indem er ihnen aus dem Weg ging.

Indessen, auch wenn der falsche Name und das veränderte Aussehen ihn selbst vorerst noch schützten, so war Galimar weiterhin davon überzeugt, dass die Dark Angels ihn früher oder später aufspüren würden. Daher hielt er es für sicherer, wenn er ihnen keine allzu große Angriffsfläche durch nahestehende Menschen lieferte.

Bei den Jungen fiel ihm das auch nicht weiter schwer, da sie ihn ohnehin schnitten. Die Mädchen allerdings waren ein Problem, denn je mehr er sie mit Desinteresse strafte, desto stärker buhlten sie um seine Aufmerksamkeit. Also ignorierte er sie weiterhin beharrlich. In der Hoffnung, dass sie irgendwann das Interesse verloren.

Etliche gaben sich auch tatsächlich schon bald geschlagen. Sie taten sein Verhalten als Arroganz und Überheblichkeit ab und himmelten ihn daher lediglich noch aus der Ferne an. … Nicht so jedoch Magdalena und ihre Clique. Unter den fünf Mädchen war ein regelrechter Wettstreit entbrannt. Jede wollte die harte Nuss Armando Garcia knacken.

Laura, Christine, Jennifer und Paula wandten hierbei ihre betont forsche Art an und setzten auf weibliche Reize … ohne nennbaren Fortschritt. Armando blieb höflich, freundlich, jedoch weiterhin unnahbar. Magdalena dagegen verbuchte bald den ersten Erfolg, denn bei einer Projektwoche in Physik wurde ihr Armando als Partner zugeteilt.

Zunächst starb sie vor Aufregung tausend Tode, weil sie nicht wusste, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte. Zudem roch dieser Kerl derart gut, und seine sanfte Stimme verursachte bei ihr eine wohlige Erpeltapete nach der anderen.

Bald jedoch hatte er ihr jegliche Befangenheit genommen. Die Ruhe, die er ausstrahlte, beruhigte sie zusehends und die freundliche Art, mit der er sie behandelte, nahm ihr die Scheu.

Schon einen Tag später ging sie ungezwungen mit ihm um und einen weiteren Tag später fasste sie all ihren Mut zusammen und fragte, ob er nicht Lust hätte am kommenden Wochenende mit ihr auszugehen.

Er zögerte und ihr Mut sank.

Dann jedoch … sie konnte es kaum fassen … sagte er zu. Sie verabredeten sich fürs Kino und Magdalena schwebte an diesem Tag auf Wolke sieben nach Hause.

»Hältst du es wirklich für eine gute Idee mit dem Mädchen allein auszugehen? Ich meine, warum habt ihr euch nicht zu mehreren verabredet?« Miragell zeigte deutlich sein Missfallen. Er hielt es für zu gefährlich, wenn Galimar allein mit dem Mädchen unterwegs war.

»Es ist nur ein harmloses Date. Wir gehen lediglich ins Kino und hinterher `ne Pizza essen. Dabei werden wir die ganze Zeit von Menschen umgeben sein. Also mach dir keine Sorgen«, versuchte dieser seinen Schutzengel zu beruhigen.

Miragells skeptischer Blick sprach Bände. Andererseits konnte er es dem Jungen auch nicht verdenken, dass er ein wenig Spaß haben wollte. Sie wohnten jetzt seit knapp vier Wochen in ihrer Zweck-WG zusammen und die ganze Zeit über hockte Galimar allein mit Miragell daheim, wenn er nicht gerade in der Schule war.

Gut, sie hatten die gemeinsame Zeit genutzt, um sich besser kennen zu lernen. Doch inzwischen war Miragell überzeugt, dass sie so ziemlich alles voneinander wussten. Sie waren dadurch Freunde geworden und verstanden sich prima.

Einzig das Kapitel Julian wurde vermieden. Zumal beide Männer sehr oft an ihren ehemaligen Gefährten denken mussten und sich nach dessen Nähe sehnten.

Insbesondere Galimar hatte sich schon oftmals in den Schlaf geweint, beim Gedanken daran, dass er seinem Julian niemals wieder so nah sein würde, wie in der Vergangenheit. Und das, wo er endlich begriffen hatte, wie viel ihm dieser Mann bedeutete.

Niemals hätte Galimar sich träumen lassen, derart tiefe Gefühle für einen Mann zu entwickeln. Wobei er nach wie vor, den weiblichen Reizen nicht unberührt gegenüber stand. Jedoch würde jede Frau den Kürzeren ziehen, wenn es ihm möglich wäre, wieder mit Jeemahl auf diese spezielle Art und Weise zusammen zu sein.

Da dies jedoch nicht mehr infrage kam, wollte Galimar sein derzeitiges Verlangen im Zusammensein mit einer Frau stillen und seine Mitschülerin Magdalena hatte sein Interesse geweckt. Schon allein, weil sie Jessika, gegenüber der er sich noch immer schuldig fühlte, so ähnlich sah. Doch vor allem, weil sie sich nicht so plump und aufdringlich an ihn heranmachte, wie ihre Geschlechtsgenossinnen, sondern ihn mit ihrer verträumten Schüchternheit bezauberte.

Trotzdem war er ihr zu Anfang, wie allen anderen auch, aus dem Weg gegangen. Doch als sie sich dann ein Herz fasste und ihn um ein Date bat, konnte er nicht länger widerstehen und sagte zu. … Schon allein um ihrem Mut Respekt zu zollen.

Ihr überglückliches Gesicht entschädigte ihn für die Zweifel an der Richtigkeit seiner Entscheidung und der Angst, die er während ihrer Verabredung ausstehen würde.

Angst, in erster Linie um das zierliche Mädchen an seiner Seite. Er hoffte, dass er es nicht bereuen würde. Denn sollte Magdalena etwas zustoßen, würde er sich dies nie verzeihen, da er sie wissentlich in Gefahr gebracht hatte.

»Was hast du einen Dusel. Wehe, du berichtest uns nicht minutiös, wie der Abend verlaufen ist!« Der Neid war deutlich aus Christines Stimme herauszuhören.

Sie und Laura hockten bei Magdalena im Zimmer und beobachteten diese, wie sie aufgeregt ein Kleidungsstück nach dem anderen aus dem Schrank zerrte, bis sie endlich das richtige Outfit gefunden hatte. Zumindest ihrer Meinung nach.

Laura hingegen zog eine Schnute.

»Willst du wirklich derart hausbacken zu einem Date mit dem derzeit heißesten Kerl der Schule gehen?«

Magdalena sah zweifelnd an sich herab.

Sie hatte einen weichfließenden, braunen Rock gewählt, der ihre schlanken Beine bis knapp übers Knie umschmeichelte und dazu ein gleichfarbiges Spitzentop, mit einem nicht zu gewagten Ausschnitt. Sie fand sich hübsch und vor allem fühlte sie sich in diesen Sachen wohl. Außerdem war sie sich sicher, dass ihre Auswahl Armando gefallen würde, denn er selbst trug auch überwiegend Erdtöne und vermied schrille Farben. Daher hatte sie vorgehabt, sich ihm optisch anzupassen.

Jedoch ihre Freundinnen waren bereits in heiße Debatten ausgebrochen, was Magdalena ihrer Meinung nach besser stand, als der langweilige Fummel, wie Laura ihr Outfit abfällig betitelte.

Derzeit standen zur Wahl: Eine knallig rote Bluse mit tiefem V-Ausschnitt und dazu ein schwarzer Ledermini oder ein ebenso kurzes, türkisfarbenes Kleidchen, welches Magdalena noch nie zuvor gewagt hatte anzuziehen, da sie sich darin wie nackt fühlte.

Es widerstrebte ihr, die Vorschläge ihrer Freundinnen anzunehmen. Andererseits hatten die beiden wesentlich mehr Erfahrungen mit dem starken Geschlecht und wussten daher sicherlich, worauf es ankam. Doch gerade, als sie sich widerwillig umstimmen lassen wollte, klingelte es und ihre Mutter rief hoch, dass ihre Verabredung eingetroffen sei. Also keine Zeit mehr zum Umziehen.

Erleichtert sprang Magdalena zur Tür.

»Hey, slowly. Du willst ihm doch wohl nicht so kopflos entgegen stürmen? So, als hättest du die Minuten bis zu seinem Eintreffen gezählt. … Einen Mann muss man warten lassen. Ansonsten bildet er sich zu viel ein«, hielt Laura sie zurück.

»Also hast du auch noch genügend Zeit, dich umzuziehen«, frohlockte Christine und hielt ihr das sexy Kleid vor die Nase.

»Nein! Entweder ich gefalle Armando so wie ich bin, oder er ist nicht der Richtige«, bestimmte Magdalena. Und ohne auf weitere Proteste ihrer Freundinnen zu warten, öffnete sie die Tür und begab sich ins untere Stockwerk.

Armandos Lächeln und sein anerkennender Blick bei ihrem Erscheinen bestätigten ihr, dass sie richtig gewählt hatte.

Er selbst trug eine dunkelgraue Stoffhose und einen rotbraunen Strickpullover mit V-Ausschnitt, der seine bronzebraune Haut vorteilhaft hervorhob, während er einen dunkelbraunen Mantel locker über den Arm gelegt hatte.

Magdalenas Mutter warf ihrer Tochter einen lobenden Blick zu, der besagte, dass sie die Wahl ihres Begleiters guthieß.

Laura und Christine, die Magdalena in einigem Abstand gefolgt waren, verschlangen Armando förmlich mit Blicken. Sie verließen zusammen mit dem Pärchen das Haus, nachdem Magdalena die elternübliche Standpauke … von wegen, wann spätestens zu Hause sein und so … über sich hatte ergehen lassen.

Draußen standen die vier Jugendlichen noch kurze Zeit beisammen und unterhielten sich, bis das Taxi vorfuhr, welches sie zum Kino bringen sollte.

Laura ließ es sich nicht nehmen, Armando mit Küsschen auf beide Wangen zu verabschieden und Christine steckte Magdalena mit breitem Grinsen etwas in die Tasche ihrer Jeansjacke.

»Für alle Fälle«, grinste sie vielsagend.

Im Taxi sitzend griff Magdalena neugierig in die Tasche und zog den Inhalt heraus. Am liebsten hätte sie ihn allerdings sofort wieder zurückgestopft, zumal Armando Christines kleines Präsent ebenfalls sah.

In ihrer Handfläche lag ein Päckchen Kondome, Marke Extrafeucht.

Magdalena wurde krebsrot vor Scham.

Armando hingegen lachte: »Deine Freundinnen trauen uns ja beim ersten Date eine Menge zu. Zumindest hoffe ich, dass du nicht auf Quickies im dunklen Kinosaal oder vollbesetzter Pizzeria stehst!«

Sie schüttelte heftig den Kopf. Zu peinlich war ihr das alles. Sie hätte Christine am liebsten erwürgt. Sie so bloß zu stellen. Schließlich wussten ihre Freundinnen doch alle, das sie noch unberührt war, und es daher lieber langsamer angehen lassen wollte.

Sie traute sich kaum Armando anzusehen.

Er schien ihre Bredouille zu bemerken und lächelte sie freundlich an: »Hey, ist doch nicht so schlimm. Deine Freundinnen wollten dich bloß aufziehen!«

Als sie immer noch keine Anstalten machte hochzublicken, sondern lediglich wortlos mit den Schultern zuckte, schob er seinen Zeigefinger unter ihr Kinn und hob es an. Somit zwang er sie, ihm in die Augen zu schauen, als er mit sanfter Stimme fragte: »Alles wieder in Ordnung bei dir?«

Sie schmolz innerlich unter seinem besorgten Blick und wollte gerade antworten, als ihr etwas auffiel. Irgendetwas stimmte nicht mit seinen Augen.

»Trägst du Kontaktlinsen?« platzte sie heraus und hätte sich am liebsten auf den Mund gehauen, als sie seinen verunsicherten Gesichtsausdruck sah.

»Äh ja, ich bin kurzsichtig, mag aber keine Brillen«, antwortete er nach dem ersten Schreck, um dann leiser hinzuzufügen: »Sieht man es sehr deutlich? Bin nämlich etwas eitel!« Er grinste schief.

»Nein, nein, keine Angst, mir ist es ja zuvor auch nicht aufgefallen. Man muss dir schon sehr nahe kommen, um es zu bemerken«, beteuerte Magdalena schnell und schauderte, als er sich erneut zu ihr beugte.

»So nah in etwa?«, fragte er und seine Stimme klang unheimlich verführerisch.

»Vie … vielleicht noch etwas näher«, hauchte sie.

»Nah genug?«, raunte er noch kurz, bevor seine Lippen ihren Mund verschlossen.

Sein Kuss war so zärtlich und sanft, so dass Magdalena genießerisch die Augen schloss und ein Seufzen nicht unterdrücken konnte. Und gerade als sein Kuss leidenschaftlicher wurde, stoppte das Taxi vor dem Kino.

»Sorry Kumpel. … Endstation! … Das macht dann 13,40 €«, grinste der Fahrer in den Rückspiegel und nun war es an Galimar rot zu werden. Er reichte dem Fahrer einen 20 Euroschein und winkte bei der Rückgabe des Wechselgeldes ab.

»Danke! Aber soll ich euch zwei Hübschen nicht lieber doch woanders abliefern?«, flachste der Fahrer und erntete einen warnenden Blick Galimars.

»Hey, nichts für ungut. … Viel Spaß euch beiden noch«, fügte der Mann daher schnell hinzu.

»Danke, den werden wir haben!« Galimar half Magdalena beim Aussteigen und nahm ihre Hand in seine, als sie sich zum Kinoschalter aufmachten.

Und während sie ihn bei dieser Geste noch freudig anhimmelte, bemerkte keiner von beiden den Blick, des immer noch lächelnden Taxifahrers, dessen Gesichtszüge regelrecht zu schmelzen schienen, während er seine eigentliche Gestalt annahm.

»Davon bin ich überzeugt, Kleiner. … Genieß es, solange du noch kannst!« Nach diesen Worten steckte Luziveron sich eine Zigarette an und inhalierte den Rauch in tiefen wohligen Zügen.

***

Noch am selben Abend traf der Fürst der Dämonen in seinem Domizil auf Altania ein.

Lorendos hatte ihn wegen dringender Angelegenheiten herbeirufen lassen und somit musste die Beseitigung Galimars vorerst noch etwas warten.

Luziveron hoffte allerdings, dass es wichtig genug war, was sein Sohn ihm mitteilen wollte, denn er hatte sich schon sehr darauf gefreut, den kleinen Scheißer persönlich in die Mangel zu nehmen.

Immerhin wusste er jetzt schon einmal, wo er wohnte und so lange das Bürschchen sich in Sicherheit wog, würde er schon noch seine Rache bekommen. War ohnehin schöner, wenn der Überraschungsmoment auf seiner Seite war.

Luziveron freute sich jetzt schon auf Jeemahls blöde Visage, wenn er den Kleinen genüsslich vor den Augen des Vampirs zu Tode foltern ließ.

Mit dieser verlockenden Aussicht, welche ihm ein glückseliges Lächeln aufs Gesicht zauberte, betrat Luziveron ohne anzuklopfen die Räumlichkeiten seines Sohnes Lorendos, wobei sein Blick sich schlagartig verdunkelte.

Ungehalten knurrte er: »Was gibt es denn so Wichtiges, dass nicht warten konnte? Anscheinend aber nicht wichtig genug ist, um dich vom Rumgehure abzuhalten?«

Finster starrte er seinen Sohn an, der sich gerade von zwei Sklavinnen verwöhnen ließ, als sein Erzeuger unangemeldet in seine Gemächer stürmte.

Lorendos fuhr erschrocken hoch, während sich die Frauen ängstlich zurückzogen. Danach maß er den Vater mit ebenso vorwurfsvollem Blick, wie dieser ihn: »Du weißt genau, dass ich es nicht schätze, wenn du hier einfach hereinplatzt. Außerdem habe ich dich noch nicht so schnell erwartet. … Aber nun gut, jetzt bist du halt da!«

Er erhob sich, zog sich einen Hausmantel über seine Blöße und fuhr dann fort, während er

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