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Allgemeinbildung zum Mitnehmen: Allgemeinwissen clever aufbereitet. Inklusive Online-Quiz. Teste dein Wissen!

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Allgemeinbildung zum Mitnehmen: Allgemeinwissen clever aufbereitet. Inklusive Online-Quiz. Teste dein Wissen!

Länge:
460 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Nov. 2020
ISBN:
9783968900230
Format:
Buch

Beschreibung

Allgemeinbildung zum Mitnehmen„Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht“, sagte einst Albert Einstein. Albert Einstein – natürlich kennt man diesen Namen. Eine vage Erinnerung, eine Idee im Hinterkopf, wer dieser Mensch war und was er getan hat, aber genau kannst du es nicht sagen? Nachschlagen wäre natürlich eine Möglichkeit, doch mitten in der Unterhaltung mit Freunden, oder gar in einem Bewerbungsgespräch, macht das keinen guten Eindruck.
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★ Mit Online-Quiz★Angefangen mit den großen Themen der Geschichte, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft:

- Die Dolchstoßlegende
- Der Zweite Weltkrieg
- Die Finanzmarktkrise
- Die NATO
- Adam Smith
- Angebot und Nachfrage
- Und vieles mehr 
Über Kunst und Literatur:

- Das Nibelungenlied
- Goethe und Schiller
- Georges Seurat
- Kunst nach 1945
- Und vieles mehr 
Bis hin zu Naturwissenschaft und Technologie:

- Naturphilosophen der Antike
- Die Relativitätstheorie
- Crowdfunding
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Um sich das Allgemeinwissen für immer merken zu können, findet sich zum produktiven Zeitvertreib ein Link zu einem Online-Quiz, mit dem du deinen Wissenserwerb festigen kannst.
Von jetzt an wird es für dich kein Problem mehr darstellen, an Diskussionen und Gesprächen teilzuhaben, oder deinen eigenen Standpunkt zu vertreten!
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Nov. 2020
ISBN:
9783968900230
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Allgemeinbildung zum Mitnehmen - Bärbel Hoffmann

Inhaltsverzeichnis

Deutsche Geschichte

Ursprünge

Germanen und Römer – zwischen Gefechten und Handel

Völkerwanderung – Vermischung römischer und germanischer Kultur

Karl der Große vereint Antike, Christentum und Germanentum

Heiliges Römisches Reich – Einheit von geistlicher und weltlicher Macht

Feudalismus und Aufbruch zu den Kreuzzügen

Beginn der Neuzeit

Der Deutsche Bauernkrieg – am Ende keine Freiheit für die Bauern

Gleichstellung von Katholiken und Protestanten

Das Zeitalter der Aufklärung

Aufklärung setzt prunkvoller Hofkultur ein Ende

Philosophen formulieren Staatsmodelle und Wirtschaftstheorien

Französische Revolution

In Frankreich brodelt es

Schreckensherrschaft – der Verdacht genügt zur Verfolgung

Das Zeitalter Napoleons

Mit Staatsstreich an die Macht

Preußen reformiert – aus Untertanen werden Bürger

Deutscher Bund – eine lockere Liaison

Deutsche Revolution

Französische Revolution strahlt ab auf Deutschen Bund

Monarchen erobern ihr Terrain zurück

Industrialisierung

Eine neue Gesellschaftsklasse wächst heran – die Arbeiter

Leben der Arbeiterschaft: gesünder, länger – aber geballt

Von der Sozialen Frage zum Sozialismus

Deutsches Kaiserreich

Großmacht Preußen mit einem modernen Heer

Sieg über Frankreich und Verkündung des Kaiserreiches in Versailles

Der Erste Weltkrieg

Wilhelm II. sucht den Anschluss an die Kolonialmächte

Unabhängigkeitskriege auf dem Balkan – Ausbruch Erster Weltkrieg

Nach anfänglicher Kriegsbegeisterung schnell Ernüchterung

Kriegsverlierer Deutschland – allerhöchste Reparationen

Weimarer Republik

Deutschland im Revolutionsfieber

Weimarer Verfassung – Grundrechte und mächtiger Präsident

Politische Morde, Hyperinflation – und Goldene Zwanziger Jahre

Deutschland wächst in die europäische Staatengemeinschaft

Weltwirtschaftskrise – Massenarbeitslosigkeit und poltische Krise

Weimarer Republik scheitert

Der Nationalsozialismus

Abstruse Ideologien und aggressiver Nationalismus

Aufstieg der Nationalsozialisten mit Schlagtrupps

Machtübernahme Hitlers – Bürgerliche bedroht und eingeschüchtert

Außenpolitik Hitlers – Vertreibung unerwünschter Bevölkerung

Nationalsozialistische Wirtschaftspolitik – Aufrüstung und Abschottung

Propaganda – Vereinheitlichung von Sprache und Kultur

Konzentrationslager und Holocaust – fabrikmäßige Vernichtung

Widerstand im Nationalsozialismus: Intellektuelle, Kirche, Militär

Der Zweite Weltkrieg

Politik / Gesellschaft

Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg

Nachkriegsdeutschland

Aufteilung Deutschlands in vier Zonen

Bizone, Trizone und aufkeimender Ost-West-Konflikt

Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit

Gründung der Bundesrepublik und – Verankern des Grundgesetzes

Anbindung an die Westmächte und Teilung Deutschlands

Soziale Marktwirtschaft und Wiederbewaffnung

Gründung Europäischer Gemeinschaften

Wirtschaft in Ost und West

Erstarken des Ost-West-Konflikts

Alltag in der Deutschen Demokratischen Republik

Arbeitsplatz gesetzlich verbürgt

Die 68er-Bewegung – Jahre der Rebellion

Straßenkampf für eine bessere Gesellschaft

Reformen und Entspannungspolitik in den 1970er Jahren

Mehr Demokratie und Annäherung an den Osten Deutschlands

Terrorismus in Deutschland

Deutscher Herbst – Entführungen, Erpressungen und Morde

Mitglied der Europäischen Union

Drei europäische Organisationen verschmelzen zur EU

Mehr Verantwortung für einzelne Nationen – Osterweiterung der EU

Die Wiedervereinigung

Zögerliche Öffnung der Grenzen in den Westen

Maueröffnung und Verhandlungen

Weg frei für die Wiedervereinigung

Begriffe

Naturwissenschaft

Naturphilosophen der Antike

Mathematik

Mathematische Modelle in der Antike

Geschichte der Mathematik – vom Mittelalter bis 1900

Jüngere Mathematik

Begriffe

Physik

Mechanik

Wärmelehre – Thermodynamik

Elektrodynamik (Elektrizitätslehre)

Moderne oder jüngere Physik*

Materie

Relativität

Chemie

Chemie wird zur exakten Wissenschaft

Die Ordnung des Periodensystems

Pasteurisierung ermöglicht Keimfreiheit

Begriffe

Biologie

Mendelsche Regeln zur Vererbung

Begriffe

Wirtschaft

Wirtschaftstheorien und Strömungen

Markt steuert aus sich heraus die Wirtschaft

Marktgleichgewicht durch Angebot und Nachfrage

Staat und Zentralbank sollen, falls nötig, in Wirtschaft eingreifen

Steuerung der Wirtschaft durch die Geldmenge

Staat greift weiterhin in Wirtschaft ein

Irrationales Verhalten und Wirtschaft als Spiel

Begriffe aus der Wirtschaft

Begriffe aus dem Finanzwesen

Deutsche Literatur

Mittelalterliche Literatur

Christliche Dichtung – Märchen und Heldensagen

Minnesang – höfische Kultur des Rittertums

Städtisches Leben mit singenden Handwerkern und Schwank

Literatur der Renaissance

Humanistische Gelehrte prägen neues Menschenbild

Literatur des Barock

Barock – Gelehrte dichten kunstfertig und üppig

Literatur der Aufklärung

Humanismus– der Mensch soll besser werden

Sturm und Drang, Empfindsamkeit

Herz und Gefühl ergänzen die Vernunft

Literatur der Weimarer Klassik

Goethe und Schiller im Rausch der Antike

Literatur der Romantik

Poesie dringt in alle Bereiche menschlichen Lebens

Junges Deutschland /Vormärz und Biedermeier

Lesefreude keimt auf – auch politisches Aufbegehren und Zensur

Literatur des Realismus

Nüchterne, aber auch poetische Darstellung einzelner Schicksale

Literatur des Naturalismus

Wissenschaftlich-objektive Gestaltung der Literatur

Literatur des Expressionismus

Suche nach Erneuerung – in Verfall und Untergang

Literatur der Moderne

Form ist dem Inhalt ebenbürtig

Literatur in der Weimarer Republik

Der direkte Weg zum Publikum

Literatur im Nationalsozialismus und Schriftsteller im Exil

Innere und äußere Emigration

Literatur der Nachkriegszeit

Romane im Ro-Ro-Ro-Format – Literatur für alle

Heimgekehrte Soldaten schildern ihre Erlebnisse

Lyrik ist knapp und unumwunden

Gruppe 47 fördert junge, unbekannte Autoren

Literatur der Postmoderne

Spiel mit literarischen Traditionen

Romane in Etappen erzählt, Auseinandersetzung mit sich selbst

Begriffe

Bildende Kunst

Entwicklungen bis zur Neuzeit

Mystische Romanik und fortschrittliche Gotik

Die Neuzeit

Von der geradlinigen Renaissance zum inszenierten Barock

Klassizismus neben Romantik - hin zum Realismus

Klassische Moderne

Impressionismus - verweilen im Moment

Expressionismus - und Reduktion der Form

Dada und das Unbewusste hält Einzug

Neue Sachlichkeit - sehr real und gegenständlich

Kunst nach 1945

Alltägliche Wirklichkeit in der Pop-Art

Begriffe

Junge und jüngste Technologien

Literatur

Literaturliste Geschichte

Literaturliste Politik / Gesellschaft

Literaturliste Naturwissenschaft

Literaturliste Wirtschaft

Literaturliste Literatur

Literaturliste Bildende Kunst

Literaturliste Technologie

Subscript

Deutsche Geschichte

Ursprünge

Die Germanen als Völkergruppe mit eigener Sprache und Kultur bilden sich ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. zwischen Elbe und Oder heraus. Vorwiegend handelt es sich um Bauern. Ihr Problem: Der Boden, den sie nutzen, ist nach einer Weile ausgelaugt, die Erträge gehen zurück – daher ziehen sie weiter. Sie erschließen neue Gebiete und errichten Siedlungen. Das führt dazu, dass die Germanen nach Süden vordringen. Und im Süden und Westen der germanischen Siedlungsgebiete leben ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. die Kelten (Gallier). Sie besitzen bereits Kultur- und Handelszentren und pflegen Kontakte zu dem hoch entwickelten Mittelmeerraum. (Übrigens spielen die Abenteuer von Asterix und Obelix, den legendären Comic-Figuren, etwa 50 v. Chr. in einem kleinen Dorf in Gallien.)

Germanen und Römer – zwischen Gefechten und Handel

Um 100 v. Chr. überqueren germanische Stämme – Kimbern und Teutonen – die Alpen und überschreiten römische Grenzen. Nach anfänglichen Schlachterfolgen werden sie von den Römern allerdings vertrieben.

Etwa 50 Jahre später (58–50 v. Chr.) erobern die Römer unter Caesar im Gallischen Krieg die keltischen Gebiete westlich des Rheins – im heutigen Belgien und Frankreich. Die Römer wollen später, unter Augustus, auch die germanischen Gebiete im Osten erobern. Was ihnen aber nicht gelingt. Bei der legendären Varusschlacht, auch Schlacht im Teutoburger Wald oder Hermannsschlacht, im Jahr 9 n. Chr. schlagen germanische Truppen unter dem Cheruskerfürsten Arminius, auch Hermann der Cherusker, das römische Heer zurück. Übrigens hat der siegreiche Arminius vorher lange als Offizier im römischen Heer gedient. Nach dieser Niederlage geben die Römer ihren Plan auf, ganz Germanien zu unterwerfen. So bleibt der größte Teil frei von direkter römischer Herrschaft. Doch gegen Ende des 1. Jahrhunderts entstehen zwei römische Provinzen, die den Namen Germania tragen:

Germania Inferior (Niedergermanien) schließt Teile der heutigen Niederlande und des nordwestlichen Deutschlands ein. Die Hauptstadt der Provinz ist Colonia Claudia Ara Agrippinensium, also Köln.

Germania Superior (Obergermanien) mit der Hauptstadt Mainz (Mogontiacum) umfasst Teile der Schweiz, Frankreichs und des südwestlichen Deutschlands.

Rhein und Donau sind natürliche Grenzen. Dazwischen wird der etwa 550 km lange Limes als Grenzwall errichtet. Es entstehen Römerlager, die seiner Sicherung dienen – aus ihnen wiederum erwachsen Römerstädte wie Xanten, Neuss, Bonn und Koblenz.

Zwischen dem freien Germanien oder Germania magna und den beiden römisch besetzten Provinzen Germania wird Handel getrieben. Die Römer erwerben Vieh – für Transport und als Nahrung. Die Germanen wiederum sind zum Beispiel an Schmuck, Metallwaren, Tongefäßen interessiert.

Das Kulturgefälle zwischen Römischem Reich und germanischen Stämmen ist erheblich. Die Schrift der Germanen beschränkt sich auf Runen. Die heutigen Kenntnisse über die Germanen sind hauptsächlich auf Aufzeichnungen antiker römischer und griechischer Autoren zurückzuführen. Und: Die Römer sprechen von den Germanen verächtlich als Barbaren.

Völkerwanderung – Vermischung römischer und germanischer Kultur

Die Völkerwanderung in Europa dauert zwei Jahrhunderte an (375–568). Die Folge ist eine Neuordnung der germanischen und romanischen Bevölkerungsgruppen. Ursachen für die Bewegung können Klimaänderungen, Landnot und Ernährungsprobleme gewesen sein. Weiterhin locken auch gute Lebensbedingungen im Römischen Reich in den Westen Europas. Nicht zuletzt dringen kriegerische Nachbarvölker ein – die ebenfalls neue Siedlungsgebiete suchen.

Das mongolische Reitervolk der Hunnen trifft auf ihrem Zug nach Westeuropa um 375 auf die germanischen Stämme Ost- und Westgoten. Die Hunnen unter ihrem König Attila zerstören das ostgotische Reich und bedrängen auch die Westgoten. Die wollen sich nicht unterwerfen und dringen in das Römische Reich vor. Die Westgoten unter Alarich erobern und plündern Rom. Sie ziehen weiter nach Spanien, und gründen dort das westgotische Reich. Gemeinsam mit den Römern wehren die Westgoten das weitere Vordringen der Hunnen unter Attila ab.

Große Reiche entstehen: das der Wandalen – auch ein germanisches Volk – in Afrika, Sardinien und Korsika, das der Westgoten im spanischen Raum und das der Ostgoten unter Theoderich dem Großen in Italien. Zudem verschmilzt durch die Völkerwanderungen die antike römische Kultur mit der Lebensweise der germanischen Völker – und dem Christentum.

Karl der Große vereint Antike, Christentum und Germanentum

Auf dem Gebiet des Weströmischen Reiches entstehen verschiedene Germanenreiche. Die Franken, ein germanischer Großstamm, knüpft an das Römische Reich an. Um die Mitte des 5. Jahrhunderts besitzen die fränkischen Fürsten etwa das Gebiet des heutigen Belgien sowie das Mosel- und Rheingebiet.

486 erobert der Frankenkönig Chlodwig – aus dem Geschlecht der Merowinger – mit seinem Sieg über den letzten römischen Statthalter das Gebiet zwischen Loire und Somme. Dabei übernimmt er die bestehende Verwaltungsstruktur. Das Fürstengeschlecht der Merowinger besitzt die oberste militärische und richterliche Gewalt und – wichtig – die Oberhoheit über die Kirche. Im 7. Jahrhundert lösen die Karolinger – so benannt nach Karl dem Großen – die Merowinger ab.

Unter Karl dem Großen, ab 768, entsteht ein westeuropäisches Großreich. Es reicht von der Nordsee bis Mittelitalien, von den Pyrenäen bis an die Elbe und bis an die Grenze des heutigen Ungarn.

Karl der Große (747–814): Er führt die fränkische Tradition weiter und setzt auf Kirche und Papst. Karl führt erfolgreich Kriege gegen die Langobarden an der Elbe, gegen das arabische Spanien. Unabhängigkeitsbestrebungen in Bayern macht Karl ein Ende. Im Norden und Osten setzt er Markgrafen mit großen Vollmachten ein. Karl ist aber auch sehr aufgeschlossen für Bildung, er selbst spricht Latein und versteht Griechisch. Er fördert das Gelehrtentum. Durch die Neubesinnung auf die Werke der Antike – ein Kennzeichen für die spätere Kulturepoche der Renaissance im 15. und 16. Jahrhundert – nutzt Karl die Kenntnisse der griechischen Gelehrten, und übernimmt ebenfalls den Baustil der Antike. Das alles führt zu einem kulturellen Aufschwung, der auch als karolingische Renaissance bezeichnet wird. Gleichzeitig bewahrt Karl das germanische Volkstum, indem er beispielsweise die alten germanischen Heldenlieder festschreiben lässt. So steht das Reich Karls des Großen auf drei wichtigen Säulen: dem Erbe der Antike, der christlichen Religion und dem germanischen Gedankengut. Im Jahr 800 wird Karl in Rom zum Kaiser gekrönt. Damit greift er die Tradition der römischen Kaiserauf, sieht sich als Schutzherr von Papst und Christenheit sowie als Herrscher im Westen Europas.

Nach dem Tod Karls des Großen zerfällt das Frankenreich. Der Gedanke des Kaisertums lebt allerdings weiter.

Heiliges Römisches Reich – Einheit von geistlicher und weltlicher Macht

911 kommt es zur Bildung eines neuen deutschen Königtums. Beteiligt sind die Herzogtümer Sachsen, Schwaben, Bayern, Franken und Lothringen. Der Begriff deutsch wird erstmals verwendet, er leitet sich ab aus dem germanischen diut für Sprache, Volkssprache. Der sächsische Kaiser Otto I. (936–973) führt das von Karl dem Großen begründete Kaisertum, das Heilige Römische Reich weiter.

Heiliges Römisches Reich (962–1806): (Ab dem späten 15. Jahrhundert wird gelegentlich auch der Zusatz deutscher Nation verwendet.) Gemeint ist das – bereits besprochene – Herrschaftsgebiet der römisch-deutschen Kaiser. Der Name leitet sich zum einen ab von dem Anspruch, die Tradition des antiken Römischen Reiches fortzusetzen und zum anderen die Herrschaft als Gottes heiligen Willen zu rechtfertigen, also die enge Verzahnung mit der Kirche.

Und die Kirche wird immer mehr in den Dienst des Reiches gestellt, erhält Verwaltungsaufgaben. Abteien und Bistümer werden an Geistliche vergeben, die am Königshof tätig sind. Äbte und Bischöfe nehmen Aufgaben in Politik und Verwaltung wahr. Dieses Reichskirchensystem ergibt eine immer enger werdende Verflechtung von Reich und Kirche. Das allerdings führt zu einem schweren Konflikt, dem Investiturstreit, der fast 50 Jahre (1076–1122) dauert und zur Trennung von geistlicher und weltlicher Macht führt.

Investiturstreit:Im Zentrum steht die Frage, wer berechtigt ist, Bischöfe und Äbte in ihre Ämter einzusetzen. Der König beansprucht das für sich, der Papst ist der Ansicht, die Einsetzung, also die Investitur,könne nur mit göttlicher Befugnis erfolgen. Dem uneinsichtigen deutschen König und späteren Kaiser Heinrich IV. gegenüber, der gemeinsam mit den Bischöfen sogar den Papst absetzen will, spricht Papst Gregor VII. nun den Bann aus, droht also mit dem Ausschluss aus der Kirche. Es kommt zu Kämpfen zwischen den zerstrittenen Lagern. Um den Zwist zu beenden, tritt Heinrich IV. seinen berühmten Gang nach Canossa an:

„Der König hat keine Alternative. Direkt von Trebur aus bricht er nach Canossa auf, wo sich der Papst zu dieser Zeit aufhält. Ort und Burg Canossa befinden sich in der Region Emilia-Romagna, am Rand des Apennin, rund tausend Kilometer entfernt. Bei seinem bitteren, lebensgefährlichen Marsch begleitet den König nur eine Gruppe von wenigen Getreuen. Weil die meisten Alpenpässe von seinen Gegnern gesperrt sind, bleibt ihnen nur der gefahrvolle Weg über den Mont Cenis in den Westalpen. Der Geschichtsschreiber Lampert von Hersfeld, nicht unbedingt ein Fan des Königs, beschreibt die winterliche Reise hoch-dramatisch: Danach kämpft sich die königliche Familie mit kleinem Gefolge über den Pass des Mont Cenis. Die Männer kriechen auf Händen und Füßen, die Frauen werden auf Rinderhäuten über das Eis gezogen; die meisten Pferde sterben oder werden schwer verletzt.

Heinrich kommt also nicht in königlichem Glanz und Gloria in Canossa an. Zu weiterer Demütigung verbringt er drei Tage barfuß im Schnee im Vorhof der Burg, bevor er Gregor VII. weinend und im Büßerhemd um Absolution bittet. Schließlich erkennt der Papst Heinrichs Reue an und spricht den König frei." ¹

Letztlich wird der Bann, die Exkommunikation des Königs, von Rom aufgehoben. Doch der Streit geht weiter. Es folgen jahrelange militärische und politische Auseinandersetzungen. Die werden erst von Heinrich V., dem Sohn des Kaisers, durch das Wormser Konkordat 1122 beendet. Kaiser Heinrich V. akzeptiert unter anderem den Anspruch der Kirche auf das Recht der umstrittenen Investitur, also der Einsetzung der Kirchenvertreter. Das Königtum verliert zwar seine kirchliche Bedeutung, wird aber in seinen weltlichen Aufgaben und Kompetenzen gestärkt. Geistliche und weltliche Macht stellen nun getrennte Bereiche dar, was ja eines der signifikanten Merkmale moderner Staatsgebilde ist (Politik / Gesellschaft: S. 57).

Feudalismus und Aufbruch zu den Kreuzzügen

Im Gegensatz zu den zentral verwalteten Monarchien in Frankreich, England oder Spanien besitzt der Kaiser im Deutschen Reich keine höchste Gewalt. Die Reichsfürsten bestimmen mit. Demgegenüber entwickelt sich ein starkes Lehnswesen, auch als Feudalismus bezeichnet. Es ist gekennzeichnet durch eine starke Bindung zwischen Grundherr und Vasall, also Gefolgsmann. Die Könige überlassen ihren Gefolgsleuten für ihre Dienste Land und öffentliche Ämter – leihweise (Leihe = Lehen). Ein Bindung, die zudem geprägt ist von Treue und Gehorsam.

Daneben ruft Papst Urban II. 1095 zum ersten Kreuzzug zur Eroberung Palästinas auf, nachdem das türkische Herrschergeschlecht der Seldschuken große Teile des Byzantinischen Reiches, das östliche Römische Reich, erobert hat. Der Kreuzzug ist zum einen eine bewaffnete Pilgerfahrt von Laien, zum anderen ein Zug von Ritterheeren aus Frankreich und Deutschland. Bei den weiteren Kreuzzügen – bis ins 13. Jahrhundert, treten politische und wirtschaftliche Absichten hinzu. Der Zusammenhalt der römisch-katholischen Kirche im Westen und griechisch-orthodoxen im Osten schwindet allmählich. Byzanz mit der Hauptstadt Konstantinopel (heute Istanbul) wird später osmanisches Reich.

Von 1138 bis 1250 stellt das Adelsgeschlecht der Staufer die Könige im Heiligen Römischen Reich. Die Staufer bringen einige schwäbische Herzöge und römisch-deutsche Könige und Kaiser hervor. Der Name Staufer rührt von der Burg Hohenstaufen auf dem bei Göppingen gelegenen Berg Hohenstaufen. Bedeutende Herrscher sind Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI.und Friedrich II. Im Jahre 1250 bricht die staufische Machtstellung zusammen.

Es folgt eine kurze Phase des Machtvakuums. In dieser Zeit steigen die sieben ranghöchsten Fürsten zu Kurfürsten auf. Wobei die Bezeichnung Kurfürst auf das mittelhochdeutsche Wort kur/kure, also Wahl zurückgeht. 1356 wird die Goldene Bulle, ein kaiserliches Gesetzbuch, zu einem Grundgesetz des Heiligen Römischen Reiches. Dieses Gesetzbuch legitimiert die Kurfürsten zur Königswahl; die Goldene Bulle soll die Wahl von Gegenkönigen verhindern. Der Einfluss der deutschen Fürsten wächst, der Föderalismus wird weiter gestärkt. In den folgenden Jahrhunderten bauen die Fürsten in ihren Regionen eigene Staaten auf. Diese Entwicklung bestimmt das heutige föderale Deutschland (Politik / Gesellschaft: S. 57).

Beginn der Neuzeit

Als Anfang der europäischen Frühen Neuzeit und Ende des Mittelalters wird in der Regel das Jahr 1500 angesehen. Nachdem die Osmanen 1453 Byzanz erobert haben, kommen viele griechische Wissenschaftler und Gelehrte nach Europa. Eine Basis für das Entstehen der Renaissance, in der ja das Interesse an der Antike und an den Wissenschaften wächst (Bildende

Kunst: S. 207 und Literatur: S. 163). Der Mensch im Diesseits rückt in den Fokus. Galilei und Kopernikus entwerfen das heliozentrische Weltbild und erbosen die Kirche, da die Erde nun nicht mehr im Mittelpunkt des Universums stehen soll. Die neuen Ideen sind auch Impuls für Reformation und Aufklärung. Durch die Reformation nimmt der Einfluss der Kirche auf die Politik ab.

Sie beginnt mit den 95 Thesen Martin Luthers (1483–1546), die er am 31. Oktober 1517 an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlägt. Allein die Bibel soll den Glauben bestimmen, die Macht der Kirche im Land lehnt Luther ab. Die rasche Verbreitung seiner Schriften wird befördert durch die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Das Resultat: die Kirche spaltet sich in unterschiedliche Konfessionen. Ebenfalls teilen sich die Staaten des Heiligen Römischen Reiches in Protestanten und Katholiken. Gleichzeitig beginnt der Deutsche Bauernkrieg – auch ausgelöst von der Reformation.

Der Deutsche Bauernkrieg – am Ende keine Freiheit für die Bauern

Der Deutsche Bauernkrieg von 1524 bis 1526 gehört in eine lange Reihe europäischer Aufstände, die bereits im Spätmittelalter, also vor 1500, beginnen. An den Aufständen beteiligen sich nicht nur Bauern, sondern auch Städter und Bergleute. Die Aufständischen fordern die Nutzung von Jagd, Weide und Gewässer, die Abschaffung von Hörigkeit, das heißt die Abhängigkeit vom Grundherrn – und Wegfall weltlicher Kirchenherrschaft. Die Bauern begründen ihre Forderungen auch aus der Bibel und beziehen sich auf Luthers Schrift Von der Freiheit eines Christenmenschen mit seiner weltlichen Vorstellung von Gerechtigkeit – und fordern sie ein für ihr diesseitiges Leben. Der Aufstand breitet sich im ganzen Reich bis nach Österreich und die Schweiz aus. Die Bauern zerstören etliche Burgen und Klöster. Nach anfänglichen Siegen – etwa unter dem Feldhauptmann Götz von Berlichingen – unterliegen die Aufständischen schließlich. Unterschiedliche Ziele, schlechte Planung und Führung wirken sich aus.

Die drastische Bilanz des Bauernkriegs: Etwa 100.000 Bauern sind gefallen, die Überlebenden werden grausam bestraft. Sieger sind die Landesfürsten. Für fast 400 Jahre scheidet die Bauernschaft aus dem politischen Leben aus.

Die theologischen Streitigkeiten werden auf dem Augsburger Religionsfrieden 1555 vorübergehend geschlichtet. Später münden erneute Konflikte 1618 in den Dreißigjährigen Krieg (Dreißigjährige Krieg: S. 16). Die religiöse Spaltung fördert aber vorerst die Macht der Länder und schwächt den Einfluss des Königs.

Die Entdeckung Amerikas 1492 durch den Spanier Christoph Kolumbus hat weitreichende Folgen. Sie öffnet Europa den Weg nach Amerika. Spanien errichtet in der Folge sein globales Kolonialreich, das sich über Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien erstreckt. Dieses größte Reich in der Menschheitsgeschichte besteht vom 15. Jahrhundert bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Gleichstellung von Katholiken und Protestanten

Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) wird größtenteils auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reichs (Heiliges Römisches Reich: S. 11) ausgetragen. Der Konflikt besteht zum einen

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