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Phantastische Einblicke: Golkonda | Memoranda 2018: Die Leseproben
Phantastische Einblicke: Golkonda | Memoranda 2018: Die Leseproben
Phantastische Einblicke: Golkonda | Memoranda 2018: Die Leseproben
eBook422 Seiten4 Stunden

Phantastische Einblicke: Golkonda | Memoranda 2018: Die Leseproben

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Über dieses E-Book

Wollen Sie die Gegenwart überschreiten und einen Blick in die Zukunft werfen, die Golkonda und Memoranda für Sie bereit halten? Stürzen Sie sich in das nächste Prognosticon, das Hiob Montag bevorsteht; wägen Sie mit Otmar Jenner ab, welche Folgen ein ewiges Leben auf die Gesellschaft haben könnte; besuchen Sie in einer außergewöhnlichen Weltraum-Operette von Erik Simon & Angela und Karlheinz Steinmüller den Trödelmond Toliman; durchforsten Sie mit Hellboy den Horror eines paranormalen Nebels.
Mit exklusiven Leseproben erhalten Sie phantastische Einblicke in das Programm 2018 des Golkonda Verlags und dessen Imprint Memoranda.

Dieses kostenlose E-Book enthält Leseproben zu:

"Der Älteste" von Otmar Jenner
"Hiobs Spiel 4: Weltmeister" von Tobias O. Meißner
"Der Tag der Lerche" von Jo Walton
"Hap & Leonard: Die Storys" von Joe R. Lansdale
"Captain Future 06: Sternenstraße zum Ruhm" von Edmond Hamilton
"H. P. Lovecraft: Leben und Werk" von S. T. Joshi
"Der Himmel auf dem Mars" von Ray Bradbury (enthalten in "Science Fiction Hall of Fame – Die besten Storys 1948-1963" von Robert Silverberg (Hrsg.))
"Der vor dem Zaubrer flieht" von Peter Crowther (enthalten in "Hellboy 2: Eine offene Rechnung" von Mike Mignola & Christopher Golden)
"Kane 3: Herrin der Schatten" von Karl Edward Wagner
"Die Wurmloch-Odyssee" von Erik Simon & Angela und Karlheinz Steinmüller
"Die Hugo Awards 2001 – 2017" von Hardy Kettlitz
"SF Personality 26: Robert Silverberg – Zeiten der Wandlung" von Uwe Anton
"Fortschritt und Fiasko – Die ersten 100 Jahre der deutschen Science Fiction" von Hans Frey
"Die Überschreitung der Gegenwart – Science Fiction als evolutionäre Spekulation" von Wolfgang Neuhaus
SpracheDeutsch
HerausgeberGolkonda Verlag
Erscheinungsdatum12. März 2018
ISBN9783946503743
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    Buchvorschau

    Phantastische Einblicke - Tobias O. Meißner

    Inhalt

    Inhalt

    Otmar Jenner: Der Älteste

    Tobias O. Meißner: Hiobs Spiel 4 – Weltmeister

    Jo Walton: Der Tag der Lerche

    Joe R. Lansdale: Hap & Leonard – Die Storys

    Edmond Hamilton: Captain Future 6 – Sternenstraße zum Ruhm

    S. T. Joshi: H. P. Lovecraft – Leben und Werk

    Robert Silverberg (Hrsg.): Science Fiction Hall of Fame 2 – Die besten Storys von 1948–1963

    Christopher Golden (Hrsg.) & Mike Mignola (Ill.): Hellboy 2 – Eine offene Rechnung

    Karl Edward Wagner: Kane 3 – Herrin der Schatten

    MEMORANDA-Bücher im Golkonda Verlag

    Angela & Karlheinz Steinmüller: Werke in Einzelausgaben

    Hardy Kettlitz: Die Hugo Awards 2001–2017

    Uwe Anton: SF Personality 26 – Robert Silverberg – Zeiten der Wandlung

    Hans Frey: Fortschritt und Fiasko – Die ersten 100 Jahre der deutschen Science Fiction

    Wolfgang Neuhaus: Die Überschreitung der Gegenwart – Science Fiction als evolutionäre Spekulation

    Impressum

    Phantastik im Golkonda Verlag

    Otmar Jenner

    Der Älteste

    Über den Autor

    Otmar Jenner spielte in einer Rockband, arbeitete u. a. als Kriegsreporter und schrieb den viel besprochenen Roman Sarajevo Safari. Er lebt in Berlin und unterrichtet Sterbebegleitung. Neben eigenen Musikproduktionen beschäftigt er sich mit fotografischer Kunst. Mit Der Älteste wagt er zum ersten Mal den Schritt in die Science Fiction. Das Ergebnis: ein mitreißender Science Thriller über das beinahe ewige Leben und seine grotesken Folgen.

    Der Roman

    Wie alt kann ein Mensch werden, ohne seine Menschlichkeit zu verlieren?

    Eine einfache Zeitungsmeldung führt Ole Meerzen über die Grenzen unserer Existenz hinaus: In Sevilla soll der älteste lebende Mensch entdeckt worden sein. Auf der Suche verliert er sich immer tiefer in einem bedrohlichen Labyrinth aus seltsamen Erscheinungen und Zweifeln an unserer Realität und merkt, dass der Älteste gute Gründe hat, sich und sein Leben verborgen zu halten.

    Dieser Textauszug stammt aus:

    Otmar Jenner

    Der Älteste

    Roman

    560 Seiten | Geb. mit Schutzumschlag

    € [D] 24,90 / [A] € 25,60

    ISBN 978-3-946503-22-4 | Auch als E-Book erhältlich: ISBN 978-3-946503-23-1

    Originalausgabe

    Copyright © 2018 by Otmar Jenner

    PROLOG

    Sie empfinden Schmerz. Sie verfügen über ein Nervensystem und Rezeptoren. Zwar schützt ihr Panzer sie und gibt ihnen Stabilität, doch ist dieser Panzer nach wenigen Tagen ausgebildet und wächst nicht weiter, der Körper darin allerdings schon. Alljährlich wird es ihnen in ihren Panzern zu eng, was schmerzhaft ist. Schließlich so schmerzhaft, dass sie im Frühsommer ein Versteck aufsuchen, sich darin auf die Seite legen, zusammenkrümmen und im Zuge der Häutung ihre Panzer verlassen. Innerhalb weniger Stunden schwellen die gestauchten Körper auf eine neue Größe an und neue Panzer bilden sich, um dann wieder zu eng zu werden, was ihnen erneut Schmerzen bereitet, weshalb sie im folgenden Frühsommer ihr altes oder ein neues Versteck aufsuchen und sich auf die Seite legen für die nächste Häutung.

    Bei jeder Häutung wachsen sie um zehn bis zwanzig Prozent, den Großteil davon direkt nach Verlassen des Panzers. Man kann sich also ausrechnen, wie eingezwängt ihr Körper im Panzer war, wie sehr er dadurch Schmerzen erlitten hat und in welchem Ausmaß der Schmerz zu ihrem Leben gehört. Jahr für Jahr. Von Häutung zu Häutung.

    Ihr Leben. Es tut ihnen weh.

    Ein Dasein als Hummer ist von Natur aus schmerzhaft.

    Europäische können eineinhalb Meter lang werden, amerikanische knapp fünfzig Zentimeter länger. Doch Hummer werden nicht nur groß, sondern auch alt, durchschnittlich siebzig Jahre, also ein Menschenalter, nicht selten aber auch über hundert Jahre. Angeblich wurde irgendwann ein hundertvierzig Jahre alter Hummer gefunden, älter als jeder im GUINNESS WORLD RECORDS BUCH verzeichnete älteste Mensch. Dieses alte Tier hatte demnach hundertvierzig qualvolle Zeiten wachsender Stauchungen und nur temporär erlösender Häutungen hinter sich.

    Auszug aus Kapitel 4

    Erlauben Sie mir, dass ich mich vorstelle. Ich heiße Ole Meerzen, bin 54 Jahre alt, etwa fünf Jahre jünger, als meistens vermutet wird, hatte einmal rotblonde Haare, die inzwischen aber vollständig graublond sind, bin laut Pass einsachtzig groß, habe einen Bauch, was mich selbst oft sehr stört, aber ungewöhnlich große blaue Augen mit grünbraunem Rand, die manche Frauen schon als faszinierend beschrieben haben, weshalb ich mich ganz so hässlich nun auch wieder nicht finde und immer wieder sogar Freude am Leben habe, was leider durch eine in der Pubertät diagnostizierte psychische Störung beeinträchtigt wird. Es heißt, ich hätte ein Problem damit, mich als konsistentes Selbst zu erfahren und auch zu sehen und wäre ein Grenzgänger.

    Das ist nicht die ganze Wahrheit, denn, um ehrlich zu sein, hatte und habe ich selbst kein Problem damit. Ich bleibe singulär, rede zwar immer wieder in der dritten Person über mich, aber nicht im Plural, wachse auch nicht manisch ins Königliche, um am nächsten Tag zur letzten Laus vorm Weltuntergang zu schrumpfen und in tiefer Depression zu versinken, bin also nicht bipolar im klassischen Sinne, sondern irgendwie, ja, dual, denn mir fällt selbst auf, dass ich immer wieder denke und auch sage »er« oder »der Ole« habe dies oder jenes getan. Er und ich – wir können prima Zwiesprache halten und sind gewissermaßen intern freundschaftlich verbunden, was natürlich auch für Befremden sorgen und auf Unverständnis stoßen kann. Aber im Ernst – wem geht das insgeheim eigentlich nicht so? Jedenfalls ist meine Dualität nur eine von vielen Seltsamkeiten in meinem Leben. Und sicherlich nicht die letzte. (…)

    Auszug aus Kapitel 5

    Fünfhundert? 500! Ein Mensch diesen Alters musste in seinem Leben schon viele Geburtsurkunden gefälscht haben, denn anders wäre wohl nicht zu erklären, warum er erst dieser Tage gefunden worden war. Einhundert, der Eintritt ins Reich der Dreistelligkeit, bisher umweht vom Hauch der Ewigkeit, schien mit seiner Existenz wie zurückgeworfen in die Zeit der Adoleszenz. Die Ältesten der Alten – auf einmal wirkten sie jung verblüht. Doch so weit war ich mit meinen Gedanken noch nicht, als ich an jenem trüben Berliner Morgen in einem Café sitzend Veroux aus der Hand legte und die Zeitung des Tages las.

    Vor einigen Tagen hatte ich Johannes Elmang wiedergetroffen, mit 87 angeblich Berlins ältester Partyraver. Elmang stand am U-Bahnhof Kottbusser Tor am Gleis der U1 in Richtung Uhlandstraße und trat wegen der Kälte von einem Bein aufs andere. Wie immer trug er hautenge Röhrenhosen, dazu Schnürstiefel mit Budapester-Nähten und einen dunkelbraunen Ledermantel, allerdings nicht zugeknöpft, weswegen das oliv-grünblau karierte Sakko aus Harris-Tweed, das er darunter trug, sichtbar war, sowie eine pink-blau-schwarz gestreifte Fliege zu einem lila Hemd, kaum verdeckt von einem hellgrauen Schal.

    »Ahoi, Elmang«, begrüßte ich ihn. Er nickte anstelle einer Antwort und drehte sich würdevoll einmal um die eigene Achse. Dann fuhr auch schon der Zug ein, und Elmang entschwand in einem Abteil. Weil ich in die Gegenrichtung musste, mein Zug aber erst in einer Minute kam, blieb ich auf seiner Seite des Bahnsteigs stehen, sah, wie er sich setzte und sofort von einer Gruppe junger, hübscher Mädchen angesprochen wurde. Man konnte neidisch werden bei dem Erfolg eines solchen Auftritts. Vor einigen Monaten hatte ihm das eine Einladung für Modeaufnahmen in Japan eingebracht und den Ruf des coolsten Alten aller Zeiten. Elmang ließ sich mehrfach in den Klubs »Burgschein« und »Le Mal« blicken und wurde regelmäßig im »Queen Victoria« beim Tanzen gesehen.

    Während der Zug anfuhr, sah ich, wie eines der Mädchen, eine dunkelhaarige Schönheit, Elmang einen Stift und ein Stück Papier reichte, woraufhin er mit sichtlich erfreutem Gesichtsausdruck etwas daraufschrieb – wahrscheinlich eine Widmung und sein Autogramm. Ich gönnte ihm diesen späten Ruhm. Was sollte ich Johannes Elmang sagen, wenn ich ihn das nächste Mal traf? Vielleicht: He, Mann, nach dem jetzigen Stand der Gerontologie bist du gerade mitten in der Pubertät.

    Er wandte sich in die Richtung, in der die Alfalfa liegen sollte, musste aber die Abzweigung, die man ihm genannt hatte, verpasst haben, denn er landete in einer ungewöhnlich breit angelegten Sackgasse mit Geschäften zu beiden Seiten. Rechts wies das sehr aufwändig gemalte Bild einer dunklen Schönheit in einem rotweißen Rüschenkleid mit wehenden Haaren und Kastagnetten in beiden Händen auf den Eingang zu einem Geschäft für Folkloreartikel. Der Laden schräg gegenüber wirkte dagegen heruntergekommen und irgendwie abstoßend, hatte aber den eigenartigen Namen »Matteo Perlheims Fantasie-Store«. Erst wollte er sich abwenden, überlegte es sich aber dann anders.

    »Sie«, sagte er mit lauter Stimme, während er den Laden betrat und auf den Mann zusteuerte, der genauso mächtig wirkte wie der Schreibtisch, an dem er saß, »Sie müssen Matteo Perlheim sein.«

    »Sie sagen es«, antwortete der Mann und hob seinen dicken Kopf mit einer solchen zeitlupenartigen Langsamkeit, dass er das Geschäft wieder verlassen hätte, wenn das Plakat im Rücken des Mannes nicht gewesen wäre.

    »I teech yo whatewer yo wont«, stand dort.

    »Sie können mir also alles beibringen? Mich lehren, was auch immer ich lernen will?«, fragte er daher den Mann.

    »Sí«, brummte der daraufhin.

    »Was Sie geschrieben haben, da oben«, er zeigte auf das Plakat, »ist aber falsches Englisch. Wenn Sie es selbst nicht beherrschen, wie könnten Sie mir richtiges beibringen, falls ich das von Ihnen verlangen wollte?«

    Der Mann kniff sein linkes Auge zu und blickte den Besucher mit dem rechten an, während er sich mit beiden Händen vom Schreibtisch in eine stehende Haltung wuchtete und dabei mit einem seltsamen Schwanken in der Stimme fragte: »Spüren Sie es?«

    »Was meinen Sie?«, erwiderte er, lauter, als er es beabsichtigt hatte.

    »Schauen Sie auf die Straße«, kommandierte Kneifauge daraufhin.

    Doch konnte er dort draußen beim besten Willen nichts Besonderes entdecken. Eine Möwe pickte am Boden. Eine zweite hockte auf einem Mauervorsprung und sah der ersten zu. Ein trostloser Anblick. »Was meinen Sie?«, wiederholte er ungeduldig.

    »Es hat begonnen«, sagte der Mann mit einer ungewöhnlich tiefen und wohlklingenden Stimme. »Die Ankündigung.«

    »Verstehe«, sagte er nun, um irgendetwas zu sagen und sein Gegenüber nicht zu verärgern, denn er hatte ja eine Frage, auf die er eine Antwort suchte. Möglich, dass dieser seltsame Mensch in diesem seltsamen Geschäft sie kann