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Corona Magazine #354: Juli 2020: Nur der Himmel ist die Grenze

Corona Magazine #354: Juli 2020: Nur der Himmel ist die Grenze

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Corona Magazine #354: Juli 2020: Nur der Himmel ist die Grenze

Länge:
347 Seiten
3 Stunden
Freigegeben:
29. Juli 2020
ISBN:
9783959362399
Format:
Buch

Beschreibung

Das Corona Magazine ist ein traditionsreiches und nicht-kommerzielles Online-Magazin, das seit 1997 die Freunde von Science-Fiction, Phantastik, Wissenschaft, Kunst und guter Unterhaltung mit Informationen und Hintergründen, Analysen und Kommentaren versorgt.

Zur Lektüre ist ein E-Book-kompatibles Anzeigegerät (Amazon Kindle, Tolino, iPhone/iPad, Android Smartphone/Tablet), bzw. eine entsprechende Software auf dem heimischen Computer erforderlich.

Das Corona Magazine erscheint aktuell fünfmal pro Jahr, für gewöhnlich alle zwei bis drei Monate. Infos unter www.corona-magazine.de.

Aus dem Inhalt der Ausgabe #354 (7/2020):

• Top-Thema von Reiner Krauss: Science-Fiction vs Science-Fact: Star Wars im Lichte der Realität
• Interviews mit Dietmar Schmidt, Jürgen Kaiser, R. M. Amerein & Pamela u. a.
• Comic-Kolumne von Uwe Anton: Das war ihr Leben!
• Hör mal! Die Audible-Kolumne von Reinhard Prahl (im Gespräch mit David Holy)
• Alle News rund um Star Trek: Rezensionen, Kolumnen, News, Schauspielerportraits, Food Trek & Lieblingsfolgen
• Alle News rund um Star Wars: Rezensionen, Fandom, Cosplay & Kolumnen
• Alle News rund um Doctor Who: Kolumnen & Rezensionen
• Alle News rund um Perry Rhodan: Kolumnen, Rezensionen & Interviews
• Perlentaucher-Reihe: Die große persönliche Rückschau auf Akte X: Die unheimlichen Fälle des FBI – Staffel 3
• Neues & Rezensionen aus dem Bereich Literatur (Geister der Vergangenheit, Das sockenfressende Monster u. a.)
• Neu auf DVD, Bluray & Netflix sowie Perlen der Film- und Seriengeschichte (The Expanse, Westworld u. a.)
• Games on- & offline sowie Klassiker (ALONE, Black Angel, Gaia Project u. a.)
• Subspace Link — Neues aus dem All
• Kurzgeschichten des Monats: "Von Superhelden und Schurken" von Nina Teller und "Blauzahn" von Achim Stößer

... und vieles, vieles mehr auf rund 350 Seiten!
Freigegeben:
29. Juli 2020
ISBN:
9783959362399
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Corona Magazine #354 - Björn Sülter

Bunt

Beschreibung & Impressum

Das Corona Magazine ist ein traditionsreiches und nicht-kommerzielles Online-Projekt, das seit 1997 die Freunde von Science-Fiction, Phantastik, Wissenschaft, Kunst und guter Unterhaltung mit Informationen und Hintergründen, Analysen und Kommentaren versorgt.

Seit dem Wechsel zum Verlag in Farbe und Bunt erscheint es im zeitgemäßen E-Book-Gewand.

Autoren

Uwe Anton, Reiner Krauss (Wisser), Bettina Petrik, Thorsten Walch, Reinhard Prahl, Alexandra Trinley, Oliver Koch, Andreas Dannhauer, Lieven L. Litaer, Birgit Schwenger, Sven Wedekin, Kai Melhorn, Armin Rößler, C. R. Schmidt, Bernd Perplies, Hermann Ritter, Carsten Schmitt, Hartmut T. Klages, Frank Stein, Bastian Ludwig, Peter R. Krüger, Jacqueline Mayerhofer, Lujayne Sealya, Eric Zerm, Ansgar Imme, Jens Krohnen, Michael Kleu, R. J. DeWinter, Tim de Sade, R. M. Amerein, Michael Wilhelm, Pia Fauerbach, Marco Golüke & Brandon Q. Morris

Herausgeber & Chefredakteur

Der Verleger, Medienjournalist & Autor Björn Sülter schreibt Romane (Beyond Berlin, Ein Fall für die Patchwork Kids), Biographien (Hallo, Herr Kaiser! Das Leben ist wilder, als man denkt) & preisgekrönte Sachbücher (Es lebe Star Trek, Die Star-Trek-Chronik), ist Headwriter und Experte für SYFY und mit Kolumnen und Artikeln bei Quotenmeter, Serienjunkies, in der GEEK! oder im FedCon Insider vertreten.

Dazu präsentiert er seine beliebten Podcasts Planet Trek fm und Der dreiköpfige Affe, ist Herausgeber und Chefredakteur des Printmagazins TV-Klassiker und als Hörbuchsprecher (Der Earl von Gaudibert, Dunkle Begegnungen, Star Trek - The Next Generation: Q sind herzlich ausgeladen) und Moderator aktiv. Er lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Ausgabe #354, Juli 2020

1. Auflage, 2020

ISBN 978-3-95936-239-9

© Juli 2020 / Alle Rechte vorbehalten.

in Farbe und Bunt

Verlag Björn Sülter

Am Bokholt 9 | 24251 Osdorf

www.ifub-verlag.de / www.ifubshop.com

Herausgeber & Chefredakteur | Björn Sülter

E-Book-Satz | EM Cedes & Reiner Krauss

Lektorat | Bettina Petrik, Telma Vahey & René Spreer

Cover | EM Cedes

Cover-Foto | Unsplash.com

Corona Webseite | www.corona-magazine.de

Kontakt | bjoern.suelter@corona-magazine.de

Weitere Kontaktmöglichkeiten/Webseiten

bjoern.suelter@ifub-verlag.de

http://www.ifub-verlag.de/

https://www.ifubshop.com/

Nachdruck und Vervielfältigung, auch einzelner Artikel oder Auszüge, ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Zeichnungen kann keine Gewährleistung übernommen werden. Namentlich gekennzeichnete Beitrage geben nur die Meinung des Verfassers wieder und stimmen nicht zwangsläufig mit den Ansichten der Redaktion und des Herausgebers überein.

Editorial: Overkill-Alarm?

Liebe Leserinnen und Leser,

einen Monat später als eigentlich geplant erscheint nun endlich das neue Corona Magazine; als ehrenamtlich geführtes Projekt können wir leider auf Ausfälle nicht so schnell reagieren wie wir uns das wünschen würden. Daher freuen wir uns immer über Neuzugänge in der Redaktion, im Lektorat oder beim Satz. Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns auf Sie!

Dafür haben wir aber mit fast 350 Seiten erneut ein spannendes, vielfältiges Magazin für Sie gezaubert, das mit dem Bereich Blue Box jetzt sogar Doctor-Who-Fans zu ihrem Recht kommen lässt! Sie meinen, das sei Overkill? Mitnichten. Unsere Redaktion deckt derart viele Themenbereiche ab, dass der Umfang kein Wunder und absolut berechtigt ist.

Overkill findet eher anderswo statt: Das Star-Wars-Franchise hat mit Solo und dem unter den Erwartungen gelaufenen Abschluss der Skywalker-Saga bereits einen veritablen Schuss vor den Bug erhalten. Doch auch im anderen großen Sternenfranchise gilt es langsam, die spitzen Ohren offen zu halten. Was Alex Kurtzman und sein Team dort aktuell für die Fans vorbereiten, muss man sich einmal genauer vor Augen führen.

Von 1966 bis 2005 (und somit in 39 Jahren) gab es sechs Star-Trek-Serien (wenn man die erste Zeichentrickserie mitzählt) und zehn Kinofilme. Nach vier Jahren Pause startete dann 2009 die Rebootkinoreihe, 2017 neue TV-Abenteuer.

Seitdem heißt es für die Crew der Discovery bereits »ab in die dritte Staffe« (ab 16. Oktober bei Netflix), Star Trek: Picard steuert auf das zweite Jahr in 2021 zu, Star Trek: Lower Decks nimmt in wenigen Tagen in den USA den Dienst auf (und wurde bereits für zwei Staffeln bestellt), Star Trek: Prodigy soll ab 2021 bei Nickelodeon junge Fans abholen, Star Trek: Strange New Worlds wird ab Herbst 2021 Pike, Spock und Nummer Eins auf ihren Abenteuern begleiten und die Sektion-31-Serie mit Michelle Yeoh ist ebenso wenig vom Tisch wie weitere Kinofilme. Obendrauf hat man selbstverständlich auch schon weitere Short Treks zugesagt.

Zum Mitschreiben: Das wären sieben (!) neue Serienformate, die innerhalb von vier (!) Jahren ihren Anfang nehmen. Irrsinn? Kalkül? Eher Letzteres. Kurtzman und Co versuchen schlicht, in allen denkbaren Spielarten Output zu liefern: Eher klassisch angehauchtes Trek (Picard und Strange New Worlds), neuartig-modernes Trek (Discovery, Sektion 31), Animation für Erwachsene (Lower Decks) und Kinder (Prodigy) sowie gänzlich neue Formate (Short Treks). Wollen wir wetten, dass auch das Konzept für eine Akademie-Serie für das Teenager-Publikum noch in der Schublade liegt?

Ob das am Ende qualitativ ausgewogen möglich ist, das Fandom, ob der vielen verschiedenen Vorlieben der Fans, zerreißt, oder zum eingangs erwähnten Overkill und Shutdown führt, muss heute noch offenbleiben.

Die aktuelle Vorstellung von 23 Wochen Star Trek in Folge bis in die erste Januarwoche hinein ist in jedem Fall spannend und auch irgendwie elektrisierend, oder? Hoffen wir, dass der Rausch anhält und nicht (zu schnell) in den obligatorischen (und befürchteten) Kater umschlägt.

Bleiben Sie trekkig, gesund und uns gewogen!

Ihr

Björn Sülter

Herausgeber & Chefredakteur

Termine: Treffen sie uns!

Die Corona-Pandemie macht auch vor unseren Messeplänen selbstverständlich nicht halt.

Aus diesem Grund bitten wir leider an dieser Stelle um Geduld, bis neue und verbindliche Termine kommuniziert werden können.

Sollte die FedCon in diesem Jahr beispielsweise noch stattfinden, werden wir dort vertreten sein.

Tipps fürs Lesevergnügen

»Ich habe gar keinen eBook-Reader« ist eine häufig gehörte Aussage, wenn es darum geht warum ein phantastisch interessierter Mensch noch kein neues Corona Magazine gesehen und gelesen hat.

Beispielsweise sind Kindle Paperwhite und Tolino tolle eBook-Reader, sie können tausende von Büchern in einem schmalen, robusten Gerät mitnehmen und dank mattem eInk-Display und dezenter Hintergrundbeleuchtung sowohl in der Sonne am Strand als auch abends, ohne Taschenlampe, im Bett lesen.

Jede Ausgabe ihres Corona Magazines kann ganz selbstverständlich auch auf ihrem Smartphone, iPhone oder Computer geschaut und gelesen werden. Hier haben sie gar die volle Farbkraft unserer Bilder in den Beiträgen.

Wie das geht? Amazon-Kunden installieren sich idealerweise die Kindle-App oder schauen im Browser selbst, genau wie beim Tolino webreader. Windows 10 Nutzer können gar ein lokales eBook ganz einfach mit dem integrierten Edge-Browser öffnen.

Schauen sie uns somit in Zukunft auf vielen Geräten und sagen sie es allen weiter, die noch nicht wussten wie sie uns lesen können und freuen sie sich somit auf ein Magazin von und in »Farbe und Bunt«.

Kindle-App für Windows und iOS

https://www.amazon.de/kindle-dbs/fd/kcp

Tolino webReader

https://mytolino.de/tolino-webreader-ebooks-online-lesen/

Ihr

Reiner Krauss

Autor und eBook-Gestaltung

Podcast Deep Inside

Wir machen Licht! Das Corona Magazine präsentiert mit Deep Inside einen eigenen Podcast zu all den Themen, die uns und Sie bereits seit über zwanzig Jahren interessieren.

Von phantastischen Geschichten, Romanen, Sachbüchern oder Hörerlebnissen bis hin zu den Bereichen Wissenschaft, Kunst oder Popkultur deckt Gastgeber Reiner Krauss (Wisser) alle Bereiche der Phantastik mit spannenden Gästen ab.

Via Soundcloud:

https://soundcloud.com/user-104747826

Via Anchor:

https://anchor.fm/deep-inside-by-corona-magazine

Via RSS-Feed:

https://rss.acast.com/deep-inside

Podcast Planet Trek fm

Ein weiterer Podcast, der vom Verlag in Farbe und Bunt präsentiert wird, ist seit 2017 Planet Trek fm von und mit Björn Sülter.

In bisher rund 50 Ausgaben bespricht der Moderator und Gastgeber mit seinen illustren Gästen wie den Autoren und Übersetzern Christian Humberg, Mike Hillenbrand, Lieven L. Litaer oder Claudia Kern alle Themen rund um Trek, die uns Fans ohnehin im Kopf herumschwirren.

Neben übergeordneten Themen gibt es auch immer frische Besprechungen aktueller Serienepisoden; kritisch, humorvoll, aber immer fair.

Via Webpage:

http://www.planettrekfm.de

Via Soundcloud:

https://soundcloud.com/user-412263487

Via RSS-Feed:

https://rss.acast.com/planet-trek

Podcast Der dreiköpfige Affe

Ebenfalls eine Produktion vom Verlag in Farbe und Bunt ist Der dreiköpfige Affe – Lebensanomalien, Nerdtum & Bananen von und mit Björn Sülter.

Der Gastgeber empfängt in seinem neuen Personality-Podcast Gäste aus allen Lebensbereichen, um mit ihnen offen und ehrlich über das Leben, Gefühle und Geschichten zu sprechen.

Im Dreiköpfigen Affen geht es darum, aufeinander zuzugehen, sich für seinen Gegenüber zu interessieren, einander zuzuhören, zu hinterfragen und einen gemeinsamen Nenner zu finden. Es geht um das, was uns als Gemeinschaft stark macht, was uns im Miteinander hilft.

Der Podcast wird in loser Folge fortgesetzt und sich in jeder Ausgabe um ein interessantes Thema oder einen interessanten Menschen (im besten Falle um beides) drehen.

Via Webpage:

http://www.affencast.de

Via Soundcloud:

https://soundcloud.com/user-412263487

Via RSS-Feed:

https://rss.acast.com/der-dreikoepfige-affe

Topthema

Science-Fiction vs Science-Fact: Star Wars im Lichte der Realität

von Reiner Krauss

Die Science-Fiction ist seit jeher eine beliebte Quelle, um den Leuten den Glauben zu vermitteln, dass »nichts unmöglich ist«. Doch selbst für Toyota war dies einst nur eine schöne Werbeaussage, die dort ihre Grenzen hatte, wo auch jene der Physik liegen. Der gemeine fähige Autofahrer weiß das genauso wie ein Sebastian Vettel.

»Möge die Macht mit dir sein!« – Ist deshalb nichts unmöglich?

Die beliebte Science-Fiction-Filmreihe Star Wars (seit 1977) bietet dem Zuseher viele großartige Ideen, deren Umsetzung deshalb so potentiell möglich klingt, weil die Drehbuch-Autoren sich auch realer physikalischer Theorien bedienen. Man vergisst dabei jedoch allzu schnell, dass dort, wo die naturgegebenen physikalischen Grenzen einsetzen, die gedanklichen Freiheiten des Autors gerade erst beginnen.

Man darf deshalb nie vergessen, welchen Gegebenheiten das reale Universum gehorcht. In diesem Zusammenhang stellt sich gar nicht die Frage, warum es sich so verhält, sondern höchstens, wie es sich verhält.

Energie ist Energie: Sogar in Millionen von Jahren, wenn der Mensch sehr viel mehr über die Physik gelernt haben wird als heute, werden die Energieanforderungen für eine Reise quer durch die Galaxis immer noch dieselben sein; und die Energie, die benötigt wird, um die Gravitation nach dem Willen des Menschen zu verbiegen, scheint größer zu sein als alle in der Galaxis vorhandene Energie.

Dies ist auch der Grund, warum die meisten Wissenschaftler es so unwahrscheinlich finden, dass die Erde jemals von Außerirdischen besucht worden ist, insbesondere von Außerirdischen mit einer hinreichend hoch entwickelten Zivilisation und Technologie. Was sollen diese denn bisher hier angestellt haben? Metallobjekte in menschlichen Körpern hinterlassen, gelegentliche Entführungen und abgedrehte Experimente – so ein großer Aufwand für ein so geringes Ergebnis? Was für den Freund der Ufologie eine plausible Erklärung scheint, ist für Physiker die am wenigsten plausible, einfach, weil das irdische Wunschdenken wesentlich geringere Anforderungen stellt als interstellare Reisen sie voraussetzen.

Man könnte natürlich auch annehmen – was allerdings nicht mal die meisten Science-Fiction-Autoren tun –, es würden nicht überall die gleichen physikalischen Gesetze im Universum gelten, und andere Wesen hätten einen Weg gefunden, solch weite Strecken anderen Naturgesetzen folgend zu überwinden, oder es wäre gelungen, die Gravitationskräfte aufzuheben. Doch spätestens wenn diese imaginären Außerirdischen den durch den Menschen beobachtbaren Kosmos erreicht hätten, würden die gleichen physikalischen Gesetze auch für sie gelten.

Wie also das Problem lösen? Nun, Star Wars-Erfinder George Lucas beispielsweise hat den Hyperraum-Sprung für Schiffe wie den Rasenden Falken und seine Sternenzerstörer erdacht, um diese Gesetze geschickt zu umgehen. Diese Antriebsidee soll es einem erlauben, von einem Punkt zum anderen schneller als mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen.

Der Apfel fällt vom Baum

Doch der Autor dieses Artikels will diese tollen Theorien der Science-Fiction kurz hinter sich lassen und stattdessen den einfachen Fall eines Apfels vom Baum betrachten. Dieser Apfel fällt immer auf den Boden und nicht aufwärts. Das war vor hunderten von Jahren schon so, das ist heute so und das wird in weiteren tausenden von Jahren noch so sein.

Die Physik entwickelt sich nicht in revolutionären Sprüngen, die das bisherige Wissen einfach wegwischt, sondern in einer stetigen Evolution, die auf dem bis dorthin gesammelten Wissen aufbaut. Die Newtonschen Gesetze werden in Millionen von Jahren noch ebenso gelten wie heute, ganz gleich, welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse die Zukunft auch bringt. Wenn auf der Erde ein Apfel vom Baum fällt, wird er immer nach unten fallen, selbst wenn ein solcher Apfel nicht Newton auf den Kopf gefallen wäre und er deshalb nicht das Gravitationsgesetz entwickelt hätte.

Das Wünschenswerte zugunsten des tatsächlichen Geschehens verwerfen – das ist die Herausforderung des aufgeschlossenen Menschen heute und in Zukunft. Darum bleibt nur, immer zwischen Science und Fiction zu unterscheiden.

© Lucasfilm Ltd./Disney

»Das größte Geschenk, das die Wissenschaft der Menschheit vermacht hat, ist meiner Meinung nach das Wissen, dass – ob es uns gefällt oder nicht – das Universum wirklich so ist, wie es ist. Manchmal ist es rätselhaft, manchmal banal. Darum sind die wirklich Aufgeschlossenen nicht jene, die sich unkritisch ein Universum zusammenbasteln, das ihren eigenen Lieblingstheorien und Wünschen entspricht.«

- Lawrence Krauss, Professor für Physik und Astronomie an der Case Western Reserve University, Cleveland, Ohio

Doch woher kommt der Wunsch, Fiktion mit Realität zu vermischen?

Eine gewisse Technikbegeisterung kommt gerade bei Science-Fiction-Fans sehr häufig vor. Viele Science-Fiction-Autoren sind dabei auch gerne Vorreiter von tollen Ideen, die Raumschiffe im All mit Überlichtgeschwindigkeit von Planet zu Planet reisen lassen.

All diese Ideen sind geboren aus dem Wunsch, die unvorstellbaren Entfernungen des Universums schneller zu überbrücken.

Doch ist das überhaupt realisierbar?

Genau solche Ideen sind es, die den Menschen oft viel zu schnell dazu verleiten, zu denken, man könnte sich über nahezu alles eines Tages hinwegsetzen. Als gerne angeführter Beleg für die Allmacht der Technik und damit des scheinbar unendlichen Erfindungsreichtums des menschlichen Geists dient gerne die Luft- und Raumfahrt. Betrachtet man das Ganze aber nüchtern und emotionsfrei, erkennt man schnell: Nichts an dieser ist wirklich geheimnisvoll oder gar ein Wunder.

Die Menschen lernen jedoch stetig und Stück für Stück dazu (meistens jedenfalls). Anschließend benutzen sie das neu gewonnene Wissen, die Dinge um sich herum – die es aber schon seit ewigen Zeiten gibt – für sich hilfreich (und gewinnbringend) nutzbar zu machen.

Nicht mehr und nicht weniger

Nur ein Beispiel: Als der Mensch erkannt hat, dass die Atmosphäre der Erde aus Gasen besteht und diese jeweils einen bestimmten Aggregatszustand von einem oder mehreren Stoffen darstellen, konnte er in Folge auch Geräte (Hilfsmittel) erdenken, die genau diese Gase für ihn nutzbar gemacht haben. Solange der Mensch davon aber noch keine Vorstellung hatte – und nur deshalb –, war dies nicht möglich.

Das Wasser und die Meere der Erde sind der Lebensraum von Fischen. Diese Tiere nutzen den flüssigen Aggregatzustand von Wasser, um sich darin zu bewegen. Dazu entwickelten sie im Laufe ihrer Entstehung Flossen.

Die »Flossen« von Vögeln sind deren Flügel. Nichts anderes stellt ein Flügel eines Flugzeuges dar.

Ein Raumschiff, das die Atmosphäre verlässt, kann mit Flossen oder Flügeln aber schlagartig nichts mehr anfangen. Sobald es den Orbit erreicht, sind seine Flügel (wie beim Space Shuttle) im luftleeren Raum wirkungs- und nutzlos. Allein das Prinzip des Rückstoßes ermöglicht nun eine Bewegung im Raum (luftleeres, gasfreies Vakuum) – auch das musste man aber erst verstehen lernen, um es technisch umsetzen zu können.

Man darf nicht übermütig werden

Wie simpel Technik sein kann, zeigt sich am Beispiel der Atomenergie. Obwohl der Mensch erkannt hat, dass es möglich ist, Atome zu verschmelzen und damit Energie in Form von Wärme frei zusetzen, benutzt er dieses Wissen in Wahrheit dazu, um ganz primitiv Wasser zu Dampf zu erhitzen, um wiederum Turbinen anzutreiben und damit Strom zu erzeugen. Ob man also ein Feuerchen aus Holz, Kohle, Erdöl oder sonstigen brennbaren Elementen erzeugt, ist letztendlich egal. Wie rückständig doch ach so moderne Technik sein kann, wenn man etwas genauer hinschaut.

Technische Fortschritte hat man also immer nur dann erzielt, wenn man die Gegebenheiten der Natur und des Universums ein Stück weit verstehen gelernt hat.

Nun, wenn die konventionelle Wissenschaft

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