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Der Mann mit der Schramme

Der Mann mit der Schramme

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Der Mann mit der Schramme

Länge:
42 Seiten
33 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 9, 2019
ISBN:
9788726372380
Format:
Buch

Beschreibung

Ein mysteriöser Fall, der Sherlock Holmes und Dr. Watson ins zwielichtige Milieu der Opiumhöhlen im Osten Londons schickt: Holmes versucht inkognito das Verschwinden des reichen Mr. St. Clair aufzuklären, der zuletzt von seiner Frau im Haus einer bekannten Opiumhöhle gesehen wurde – scheinbar in Aufruhr. Schnell ist klar, dass hier etwas faul ist. Hat der schmutzige Bettler mit der entstellten Lippe womöglich etwas damit zu tun?-
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 9, 2019
ISBN:
9788726372380
Format:
Buch

Über den Autor

Sir Arthur Ignatius Conan Doyle KStJ DL (22 May 1859 – 7 July 1930) was a British writer best known for his detective fiction featuring the character Sherlock Holmes. Originally a physician, in 1887 he published A Study in Scarlet, the first of four novels and more than fifty short stories about Holmes and Dr. Watson. The Sherlock Holmes stories are generally considered milestones in the field of crime fiction. Doyle was a prolific writer; his non-Sherlockian works include fantasy and science fiction stories about Professor Challenger and humorous stories about the Napoleonic soldier Brigadier Gerard, as well as plays, romances, poetry, non-fiction and historical novels. One of Doyle's early short stories, "J. Habakuk Jephson's Statement", helped to popularise the mystery of the Mary Celeste. (Wikipedia)


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Der Mann mit der Schramme.

Isa Whitney, der Bruder des weiland Elias Whitney, Doktors der Theologie und Rektors des Predigerseminars von St. Georgen, war ein starker Opiumraucher. Soviel ich weiss, kam er durch eine Jugendeselei dazu, als er noch auf der Schule war. Er hatte damals de Quinceys Beschreibung seiner Träume und Empfindungen gelesen ¹ und tränkte seinen Rauchtabak mit Opiumtinktur, um womöglich dieselbe Wirkung zu erzielen. Dabei ging es ihm aber wie schon so manchem vor ihm: er fand, dass es viel leichter ist, eine Gewohnheit anzunehmen, als sie wieder abzulegen; so blieb er jahrelang ein Sklave dieses Giftes und wurde seinen Freunden und Verwandten zum Gegenstand des Abscheus oder auch des Mitleids. Noch sehe ich ihn vor mir in einem Lehnstuhl zusammengekauert mit dem gelben, aufgedunsenen Gesicht, den schlaffen Augenlidern und den bis zum Umfang eines Stecknadelknopfes verkleinerten Pupillen, die traurige Ruine eines ursprünglich edeln Menschen.

Eines Abends — es war im Juni 1889 — so um die Zeit, wo der Mensch anfängt zu gähnen und nach der Uhr zu sehen, wurde an meinem Hause die Klingel gezogen. Ich fuhr in die Höhe, und meine Frau liess mit verstimmtem Gesicht ihre Handarbeit in den Schoss sinken. „Ein Kranker, sagte sie. „Du wirst nochmals fortgehen müssen.

Ich seufzte, denn soeben war ich von schwerem Tagewerk heimgekehrt.

Wir hörten die Hausthüre gehen, vernahmen ein paar hastige Worte und dann rasche Schritte auf dem Linoleum. Unsere Zimmerthür flog auf, und herein trat eine dunkel gekleidete, schwarz verschleierte Dame.

„Entschuldigen Sie meinen späten Besuch," begann sie, doch plötzlich allen Halt verlierend, stürzte sie auf meine Frau zu und warf sich ihr schluchzend um den Hals.

,,Ach, ich bin in entsetzlicher Lage! rief sie aus, „und bedarf dringend des Beistandes.

„Was, das ist Käte Whitney? sagte meine Frau und schlug ihrem Gaste den Schleier zurück. „Wie du mich aber erschreckt hast, Käte! Als du hereinkamst, hatte ich keine Ahnung, wer du seist.

„Ach, ich wusste keinen andern Ausweg, als zu dir zu flüchten."

Es war die alte Geschichte; jeder, der in Not war, kam zu meiner Frau, wie die Vögel zum Leuchtturm fliegen.

„ Wie lieb von dir, dass du gekommen bist. Jetzt trinke nur erst ein Glas Wein mit Wasser und setze dich behaglich her, dann erzählst du uns alles. Oder möchtest du lieber, dass ich James zu Bett schicke?"

„Nein, gewiss nicht! denn ich bedarf auch des Doktors Rat und Beistand. Es handelt sich um meinen Mann. Seit zwei Tagen ist er nicht mehr nach Hause gekommen, und ich bin in entsetzlicher Angst um ihn!"

Nicht zum erstenmal sprach sie mit uns von ihrem Kummer um den Gatten, mit mir als Arzt und mit meiner Frau als alter Freundin und Vertrauten noch von der Schule her. Wir beruhigten

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