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Die gestohlenen Zeichnungen
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Die gestohlenen Zeichnungen
eBook50 Seiten40 Minuten

Die gestohlenen Zeichnungen

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Über dieses E-Book

Ein Toter neben den Gleisen mit geheimen U-Boot-Plänen in seinen Taschen – Holmes, sein Bruder Mycroft und Dr. Watson haben es mal wieder mit einem sehr schwierigen Fall zu tun. Der junge Regierungsangestellte, der im Arsenal von Woolwich arbeitete, hat scheinbar sieben der zehn U-Boot-Zeichnungen gestohlen – oder sollte man das nur glauben? Doch dann findet Holmes heraus, dass der Mann gar nicht auf den Gleisen, sondern woanders ums Leben kam...-
SpracheDeutsch
HerausgeberSAGA Egmont
Erscheinungsdatum13. Jan. 2020
ISBN9788726372274
Die gestohlenen Zeichnungen
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Autor

Arthur Conan Doyle

Arthur Conan Doyle (1859-1930) was a Scottish author best known for his classic detective fiction, although he wrote in many other genres including dramatic work, plays, and poetry. He began writing stories while studying medicine and published his first story in 1887. His Sherlock Holmes character is one of the most popular inventions of English literature, and has inspired films, stage adaptions, and literary adaptations for over 100 years.

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    Buchvorschau

    Die gestohlenen Zeichnungen - Arthur Conan Doyle

    www.egmont.com

    Die gestohlenen Zeichnungen

    In der dritten Woche des November senkte sich ein dichter gelber Nebel auf London herunter. Vom Montag bis Donnerstag konnten wir nicht die Giebel der gegenüberliegenden Häuser in der Bakerstrasse erkennen. Am ersten Tage verbrachte Holmes die Zeit mit Blättern in seinen verschiedenen Notizen. Den zweiten und dritten Tag widmete er seinem neuesten Steckenpferd, der Musik des frühen Mittelalters. Aber als wir dann zum viertenmal beim Frühstück jene schmierige gelbbraune Masse vor dem Fenster sahen, die ölige Tropfen am Fensterglas bildete, konnte die ungeduldige aktive Natur meines Freundes dieses graue Dasein nicht länger mehr ertragen. In einem Fieber unterdrückter Energie lief er in unserm Wohnzimmer hin und her, biss sich in die Fingerknöchel, beklopfte die Möbel und stiess Verwünschungen aus gegen die Untätigkeit, zu der er verdammt sei.

    „Nichts Interessantes in der Zeitung, Watson?" fragte er.

    Ich wusste, dass mit etwas „Interessantem" Holmes stets etwas kriminalistisch Interessantes meinte. In der Zeitung standen: eine Revolution, ein sehr wahrscheinlicher Krieg auf dem Balkan und ein Ministerwechsel. Aber dergleichen kam für meinen Freund nicht in Betracht. Etwas Kriminelles konnte ich aber in keiner Form entdecken, wenn ich von den üblichen Belanglosigkeiten des Polizeiberichtes absah. Holmes seufzte laut und nahm seine ruhelose Wanderung wieder auf.

    „Der Londoner Verbrecher ist nachgerade ein stumpfsinniger Bursche, schalt er mit der verdriesslichen Stimme eines Sportsmannes, der das Spiel verloren hat. „Schau bloss aus dem Fenster, Watson. Wie hier die Gestalten aus dem Trüben auftauchen, vorüberhuschen und wieder untertauchen im Trüben. Der Dieb oder Mörder könnte an solch einem Tage in London herumschweifen wie der Tiger im Dschungel, unsichtbar, bis er springt, und dann nur wie ein Schatten sichtbar für sein Opfer.

    „Da sind zahlreiche kleine Diebstähle verübt worden, wie die Polizei berichtet."

    Holmes machte voller Verachtung „pah".

    „Diese grossartig düstere Bühne verlangt nach etwas anderem als solch elendem Besitzwechsel, sagte er. „Es ist wahrhaftig ein Glück für diese Stadt, dass ich kein Verbrecher bin.

    „Da hast du recht!" rief ich aufrichtig.

    „Nimm an, ich wäre Brooks oder Woodhouse, oder irgendeiner von den fünfzig Männern, die guten Grund haben, mir nach dem Leben zu trachten – wie lange könnte ich wohl gegen meine eigene Verfolgung am Leben bleiben? Eine Finte, eine Verabredung unter falschem Namen und Vorwand, und alles wäre zu Ende. Es ist gut, dass sie in den romanischen Ländern keinen solchen Nebel haben, – in den Mo