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Privatdetektiv Joe Barry - Wer war der vierte Mann?

Privatdetektiv Joe Barry - Wer war der vierte Mann?

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Privatdetektiv Joe Barry - Wer war der vierte Mann?

Länge:
124 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 6, 2018
ISBN:
9788711669198
Format:
Buch

Beschreibung

Fritjof Guntram heißt mit vollem Namen Fritjof Guntram Haft und ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Autor. 1940 in Berlin geboren, wurde Fritjof Guntram Haft 1968 mit einer Arbeit über die kybernetischen Systeme im Recht an der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviert. 1982 habilitierte er sich an der Juristischen Fakultät der LMU München. Von 1982 bis 2005 hatte er den Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik an der Eberhard Karls Universität Tübingen inne. Unter dem Autorennamen "Fritjof Guntram" hat Haft in den sechziger Jahren zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht, die er vorwiegend während des Jurastudiums geschrieben hat. Als Fritjof Guntram Haft hat er auch zahlreiche rechtswissenschaftliche Werke verfasst.Fritjof Guntram heißt mit vollem Namen Fritjof Guntram Haft und ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Autor. 1940 in Berlin geboren, wurde Fritjof Guntram Haft 1968 mit einer Arbeit über die kybernetischen Systeme im Recht an der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviert. 1982 habilitierte er sich an der Juristischen Fakultät der LMU München. Von 1982 bis 2005 hatte er den Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik an der Eberhard Karls Universität Tübingen inne. Unter dem Autorennamen "Fritjof Guntram" hat Haft in den sechziger Jahren zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht, die er vorwiegend während des Jurastudiums geschrieben hat. Als Fritjof Guntram Haft hat er auch zahlreiche rechtswissenschaftliche Werke verfasst.-
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 6, 2018
ISBN:
9788711669198
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Privatdetektiv Joe Barry - Wer war der vierte Mann? - Joe Barry

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1. Kapitel

Frank Trinity führte seinen Entschluß in der letzten Juliwoche aus. Fast ein Jahr lang hatte er auf diesen Tage gewartet und sich immer wieder ausgerechnet, daß dies der günstigste Zeitpunkt sein würde. Jede Einzelheit seines Planes hatte er sich genau überlegt. Zwölf Monate lang hatte er sich in Gedanken damit beschäftigt, was jetzt kommen würde.

Und nun war es Zeit, zu handeln.

In Block B des State Prison von Oklahoma waren an diesem Morgen die alltäglichen Geräusche zu hören. Türen knallten zu, Schlösser klirrten. Schritte ertönten auf den Eisenplatten der Gänge.

Siebenhundert Schwerverbrecher waren in Block B untergebracht; es war keiner unter ihnen, der nicht mindestens dreißig Jahre abzusitzen hatte. Auch hinter Frank Trinitys Name stand in der Rubrik „Strafdelikt „Beihilfe zu einem Mord.

Der Strafgefangene wanderte unruhig in seiner Zelle auf und ab und dachte seinen Plan noch einmal in allen Einzelheiten durch.

Am 1 August würde die Musikwochevon Douglas beginnen. Eine verrückte Idee, in diesem kleinen Nest in der Nähe von Oklahoma City eine Musikwoche zu veranstalten. Alljährlich verteilten hier die Musikhochschulen Amerikas im Rahmen eines großen Wettbewerbes an begabte junge Musiker den Preis von Douglas, und alljährlich entstand dabei das gleiche Verkehrschaos auf der engen Straße zwischen Oklahoma City und Douglas.

Diese Straße wurde von dem Weg gekreuzt, den der Gefangenentransportwagen nehmen mußte, wenn er vom Zuchthaus zum Untersuchungsgefängnis fuhr. Diesen Weg benutzte er nur während der Musikwoche, um den Hauptverkehr zu meiden. Der Seitenweg selbst war kaum befahren, denn er endete beim Zuchthaus.

Der Mann in der Zelle hatte sich all das immer wieder überlegt und darauf seinen Plan aufgebaut. Jetzt wartete er ungeduldig, daß es endlich losging.

Seine Geduld wurde auf keine harte Probe gestellt. Wenig später hörte er Schritte auf dem Gang, die vor seiner Tür haltmachten. Knackend wurde das das Schloß geöffnet. Zwei Aufseher in durchgeschwitzten blauen Hemden, mit umgeschnallten Revolvern, erschienen vor den Gitterstäben.

„Mitkommen, Trinity! sagte der eine. „Der Direktor will Sie sprechen!

Schweigend ließ sich der Häftling Handschellen anlegen. Dann führten ihn die beiden hinaus. Es ging über den langen Gang die schmale Treppe hinunter, dann kam wieder ein langer Gang, massive Stahltüren. Eisentreppen und wieder Gänge, bis sie schließlich die äußeren Gitter erreichten, die den Block B zum Hof hin abschlossen. Das Zuchthaus war ein wuchtiger, massiver Bau mit zahlreichen Sicherungsvorkehrungen, so daß man sich den Gedanken an einen Ausbruch schon beim Ansehen abgewöhnen konnte.

Nach kurzem Fußmarsch erreichten sie den Verwaltungsbau, von dem sternförmig die einzelnen Blocks abgingen. Hier war die Umgebung schon wesentlich freundlicher, mit hellen Gängen und Gardinen vor den Fenstern.

Die Beamten und der Mann zwischen ihnen mußten im Vorzimmer des Direktors noch ein paar Minuten warten, dann wurden sie eingelassen.

„Nehmen Sie ihm die Handfesseln ab", sagte Direktor Hutchkins, von dem Trinity wußte, daß er erbitterte Auseinandersetzungen mit dem Gouverneur über das Wesen des Strafvollzugs führte.

Hutchkins war ein älterer Mann mit weißen Haaren und einem Hang zur Behäbigkeit. Ihm gegenüber wirkte der geschmeidige Trinity mit seiner stets lauernden Haltung und dem pockennarbigen, faltenreichen Gesicht wie ein sprungbereites Raubtier.

Hutchkins bot dem Häftling eine Zigarette an und forderte ihn auf, sich zu setzen.

„Schießen Sie los, sagte er. „Sie sind also endlich bereit, Angaben über den vierten Mann zu machen?

„Yes, Sir! sagte der Häftling. „Ich habe es mir lange überlegt und will es jetzt tun. Wir waren damals wirklick zu viert.

„Wird Zeit, daß Sie endlich zur Vernunft kommen, brummte Hutchkins. „Während des Prozesses waren Sie leider nicht so einsichtig. Dabei haben Zeugen eindeutig ausgesagt, daß sich vier Mann in dem Wagen befanden, der zum Haus von Mr. Cook fuhr,

„Der vierte Mann heißt Peter Ashley, erklärte Trinity ohne weitere Umschweife. „Er wohnt in Oklahoma City, Post Avenue 71.

„Na also! Hutchkins rieb sich die Hände. „Warum nicht gleich so?

„Sie wissen, Sir, erklärte Trinity mit Schiefem Grinsen, „daß auch wir unsere Regeln haben, an die wir uns halten.

„Warum verpfeifen Sie Ihren Kumpan dann jetzt erst?" fragte der Gefängnisdirektor abfällig.

„Weil Ashley den tödlichen Schuß abgegeben hat. Er ist es gewesen. Ich habe keine Lust, seinetwegen lebenslänglich im Zuchthaus zu sitzen."

Hutchkins Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Trinity triumphierte im stillen. Er hatte den Direktor jetzt genau da, wo er ihn haben wollte.

„Ihr hättet euch das früher überlegen sollen, sagte Hutchkins. „Es stimmt, Mr. Cook wurde durch einen Schuß getötet. Aber als das Gericht vor einem Jahr versuchte, herauszufinden, wer ihn abgegeben hatte, habt ihr nichts zu Aufklärung dieser Frage beigetragen. Ihr habt einfach geschwiegen. Die Quittung dafür habt ihr erhalten. Dreimal lebenslänglich wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes.

„Man kann seine Meinung ändern, sagte Trinity. „Jetzt bin ich eben der Ansicht, daß auch Ashley seine Strafe verdient hat.

„Well, ich werde Ihre Aussage der Staatsanwaltschaft übergeben. Unvermittelt fügte Hutchkins hinzu: „Wissen Robelly und Blum, daß Sie singen?

„Nein, grinste Trinity. „Kontaktaufnahme mit anderen Gefangenen ist verboten.

Der Direktor machte eine wegwerfende Handbewegung und setzte das Verhör fort.

„Werden die beiden Ihre Aussage bestätigen?"

„Ich denke ja, erklärte Trinity gedehnt, „wenn Sie hören, daß Ashley verpfiffen wurde, werden sie keine Rücksicht mehr auf ihn nehmen.

„Möglich. daß Sie recht haben", brummte Hutchkins und gab seiner Sekretärin, die mitstenographiert hatte, ein Zeichen. Ein paar Minuten warteten die Männer schweigend, bis sie Trinitys Erklärung in die maschine getippt hatte. Der Direktor übergab dem Zuchthäuler das Protokoll, und dieser las den Text genau durch, bevor er seinen Namen daruntersetzte.

Dann wurde der Häftling in seine Zelle zurückgebracht.

Als das Licht ausgeschaltet wurde, nahm er sein Eßgeschirr und klopfte damit an die Wand seiner Zelle. Er benutzte das einfachste Klopfsystem, das es gab. Das Alphabet war bei diesem System in fünf Reihen zu jeweils fünf Buchstaben eingeteilt. Auf diese Weise gab er drei Worte durch: Plan 1 ausgeführt.

Sein Zellennachbar bestätigte die Meldung und gab die Klopfzeichen weiter. So wanderten sie bis zu John Robelly, der drei Zellen weiter saß. Und von diesem gingen sie weiter zu Dick Blum.

Jetzt war die Reihe an Robelly. Er führte Plan 2 aus. Auch Blum hatte seine Aufgabe. Er sollte Trinitys Aussage ableugnen. Das würde jeglichen Verdacht, daß sie sich untereinander abgesprochen haben könnten, entkräften.

Jetzt kam es nur noch darauf an, wie schnell der District Attorney arbeiten würde. Aber Trinity zweifelte nicht daran, daß man sie noch während der Musikwoche dem Staatsanwalt vorführen würde.

*


John Robelly war von Beruf Automechaniker. Und so war es gekommen, daß er gelegentlich Reparaturen an den Transportwagen des State Prison vornahm. Er führte diese Arbeiten nicht regelmäßig aus, sondern nur wenn er gebraucht wurde. Und am Morgen des 2. August wurde er gebraucht.

Der kleine Kastenwagen, mit dem die Strafgefangenen Trinity, Robelly und Blum nach Oklahoma City zur Vernehmung gebracht werden sollten, hatte plötzlich einen platten Reifen. Beim Rückwärtsstoßen war der Fahrer auf eine Holzlatte mit langen, vorstehenden Nägeln gefahren. Niemand konnte sich erklären, wieso die Latte plötzlich dorthin gekommen war, aber niemand machte sich auch Gedanken darüber.

Robelly wurde geholt, um den Reifen auszuwechseln. Er wurde bei seiner Tätigkeit bewacht, aber nicht besonders scharf, denn er hatte sich den Ruf eines Mustergefangenen erworben.

Auch das gehörte zu Trinitys Plan.

Als der Reifen gewechselt war, hatte Robelly an seiner Innenseite einen Gegenstand angebracht, den er schon vor Monaten gebastelt hatte. Es war ein krummgebogener Nagel, der zwischen Reifen und Felge eingeklemmt war. Während seine Spitze am Schlauch anlag und diesen etwas nach innen drückte, schnitt der Kopf auf gleicher Höhe mit dem Reifenprofil ab. Auf einer glatten Asphaltstraße konnte nichts geschehen. Aber auf einem geschotterten Weg war damit zu rechnen, daß ein Stein den Nagel vollends nach innen drückte.

Robelly wurde in den Waschraum geführt und bestieg anschließend gemeinsam mit Trinity und Blum den Transportwagen. Zwei bewaffnete Polizisten setzten sich ihnen gegenüber vor die Tür.

Die drei Verbrecher waren mit Handschellen gefesselt. Stumpfsinnig blickten sie vor sich hin. Sie machten in keiner Weise den Eindruck, als seien sie sonderlich erregt.

Es war genau elf Uhr dreißig, als der grüne Transportwagen den Hof des State Prison von Oklahoma verließ.

Langsam fuhr er die baumbestandene Asphaltstraße entlang, um nach einigen Kilometern in den schmalen Weg einzubiegen und damit den Hauptverkehr zu meiden. Unauffällig blickte Trinity durch das kleine vergitterte Fenster nach draußen. Der Wagen ließ eine dicke Staubfahne hinter sich. Am Horizont verschwand die Baumreihe der

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