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Literaturstreit und Bocksgesang: Literarische Autorschaft und öffentliche Meinung nach 1989/90

Literaturstreit und Bocksgesang: Literarische Autorschaft und öffentliche Meinung nach 1989/90

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Literaturstreit und Bocksgesang: Literarische Autorschaft und öffentliche Meinung nach 1989/90

Länge:
198 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 25, 2021
ISBN:
9783835329232
Format:
Buch

Beschreibung

Nach dem Literaturstreit um Christa Wolf kommt es im vereinten Deutschland zu einem tiefgreifenden Wandel im Verhältnis von literarischer Autorschaft und öffentlicher Meinung.

Mauerfall und Wiedervereinigung haben die Produktion von Literatur grundlegend verändert. Neue Formen der Erzeugung von medialer Aufmerksamkeit lassen das alte Modell kritischer Öffentlichkeit zunehmend fragwürdig erscheinen. An die Stelle von literarischer Autorschaft als moralischer Instanz tritt der Skandalautor, der durch intervenierende Texte den Kultur- und Medienbetrieb provoziert und stört.
Jürgen Brokoff fragt nach ästhetischen Formen und politischen Funktionen dieser Interventionen im öffentlichen Meinungsbildungsprozess. Am Beispiel von Christa Wolfs Erzählung "Was bleibt" und Botho Strauß` Essay "Anschwellender Bocksgesang" analysiert er die Verschlingung von Literatur und Politik im vereinten Deutschland und verknüpft auf neue Weise Aspekte der Literaturästhetik und Textinterpretation mit Fragen der Meinungsforschung.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 25, 2021
ISBN:
9783835329232
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Literaturstreit und Bocksgesang

Buchvorschau

Literaturstreit und Bocksgesang - Jürgen Brokoff

Kleine Schriften zur literarischen

Ästhetik und Hermeneutik

Bd. 7

Herausgegeben von

Wolfgang Braungart | Joachim Jacob

Jürgen Brokoff

Literaturstreit und Bocksgesang

Literarische Autorschaft und

öffentliche Meinung nach 1989/90

Wallstein Verlag

Ich führe ungern eine Polemik fort, die dort trennt, wo im Grunde, nämlich in der Option für die offene Gesellschaft und die westliche Zivilisation, Einigkeit herrscht.

Ralf Dahrendorf, Die Sache mit der Nation, 1990

Wer sich in die politischen Diskurse der deutschen Öffentlichkeit einmischt, der tut es auf eigene Gefahr. Abschreckend wirken weniger die moralischen Verdächtigungen, die auf diesem Feld gang und gäbe sind. Sie können sich auf eine lange Tradition berufen und gehören zur publizistischen Normalität. Gravierender sind die intellektuellen Risiken, die jeder eingeht, der sich an einer Mediendebatte beteiligt. Fast immer wird er, kaum daß er seinen Beitrag abgeliefert hat, dümmer aussehen als zuvor.

Hans Magnus Enzensberger, Die Große Wanderung, 1992

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation

in der Deutschen Nationalbibliografie;

detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über

http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© Wallstein Verlag, Göttingen 2021

www.wallstein-verlag.de

Umschlag: Susanne Gerhards, Düsseldorf

ISBN (Print) 978-3-8353-1712-3

ISBN (E-Book, pdf) 978-3-8353-2922-5

ISBN (E-Book, epub) 978-3-8353-2923-2

Inhalt

I. Einleitung: Literarische Autorschaft und intellektuelle politische Öffentlichkeit

II. Ein Anfang und ein Ende der deutschen Nachkriegsliteratur

1. 1947 – Westdeutsche Neubestimmungen literarischer Autorschaft und öffentlicher Meinungsbildung

2. 1990 – Christa Wolfs Erzählung Was bleibt, der deutsch-deutsche Literaturstreit und ein Strukturwandel der Öffentlichkeit

3. Nach 1990 – Folgen für das Verhältnis von Literatur und Öffentlichkeit

III. »Das Wort ist gefallen: Rechts.« Literarische Autorschaft und öffentliche Meinung nach dem deutsch-deutschen Literaturstreit

1. Botho Strauß’ Essay Anschwellender Bocksgesang im Kontext des öffentlichen Meinungsstreits

Themen

Gesellschaft

Politik

Intellektuelle und Massenmedien

2. »Jenes ›Rechte‹, um das der Streit noch geht« – Strauß und kein Ende

IV. Ausblick: Literatur und Öffentlichkeit einer »geschwätzig plappernden Spezies«

Anmerkungen

I. Einleitung: Literarische Autorschaft und intellektuelle politische Öffentlichkeit

Am 19. 9. 2015 erscheint im Magazin Der Spiegel ein Artikel, der die Berichterstattung über die gestiegene Zahl der nach Europa und Deutschland Geflüchteten mit einer Reportage über die Arbeit der Flüchtlingshilfe in Hamburg verbindet. Der Autor schildert seine Eindrücke, die er bei Besuchen in einer Halle des Hamburger Messegeländes über die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ihre Antriebe und Motive bei der Organisation von Kleiderspenden und anderen Formen der Flüchtlingshilfe gewonnen hat. War der Anlass des ersten Besuchs die Spende von »vier Ikea-Taschen«[1] eigener Kleidung für Geflüchtete, so reiht sich der Autor bei den nachfolgenden Besuchen selbst in die Gruppe der Ehrenamtlichen ein. Beim zweiten Besuch ordnet er sich jenen zu, die in der Halle Herrenoberbekleidung sortieren, bei den anschließenden Besuchen wird er »der Kinderabteilung zugewiesen« (105) und »in eine Menschenkette gestellt« (ebd.), um Kartons mit gespendeter Kleidung per Hand durch die große Halle zu transportieren. Der auf Selbsterfahrung basierende Bericht zeichnet ein anschauliches Bild von den Leistungen der Helferinnen und Helfer quer durch die Generationen und Bildungsschichten, und er charakterisiert den Einsatz der Beteiligten als Versuch, dem ersten Artikel des deutschen Grundgesetzes über die Achtung und den Schutz der Menschenwürde »mit einfachen Mitteln Geltung zu verschaffen« (108).

Bei aller Anschaulichkeit der Reportage gibt deren Überschrift Rätsel auf. Sie lautet Abschwellender Bocksgesang. Im zweiten Absatz des Beitrags klärt der Autor seine Leserschaft über den gewählten Titel auf. Er führt, ohne genauere Hinweise auf die Gattung oder Machart des Zitierten zu geben, Sätze aus dem »anschwellenden Bocksgesang« (105) von Botho Strauß an. Diese Formulierung des Reporters legt nahe, dass der namentlich erwähnte Autor Strauß einen Bocksgesang angestimmt hat. Die Reportage verhält sich dazu konträr: Aus dem anschwellenden wird ein abschwellender Bocksgesang.[2]

Über den Text aus dem Jahr 2015 sind insgesamt zehn Zitate verteilt, die als wörtliche Übernahmen von Strauß gekennzeichnet sind. Was haben Zitate eines literarischen Autors in einer Reportage über die Arbeit der Hamburger Flüchtlingshilfe zu suchen? Wie kommen sie dort hinein? Offenkundig dienen sie dem Verfasser als eine Art Kontrastfolie, vor der sich sein Bericht besser abhebt. Dass dabei das Thema der Reportage vom Schreiben der Reportage nicht zu trennen ist, zeigt sich unter anderem daran, dass der Autor im Verlauf seiner Arbeit als Reporter selbst zum Flüchtlingshelfer wird. Wenn die vom Journalisten und Flüchtlingshelfer geschriebene Reportage den Titel Abschwellender Bocksgesang trägt, dann tritt der »anschwellende Bocksgesang« von Strauß in einen Gegensatz nicht nur zur Reportage, sondern auch zu dem von ihr Berichteten. Der »anschwellende Bocksgesang« von Strauß ist gegen Anstrengungen wie die der Hamburger Flüchtlingshilfe gerichtet – so lautet die Botschaft der Spiegel-Reportage. Damit wende sich Strauß implizit auch gegen die Voraussetzungen, die zur Flüchtlingshilfe geführt haben. Der »anschwellende Bocksgesang« von Strauß sei gegen Flucht und Migration gerichtet.

Das Verfahren der Reportage ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. Der erste Einwand, der die von der Reportage nahegelegte Lesart des Titels von Strauß betrifft, ist noch vergleichsweise gering zu veranschlagen. Die Frage, ob ein Text mit der Überschrift Anschwellender Bocksgesang zwangsläufig so verstanden werden muss, dass der Titel den Text selbst, also das eigene Verfahren, die eigene Darstellungsweise beschreibt, oder ob dieser Titel, der eine deutsche Übersetzung des griechischen Wortes für ›Tragödie‹ ist, nicht vielmehr auf den Gegenstand des Textes bezogen ist, lässt sich durch einen Blick in Strauß’ Essay Anschwellender Bocksgesang[3] beantworten. Es zeigt sich, dass die Bezeichnung »Bocksgesang«, die in der Spiegel-Fassung des Textes außer im Titel nur an einer weiteren Stelle verwendet wird, sich nicht auf den Text selbst bezieht, sondern auf die von ihm beschriebenen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen zu Beginn der neunziger Jahre: Der »Bocksgesang« geht »aus der Tiefe unseres Handelns« (205) hervor und ist Anzeichen einer »künftigen Tragödie« (ebd.), deren Gestalt nicht zu erkennen ist.[4] Dies festzustellen bedeutet nicht, den Begriff der Tragödie als passende Bezeichnung für die beschriebenen Entwicklungen unkritisch gelten zu lassen.

Auch der zweite Einwand, dem zufolge der von der Reportage zitierte Essay Anschwellender Bocksgesang zwar ebenfalls im Magazin Der Spiegel erschienen ist, aber doch zu einer anderen Zeit und unter anderen Bedingungen, nämlich zu Beginn des Jahres 1993, ist eher von untergeordneter Bedeutung. Denn das Verfahren, Zitate aus zeitlichen und sachlichen Entstehungszusammenhängen herauszulösen, ist in politischen und publizistischen Auseinandersetzungen gängige Praxis. Wer die Arena der politischen Öffentlichkeit betritt, muss wissen, was er tut. Der in dieser Hinsicht reichlich erfahrene Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger vermerkt 1992, dass das Betreten dieser Arena »auf eigene Gefahr«[5] erfolgt.

Gravierender ist hingegen der dritte Einwand, nämlich dass Zitate aus dem 1993 erschienenen Text Anschwellender Bocksgesang auf geschickte Weise in die Spiegel-Reportage von 2015 eingearbeitet wurden und dort in collagierter Form der eigenen Erzählung dienen. Das wird bereits bei den ersten beiden Bezugnahmen auf Strauß deutlich. Das erste wörtliche Zitat aus Strauß’ Essay bezieht sich auf die dort thematisierte Herausforderung, den zu Beginn der neunziger Jahre in Deutschland Zuflucht suchenden »Heerscharen von Vertriebenen und heimatlos Gewordenen« (203) mit Mitleid, Hilfsbereitschaft und Güte zu begegnen. Im Anschluss an diese zitierte Äußerung, die im Hinblick auf die Bezeichnung »Heerscharen« eine Sprachkritik erfordert,[6] heißt es in der Reportage von 2015:

Vor mehr als 20 Jahren schrieb Botho Strauß diese knirschenden Zeilen, die Zahl der Asylbewerber war auf über 400 000 angestiegen, und in seinem »anschwellenden Bocksgesang« entwarf er das düstere Bild eines Volkes, das nicht »durch feindliche Eroberer« herausgefordert werde, aber »nach innen um das Unsere« kämpfe und so wegen seines »modernen egoistischen Heidentums« überfordert werde. (105)

Abgesehen davon, dass das zitierte »Heidentum« im Essay eine scharfe Grundsatzkritik erfährt und ihm nach Auffassung des Autors mit der Förderung einer christlichen Haltung zu begegnen wäre, die Mitleid, Hilfsbereitschaft und Güte allererst ermöglicht, geht es im einleitenden Teil von Strauß’ Essay nicht um die Belange eines Volkes. Die durch die Pronomina »unser« und »wir« bezeichnete Gruppe wird im Text von Strauß präzise benannt: »wir Reichen«.[7] Unmittelbar vor der vom Verfasser der Reportage zitierten Passage ist bei Strauß in kritischer Absicht vom »reichen Westeuropäer« die Rede, der »auch sittlich über seine Verhältnisse gelebt« habe.[8] Anders, als es die Spiegel-Reportage suggeriert, entwirft Strauß hier keineswegs in nationaler oder gar nationalistischer Perspektive »das düstere Bild eines Volkes«. Ausgangspunkt seines Textes ist vielmehr in europäischer Perspektive eine (Selbst-)Kritik des reichen Westens.

An anderer Stelle kommt die Spiegel-Reportage von 2015 auf den Wandel der öffentlichen Meinung über die Flüchtlingshilfe im Sommer desselben Jahres zu sprechen. Im Verlauf dieses Sommers sei die anfänglich euphorisch und rückhaltlos begrüßte Arbeit der Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer immer stärker einer Kritik unterzogen worden. Auch hier zieht der Verfasser der Reportage eine Verbindungslinie zu Strauß, dem Urheber des »anschwellenden Bocksgesangs«:

Und nun sieht mancher Journalist, Blogger und Facebook-Kommentator auch in ihnen [den Helferinnen und Helfern, J. B.] den Grund dafür, dass zu viele Fremde dem Lockruf ins Altkleiderparadies gefolgt seien. Seit Botho Strauß den »Fanatismus des Guten« zur Gefahr für das Abendland erklärt hat, ziehen seine Nachbeter immer wieder in den lächerlichen Kampf gegen das Gutmenschentum. (105)

Im Text Anschwellender Bocksgesang ist die hier zitierte Formulierung nicht zu finden. Sie steht aber, ohne dass dies in der Reportage irgendwo vermerkt würde, in einem anderen Text von Strauß, der 2013 ebenfalls im Spiegel erschienen ist. In diesem Text mit der Überschrift Der Plurimi-Faktor. Anmerkungen zum Außenseiter kritisiert Strauß im Rahmen einer Reflexion über den »Typus des Außenseiters« die »Vorschriften des politisch Korrekten und Guten«, die einen »gewissen Fanatismus des Guten« erkennen lassen und die Arbeit des literarischen Autors im öffentlichen Meinungsbildungsprozess beeinflussen.[9] Von Migration, Flucht oder Flüchtlingshilfe ist in diesem 2013 publizierten Text an keiner Stelle auch nur ansatzweise die Rede. Ihren Kulminationspunkt erreicht die Spiegel-Reportage von 2015 im folgenden Absatz:

Das dunkle Deutschland der Brandstifter und Hetzer wird überstrahlt vom hellen Deutschland der Luftballons und Kuscheltiere, aber dazwischen macht sich das graue Deutschland der Ängstlichen immer breiter, die mahnen und warnen, die Terroristen ins Land strömen sehen und Analphabeten, die das Unsere in Schulen, um Wohnungen und gegen volle Gefängnisse kämpfen sehen. Es ist der rechte Mainstream des »Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-Dürfen«, der sich mit zusammengeschusterter Wahrheit mutig dem Mitleid entgegenwirft, wenn auch nicht mit der schwellenden Sprache eines Botho Strauß. Was bei ihm der »verklemmte deutsche Selbsthass« ist, »der die Fremden willkommen heißt, damit hier, in seinem verhassten Vaterland, sich die Verhältnisse endlich« ändern, ist bei rechtspopulistischen Journalisten wie den Roland Tichys und Hugo Müller-Voggs der linke Mainstream, dem es an Verstand und Nationalbewusstsein fehlt. Seit zwei Jahrzehnten sitzen sie in der Schneise, die Botho Strauß geschlagen hat, und schreiben immer denselben Artikel über »Gutmenschen« und »politisch Korrekte«: Das Land müsse sich befreien vom Diktat derer, die es multikulturell zugrunde richten, die keine Ahnung von den Notwendigkeiten einer modernen Gesellschaft haben, schon gar nicht von einer Ökonomie, der wir alle den Reichtum verdanken, den sie leichtfertig aufs Spiel setzen. (106)

Auch wenn Strauß hier nicht direkt dem »dunklen« Deutschland der Brandstifter und Hetzer zugeschlagen wird, sondern dem »grauen« Deutschland der ängstlichen Mahner und Warner: Die vorgenommene Eingliederung in den »rechten Mainstream«, der sich in der Frage der Flüchtlingshilfe »dem Mitleid entgegenwirft«, und die hergestellte Verbindung zum Rechtspopulismus, als deren Vorreiter Strauß hier präsentiert wird, wiegen schwer.

Der Spiegel-Reportage nun jenseits der Analyse ihres problematischen Verfahrens vorzuwerfen, dass sie analog zur »zusammengeschusterten Wahrheit« des »rechten Mainstream[s]« ihrerseits ein entstelltes Bild des Autors Strauß präsentiert, das nicht auf naiver Fehllektüre, sondern auf »intentionale[r] Falschlektüre«[10] basiert, würde bedeuten, ihre Polemik zu verlängern. Das geheime Zentrum dieser von Affekten bestimmten Polemik liegt dabei in der verächtlichen Kennzeichnung von Strauß als »Dichter« (105, 108). Mehrfach verwendet der Verfasser der Reportage diese typisierende Formel und kommt dabei bezeichnenderweise ohne Namensnennung aus.

Nicht der Fortsetzung, sondern der Analyse solcher Polemik gegen den »Dichter« Strauß, der Teil eines »rechten Mainstream[s]« sei, gilt das Interesse der vorliegenden Studie.[11] Sie stellt die Texte von Strauß, aber auch die von anderen Autorinnen und Autoren, etwa von Christa Wolf, Hans Magnus Enzensberger, Peter Handke und Martin Walser, in einen größeren Zusammenhang. Artikel wie die Spiegel-Reportage von 2015 prägen das öffentliche Erscheinungsbild literarischer Autorinnen und Autoren, sie haben Einfluss auf die diesbezügliche Meinung. Zugleich bleiben diese Artikel nicht ohne Wirkung auf die davon betroffenen Autoren.[12] Sie bestimmen deren weiteres Agieren im öffentlichen Raum und prägen nicht zuletzt ihr literarisches Schaffen. Vor diesem Hintergrund gilt es zu analysieren, wie öffentliche Diskussionen über literarische Texte und Darstellungen von Öffentlichkeit in literarischen Texten sich wechselseitig dynamisieren und ineinandergreifen. So sieht sich Strauß mit Erscheinen der Reportage vom September 2015 in der Öffentlichkeit als ein Kritiker der aktuellen Flüchtlingshilfe dargestellt, ohne bis dahin zu diesen aktuellen Fragen

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