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Lichtstrahlen

Lichtstrahlen

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Lichtstrahlen

Länge:
82 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 27, 2021
ISBN:
9783753447858
Format:
Buch

Beschreibung

"Mit unaussprechlicher Liebe wachet dieser dein Vater unaufhörlich, Tag und Nacht über dich, und ist so bekümmert und besorgt um dich, als wenn im Himmel und auf Erden sonst kein anderes Geschöpf mehr wäre. Mit so vielen und großen Wohltaten ist er stets dir zur Seite, daß du nicht einmal den geringsten Teil derselben genugsam erkennen kannst.
Er gestattet dir vollkommen freien Zutritt zu ihm, so daß du, so oft du nur willst mit ihm reden, ihm alle Geheimnisse deines Herzens vortragen, all dein Elend mit voller Zuversicht ihm erzählen und in ihm Frieden und Freude finden kannst. Obgleich er das vortrefflichste Gut ist, so kannst du ihn durch ein einziges, frommes Verlangen weit schneller und weit leichter erhalten, als jede andere noch so geringe Sache." Johannes Tauler.

Ein Trost- und Anleitungsbuch des großen Mystikers für verzagte und zweifelnde Seelen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 27, 2021
ISBN:
9783753447858
Format:
Buch

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Lichtstrahlen - Johannes Tauler

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie

sollen getröstet werden.

Selig sind die Barmherzigen;

denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

Selig sind die Friedfertigen;

denn sie werden Gottes Kinder heißen.

Ev. Matth. Kap. 5. V. 4. 7. 9.

Schätze der christlichen Literatur

Band 26

Inhalt.

I.

Beruhigung der Skrupelhaften wegen ihrer Beichten.

II.

Von den unreinen Versuchungen zur Gotteslästerung und zur Verzweiflung.

III.

Von den Wirkungen wahrer Buße.

IV.

Reumütiges Bekenntnis seiner Sünde vor Gott.

V.

Ein anderes Gebet um Verzeihung seiner Sünden.

VI.

Aufopferung der Verdienste Christi für unsere Anliegen.

VII.

Ausgezeichnete Wirkung vollkommener Reue.

VIII.

Von der Traurigkeit über unsere Unvollkommenheiten.

IX.

Von der Plage der Skrupeln und inneren Bedrängnissen.

X.

Von der gänzlichen Hingabe in den göttlichen Willen und der innigsten Vereinigung mit Gott.

XI.

Vom guten und seligen Tode.

XII.

Von dem Adel der vernünftigen Seele und von der Liebe Gottes gegen dieselbe.

XIII.

Von der Gegenwart Gottes und seinen erhabenen Vollkommenheiten.

XIV.

Von der unendlichen Liebe des menschgewordenen Sohnes Gottes.

XV.

Von der Würde der seligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria, von ihrer Erbarmung und Liebe gegen die Menschen und ihrer unbefleckten Empfängnis.

XVI.

Von der Auszeichnung der Engel und ihrer Liebe gegen die Menschen.

XVII.

Von der aufrichtigen Liebe gegen alle Menschen.

XVIII.

Von dem pflichtmäßigen Verhalten gegen die Oberen.

XIX.

Genossen klösterlicher Vereine sollen sich liebevoll gegeneinander benehmen. Wie heillos schlechte Ordensleute seien.

XX.

Von der besten Vorbereitung zum Sterben.

JOHANNES TAULER

LICHTSTRAHLEN

I.

Beruhigung der

Skrupelhaften wegen ihrer Beichten.

WEGEN der täglichen Gebrechen und läßlichen Sünden, von denen der Mensch in dieser Zeit nicht wohl freibleiben kann, kümmert euch nicht gar zu sehr, wenn ihr sie nicht alle gebeichtet habt, sondern beichtet sie mit einem demütigen Ernste Gott, gebet euch vor ihm schuldig mit Reue und mit Andacht; denn man soll den Beichtvätern nicht soviel Zeit nehmen, sondern solche Dinge soll man im allgemeinen berühren. Nur die Todsünden und diejenigen, worüber man im Zweifel ist, ob es Todsünden seien, sind wir nach dem Gebote der Kirche und notwendig zu beichten verpflichtet. Die läßlichen Sünden aber werden auf mannigfaltige Weise getilgt, nämlich durch Erweckung der Reue, durch das Beten des Vater unser, durch Kniebeugungen, durch Besprengung mit Weihwasser etc. Fehlt dem Menschen die Reue oder die Zerknirschung, so habe er darüber Reue, daß er sie nicht hat, denn auch dies ist ein Reu eschmerz. Ebenso ist es, wenn man weder Verlangen noch Liebe in sich fühlt; da verlange man ein Verlangen, eine Liebe zu haben. Vor allen Dingen soll man sich in der wirklichen Liebe üben. Dies ist das Heilsamste und Fruchtbarste, daß nämlich der Mensch des vielen Guten mit Dank gedenke, das Gott ihm und allen Menschen erwiesen, daß er mit all seiner Kraft die großen Bezeugungen der Liebe erwäge, die ihm Gott kund gegeben in all seinen Werken, insbesondere in seinem heiligen Leben und Leiden, und daß er damit vergleiche seine eigene Kleinheit, Unwürdigkeit und sein Nichts. Da soll er Himmel und Erden und alle Kreaturen einladen, daß sie ihm danken und loben helfen, weil er es allein nicht vermag.

Was im alten Testamente die Gläubigen in Angst und Schrecken versetzt hat, das ist das strenge Gericht Gottes, das sind die strengen Erweisungen der Gerechtigkeit Gottes. Dies Leiden trifft auch jetzt noch die Menschen in mannigfaltiger Weise, in harten peinlichen Zuständen, in dem nagenden Gewissen. Dieses Leidens wollen einige los werden durch vieles Beichten. Wisse jedoch, daß es dir nicht helfen würde, ob du auch zu tausendmal beichtetest. Hast du die Todsünden in der Beichte hinreichend aufgedeckt und die Genugtuung dafür geleistet, so sollst du alles andere in Demut Gott überlassen. Das Nagen des Gewissens, das noch eintreten kann, sollst du mit Geduld leiden, bis es ihm in seiner Gnade gefällt, dich davon zu befreien und dir Erleichterung zu verschaffen. Bekenne ihm alles andere im Gemüte, innerlich in der Seele, mit demütiger Hingabe in den göttlichen Willen und in sein verborgenes Urteil, recht gründlich bis auf den letzten Punkt, ohne von dir selbst oder von den Menschen eine Hilfe zu erwarten.

Was ist wahre Beichte? Wenn der Mensch alles sagt, dessen er sich schuldig weiß und mit Willen und Wissen nichts verschweigt, dann hat er recht gebeichtet, und dann soll er fest vertrauen und glauben, daß ihm alle seine Sünden vergeben sind. Die Ehre Gottes wird dadurch weit mehr gefördert, daß er Sünden vergibt, als daß er sie straft. Man muß der Vollmacht und der Autorität der Beichtväter glauben, wie den Worten des Herrn, da er spricht: „Denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sind sie vergeben. Und: „Was ihr immer lösen werdet auf Erden, das wird auch gelöset sein im Himmel. Joh. 20, 23. Math. 18, 18. Ich sage euch in Wahrheit: Ein Mensch, der seine Sünden gebeichtet hat und dann noch Gewissensbisse wegen eben dieser Sünden in sich fühlt, tut viel besser, wenn er hierin Gott vertraut, an die Kraft des Sakramentes glaubt und das Gebeichtete nicht mehr beichtet, als wenn er die Beichte wiederholte. Bedenke dieses: Du siehst unseres Herrn Leib in der Kirche, im heiligsten Sakramente, und

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