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Mein Blutsbruder: Sohn des Apachen-Häuptlings

Mein Blutsbruder: Sohn des Apachen-Häuptlings

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Mein Blutsbruder: Sohn des Apachen-Häuptlings

Länge:
143 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
30. Jan. 2021
ISBN:
9781393166634
Format:
Buch

Beschreibung

Mein Blutsbruder: Sohn des Apachen-Häuptlings

 

 

von Tomos Forrest

 

 

 

Klappentext:

Der "Weiße Mann" besiedelt immer mehr das Land der Apachen. Einige von ihnen ziehen jedoch eine Schneise des Todes hinter sich her, weil sie die Meinung vertreten, dass Indianer es nicht wert sind, am Leben gelassen zu werden: egal ob Mann, Frau oder Kind.

Intschu-tschuna, Häuptling der Mescalero, ruft die Apachen auf, sich zu einen und gemeinsam den Kampf gegen die Weißen aufzunehmen. Sein Sohn, der im besten Alter ist, ein großer Krieger zu werden, hat in diesen Zeiten schwere Prüfungen zu bestehen und so manche Aufgaben zu lösen – einige davon scheinen schier unlösbar zu sein …

Herausgeber:
Freigegeben:
30. Jan. 2021
ISBN:
9781393166634
Format:
Buch

Über den Autor


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Mein Blutsbruder - Tomos Forrest

Mein Blutsbruder: Sohn des Apachen-Häuptlings

von Tomos Forrest

––––––––

Klappentext:

Der „Weiße Mann" besiedelt immer mehr das Land der Apachen. Einige von ihnen ziehen jedoch eine Schneise des Todes hinter sich her, weil sie die Meinung vertreten, dass Indianer es nicht wert sind, am Leben gelassen zu werden: egal ob Mann, Frau oder Kind.

Intschu-tschuna, Häuptling der Mescalero, ruft die Apachen auf, sich zu einen und gemeinsam den Kampf gegen die Weißen aufzunehmen. Sein Sohn, der im besten Alter ist, ein großer Krieger zu werden, hat in diesen Zeiten schwere Prüfungen zu bestehen und so manche Aufgaben zu lösen – einige davon scheinen schier unlösbar zu sein ...

***

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

© Cover: Kathrin Peschel nach einem Motiv von Klaus Dill, 2021

Lektorat/Korrektorat: Kerstin Peschel

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

***

1.

Aus dem Süden herauf ritt ein einsamer Mann auf einem Maulesel, der nur sehr langsam einen Huf vor den anderen setzte. Er hatte seinen schwarzen Überrock längst ausgezogen und zusammengerollt hinter den Sattel gebunden, die Ärmel seines vor langer Zeit einmal weißen Hemdes aufgekrempelt. Ein breitrandiger, schwarzer Hut von unbestimmter Form bedeckte seinen Kopf, unter dem seine dunklen Haare mit einigen markanten Silberfäden darin hervorquollen. Ein Blick in das Gesicht des Mannes, das von der Sonne gerötet und schweißbedeckt war, hätte an einem anderen Ort beim Betrachter ein Gefühl des Vertrauens erweckt, denn dieser Mann wirkte einfach freundlich und friedfertig. Jetzt aber war auch seine Stirn gerunzelt, seine sonst so treuherzig blickenden Augen rollten unruhig hin und her, ohne ein echtes Ziel zu finden.

Trotz der glühenden Hitze, die von dem harten Boden noch reflektiert wurde, hatte er lange Zeit mit sich gerungen, ob er auch das Kollar abnehmen und den Hemdkragen öffnen sollte. Immerhin war es das Zeichen seiner Würde, aber dann entschied sich Joshua Frings doch für mehr Erleichterung bei seinem anstrengenden Ritt durch die fast wüstenähnliche Gegend. Mittlerweile klebte dem Baptistenprediger das Hemd am Körper, und er hatte große Schwierigkeiten beim Öffnen der oberen Hemdknöpfe und dem Abknöpfen des Kollars.

Nirgendwo gab es hier Bäume oder Sträucher, die hoch genug waren, um einen Schatten zu werfen. Also stieg der Prediger kurzerhand aus dem Sattel, entledigte sich seiner überflüssigen Bekleidungsstücke und griff bei der Gelegenheit zu seiner Wasserflasche. Erschrocken stellte er fest, dass sie kaum noch zu einem Viertel gefüllt war. Behutsam ließ er das sonnengewärmte Wasser in den Mund laufen und behielt es dort so lange es ging. Anschließend benetzte er seine linke Innenhand und rieb dem Maulesel damit über das Maul, was das Tier mit einem dankbaren Schnauben quittierte.

„Halte durch, mein Freund, es kann nicht mehr weit bis zum Rancho sein. Dort findest du ausreichend Wasser und Gras und ich kann endlich meine müden Knochen ein wenig ausruhen. Und mit einem Blick zur gleißenden Sohne murmelte er scheu: „Du legst deinem Diener schwere Prüfungen auf, oh Herr! Aber wer bin ich, dass ich hadern darf, nur weil du mich prüfst, Herr! Wenig später saß er wieder im Sattel und folgte den tief eingedrückten Wagenspuren, die wohl von einer Karawane verursacht wurde. Frings war zwar schon seit Jahren in dieser Gegend unterwegs und bemühte sich, die Apachen zu bekehren, aber er war nicht in der Lage, das Alter einer Spur zu beurteilen. Plötzlich jedoch schreckte er aus seiner wieder eingenommenen, lethargischen Haltung hoch.

In der Hoffnung, schon etwas von dem Rancho und seinen ausgedehnten Weideflächen zu erkennen, hatte er wieder einmal den Blick über die hitzeflirrende Landschaft geworfen und dabei die Vögel bemerkt, die über einer bestimmten Stelle kreisten.

„Was ist das, Burro?", sprach er seinen Maulesel mit dem Namen an, der im Spanischen entweder das Tier bezeichnet, oder aber auch für dumm oder auch stur steht. Frings und Burro waren seit langer Zeit ein unzertrennliches Gespann, und wenn der Geistliche den Namen beim Kauf vom Händler einfach übernommen hatte, so war das in diesem Falle durchaus liebevoll gemeint. Der Mann, der ihm das Tier in San Francisco verkauft hatte, war damit über Monate in den Bergen unterwegs und hatte – wie so viele andere – nach Gold gesucht. Als der Handel abgeschlossen war, der Esel sich aber nicht von der Stelle bewegen wollte, rief ihm der Mexikaner zu: „No seas burra – sei nicht albern", und verpasste ihm dazu einen aufmunternden Schlag auf das Hinterteil, der tatsächlich den gewünschten Erfolg brachte. Der Prediger kannte nicht den Unterschied zwischen einem Maultier und einem Maulesel, denen man im Allgemeinen nachsagte, dass die aus einer Verbindung zwischen einem Hengst und einer Eselstute gezeugten Tiere als besonders störrisch galten. Letztlich war es ihm auch egal, denn das Tier zeigte sich durchaus willig und trug seinen neuen Besitzer klaglos auch lange Zeit durch die größte Hitze.

Jetzt aber weigerte es sich nach einer Weile, weiterzugehen.

„Du meinst also, wir sollten nicht zu den dunklen Gegenständen gehen, Burro? Aber das sind Aasvögel, die dort kreisen, und ich fürchte ein Unglück. Komm, sei ein gutes Tier, lass uns nachsehen, ob wir helfen können. Das ist schließlich Christenpflicht!"

Aber das Muli war nicht bereit, auch nur einen Schritt weiterzumachen.

Seufzend glitt Frings wieder aus dem Sattel, nahm seine Wasserflasche heraus, goss den letzten Rest in die Handinnenseite und ließ das Tier alles auflecken. Tatsächlich war es jetzt damit einverstanden, seinen Weg fortzusetzen. Doch der Prediger bereute nach kurzer Zeit bereits, dass er nicht einen großen Bogen um die schwarz verkohlten Reste der Wickiups gemacht hatte, die jetzt deutlich zu erkennen waren. Frings wusste nichts von den Menschen, die hier ihr karges Dasein fristeten, wo es kaum genügend Gras gab, um darauf ein paar Pferde weiden zu lassen. Bald erahnte der Prediger, was sich hier offenbar abgespielt hatte.

Hier war offensichtlich ein furchtbares Massaker geschehen, man hatte die einfachen Hütten, die sich hier eine kleine Gruppe der Apachen an einem fast ausgetrockneten Tümpel errichtete, niedergebrannt und wohl alle Menschen getötet. Frings fand vier tote Frauen zwischen den niedergebrannten Wickiups, drei Leichen von erwachsenen Männern lagen am Rand des Tümpels. Verzweifelte Blicke in die Umgebung gaben ihm keinerlei Aufschluss, aus welcher Richtung wohl die Feinde gekommen waren. Hier gab es nur die tiefen Wagenspuren, denen er nun schon seit Stunden gefolgt war. Aber für den Prediger war es unvorstellbar, dass eine Handelskarawane mit weißen Männern eine solche Tat begangen haben konnte.

Er überlegte kurz, ob er die Toten hier an Ort und Stelle beerdigen sollte, aber dazu hatte er nichts weiter als seine Hände zur Verfügung. Erst, als er einmal um das Wasserloch gegangen war, entdeckte er die Hufspur eines unbeschlagenen Pferdes, das sich von südwestlicher Richtung genähert hatte. Die Spuren waren dann durch die anderen für ihn nicht mehr erkennbar. Erst, als er einen größeren Kreis abschritt, entdeckte er sie erneut und vermutete, dass dieser Reiter zum Pueblo der Mescalero ritt, das sich nach seiner Einschätzung noch einen starken Tagesritt hinter dem Ranchero in einem Tal befand.

„Nein, Burro, wir können hier leider nichts mehr ausrichten und müssen zum Rancho. Der alte Sam wird mir gewiss mit seinen Männern helfen, die Toten würdig zu bestatten! Nur weiter, wir müssen heute den Rancho erreichen! Wer hat nur eine so abscheuliche Tat begangen? Doch nicht die Weißen – aber auch gewiss nicht ein einzelner Indianer!"

Damit stieg er wieder etwas steifbeinig in den Sattel und trieb den Maulesel erneut an.

2.

Die Sonne brannte wie an jedem Tag auch jetzt wieder unbarmherzig von einem wolkenlosen, blauen Himmel auf die rötlich gefärbte, rissige Erde. Der Scout, der dem Treck ein paar Yards vorausritt, sah sich nach den anderen um. Unwillkürlich huschte ein Lächeln über sein von der Sonne verbranntes Gesicht, erreichte aber nicht seine dunklen Augen. Vielmehr musterte er die erschöpften Männer hinter sich mit einem derart feindseligen Blick, dass sein kaum noch verhohlener Hass offen zutage trat. Hätte ihn einer der Männer auf den Frachtwagen jetzt beobachtet, so wäre wohl auch das letzte Vertrauen rasch geschwunden, dass man in den Scout gesetzt hatte. Seine Zeit würde kommen, sicher schon in der kommenden Nacht.

Schon vor mehr als einer Stunde hatte sich der Wassermangel auf sehr unangenehme Weise bemerkbar gemacht. Die Wasserstelle, auf die sie am Vortag gestoßen waren, hatte nur noch sehr wenig Wasser – und das mussten sie sich auch noch erkämpfen.

Aber das letzte mitgeführte Fass, dass sie vor dem Aufbruch zu ihrer Reise quer durch das Land gefüllt hatten, zeigte eine unangenehm riechende, schmutzig-braune Brühe, als man es öffnete und eine Schöpfkelle hineintauchte. Entsetzte Laute wichen von den trockenen, aufgeplatzten Lippen der Männer, die sich dichter um den Scout drängten.

„Das konnte niemand ahnen!", bemerkte ein hoch gewachsener Mann im staubbedeckten Anzug eines Städters. Er schien so gar nicht in diese Gegend zu passen, sondern passte viel eher an einen der zahlreichen Spielertische in den üblichen Spielerzelten in San Francisco oder den anderen Orten, die der Goldrausch in Kalifornien hervorbrachte. Männer seines Schlages suchten nicht nach dem Gold in der Erde und den Wasserläufen. Die Goldsucher brachten es ihnen freiwillig an die Spieltische, und die Spieler kannten genügend Tricks, um es ihnen abzunehmen.

Das lange, dunkelblonde Haar fiel dem Spieler bis auf die Schultern. Es war jetzt, genau wie bei allen Männern, vom Schweiß und Dreck verklebt und vertiefte den Eindruck, dass diese Gruppe schon

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