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Professor Hartwig 2 – Arztroman: Ein schwieriger Kollege

Professor Hartwig 2 – Arztroman: Ein schwieriger Kollege

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Professor Hartwig 2 – Arztroman: Ein schwieriger Kollege

Länge:
114 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 25, 2020
ISBN:
9783740970031
Format:
Buch

Beschreibung

Die Dinge entspannen sich und spitzen sich doch wieder zu. Wie es unser Autor, Dr. Peik Volmer, sinngemäß geschrieben hat – die innere Haltung, mit der wir auf die Herausforderung des Virus reagieren, ist ganz entscheidend für den Erfolg, für unsere Zukunft. Immer wieder lauern neue Tücken im Umfeld des Virus, die unsere Maßnahmen dagegen auf den Prüfstand stellen. So muss Professor Hartwig nicht nur die sich rasant ausbreitende Pandemie bekämpfen, sondern auch den guten Geist seiner Klinik bewahren. Genau das verlangt von ihm äußerstes Fingerspitzengefühl –
Ein schwieriger Kollege.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 25, 2020
ISBN:
9783740970031
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Professor Hartwig 2 – Arztroman - Peik Volmer

Professor Hartwig

– 2 –

Ein schwieriger Kollege

Peik Volmer

Erklärung des Autors

Hinsichtlich der Corona-Krise gibt es unterschiedliche Glaubensbekenntnisse. Diese reichen von wahnwitzig wirkenden Verschwörungstheorien bis hin zu Ängsten um die Wirtschaft und um die Demokratie.

Ich möchte mich daran nicht beteiligen. Ich habe 40 Jahre im deutschen Gesundheitswesen gearbeitet und glaube nicht, dass angesichts von einer halben Million Toten meine Berufskollegen weltweit sich vor irgendeinen Karren spannen lassen.

Genau wie alle anderen bin auch ich besorgt. Ich bin besorgt und verärgert, weil Wissenschaftler vor langer Zeit bereits gewarnt haben. Unser hemmungsloser Umgang mit der Umwelt, den Ressourcen und dem dekadenten Konsum haben erheblich zu dieser Krise beigetragen, ebenso wie Massentourismus, Globalisierung, Massentierhaltung.

Trotzdem muss das Leben weitergehen.

Wir müssen nach Wegen suchen, eine neue Qualität zu finden. Wir müssen zu unserem jahrelang eingeübten Handeln Alternativen finden, die das Ansteckungsrisiko möglichst gering halten.

Ich selber habe den sogenannten Fortschritt nie wirklich als solchen erlebt. Wir sind immer schneller, wohlhabender, mobiler geworden. Bestimmte Produkte, zum Beispiel Fleisch, Unterhaltungselektronik, Fernreisen sind für jeden erschwinglich. Wir können Erdbeeren im Dezember kaufen, und Tomaten halten ewig.

Hat uns das menschlich weitergebracht? Wir haben gelernt, alles abzustreifen, was uns bremst. Kinder sind ein Karriere-Hindernis. Alte Menschen ein Kostenfaktor. Die Welt gehört nur noch der produktiven Generation.

Ich will hier nicht die gute alte Zeit heraufbeschwören. Die war auch nicht nur gut, sondern sehr entbehrungsvoll, körperlich anstrengend, engstirnig und unbequem. Allerdings gab es Gewohnheiten und Tugenden, die man vergessen hat bei unserem Schneller, Höher, Weiter. Wir waren schon mal geduldiger. Bescheidener. Rücksichtsvoller. Wir konnten verzichten. Wir haben nachhaltiger gelebt. Wir haben die Großeltern nicht in Institutionen entsorgt, nur weil sie das Bett nass machten. Wir haben uns für unsere Kinder interessiert. Wir haben uns mehr Zeit genommen, für Freunde und Familie. Wir haben den Sinn unseres Lebens nicht im »Shopping« gefunden, sondern darüber nachgedacht, wie man seinem Leben einen Sinn geben könnte.

In der vorliegenden Serie »Professor Hartwig« greife ich diese Themen auf. Ich erzähle in Form des Arztromans eine bzw. mehrere Geschichten vor dem aktuellen Hintergrund der Corona-Krise. Ich versuche, nicht die Augen zu verschließen vor den existenziellen Problemen, deren Bewältigung die vielleicht größte Herausforderung darstellt. Aber ich möchte Mut machen und gelegentlich einen Hinweis darauf geben, dass wir durch Rückbesinnung auf bestimmte Qualitäten, die unser Leben schon einmal geprägt haben, die Anforderungen der neuen Realität meistern können. Nicht mit erhobenem Zeigefinger. Mit Geschichten von Menschen, wie wir es alle sind, mit unseren Stärken und Qualitäten. Wir sind wie nie zuvor auf der Suche nach Hoffnung. Ich denke, wir dürfen hoffen.

Ihr Dr. Peik Volmer

*

Kurzes Vorwort

Waren Sie schon mal an der Nordsee, sehr verehrte Leserin, sehr geehrter Leser? Eine ausgesprochen gastfreundliche Gegend, in die ich selbst hineingeboren wurde. Die Leute sind vielleicht nicht so gesellig und kontaktfreudig wie im Süden oder Westen des Landes, aber nicht weniger herzlich. Sie machen nicht so viele Worte, wirken beim ersten Kontakt eher distanziert. Aber Freundschaften, die Sie mit einem Norddeutschen schließen, halten lebenslänglich.

Es lässt sich wunderbar urlauben an der See. Tolle Seebäder, schöne Strände, an der Nordsee die Gezeiten, die Ostsee ist allerdings wärmer. Wind und Wetter machen die Nordsee perfekt zum Surfen und Segeln. Und medizinisch gesehen nützt Urlaubern mit niedrigem Blutdruck und geschwächtem Immunsystem sowie Allergikern das rauere Klima der Nordsee, während die, die unter Bluthochdruck oder Gefäßverkalkung leiden, sich eher Richtung Ostsee orientieren sollten. Es muss nicht immer Karibik sein.

Und sollte es Ihnen mal nicht so gut gehen, liebe Leser, dann werden Sie hervorragend betreut. Zum Beispiel von Professor Konstantin Hartwig und seinem Team. Ein hervorragender Spezialist, der inzwischen sogar schon mit dieser neuen, unheimlichen Viruserkrankung Erfahrungen sammeln konnte. Erst kürzlich hat er eine Patientin gerettet. Ein richtig guter Arzt.

Das ist kein Wunder. Seine Frau, ihres Zeichens Oberärztin der Anästhesie im Nordsee-Klinikum, stärkt ihm den Rücken mit ihrer Liebe, ihrer Umsicht und dadurch, dass sie ihm Verantwortung abnimmt, zum Beispiel für den 18jährigen gemeinsamen Sohn Julian, der zur Zeit unglücklich verliebt und froh ist, dass er gerade nicht in die Schule muss, weil er gemobbt wird, im Internet. Es ist einfach wunderbar, so einen Menschen wie Lena Hartwig an seiner Seite zu wissen, oder? …

*

Personenliste

Prof. Konstantin Hartwig (44): Als Chef der Kardiologie im Nordsee-­Klinikum ein begnadeter, grandioser Arzt, der über den Tellerrand hinausschaut. Einer der größten Gegner des Corona-Virus. Und ein liebevoller Ehemann und Vater

Dr. med. Lena Hartwig (unter 40): Die versierte Narkoseärztin liebt ihren Konstantin, hat es allerdings satt, immer in seinem Schatten zu stehen. Also wird sie selbst Chefärztin – in einer anderen Klinik!

Julian Hartwig (18): Der gemeinsame Sohn ist gerade erst volljährig geworden. Bis über beide Ohren in seine neue Freundin verliebt. Will beruflich nicht in die großen Fußstapfen seiner Eltern treten

Dr. Georg Hindermann (53): Der Oberarzt ist ein brillanter Mediziner, der als streng, zynisch und bösartig gilt. Ist er das wirklich?

Dr. med. Gabriel Bernstein (34): Als Stationsarzt ohne Fehl und Tadel, ­dabei humorvoll und kollegial. Sein Laster: Er ist zugleich ein notorischer Wichtigtuer

Dr. med. Katharina Lehr (32): Eine stets freundliche, zugewandte Assistenzärztin. Medizinisch kompetent. Ihre Schwäche: Sie zweifelt an ihren Fähigkeiten

Jonas Wagner (19): Den jungen Krankenpflegeschüler, von vielen mitleidig belächelt, sollte niemand unterschätzen. An seine Zukunft glauben vor allem Professor Hartwig und die Stationsschwester Heide Hohmann

Prof. Thomas Vonend (48): Der Oberarzt der Uniklinik ist Konstantins bester Freund aus Studienzeiten. Ein selbstloser Mediziner, der keiner Gefahr aus dem Wege geht

*

Was man im Leben braucht

»Konstantin, ich werde mich von dir trennen!«

Chefarzt Professor Hartwig zuckte zusammen. Der Satz kam ihm bekannt vor. Während er sich bemühte, ruhig und gleichmäßig zu atmen, versuchte er voll Panik, sich eine Antwort einfallen zu lassen, die ruhig, respektvoll und wertschätzend daherkam und seiner Frau bewies, dass sie ihn nicht notwendigerweise verlassen musste.

Dummerweise fiel ihm nichts ein. Als er den Mund öffnete, entwich ein Laut des Unglaubens, obwohl er sich eigentlich um geschliffene Grammatik bemühen wollte. Lena war ihm zuvorgekommen.

»Also – ich habe mich da vielleicht falsch ausgedrückt. Natürlich trenne ich mich nicht von dir, Konstantin. Beruflich, ja. Aber sonst selbstverständlich nicht!«

Das hörte sich schon deutlich besser an.

»Du meinst das Franziskus-Krankenhaus, oder? Bekommst du die Stelle?«, erkundigte er sich erleichtert.

»Es scheint nur noch eine Formsache zu sein. Am Freitag ist das ›Vorsingen‹, die abschließende Entscheidung erfahre ich dann bis Dienstag!«

»Ist nicht wahr«, entfuhr es Konstantin. »Du musst vorsingen? Ich dachte, dass man das nur noch an den Universitäten und großen städtischen Häusern pflegt! Zu welchem Thema willst du diese Vorlesung halten?«

»Über akutes Lungenversagen, die Behandlung mit verschiedenen Formen der Beatmung. Mein besonderer Fokus ist der Einsatz einer extrakorporalen Membranoxygenierung bei Versagen einer konventionellen Beatmung.«

Konstantin sah sie hilflos an.

»Ich verstehe immer Bahnhof!«

»Liebster, das ist nicht weiter schlimm. Du musst das gar nicht verstehen. Hauptsache, ich verstehe es! Das ist eins meiner Haupt-Forschungsgebiete. Möchtest du etwas zu den anderen Themen hören?«

»Um Himmels Willen, nein! Es reicht mir völlig, mit einer Frau verheiratet zu sein, die ebenso schön wie klug ist!«

»… und schlank. Vergiss das bitte nicht. Schlank!«

Er zögerte einen Moment. Sie zeigte ihre Krallen.

»Du findest mich also fett, oder? Oder warum hast du nicht sofort geantwortet?«

»Schatz, natürlich nicht! Ich wollte nur eine aufrichtige Expertise abgeben! Ich meine, als wir uns damals kennenlernten …«

»Aha!«, schimpfte Lena. »Darf ich dich daran erinnern, dass ich unter Schmerzen deinen Sohn auf diese Welt befördert habe? Vergib mir, wenn ich nicht mehr so aussehe wie mit 20! Ich finde, dass man sich mit mir noch immer sehr gut zeigen kann!«

Jetzt bloß nichts Falsches sagen. Wie konnte man sie von diesem Thema ablenken?

»Ab wann würdest du dann die Chefposition dort antreten?«

»Schon ab dem kommenden Monat! Der erste Oberarzt dort ist

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