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Revolution in der Herztherapie: Der Weg zur vollkommenen Gesundheit

Revolution in der Herztherapie: Der Weg zur vollkommenen Gesundheit

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Revolution in der Herztherapie: Der Weg zur vollkommenen Gesundheit

Länge:
627 Seiten
7 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Sept. 2019
ISBN:
9783958833197
Format:
Buch

Beschreibung

Mit seiner international anerkannten wissenschaftlichen Studie beweist Dr. Dean Ornish Erstaunliches: Die Möglichkeit, mithilfe eines veränderten Lebensstils Herzkrankheiten vorzubeugen, zu stoppen oder gar rückgängig zu machen.

Das Programm von Dr. Dean Ornish umfasst die psychologischen, emotionalen und spirituellen Aspekte der Gesundheitsversorgung. Die Teilnehmer sind anschließend in der Lage, ihre Medikamente zu reduzieren und sogar zu unterbrechen. Es werden Blockaden in den Herzkranzgefäßen minimiert, Brustschmerzen nehmen ab oder verschwinden und die Menschen fühlen sich energischer, glücklicher und ruhiger.
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Sept. 2019
ISBN:
9783958833197
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Revolution in der Herztherapie - Dean Ornish

Einleitung

Herz und Seele

»Man kann nicht erwarten, daß Einsichten, sogar die großen, plötzlich bewirken, daß man alles versteht. Aber ich denke mir: Hey, es ist schon ein Schritt vorwärts, wenn sie mich auf einer tieferen Ebene in Verwirrung bringen.«

LILY TOMLIN IN JANE WAGNERS BROADWAY-STÜCK »DIE SUCHE NACH ZEICHEN INTELLIGENTEN LEBENS IM UNIVERSUM«

»Ich brauche keinen Glauben. Ich habe Erfahrung.«

JOSEPH CAMPBELL IN EINEM INTERVIEW

In diesem Buch geht es um die Heilung Ihres Herzens, in physischer, emotionaler und spiritueller Hinsicht. Das Programm, das wir hier beschreiben, nennen wir »Öffnung des Herzens«; es kann Ihnen helfen, Ihr Leben zu verändern.

Dieses Programm basiert auf einem Forschungsprojekt, das ich während der letzten vierzehn Jahre leitete, einschließlich einer Studie, die meine Mitarbeiter und ich kürzlich fertigstellten und die bewiesen hat – zum ersten Mal –, daß viele Menschen ihre Herzerkrankungen allmählich rückgängig machen können, einfach indem sie ihre Lebensweise verändern. Es ist das einzige wissenschaftlich untermauerte Heilungsprogramm für Herzkrankheiten, das ohne cholesterinsenkende Medikamente oder chirurgische Eingriffe auskommt. (Jetzt, zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Buches, gibt es in den USA keine anderen Forschungsprojekte, nicht einmal unabgeschlossene, die sich mit der Frage beschäftigen, ob man Herzerkrankungen ohne Medikamente oder Chirurgie heilen kann.)

Mit Hilfe neuer medizinischer Technologien, die vorher nie verfügbar waren, fanden wir heraus, daß die Koronararterien vieler Menschen mit gravierenden Herzerkrankungen sich tatsächlich zu öffnen begannen, als sie unserem Programm folgten. Mit anderen Worten: Die Blockierung ihrer Arterien löste sich allmählich, und die Blutzufuhr zum Herzen wurde verstärkt. Und anders als bei den meisten chirurgischen oder medikamentösen Therapien sind die einzigen bekanntgewordenen Nebenwirkungen dieser Veränderungen der Lebensweise angenehmer Art.

Die Patientinnen und Patienten, die an unserer Studie teilnahmen, empfanden einen Zuwachs an Lebensfreude und Vitalität; ihre Brustschmerzen ließen nach oder verschwanden völlig, viele konnten ihre Medikamente auf geringere Dosen reduzieren oder sie schließlich ganz absetzen. Außerdem stellten wir bei den Blutuntersuchungen fest, daß die Cholesterinwerte des Blutes bei diesen Patienten stärker zurückgingen, als je zuvor ohne den Einsatz von Medikamenten erreicht worden ist.

Obwohl die Zahl der Herzinfarkte im Lauf der letzten zehn Jahre zurückgegangen ist, sterben jährlich immer noch mehr Menschen an Herz- und Gefäßerkrankungen als an anderen Todesursachen zusammengenommen, Krebs, AIDS, andere Infektionskrankheiten, Unfälle und Morde eingeschlossen. (Das trifft auf Männer und Frauen gleichermaßen zu.) Wenn Herzerkrankungen jedoch rückgängig gemacht werden können, dann ist es vielleicht auch möglich, ihrer Entstehung vorzubeugen. Wir müssen nicht auf ein neues Medikament, verbesserte chirurgische Techniken oder einen Durchbruch in der medizinischen Technologie warten.

Nach allem, was wir jetzt wissen, sind Herzerkrankungen für die Mehrzahl der Menschen, die bereit sind, dem in diesem Buch beschriebenen Programm zu folgen, mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeidbar. Was unser etabliertes medizinisches System uns bieten kann, hat weitaus weniger Einfluß auf unsere Gesundheit als die Wahl der Lebensweise, die wir als Individuen in unserem Alltag treffen. Dieses Buch kann Ihnen helfen, ein Gesundheitsprogramm zu entwickeln, das auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt und für Sie richtig ist.

Sie müssen keine Askese und keine Entbehrungen auf sich nehmen, wenn Sie unserem Programm folgen, obwohl die Diät, die ich vorschlage, für Menschen, die von klein auf an Mengen von dunklem Fleisch, Sahnesaucen und üppige Desserts gewöhnt sind, zweifellos eine völlig andere Art zu essen repräsentiert. Unser Programm muß jedoch nicht notwendigerweise auf ein »Alles oder Nichts« hinauslaufen. Wenn Ihr Arzt festgestellt hat, daß Sie an einer schweren Herzerkrankung leiden, liegt es vermutlich in Ihrem Interesse, jeden einzelnen Schritt des Programms sehr strikt zu beachten. Wir haben jedoch alle ein gewisses Spektrum an Wahlmöglichkeiten, und dieses Buch kann Ihnen helfen, eine kluge Wahl zu treffen. Aus irgendeinem Grund glauben viele von uns, wir hätten nur zwischen zwei Alternativen zu wählen: Entweder ein interessantes, aufregendes, produktives Leben voller Genüsse und voller Streß zu führen und jung zu sterben, oder unter einem Baum zu sitzen, Körner zu knabbern und das zwar längere aber langweilige Leben an sich vorbeiziehen zu sehen – oder vielleicht erscheint ein solches Leben auch nur länger. Aber glücklicherweise sind das nicht wirklich die einzigen Alternativen. Mit Hilfe dieses Programms können Sie Ihre Produktivität und Ihre Lebensfreude – bleibende Lebensfreude – steigern und gleichzeitig Ängste, Streß und das Risiko von Erkrankungen mindern. Sie werden in diesem Buch nützliche Hinweise finden, wie Sie sinnvolle Entscheidungen über Ihre Lebensweise treffen und wie Sie das Programm gestalten können, das Ihren Bedürfnissen am besten entspricht.

Obwohl das Wieder-Durchlässigmachen blockierter Arterien von großer Bedeutung ist, gilt mein eigentliches Interesse den Möglichkeiten, die dieses Programm eröffnet, Ihr Leben auf einer tieferen Ebene zu transformieren. Das Ziel unserer Empfehlungen ist nicht nur, Ihnen zu einem längeren Leben zu verhelfen, obwohl das wahrscheinlich der Fall sein wird. Aber schließlich kann niemand von uns ewig leben. Und wer würde sein Leben verlängern wollen, wenn er – oder sie – dieses Leben nicht auch genießt? Ich wünsche mir nicht nur, daß Sie länger leben, sondern auch, daß Sie mehr Freude an Ihrem Leben haben. Sie können jetzt beginnen, Ihr Leben mehr zu genießen, mit weniger Streß, mehr Freude und besserer Gesundheit.

Auf einer tieferen Ebene geht dieses Buch auf die psychischen und spirituellen Dimensionen von Herzerkrankungen ein. Die physische Schädigung des Herzens ist vielleicht die letzte Manifestation jahrelangen Selbstmißbrauchs, der zuerst im seelisch-geistigen Bereich begann. Ich bin zunehmend davon überzeugt, daß Herzleiden nicht nur anatomische Krankheiten sind, sondern auch eine symbolische Bedeutung haben. In der Kunst und in der Literatur ist das Herz eine vertraute Metapher – das Organ, das am stärksten von unseren Emotionen beeinflußt wird –, und ich denke, es ist etwas Wahres daran.

Im Grunde geht es bei der »Öffnung des Herzens« darum, wie wir lernen können, uns freier und glücklicher zu fühlen; es ist eine ganz andere Art, am »offenen Herzen« zu arbeiten, nicht mit dem Skalpell, nicht mit Medikamenten, sondern mit Liebe, Erfahrung und Mitgefühl. Zwar ist es viel schwieriger, solche Veränderungen wissenschaftlich zu messen als Verbesserungen in der koronaren Anatomie, aber ich finde sie auch sehr viel interessanter und wichtiger, wenn es darum geht, ein befriedigenderes und gesunderes Leben zu führen.

Auf der physischen Ebene kann dieses Programm Ihnen helfen, Ihre koronaren Arterien wieder durchlässiger zu machen, mehr Kraft und Energie zu spüren und weniger unter Schmerzen zu leiden. Auf der emotionalen Ebene kann es Sie darin unterstützen, anderen Menschen Ihr Herz zu öffnen und mehr Glück, Intimität und Liebe in Ihren Beziehungen zu erfahren. Auf der spirituellen Ebene kann es Sie ermutigen, einer höheren Macht (wie immer Sie sie nennen wollen) Ihr Herz zu öffnen und in Ihrem eigenen Selbst die Quellen des inneren Friedens und der Freude wiederzuentdecken. Mit anderen Worten: Bei diesem Heilungsprogramm geht es darum, die Freuden des Lebens auszuschöpfen, und nicht, dem Tod zu entkommen, sich zu entspannen, und nicht, in Lethargie zu versinken (ein wichtiger Unterschied, den Spitzensportler sehr gut kennen). Mit Streß umzugehen, und nicht, ihn zu vermeiden, sich voller in die Welt hineinzugeben, und nicht, sich von ihr zurückzuziehen, gut für sich selbst zu sorgen, so daß man auch anderen mehr zu geben hat.

Die Zielvorstellungen dieses Forschungsprojekts gingen über die Behandlung und Vorbeugung von Herzerkrankungen weit hinaus.

Erkrankungen des Herzens stellen ein hervorragendes Modell dar, um die vielfältigen Beziehungen zwischen der Lebensweise von Menschen und ihrem Gesundheitszustand zu untersuchen. Faktoren, die den Lebensstil betreffen, sind bei den meisten sogenannten Killer-Krankheiten, die am stärksten verbreiteten Formen von Krebs (Brust, Dickdarm, Lunge und Prostata), Arthritis, Diabetes und andere degenerative Krankheiten eingeschlossen, von großer Bedeutung. Bei Herzkrankheiten ist über die Mechanismen, durch die unser Lebensstil unsere Gesundheit beeinflußt, jedoch bereits mehr bekannt. Außerdem ist die Herz-Diagnostik (und die ihr dienende Technologie) weit fortgeschritten, so daß man tatsächlich messen kann, ob die Krankheit zurückgegangen ist, in welchem Ausmaß und bei welchen Personen. Letztendlich ist das Herz der Ort, an dem die Kräfte des Körpers, der Seele und des Geistes zusammenfließen.

Dieses Buch ist in zwei Hauptteile untergliedert:

Der erste Teil beginnt mit einem Überblick über die für unser Thema relevante Forschung und erläutert, in welcher Weise unser Programm Ihnen nützen kann. Ich beschreibe neue Ansätze zum Verständnis von Herzerkrankungen und erkläre, wie Lebensstil-Faktoren wie Ernährung, emotionaler Streß und körperliche Anstrengungen Ihr Herz beeinflussen – im positiven und im negativen Sinn. Auch die Wirkung von Substanzen wie Nikotin, Koffein, Kokain und Alkohol auf die Gesundheit Ihres Herzens wird dargestellt. Wenn Sie verstehen, wie die Entscheidungen über Ihre Lebensweise, die Sie täglich treffen, Ihr Herz beeinflussen, wird es Ihnen, wie ich hoffe, leichter fallen, Einsicht in das logische Grundprinzip dieses Programms zu gewinnen.

Ich werde auch Licht in einige verbreitete Mißverständnisse und Halbwahrheiten bringen, die unsere Ernährung betreffen, und erläutern, warum zum Beispiel Olivenöl und Fischtran den Cholesterinspiegel des Blutes tatsächlich erhöhen und Probleme verursachen können und warum es falsch sein kann, Aspirin zu nehmen, um Herzanfällen vorzubeugen. Wir werden sehen, daß hohe Cholesterinwerte nicht alles sind und mehr hinter Herzerkrankungen steht, daß cholesterinsenkende Medikamente oder Niacin oder das Essen von Haferkleie für die meisten Menschen nicht die besten Wahlmöglichkeiten sind. Vor allem diskutiere ich die am meisten verbreiteten Methoden, zu denen die Schulmedizin greift, um Herzkrankheiten zu behandeln, und erkläre, warum diese kostspieligen und oft gefährlichen Interventionen die Wurzel des Problems, nämlich warum wir uns überhaupt gestreßt fühlen und krank werden, nicht einmal annäherungsweise berühren.

Im weiteren Verlauf stelle ich die psychologischen und spirituellen Aspekte von Krankheit und Heilung dar, wobei ich koronare Herzerkrankungen als Beispiel und auch als Metapher benutze. Unglücklicherweise sind diese Aspekte des Krankseins beziehungsweise Gesundseins bis vor kurzem von der etablierten Medizin weitgehend ignoriert worden. Durch mein eigenes Forschungsprojekt und durch die Studien von anderen Wissenschaftlern komme ich jedoch mehr und mehr zu der Überzeugung, daß unser seelisches und spirituelles Wohlbefinden für die Gesundheit unseres Herzens von außerordentlicher Bedeutung ist. Ich gebe Ihnen einen Einblick in die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem spannenden neuerschlossenen Feld und erkläre, wie mein eigener Hintergrund dazu beitrug, mich vom Wert dieser Erkenntnisse zu überzeugen.

Der zweite Teil ist im wesentlichen eine »Wie-werde-ich …«-Anleitung, die das Gesundheitsprogramm im Detail erläutert. Menschen, die an der Vermeidung von Herzerkrankungen interessiert sind, stelle ich hier ein breites Spektrum von Wahlmöglichkeiten in bezug auf die Ernährung vor, keine lange Liste von »Du sollst«- und »Du darfst nicht«-Vorschriften. Für Menschen, die bereits an einer koronaren Herzerkrankung leiden, wird eine Spezialdiät vorgestellt, die sehr viel weniger Fett und Cholesterin enthält, aber durchaus nicht karg und asketisch ist; sie enthält vertraute Genüsse und neue reizvolle und delikate Speisen. Im Rahmen unseres Programms können Sie praktisch alles essen, was Sie mögen; Sie werden nie Kalorien zählen müssen und werden vermutlich feststellen, daß Sie überflüssige Pfunde ohne Mühe loswerden. Außerdem finden Sie detaillierte Anleitungen für ein sinnvolles Körpertraining und erfahren, wie Sie sich aas Rauchen abgewöhnen können und wie Sie Streß-Management-Techniken praktizieren können, Stretching, Atemübungen, Meditation, Visualisierung, Tiefenentspannung und Übungen zur Steigerung der kommunikativen Fähigkeiten eingeschlossen.

Dann gibt es außerdem ein Kochbuch mit mehr als hundertfünfzig Gourmet-Rezepten von namhaften professionellen Köchinnen und Köchen, unter anderem von Wolfgang Puck, Deborah Madison, Alice Walters, Mollie Katzen, Mark Hall, und von einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Forschungsprojekts, die diese Art von Ernährung seit Jahren praktizieren. Sie zeigen Ihnen, wie Sie Speisen zubereiten können, die das Auge erfreuen und die nicht nur köstlich, sondern auch gesund sind. Jedes Rezept wurde von Dr. Shirley Brown auf den Fett-, Cholesterin- und Proteingehalt hin ernährungswissenschaftlich überprüft, so daß Sie leichter eine individuelle Auswahl treffen können, die Ihren speziellen Bedürfnissen entspricht. Shirley Brown und Martha Rose Shulman, die Autorinnen origineller und beliebter Kochbücher, haben diese Rezepte zu 21-Tage-Menüs zusammengestellt, mit nützlichen Hinweisen für die Zubereitung. (Dieses Kochbuch erschien im Frühjahr 1993 im KREUZ Verlag.)

Ich stehe mit Überzeugung und Begeisterung hinter diesem Buch, habe es aber dennoch mit einer gewissen Vorsicht geschrieben. Als Arzt möchte ich Ihnen vermitteln, wieviel Freude es macht, die erstaunlichen, enormen Veränderungen zu beobachten, die dieses Programm im Leben von Menschen bewirken kann. Als Wissenschaftler lege ich jedoch Wert darauf, eine vorsichtigere Position zu beziehen und sicherzugehen, daß alle kritischen Punkte aufgenommen und unüberprüfbare Dinge als solche dargestellt werden. Ich habe versucht, einen Mittelweg zu finden und beide Gesichtspunkte zu ihrem Recht kommen zu lassen.

Ich lege auch Wert darauf, das wissenschaftlich Bewiesene von meinen Spekulationen, persönlichen Erfahrungen und klinischen Beobachtungen zu unterscheiden. Das Ziel, das ich mit diesem Buch verfolge, ist nicht, Ihnen zu sagen, daß Sie Ihr Leben ändern müssen, sondern vielmehr, Ihnen Fakten und Informationen vorzulegen, mit deren Hilfe Sie selbst eine kluge Wahl treffen können. Ob Sie Ihre Lebensweise verändern wollen, liegt ganz bei Ihnen, aber zumindest haben Sie nach der Lektüre dieses Buches exakte Hintergrundinformationen, die Ihnen Entscheidungen erleichtern werden.

Es ist nicht leicht, Herzerkrankungen rückgängig zu machen.

Die Blockierung der koronaren Arterien baut sich in Jahrzehnten allmählich auf, und sie schmilzt nicht einfach über Nacht dahin. Aber dennoch sind Fortschritte möglich, und sogar schneller, als wir es ursprünglich für möglich hielten.

Um es noch einmal kurz zusammenzufassen: Sie finden in diesem Buch ein umfassendes, persönliches Heilsystem – die »Öffnung des Herzens« –, das helfen kann, nicht nur das Herz als Organ, sondern auch die Seele zu heilen. Wie Conrad Knudsen, einer der Teilnehmer unserer Studie, sagte: »Selbst wenn die Tests gezeigt hätten, daß meine Arterien nicht durchlässiger geworden sind, würde ich trotzdem mit dem Programm weitermachen, weil ich durchlässiger geworden bin.«

Aber verlassen Sie sich nicht nur auf mein Wort. Machen Sie selbst den Versuch! Stellen Sie fest, wieviel besser Sie sich nach nur sieben Tagen fühlen werden, ob Sie ein Herzproblem haben oder nicht. Nach vier Wochen werden die Cholesterinwerte Ihres Blutes bedeutend geringer sein. Nach einigen Monaten werden Sie, wie ich hoffe, wesentlich tiefer gehende und befriedigendere Veränderungen in Ihrem Aussehen und Ihrem Wohlbefinden beobachten. Erfahren Sie die Wirkung selbst!

ERSTER TEIL

Die Öffnung des Herzens

»Wem glaubst du, mir oder deinen eigenen Augen?«

GROUCHO MARX IN »DUCK SOUP«

»Nicht alles, was zählt, kann auch gezählt werden.«

DR. DENNIS BURKITT IN »THE CANCER SURVIVORS«

»Innovation ist im realen Leben eine sehr schwierige Sache.«

DR. RICHARD P. FEYNMAN

»Halte deinen Geist offen, aber nicht so offen, daß dein Gehirn entweicht.«

ANONYM

I. »Warum gehen Sie nicht konventioneller vor?«

Vierzig Millionen Menschen in den USA leiden unter diagnostizierten kardiovaskulären Erkrankungen, und noch weitaus mehr Menschen wissen gar nicht, daß sie ein Herzproblem haben. Sechzig Millionen Menschen leiden unter zu hohem Blutdruck. Achtzig Millionen haben erhöhte Cholesterinwerte des Blutes. Jedes Jahr erleiden mehr als eineinhalb Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner einen Herzinfarkt. Und für nahezu ein Drittel davon ist der Infarkt der erste Hinweis, daß sie ein Herzproblem haben – zweifellos nicht der beste Weg, das herauszufinden.

Faktoren, die mit der Lebensweise zusammenhängen, spielen bei all den genannten Problemen eine ausschlaggebende Rolle, aber dennoch wurde mir in meinem Medizinstudium vermittelt, Hypertonie, hohe Cholesterinwerte im Blut und koronare Herzerkrankungen seien vorwiegend durch Medikamente zu behandeln. Mittlerweile häufen sich jedoch die Anzeichen dafür, daß blutdruck- und cholesterinsenkende Medikamente nur bei einer kleinen Zahl von Menschen dazu führen, daß Herzerkrankungen rückläufig werden. Manchmal verschlimmert sich der Zustand der Patienten sogar, wenn sie diese Mittel nehmen. Und mäßige Umstellungen in der Ernährung genügen bei den meisten Menschen nicht, um Herzerkrankungen zu heilen.

Als Reaktion auf diese neuen Informationen fragen sich viele Menschen: »Wozu also die Umstände? Wenn ich ohnehin kaum etwas tun kann, um meinen Zustand zu verbessern, dann her mit den Spiegeleiern!«

Zum Glück konnten meine Kollegen und ich feststellen, daß die umfassende Veränderung des Lebensstils, die unser Programm beinhaltet, Blutdruck und Cholesterinwerte effektiver senken kann als je zuvor, ohne daß der Gebrauch von Medikamenten berichtet worden ist, und daß sie bei vielen Menschen sogar gravierende Herzerkrankungen ohne cholesterinsenkende Mittel und ohne chirurgische Eingriffe rückgängig machen kann. Natürlich können wir alle nicht ewig leben, aber wir müssen nicht sterben, Behinderungen in Kauf nehmen oder den hohen Preis zahlen, den Herzerkrankungen in bezug auf unsere Vitalität fordern.

Mein Interesse an der Erforschung von Herzkrankheiten begann 1975, als ich am Baylor College of Medicine in Houston mein Medizinstudium absolvierte. 1977 hatte ich das Glück, Dr. Michael DeBakeys Schüler zu werden und ihm im Operationssaal assistieren zu dürfen, wenn er koronare Bypass-Operationen durchführte. Seine chirurgischen Fähigkeiten waren bewundernswert, die medizinische Technologie war beeindruckend, und die Umstände, unter denen die Operationen stattfanden, waren dramatisch. Nach einer Weile wurde ich jedoch etwas entmutigt, als ich erkannte, welche Grenzen dem technologischen Ansatz in der Medizin gesetzt sind und wie sehr er an den wahren Ursachen des Problems vorübergeht – wie die Bypass-Operation selbst, die schließlich die verstopfte Arterie nicht wieder durchlässig macht, sondern lediglich eine Umleitung schafft. Ich sah darin den Unterschied zwischen Zeit gewinnen und heilen.

Die Bypass-Chirurgie wurde für mich zu einem Symbol der Unzulänglichkeit, die darin liegt, ein Symptom zu behandeln, ohne die zugrundeliegenden Ursachen anzugehen. Wir operierten Patienten, ihre Brustschmerzen traten in der Regel nicht mehr auf, und man sagte ihnen, daß sie geheilt seien. Die meisten gingen nach Hause und nahmen die Lebensweise wieder auf, die ihre Herzerkrankung ursprünglich verursacht hatte. Sie rauchten, nahmen fette und stark cholesterinhaltige Speisen zu sich, gingen mit Streß so schlecht um wie eh und je und bewegten sich zu wenig.

Zu jener Zeit gab es sogar in der Eingangshalle des Krankenhauses Zigarettenautomaten, und in der Cafeteria konnte man kaum etwas anderes zu essen bekommen als Cheeseburger, Bratfisch und Pommes frites. In manchen Krankenhäusern ist das heute noch so; manche beherbergen sogar McDonald- oder Burger King-Imbißstuben in ihren Gebäuden. (Das Baylor Krankenhaus hat inzwischen allerdings ein Diät-Feinschmeckerrestaurant.) Vor einigen Jahren machte Dr. Robert Wissler, ein renommierter Pathologe der Universität von Chicago, das Experiment, Paviane mit regulärer Krankenhauskost zu füttern. Die Paviane erkrankten an blockierten Herzkranzarterien.

Ich begann mich zu fragen, was geschehen würde, wenn man das Grundproblem nicht umginge, wenn die Patientinnen und Patienten beginnen würden, die Dinge zu verändern, die offenbar für die Entstehung ihrer Herzerkrankungen verantwortlich waren. Ich ging in die medizinische Bibliothek und begann, mich in ein weites Spektrum von Themen einzulesen. Es gab eine große Zahl von wissenschaftlichen Studien, die nachwiesen, daß Blutdruck und Cholesterinwerte des Blutes durch eine stark fett- und cholesterinhaltige Ernährung steigen, während diese Werte sinken, wenn der Fett- und Cholesteringehalt der Nahrung reduziert wird. Epidemiologische Studien zeigten im internationalen Vergleich, daß hohe Cholesterinwerte des Blutes das Risiko von Herzerkrankungen erhöhen.

Andere Studien wiesen nach, daß emotionaler Streß zur Erhöhung des Blutdrucks und der Cholesterinwerte des Blutes führt – unabhängig von der Ernährungsweise. Um welche Art von Streß es sich handelte, spielte eine untergeordnete Rolle. Teilnehmer des großen Autorennens von Indianapolis haben nach dem Rennen höhere Cholesterinwerte im Blut als vor dem Rennen. Bei Wirtschaftsprüfern in den USA steigen die Cholesterinwerte um den 15. April, dem Stichtag, an dem die Steuererklärungen fällig werden. Medizinstudenten haben höhere Cholesterinwerte, wenn sie im Examen stehen. Umgekehrt demonstrieren andere Studien, daß Streß-Managementtechniken den Blutdruck und die Cholesterinwerte senken können, unabhängig von der Ernährungsweise. Außerdem wurde nachgewiesen, daß Rauchen das Risiko von Herzerkrankungen erhöht und daß regelmäßiges Körpertraining dieses Risiko vermindert.

Alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschränkten ihre Studien auf ihr eigenes Fachgebiet; zum Beispiel untersuchte Dr. Herbert Benson die Wirkungen der Meditation, Dr. Ralph Pfaffenbarger befaßte sich mit Körpertraining, Dr. Frank Sacks mit Ernährung, und so fort. Überraschenderweise war niemand auf die Idee gekommen, all diese die Lebensweise betreffenden Faktoren in ihrem Zusammenwirken zu erforschen und zu prüfen, ob eine umfassende Veränderung des Lebensstils Einfluß auf die primären Ursachen von Herzerkrankungen hat – über die Risikofaktoren wie Hypertonie und erhöhte Cholesterinwerte hinaus.

Mir erschien das als eine aufregende neue Möglichkeit, also entschloß ich mich, mein Studium für ein Jahr zu unterbrechen, um mit zehn Patienten, die dieses kombinierte, umfassende Programm erprobten, eine Pilotstudie durchzuführen. Der Leiter der medizinischen Abteilung, Dr. Antonio Gotto, war sehr kooperativ und stellte uns den größten Teil der Testeinrichtungen zur Verfügung. Der Franzheim Synergy Trust unterstützte die Studie durch eine finanzielle Beihilfe, und das Plaza Hotel in Houston überließ uns einen Monat lang kostenlos zehn Zimmer.

In gewisser Weise war ich als Medizinstudent im zweiten Studienjahr in einer vorteilhaften Position; ich hatte noch nicht genug klinische Erfahrung, um abgebrüht und resigniert zu reagieren, hatte noch nicht verinnerlicht, daß es »unmöglich« ist, Herzerkrankungen rückgängig zu machen. Also sagte ich den Patienten, daß dieses Programm ihnen vielleicht zur Genesung verhelfen könne. Da sie fast alle von ihren Ärzten gehört hatten, daß ihre Herzkrankheit sich im Lauf der Zeit nur stabilisieren oder verschlimmern könne – die sogenannte natürliche biologische Dynamik des Krankheitsprozesses –, gab ich vielen von ihnen unwissentlich zum ersten Mal, seit ihre Krankheit diagnostiziert worden war, Anlaß zur Hoffnung.

Es war schwierig, geeignete Patienten zu finden. Wir suchten Menschen, bei denen eine Herzkrankheit nachgewiesen worden war und die unter Brustschmerzen litten, die sich aber keiner Bypass-Operation unterziehen wollten. In Houston werden mehr Bypass-Operationen durchgeführt als irgendwo sonst in der Welt; wenn also bei einer Patientin oder einem Patienten durch die Angiographie eine Herzerkrankung nachgewiesen wurde und Brustschmerzen auftraten, war die Bypass-Operation in aller Regel der nächste Schritt. Daher mußten wir die Krankenblätter von mehr als zehntausend Patienten durchsehen, um auch nur hundert Personen zu finden, die für die Studie geeignet waren.

Schließlich stellten zehn Menschen sich freiwillig zur Verfügung. Nachdem sie einen Monat lang mit unserem Programm experimentiert hatten, zeigten sich bei allen bemerkenswerte Genesungsfortschritte. Menschen, die selbst bei geringen Anstrengungen – beim Duschen, Rasieren, bei sanften sexuellen Aktivitäten oder kurzen Spaziergängen – durch extreme Brustschmerzen behindert waren, wurden im wesentlichen schmerzfrei und konnten all diese Aktivitäten ohne Schwierigkeiten ausführen. In vielen Fällen begannen diese Fortschritte sich schon nach wenigen Tagen zu zeigen. Unter denjenigen, die seit Jahren arbeitsunfähig waren, konnten viele zu voller Berufstätigkeit zurückkehren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten, daß sie mehr Energie in sich spürten, weniger depressiv waren und sich generell wohler fühlten.

Die Cholesterinwerte des Blutes wurden bei allen merklich geringer. Auch der Blutdruck sank so weit, daß wir die blutdrucksenkenden Medikamente, die viele von ihnen jahrelang genommen hatten (und nach den Angaben ihrer Ärzte ihr Leben lang weiter nehmen sollten), reduzieren oder sogar ganz absetzen mußten. Die Fähigkeit, physische Anstrengungen wie Körpertraining auf sich zu nehmen, steigerte sich bei allen.

Die meisten Patientinnen und Patienten fühlten sich nicht nur besser, ihr Zustand besserte sich auch objektiv. Wir benutzten eine Thallium-Szintigraphie, die zu jener Zeit gerade neu entwickelt worden war, eine nuklearmedizinische Aufzeichnungsmethode, die heute in den meisten Krankenhäusern in Gebrauch ist.

Durch diesen Test konnte auf nicht-invasive Weise gemessen werden, wie stark der Blutzustrom zum Herzen war. Die Aufzeichnungen zeigten uns, daß die Blutzufuhr zum Herzen sich bei den meisten Patientinnen und Patienten entscheidend verbessert hatte – nach nur dreißig Tagen.

Die meisten Ärzte hielten es für unmöglich, daß dies geschehen sein sollte. »Es muß irgendein Fehler vorliegen«, sagten damals viele, »die Tests müssen falsch sein.« Nuklearmedizinische Methoden wie der Thallium-Test wurden von Ärzten manchmal als »unklare Medizin« bezeichnet, weil die Aufzeichnungen nicht immer hundertprozentig zuverlässig waren, aber sie waren dennoch exakt genug, um als Basis für tägliche Entscheidungen in der Klinik zu dienen. Da die Pilotstudie keine nach Zufallskriterien zusammengestellte Kontrollgruppe enthielt, fragten einige Kritiker: »Woher wollen Sie wissen, daß der Zustand Ihrer Patienten sich nicht ohnehin gebessert hätte?«, obwohl diese Möglichkeit höchst unwahrscheinlich gewesen wäre. Ohne medikamentöse oder chirurgische Intervention zeigt ein Thallium-Test in aller Regel keine so stark veränderten Werte. Trotz all dieser Einwände veröffentlichten wir eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse in der Zeitschrift Clinical Research. Wenige Jahre später erschienen Studien von Dr. Gerhard Schuler in Westdeutschland, Dr. William Haskell in Stanford und Dr. Victor Froelicher in San Diego, die von ähnlichen Verbesserungen in der Blutzufuhr zum Herzen und in den Herzfunktionen berichteten.

Dann erfuhr ich, daß einige Ärzte (Dr. Lester Morrison, Dr. William Castelli, Dr. Walter Kempner und einige andere) und Nicht-Mediziner wie Nathan Pritikin die These vertraten, man könne die Blockierung koronarer Arterien bei Menschen durch eine fettarme Diät und Körpertraining rückgängig machen, während die meisten Kardiologen diese Vorstellung als baren Unfug abtaten. Leider gab es kaum wissenschaftliche Untersuchungen, die diese These bewiesen oder widerlegten, so daß in der Öffentlichkeit Verwirrung entstand und die medizinische Profession sich in zwei Lager spaltete. Andere Ärzte wie Dr. Robert Eliot, Dr. Carl Simonton und Dr. Bernie Siegel und kompetente Laien wie Jeanne Achterberg, Joan Borysenko und Norman Cousins wiesen in ihren Büchern und Vorträgen darauf hin, welche zentrale Rolle emotionaler Streß bei chronischen Erkrankungen spielt und wie wirkungsvoll Interventionen wie Streß-Management und Visualisierung bei ihrer Behandlung sein können. Aufgrund des Mangels an wissenschaftlichen Beweisen gab es auch hier wieder Debatten, Mißverständnisse und Meinungsverschiedenheiten.

Ich kehrte zu meinem Studium zurück und schloß es 1980 ab. Bevor ich mein Medizinalpraktikum und meine Assistentenzeit am Massachusetts General Hospital und an der Harvard Medical School ableistete, entschloß ich mich, mir ein weiteres Jahr Zeit zu nehmen und eine größere Studie durchzuführen, um einige der Schwachstellen der Pilotstudie zu bereinigen. Diese neue Studie sollte eine Kontrollgruppe von Patienten enthalten, die nach konventionellen Methoden behandelt wurden.

In dieses zweite Experiment nahmen wir (zu meinem Forschungsteam gehörten Dr. Shirley Brown, Dr. Sandra McLanahan und Dr. Larry Scherwitz) achtundvierzig Patientinnen und Patienten auf, die wir nach Zufallskriterien in zwei Gruppen aufteilten: Eine Gruppe lebte in einem Gemeinschaftsgebäude zusammen und befolgte vierundzwanzig Tage lang unser Programm, während die andere Gruppe nach den Ratschlägen ihrer Ärzte lebte. (Den Zeitraum von vierundzwanzig Tagen wählten wir, weil die Wohnanlage uns so lange kostenlos zur Verfügung gestellt worden war.) Wir testeten beide Gruppen zu Beginn und beim Abschluß der Studie und verglichen die Ergebnisse.

Auch diesmal stellten wir bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die unser Programm befolgt hatten, entscheidende Genesungsfortschritte fest: Die Brustschmerzen gingen im Durchschnitt um 91 Prozent zurück, die körperliche Leistungsfähigkeit beim Training steigerte sich um 51 Prozent, die Cholesterinwerte sanken durchschnittlich um 21 Prozent, und auch der Blutdruck war bedeutend niedriger, im Ruhezustand und während emotionaler Belastungen. Die Patientinnen und Patienten berichteten, daß sie sich körperlich wohler fühlten und weitaus weniger Furcht, Ängste, Besorgnis und Depression empfanden. Mit Hilfe eines anderen nuklearmedizinischen Tests (dem sogenannten »gated blood pool scan«) maßen wir allgemeine Verbesserungen in der Fähigkeit des Herzens, Blut durch den Körper zu pumpen, und in der Gleichmäßigkeit seiner Kontraktionen – zwei indirekte Hinweise auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands, die sich nach nur vierundzwanzig Tagen zu zeigen begann. All diese Fortschritte waren statistisch signifikant, wenn man sie mit der Gruppe verglich, die nach konventionellen Methoden behandelt wurde; bei diesen Patientinnen und Patienten blieb der Gesundheitszustand auf demselben Niveau oder verschlechterte sich während der vierundzwanzig Tage geringfügig. Wir veröffentlichten die Ergebnisse dieser zweiten Studie im Journal of the American Medical Association. Beide Studien bildeten die Grundlage meines früheren Buches Stress, Diet & Your Heart (»Streß, Ernährung und Ihr Herz«).

Obwohl diese Studien faszinierend waren und Anlaß zur Hoffnung gaben, lieferten sie keine definitiven Beweise, daß Herzerkrankungen unter bestimmten Bedingungen reversibel sein könnten. Außerdem ist es verhältnismäßig leicht, Menschen zu einer umfassenden Veränderung ihrer Lebensweise zu motivieren, wenn sie in einer experimentellen Ausnahmesituation – gleichsam wie Gefangene – in einem Gemeinschaftsgebäude oder Hotel zusammenleben. Aber konnten wir Patientinnen und Patienten auch zu solchen Veränderungen motivieren, wenn sie in ihrer normalen Alltagswelt lebten? Und wie würden sich Risikofaktoren wie erhöhte Cholesterinwerte und Hypertonie bei Patienten entwickeln, die unser Programm über einen Zeitraum von mehreren Jahren statt nur einigen Wochen befolgten? Schließlich und endlich die wichtigste Frage: Würde es möglich sein, den Rückgang der Verengungen ihrer koronaren Arterien durch Messungen eindeutig festzustellen?

Von 1981 bis 1984 leistete ich in Boston mein Medizinalpraktikum und meine Assistenzzeit ab. Im Juli 1984 siedelte ich nach San Francisco über und begann, am Pacific Presbyterian Medical Center und an der UCSF School of Medicine die Studie zu planen, die diesem Buch zugrunde liegt.

Im Lauf der letzten Jahrzehnte hatten mehrere Experimente den Nachweis erbracht, daß koronare Herzerkrankungen bei Tieren – Hunden, Katzen, Ratten, Kaninchen, Schweinen und Affen – reversibel waren, aber bei Menschen hatte es dafür nie einen eindeutigen Beweis gegeben. Zum Teil lag das daran, daß die konventionellen Empfehlungen für eine Veränderung der Lebensweise nicht weit genug gingen, um nennenswerte Genesungsfortschritte zu bewirken. Zum anderen war die medizinische Technologie noch nicht weit genug fortgeschritten, um Veränderungsprozesse bei Herzerkrankungen exakt zu messen. In jüngster Zeit machten Durchbrüche in der medizinischen Technologie – unter anderem die computerunterstützte quantitative koronare Arteriographie und der kardiale PET-Scan (Positronen-Emissions-Tomographie) – es schließlich möglich, selbst geringfügige Veränderungen in der Blockierung koronarer Arterien und in der Blutzufuhr zum Herzen präzise zu messen, und gaben meinen Kollegen und mir die Mittel an die Hand, das Ausmaß und die Schwere von Herzerkrankungen mit Sicherheit festzustellen. Vom Juli 1984 bis zum Dezember 1985 führten wir eine neue Studie durch, bei der wir uns dieser neuentwickelten, kostspieligen diagnostischen High-Tech-Instrumente bedienten, um die Wirksamkeit der altmodischen, natürlichen, billigen Methoden, die eine umfassende Veränderung der Lebensweise beinhaltet, wissenschaftlich zu überprüfen. Die dazu notwendigen Tests wurden von Dr. K. Lance Gould an der University of Texas Medical School in Houston entwickelt und durchgeführt; der Fünfundzwanzig-Millionen-Dollar-PET-Scanner dieser Einrichtung ist das leistungsfähigste Gerät, das es derzeit gibt.

Als wir mit unserer Studie begannen, hielt Dr. Gould es für unwahrscheinlich, daß Veränderungen der Lebensweise Herzerkrankungen rückgängig machen könnten; auf diese Weise hatten wir einen kompetenten kritischen Beobachter in unserem Team. Wir sagten uns, daß die Resultate unserer Forschungsarbeit in jedem Fall sehr interessant sein würden, wie immer sie auch ausfielen. Wenn wir herausfänden, daß koronare Herzerkrankungen reversibel sind, wäre das eine überaus wichtige neue Entdeckung. Kämen wir aber zu dem Ergebnis, daß man Menschen nicht zu umfassenden Veränderungen ihrer Lebensweise motivieren kann oder daß diese Veränderungen auf Herzerkrankungen keinen Einfluß haben, wäre auch das eine wichtige Erkenntnis; in diesem Fall müßte man davon ausgehen, daß Medikamente und chirurgische Eingriffe die einzigen effektiven Möglichkeiten der Behandlung von Herzkrankheiten und ihrer Vorbeugung sind.

Anfangs hatten wir große Schwierigkeiten, Forschungsgelder für diese neue Studie aufzutreiben. Es war deprimierend. Wir wandten uns an die American Heart Association, die National Institutes of Health und an die in Frage kommenden großen Stiftungen, aber unsere Anträge wurden abgelehnt. Die Gutachter schrieben: »Es ist unmöglich, Herzerkrankungen rückgängig zu machen, und selbst wenn es möglich wäre, reicht ein Jahr nicht aus, um den Beweis dafür anzutreten. Veränderungen der Lebensweise können vielleicht das Risiko von Herzerkrankungen reduzieren, nicht aber zum Rückgang bestehender Herzkrankheiten führen – und in dem dazu notwendigen Maß werden Menschen ihre Lebensweise ohnehin nicht ändern. Ohne cholesterinsenkende Medikamente werden Sie keine Verbesserungen nachweisen können. Außerdem würde sich niemand freiwillig wiederholt einer koronaren Angiographie unterziehen, da dieser Test gefährlich ist …«, und so fort.

Einige der Kritiken an unserem Ansatz machten mir deutlich, daß die Kardiologie in ihren Behandlungsmethoden für koronare Herzerkrankungen hochwirksam, aber gleichzeitig sehr chaotisch war: Was mir als vernünftig erschien, wurde oft als radikale Häresie betrachtet, und Methoden, die mir furchtbar invasiv und riskant vorkamen, galten als schlichte Routine. Ein renommierter Kardiologe bei einer der großen Stiftungen, die wir um finanzielle Unterstützung gebeten hatten, fragte mich: »Was wollen Sie nur mit dieser radikalen Intervention erreichen? Warum gehen Sie nicht konventioneller vor?«

»Was würden Sie denn vorschlagen?«

»Nun, Plasmapherese zum Beispiel (eine Methode, bei der das gesamte Blutvolumen des Patienten jede Woche durch ein dialyseähnliches Gerät gefiltert wird, um Cholesterin zu entfernen) oder eine partielle Ileotransversostomie (bei der das Eingangsstück des Darmtrakts, der Krummdarm, in das Ausgangsende, das Querkolon, eingepflanzt wird, so daß der Körper aufgrund der Verkürzung des Verdauungsweges weniger Cholesterin absorbiert), oder hochdosierte cholesterinsenkende Medikamente statt Ihrer Methode, die Ernährung umzustellen, das Rauchen aufzugeben und Streß-Management-Techniken zu erlernen!«

Wir, das heißt, das Forschungsteam, hielten jedoch an unseren Idealvorstellungen fest. Ich flog nach Houston und traf mich mit Gerald D. Hines, einem bekannten Bauland- und Immobilienplaner. Er unterstützte unser Projekt mit einer beträchtlichen Summe und erklärte sich bereit, uns beim Aufbringen der restlichen Forschungsgelder, die wir zur Fertigstellung der Studie benötigten, behilflich zu sein. Ähnliche Zusagen erhielten wir von einigen in Houston ansässigen Privatleuten, Unternehmen und kleineren Stiftungen, unter anderem von Continental Airlines, der Enron Corporation, der Texas Commerce Bank, der Emde Company, von Gross Investments, der Ray C. Fish Foundation, der Transco Energy Company und von Arthur Andersen & Co.

Mit diesen Zusagen im Hintergrund begann unser Forschungsteam, die Studie durchzuführen. Unglücklicherweise stürzten sechs Monate später die Ölpreise ab, und Houston erlebte einen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Daher erhielten wir die Unterstützung, die wir erwarteten, nicht immer, und die finanzielle Absicherung des Projekts wurde schwieriger.

Während der nächsten drei Jahre setzten wir unsere Forschungsarbeit fort, wobei wir von einem Monat zum nächsten oft nicht wußten, woher die Mittel kommen sollten, die wir zur Deckung unserer Kosten benötigten. Irgendwie schafften wir es, jeden Monat genug Geld aufzubringen, um über die Runden zu kommen. Als wir demonstrieren konnten, daß wir unsere Zielvorstellungen erreichten, stellten einige größere Unternehmen und Stiftungen uns Forschungsgelder zur Verfügung, darunter Houston Endowment, The Henry Kaiser Family Foundation, The Fetzer Institute, The First Boston Corporation, Quaker Oats und der Staat Kalifornien.

In der Studie, die diesem Buch zugrunde liegt, wurden Patientinnen und Patienten mit schweren koronaren Herzerkrankungen willkürlich in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde gebeten, das in diesem Buch beschriebene Programm zu befolgen. Die Patientinnen und Patienten in der Kontrollgruppe sollten dagegen nach den Ratschlägen ihrer Ärzte handeln, das heißt moderate Umstellungen in ihrer Ernährung vornehmen (weniger dunkles Fleisch, dafür mehr Fisch und Huhn, Margarine statt Butter und nicht mehr als drei Eier pro Woche), maßvolles Körpertraining praktizieren und sich das Rauchen abgewöhnen. Wir testeten die Patienten beider Gruppen zu Beginn der Studie und ein Jahr später und verglichen die Ergebnisse. Die Angiogramme wurden in San Francisco erstellt und die Aufzeichnungen dann nach Houston geschickt, wo Dr. Gould und Dr. Richard Kirkeeide die quantitativen Analysen vornahmen. Die Daten gingen direkt an Dr. Richard Brand in Berkeley zur statistischen Analyse.

Nach nur einem Jahr zeigte sich bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten (82 Prozent), die umfassende Veränderungen ihrer Lebensweise, wie sie in diesem Buch beschrieben werden, vorgenommen hatten, ein meßbarer genereller Rückgang in der Verengung ihrer koronaren Arterien. (Nicht jede verengte Stelle in jeder Arterie war geweitet, aber die Mehrzahl der Verengungen war zurückgegangen.) Insgesamt war die Verengung der Arterien von 61,1 Prozent auf 55,8 Prozent zurückgegangen; bei stärker blockierten Arterien zeigten sich sogar noch größere Fortschritte. Solche Verengungen bauen sich in Jahrzehnten allmählich auf; sie können also in nur einem Jahr nicht einfach völlig dahinschmelzen. Aber selbst die geringe Weitung einer gravierend verengten Arterie nach einem Jahr bewirkt eine entscheidend verbesserte Blutzufuhr zum Herzen (die durch die kardiale PET-Aufzeichnung gemessen werden kann). Als Folge davon begannen die Patientinnen und Patienten, sich sehr bald viel wohler zu fühlen, wie Sie im zweiten und sechsten Kapitel nachlesen können. Außerdem zeigte sich in vier Fällen, daß Arterien, die seit Jahren vollständig verschlossen waren, sich zu öffnen begannen. Wenn wir diese Veränderungen in unsere Analyse aufgenommen hätten, wären die Durchschnittswerte für den Rückgang von Verengungen noch höher gewesen.

Bei allen fünf Frauen, die an unserer Studie teilnahmen, war ein allgemeiner Rückgang der arteriellen Verengungen zu beobachten, selbst bei jenen, die nur moderate Veränderungen ihrer Lebensweise vornahmen. Diese Ergebnisse legen den Schluß nahe, daß koronare Erkrankungen bei Frauen leichter rückläufig werden können als bei Männern.

Im Unterschied dazu verschlechterte sich der Gesundheitszustand bei der Mehrzahl der männlichen Herzpatienten, die nach den Ratschlägen ihrer Ärzte lebten, während desselben Zeitintervalls. Für die meisten Menschen, die unter Herzkrankheiten leiden, gehen die konventionellen Empfehlungen zur Veränderung der Lebensweise also offenbar nicht weit genug.

Die Ergebnisse unserer Studie wurden in der international anerkannten medizinischen Zeitschrift The Lancet im Sommer 1990 veröffentlicht und in der Folge in weiteren medizinischen Journalen und auf Fachkongressen vorgestellt. Kürzlich gewährten uns das National Heart, Lung and Blood Institute von den National Institutes of Health und das Fetzer Institute großzügige Projektmittel, die uns erlauben, unsere Forschungen auf vier weitere Jahre auszudehnen, um festzustellen, ob arterielle Verengungen noch weiter zurückgehen, wenn unser Programm über einen längeren Zeitraum eingehalten wird.

Offenbar ist es nie zu spät, mit diesen Veränderungen anzufangen. Wie sich in unserer Studie zeigte, hing das Ausmaß der Genesungsfortschritte in erster Linie davon ab, wie konsequent eine Patientin oder ein Patient sich an die Empfehlungen unseres Programms hielt, und nicht vom Alter der Person oder von der Schwere der Erkrankung. Wir maßen die größten Verbesserungen bei dem ältesten Teilnehmer unserer Studie (dem vierundsiebzigjährigen Werner Hebenstreit) und bei dem Patienten mit den gravierendsten arteriellen Verengungen (dem zweiundfünfzigjährigen Bob Finell, bei dem drei große Herzkranzarterien zu 100 Prozent, 100 Prozent und 79 Prozent verschlossen waren). Für mich kamen diese Ergebnisse überraschend, ich hatte vorausgesagt, daß die jüngeren Patienten mit kürzer zurückliegenden, weniger weit fortgeschrittenen Herzerkrankungen die größten Genesungsfortschritte zeigen würden, aber hatte mich (glücklicherweise) geirrt. Tatsächlich war bei den am schwersten blockierten Arterien der stärkste Rückgang der Okklusion zu verzeichnen. Obwohl das Programm, das wir für unsere dritte Studie entwickelten, den Programmen der ersten und der zweiten Studie in einigen Aspekten ähnelt oder gleicht, gibt es viele wesentliche Unterschiede. Zum Beispiel standen die Rolle der kommunikativen Fähigkeiten und die Bedeutung der zwischenmenschlichen Intimität im Zentrum dieser dritten Studie, wie Sie aus dem vierten Kapitel erfahren werden, und ich bin persönlich zu der Überzeugung gelangt, daß diese Aspekte für die Heilung unserer Herzen auf verschiedenen Ebenen von ausschlaggebender Bedeutung sind. Das neue Programm ist auch insofern erweitert, als es Visualisierungstechniken als Teil des Heilungsprozesses verwendet. Außerdem hat sich mein Verständnis, wie man diese Techniken am sinnvollsten einsetzt, beträchtlich weiterentwickelt.

Wir wissen nichts über die relative Wirksamkeit jeder einzelnen Komponente des Programms, das heißt, wir können nicht in Zahlen angeben, bis zu welchem Grad die Genesungsfortschritte durch die Umstellung der Ernährung oder durch die Streß-Management-Techniken, wie weit sie durch das unterstützende Klima der Gruppe oder durch andere Aspekte bewirkt wurden. Unsere Daten legen die Vermutung nahe, daß alle Teile des Programms wichtig sind, aber für manche Menschen sind einige Aspekte vielleicht wichtiger als andere. Wie unsere Studie zeigte, kann die Beachtung jeder einzelnen Komponente des Programms in direktem Zusammenhang mit dem Ausmaß des Rückgangs der arteriellen Stenosen stehen.

Zum Beispiel kann die Umstellung der Ernährung für eine Person, die an fettreiche, stark cholesterinhaltige Kost gewöhnt ist, aber nicht unter Streß steht, nicht raucht, körperlich aktiv ist und viel emotionale Unterstützung genießt, von vorrangiger Bedeutung sein. In ähnlicher Weise sind Streß-Management-Techniken für jemanden, dessen Blut-Cholesterinwerte nur bei 150 liegen, der im Beruf aber enormen Belastungen ausgesetzt ist, vielleicht das wichtigste Element. Eines hat sich in unserer Studie jedoch erwiesen: Obwohl es einige individuelle Unterschiede gibt, ist es das Programm als Ganzes, das bei den meisten unserer Patientinnen und Patienten den allmählichen Rückgang der koronaren Herzerkrankung bewirkte.

Im Lauf der letzten Jahre sind die medizinische Profession und die Öffentlichkeit sich der Bedeutung des Cholesterins bei Herzerkrankungen stärker bewußt geworden. Die Schulmedizin schlug jedoch von einem Extrem ins andere: Früher war man der Meinung, daß Cholesterin mit Herzerkrankungen wenig zu tun habe, und jetzt gilt es als die Hauptursache von Herzproblemen. Cholesterin ist zwar tatsächlich ein wichtiger Faktor, es hängt jedoch nicht alles davon ab. Ebenso verhält es sich mit hohem Blutdruck, mit Bewegungsmangel oder mit dem Rauchen. Diese bekannten Risikofaktoren erklären nur etwa die Hälfte aller Herzerkrankungen, die wir zu sehen bekommen. Offensichtlich spielen noch andere Dinge mit.

Als ich diese dritte Studie 1984 zu planen begann, dachte ich, daß der Cholesterinspiegel bei den Teilnehmern auf Werte unter 150 oder zumindest unter 180 fallen müsse, bevor sich ein Rückgang in ihren arteriellen Stenosen zeigen könnte. Auch hier befand ich mich im Irrtum, und das ist eines unserer interessantesten Ergebnisse.

Lassen Sie mich das an einem Beispiel demonstrieren: Robert Royall, ein dreiundfünfzigjähriger Priester, leidet unter einer schweren koronaren Herzerkrankung. Der Cholesterinspiegel seines Blutes zeigte erhöhte Werte, was in erster Linie auf eine genetische Störung zurückzuführen war, die als kombinierte familiäre Hypercholesterinämie bekannt ist.

Im November 1986 wurde bei ihm eine Koronarangiographie (Herzkatheterisierung) durchgeführt, die eine 37prozentige Stenose in einer der wichtigsten Arterien (dem vorderen absteigenden Ast der linken Herzkranzarterie) zeigte (s. Abb. 1.1). Diese Arterie versorgt den vorderen Teil des Herzens mit Blut. Ich schlug ihm vor, an unserem Forschungsprojekt teilzunehmen. Er hatte jedoch eine ältere Verpflichtung und zog nach South Carolina, um dort eine Kirchengemeinde zu leiten, also lehnte er ab. Er folgte den Empfehlungen seines Arztes und reduzierte den Fett- und Cholesteringehalt seiner Ernährung von 40 auf 30 Prozent (weniger dunkles Fleisch, Hühnerfleisch ohne Haut, weniger Eier) und begann, Körpertraining zu praktizieren. Er rauchte nicht. Seine Cholesterinwerte sanken von 390 auf 360.

Nach einer Weile traten seine Brustschmerzen jedoch häufiger auf. Im November 1987 kam er zurück, um eine weitere Angiographie vornehmen zu lassen. Der Test zeigte, daß die 37 prozentige Verengung der linken Herzkranzarterie sich dramatisch verschlimmert hatte – sie lag nun bei 77 Prozent (s. Abb. 1.2). Durch diesen Beweis für die Verschlimmerung seiner Krankheit alarmiert, meldete er sich freiwillig zur Teilnahme an unserer Studie und wurde (nach dem üblichen Zufallsprinzip) der Gruppe zugeteilt, die umfassende Veränderungen des Lebensstils erprobte. Er lebte nach dem in diesem Buch beschriebenen Programm, und seine Cholesterinwerte sanken von 360 auf 250 – eine enorme Verminderung, aber sein Cholesterinspiegel

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