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Philipp Hainhofer, Agent des Teufels: Das Haus Leupolth, Anno 1641
Philipp Hainhofer, Agent des Teufels: Das Haus Leupolth, Anno 1641
Philipp Hainhofer, Agent des Teufels: Das Haus Leupolth, Anno 1641
eBook178 Seiten2 Stunden

Philipp Hainhofer, Agent des Teufels: Das Haus Leupolth, Anno 1641

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Über dieses E-Book

Das Haus Leupolth, Anno 1641: Philipp Hainhofer, Agent des Teufels

 

 

Historiensaga

 

 

von Tomos Forrest

 

 

Klappentext:

Noch immer gibt es kriegerische Kampfhandlungen, die das Land nicht zur Ruhe kommen lassen. Wege und Straßen sind auch für Handelsreisende nicht sicher, da Wegelagerer sich in dieser schwierigen Zeit zu räuberischen Banden zusammengeschlossen haben und reiche Beute erhoffen.

Philipp Hainhofer, von dem man sagt, dass er der AGENT DES TEUFELS sei, weil er nicht einfach nur ein Kaufmann ist, sondern auch ein begnadeter Konstrukteur, der trotz des furchtbaren Krieges viele Fürstenhöfe mit den kostbarsten Waren beliefert und es nichts gibt, was er nicht besorgen könnte, selbst die Lieferung geheimer Informationen zählt zu seinen Diensten. Auf einer dieser Reisen hat Hainhofer sich in einem Gasthof mit Esther zu Leupolth verabredet, die für ihn kostbare Becher fertigen sollte. Doch ausgerechnet auf dieser Fahrt gerät Hainhofer in die Hände der Banditen, die ein beträchtliches Lösegeld fordern. Aber er wird nicht ohne Grund als "Agent des Teufels" bezeichnet und auch für Esther zu Leupolth hält diese Reise einige zum Teil gefährliche Abenteuer parat …

SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum7. Apr. 2021
ISBN9781393886280
Philipp Hainhofer, Agent des Teufels: Das Haus Leupolth, Anno 1641
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    Buchvorschau

    Philipp Hainhofer, Agent des Teufels - Tomos Forrest

    Das Haus Leupolth, Anno 1641: Philipp Hainhofer, Agent des Teufels

    ––––––––

    Historiensaga

    ––––––––

    von Tomos Forrest

    ––––––––

    Klappentext:

    Noch immer gibt es kriegerische Kampfhandlungen, die das Land nicht zur Ruhe kommen lassen. Wege und Straßen sind auch für Handelsreisende nicht sicher, da Wegelagerer sich in dieser schwierigen Zeit zu räuberischen Banden zusammengeschlossen haben und reiche Beute erhoffen.

    Philipp Hainhofer, von dem man sagt, dass er der AGENT DES TEUFELS sei, weil er nicht einfach nur ein Kaufmann ist, sondern auch ein begnadeter Konstrukteur, der trotz des furchtbaren Krieges viele Fürstenhöfe mit den kostbarsten Waren beliefert und es nichts gibt, was er nicht besorgen könnte, selbst die Lieferung geheimer Informationen zählt zu seinen Diensten. Auf einer dieser Reisen hat Hainhofer sich in einem Gasthof mit Esther zu Leupolth verabredet, die für ihn kostbare Becher fertigen sollte. Doch ausgerechnet auf dieser Fahrt gerät Hainhofer in die Hände der Banditen, die ein beträchtliches Lösegeld fordern. Aber er wird nicht ohne Grund als „Agent des Teufels" bezeichnet und auch für Esther zu Leupolth hält diese Reise einige zum Teil gefährliche Abenteuer parat ...

    ***

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © Roman by Author

    © Cover: Nach Motiven mit Steve Mayer, 2021

    © Logo: Steve Mayer, 2021

    Lektorat/Korrektorat: Kerstin Peschel

    DAS HAUS LEUPOLTH, ANNO ... – Created by Jörg Martin Munsonius

    Based on the Characters and Storyline by Thomas Ostwald & Jörg Martin Munsonius

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    ***

    Esther zu Leupolth

    ––––––––

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    Hauptmann Simon

    ––––––––

    Veit Dietrich von Steinheim

    ––––––––

    C:\Users\Thomas\Desktop\Documents\a1 Hainhofer\Philipp_Hainhofer_Porträt_Buch.jpg

    Philipp Hainhofer, Kunstagent

    ***

    Die Personen der Handlung

    Esther zu Leupolth: geborene von Schellenbach, Witwe, Handelsfrau, unterwegs mit Silber- und Tuchwaren für Herzog August von Braunschweig-Lüneburg, 40 Jahre alt, auf dem rechten Auge grauer Star

    Severin: ihr Fuhrknecht

    Philipp Hainhofer: Kunstagent, Politiker und Spion aus Augsburg, unterwegs mit Ware zu Herzog August von Braunschweig-Lüneburg, 63 Jahre

    Hauptmann Simon: angeheuert als Begleitung des Herrn Philipp Hainhofer

    Fuhrknecht Volpert: Verräter

    Veit Dietrich von Steinheim: Hof, Ratsherr und Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft

    Justus Wedelinger: Ratsherr und Tuchhändler auch Mitglied der Gesellschaft, in Jena

    Professor Rolfinck: genannt Guernerus Rolfincius

    ***

    1.

    Der Himmel hatte seine Schleusen weit aufgerissen.

    Aber nicht nur der peitschende Regen war für die beiden Menschen auf dem Fuhrwerk unangenehm, sondern vor allem der heftige Wind, der ihnen das Wasser ins Gesicht trieb und dafür sorgte, dass sie kaum noch einen trockenen Faden am Körper hatten.

    Die ausgefahrenen Fahrgleise füllten sich mehr und mehr mit Wasser und verwandelten den Untergrund in eine schlammige Masse, die den Pferden den Weg zusätzlich erschwerte. Aber der Fuhrknecht ließ die Peitsche unbarmherzig über ihren Köpfen knallen und trieb sie an.

    Die dunklen Regenwolken verbargen das Sonnenlicht, und durch den Wasserschleier ahnten die beiden nur, dass es wohl gegen fünf Uhr zuging, denn aus der Ferne drang schwaches Glockengeläut zu ihnen herüber. Und noch etwas anderes drang durch den rauschenden Regen an ihre Ohren. Das Peitschenknallen zeigte ihnen an, dass ein anderes Fuhrwerk versuchte, an ihnen vorbeizukommen.

    „Ein Verrückter!", rief der Fuhrknecht und strengte seine Augen an, um seine Spur zu halten.

    Tatsächlich musste das andere Fuhrwerk von einem Fuhrknecht angetrieben werden, der seine Sinne nicht beisammenhatte. Es gab kaum genug Platz auf dieser Fernstraße, um zwei Fuhrwerke schadlos aneinander passieren zu lassen. Trotzdem schob sich das andere Fahrzeug langsam heran, und mit lauten Rufen, Peitschenknallen und sogar schrillen Pfiffen trieb der andere seine Pferde an.

    Severin, der Fuhrknecht, hatte seine große Mühe mit den Pferden, die plötzlich begannen, schneller zu laufen und dem anderen Gespann ein Rennen liefern wollten. Sein dick in eine Decke eingewickelter Begleiter stieß einen schrillten Schrei aus, als durch das vorüberziehende, hoch beladene Fuhrwerk ein zusätzlicher Schwall Wasser auf sie herüberschwappte.

    Fluchend riss er an den Zügeln, und während sein Fahrzeug wild hin und her schwankte, überholten die anderen. Severin erkannte einen Fuhrknecht, dessen langer, schwarzer Bart seitlich unter der Kapuze im Regen wehte. Ein Blick aus den weit aufgerissenen Augen traf ihn, und mit einem unterdrückten Fluch registrierte er, dass sein alter Feind Volpert das Fuhrwerk an ihnen vorübertrieb.

    Dann war es endlich geschafft, das sechsspännige Fahrzeug war vorüber und schaukelte gleich darauf bedenklich, als es in das ursprüngliche Fahrgleis zurückwechselte.

    „Dieser verfluchte Bastard!", murmelte Severin halblaut, aber trotz des noch immer heftig rauschenden Regens verstand seine Herrin die Worte. Sie beugte sich zu ihm herüber und rief ihm zu:

    „Du kennst diesen Menschen?"

    Esthers Gesicht war trotz der Kapuze von ihren nassen Haaren wie ein ovales Bild umrahmt, und ihre Augen wirkten müde, trotz der gerade erlebten Aufregung.

    „Volpert. Er dient dem Augsburger."

    „Welchem Augsburger? Dem Fugger?"

    „Nein, dem Agenten des Teufels!", antwortete Severin, und nun war Esther im Bilde. So bezeichnete man in den letzten Jahren nur einen einzigen Mann aus Augsburg:

    Philipp Hainhofer. Selbst Kaufleute, die mit ihm eng zusammenarbeiteten, nannten ihn untereinander so, denn Hainhofer schien trotz der Kriegswirren, die das Land seit drei Jahrzehnten beutelten, alles zu gelingen, was er als Geschäft begann. Und man sagte ihm dazu allerlei nach, denn seine Verbindungen schienen von Schweden bis nach Italien, von Augsburg bis Madrid zu reichen. Mächtige Herrscher, hochgestellte Fürsten und sehr reiche Patrizier gehörten zu seinen Kunden.

    Esther wäre es allerdings lieber gewesen, sie hätte das Fahrzeug, dessen Umrisse jetzt hinter dem Wasserschleier verschwanden, nicht vor sich gehabt. Vor Einbruch der Nacht hoffte sie, die Herberge an der Kreuzung der beiden Fernstraßen zu erreichen. Dort herrschte immer reger Betrieb, weil zahlreiche Fernhändler Haus und Küche des stets freundlichen Wirtes zu schätzen wussten. Balduin Frohner, klein, rundlich und stets mit hochrotem Kopf, schätzte seine Gäste mit einem einzigen Blick ein und lag damit auch meistens richtig. Esther, die in der letzten Zeit häufiger die Frachtwagen des Hauses zu Leupolth begleitete, wurde von ihm stets mit besonderer Freundlichkeit begrüßt, erhielt stets ihr gleiches Zimmer, und Frohner hatte sich längst an ihre Marotte gewöhnt, die Mahlzeiten gemeinsam mit ihren Fuhrknechten einzunehmen.

    „Du bist eine ganz besondere Frau!", hatte Frohner ihr mehrfach mit treuherzigem Augenaufschlag versichert. Und Esther fühlte sich stets wohl in seinem Goldenen Hirsch, wie er die Herberge getauft hatte. Noch eine Besonderheit zeichnete den dicken Frohner aus. Ohne Unterschied wurden alle Gäste von ihm geduzt, mochten sie noch so hochgestellt sein und etwas blasiert auf ihn heruntersehen, wenn er sie mit den Worten begrüßte: „Herzlich willkommen – tritt ein und sag mir, womit ich dein Herz erfreuen und deinen Magen zufriedenstellen kann!"

    Wem das nicht passte, den ließ Frohner mit einem kurzen Achselzucken einfach stehen. Dann konnte sich der Gast entscheiden, ob er den derb-freundlichen Umgangston nun akzeptierte oder sich wieder auf den Weg machte. Bis zur nächsten Unterkunft waren es allerdings dann noch zwei gute Reitstunden. Für die schwerfälligen Frachtwagen, die zudem sehr oft auch von Ochsen gezogen wurden, bedeutete das nach Einbruch der Dunkelheit, dass sie irgendwo an der Straße im Freien übernachten mussten. Und das wollte nun kaum jemand, denn die Gefahr, hier Wegelagerern in die Hände zu fallen, war ziemlich groß. Die alte Reichstraße, die vom Norden bis nach Rom führte, vielen noch als Via Imperii bekannt, war eine der am stärksten von Handelsfahrzeugen befahrenen Route und lockte dadurch auch das Gesindel an, das sich mit einem kühnen Handstreich gegen die zumeist unbewaffneten Fuhrknechte in den Besitz der kostbaren Fracht brachte.

    Esther zu Leupolth war nun in Sorge, dass der Augsburger möglicherweise ihren Platz einnahm, denn in Nürnberg war der Name Philipp Hainhofer natürlich bekannt.

    Sie dachte kurz nach, was sie über den Agenten des Teufels schon gehört hatte, als der sich mit einem besonderen Auftrag im Hause Leupolth gemeldet hatte. Esther und Teresia hatten eine weitere Familientradition wieder aufleben lassen, als sie zusammen mit Jolik Leukkenkerk das Handelshaus fortführten. Schon in früheren Jahren gab es immer wieder in der Familie auch jemanden, der sich als Goldschmied betätigte. Neben dem Haupterwerb, dem Handel mit kostbaren Tuchen, dazu der Gewürzhandel, trat jetzt wieder eine kleine Goldschmiede, in der sich beide Frauen erfolgreich betätigten. Eine Zeit hatten sie einen Goldschmiedegesellen beschäftigt, der ihnen die wichtigsten Dinge beigebracht hatte. Als der wieder auf Wanderschaft ging, waren die Frauen in der Lage, sehr filigrane Arbeiten anzufertigen. Leider bemerkte Esther in den letzten Monaten, dass sich auf dem rechten Auge ihr Sehvermögen verschlechtert hatte. Das nahm sie nicht weiter ernst, schob es auf eine überstandene Augenentzündung und ihr Alter. Wo es erforderlich erschien, verwendete sie einen Lesestein. Teresa versuchte, Esther zur Anschaffung einer Brille zu überreden, aber ein derartiges Nasengestell erschien Esther als viel zu aufwändig und vollkommen überflüssig.

    Jetzt hatte sie während der Reise allerdings schon mehrfach die Befürchtung gehegt, dass ihre Sehkraft deutlich nachgelassen hatte. Heimlich probierte sie immer wieder aus, wann sie etwas deutlich erkennen konnte und stellte damit auch gern ihren Fuhrknecht Severin vor irgendwelche Ziele, um angeblich dessen Augenschärfe zu erproben. Severin dachte sich nichts weiter dabei, sah es als einen munteren Zeitvertreib an, wenn seine Herrin ihn immer wieder einmal auf etwas in der Ferne hinwies und sich erkundigte, ob er wohl dort drüben eine Fahne flattern oder einen Vogel fliegen sehen könne. Mit der Fahne hatte Esther allerdings einmal Pech, denn was sie da ausgemacht hatte, erwies sich für den Fuhrknecht rasch als ein vom Winde bewegter Ast. Es gelang Esther, ihn mit einer belanglosen weiteren Frage abzulenken. Doch der Fuhrknecht sorgte sich um seine Herrin und beobachtete sie fortan genauer.

    Philipp Hainhofer war zweifellos einer der erfolgreichsten Händler und stammte aus einer alten, angesehenen Augsburger Dynastie, die schon seit dem 14. Jahrhundert mit Tuchstoffen handelte. Er selbst hatte sein Geschäft jedoch aus dem Tuchhandel ausgegliedert. Einer seiner Brüder übernahm diesen Teil, und Hainhofer lieferte nun Waren an seine Kunden, die sich durch besondere Kunstfertigkeit auszeichneten, unglaublich schön und begehrt waren oder aber erst auf den Wunsch eines Käufers von ausgesuchten Handwerkern nach den Vorgaben Hainhofers angefertigt wurden. Der Augsburger wurde in Nürnberg mit scharfen Augen beobachtet, aber letztlich ergab es sich in der Vergangenheit, dass er nicht als Konkurrent angesehen wurde. Was Hainhofer verkaufte, hatte weder in Nürnberg noch einer anderen deutschen Stadt etwas Vergleichbares. Das Haus zu Leupolth erhielt von ihm einen besonderen Auftrag für Silberarbeiten, und die beiden Frauen sprachen mit Jolik lange Zeit darüber, wie seltsam doch dieser Auftrag war. Silberbecher mit besonderen Wappen waren zwar nicht so außergewöhnlich, wohl aber der offenbar bestehende Zusammenhang der Empfänger. Merkwürdig war jedoch, dass der Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel ebenfalls einen solchen Becher für sich bestellt hatte. Schließlich gaben die drei das Grübeln auf, und die beiden Frauen machten sich an die Herstellung der gewünschten Becher. Dabei verwendeten sie ihre ganze Sorgfalt auf die übermittelten Wappen, deren Bedeutung ihnen jedoch verborgen blieb.

    Esther schreckte aus ihren Überlegungen auf, weil Severin erneut zu fluchen begann und sich bemühte,

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