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Süßes Mördergift: Berliner 20er Krimi
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eBook158 Seiten1 Stunde

Süßes Mördergift: Berliner 20er Krimi

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Süßes Mördergift: Berliner 20er Krimi

 

von Tomos Forrest & Alfred Bekker & Marten Munsonius

 

 

Berlin, Berlin!

Der Moloch erwacht. Immer mehr Einwohner kommen in die wachsende Stadt, das Volk nach dem großen Krieg in Partyrausch. Die Armut aber zieht weite Kreise. Ausschweifende Feste, Tabubrüche in Bars und Kabaretts: Berlins Nächte sind sehr lang – und manche enden tödlich.

Das ruft auch das Gesetz auf den Plan - und dort greift man zu unkonventionellen Methoden. Und schließlich fällt die Wahl auf mich, Robert Raboi,und es lag an der Art und Weise, wie ich vorging. Ich kannte die Straßen besser als jeder Schupo, hatte Kontakte mit Menschen, die nie in ihrem Leben freiwillig einem Polizisten etwas erzählen würden und – ich kannte die großen Männer, die zu den Vorstandsmitgliedern der Ring-Vereine in Groß-Berlin gehörten.

Harte Männer, die damit begonnen hatten, aus dem Hintergrund Verhältnisse in Berlin zu schaffen, wie man sie sonst nur aus Zeitungsberichten aus Amerika kannte. Schläger und Mörder wurden von ihnen beauftragt, um mit aller Gewalt ihre Ziele durchzusetzen. Ob es um die Herrschaft über die zahlreichen Bars, Tanzlokale, Eckkneipen und Varietés in Berlin ging – oder um Raub, Mord und Erpressung – immer wieder zogen die Ring-Vereine ihre dunklen Fäden.

So wie in diesem Fall...

 

In der Serie "Berliner 20er Krimis" sind bisher folgende Titel erschienen:

Mörder-Moloch

Krallenmörder

Süßes Mördergift

 

 

SpracheDeutsch
HerausgeberAlfred Bekker
Erscheinungsdatum10. Apr. 2021
ISBN9781386585718
Süßes Mördergift: Berliner 20er Krimi
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Autor

Alfred Bekker

Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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    Buchvorschau

    Süßes Mördergift - Alfred Bekker

    Süßes Mördergift: Berliner 20er Krimi

    von Tomos Forrest & Alfred Bekker &  Marten Munsonius

    ––––––––

    Berlin, Berlin!

    Der Moloch erwacht. Immer mehr Einwohner kommen in die wachsende Stadt, das Volk nach dem großen Krieg in Partyrausch. Die Armut aber zieht weite Kreise. Ausschweifende Feste, Tabubrüche in Bars und Kabaretts: Berlins Nächte sind sehr lang – und manche enden tödlich.

    Das ruft auch das Gesetz auf den Plan - und dort greift man zu unkonventionellen Methoden. Und schließlich fällt die Wahl auf mich, Robert Raboi,und es lag an der Art und Weise, wie ich vorging. Ich kannte die Straßen besser als jeder Schupo, hatte Kontakte mit Menschen, die nie in ihrem Leben freiwillig einem Polizisten etwas erzählen würden und – ich kannte die großen Männer, die zu den Vorstandsmitgliedern der Ring-Vereine in Groß-Berlin gehörten.

    Harte Männer, die damit begonnen hatten, aus dem Hintergrund Verhältnisse in Berlin zu schaffen, wie man sie sonst nur aus Zeitungsberichten aus Amerika kannte. Schläger und Mörder wurden von ihnen beauftragt, um mit aller Gewalt ihre Ziele durchzusetzen. Ob es um die Herrschaft über die zahlreichen Bars, Tanzlokale, Eckkneipen und Varietés in Berlin ging – oder um Raub, Mord und Erpressung – immer wieder zogen die Ring-Vereine ihre dunklen Fäden.

    So wie in diesem Fall...

    ***

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Authors

    nach Motiven von Guy Brant

    Serien-Idee Robert Raboi: Jörg Martin Munsonius

    Logo und Cover: Steve Mayer

    Idee Stahl-Ede/Fetter Frosch und Reihentitel Berliner 20er: Alfred Bekker

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

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    Alles rund um Belletristik!

    Roman

    Otto Fischbein schlug sich den Kragen seines Mantels hoch. Nieselregen herrschte in Berlin. Es war bereits spät. Aber nicht dunkel. Denn dunkel wurde es in Berlin die ganze Nacht nicht. Das Leben tobte sich hier 24 Stunden am aus.

    Dunkel war es nur in den Ecken und Hinterhöfen.

    Ein ungeduldiger Fahrer hupte, als Herr Fischbein die Straße überquerte.

    Extrablatt!, rief ein Zeitungsjunge. Polizist auf offener Straße erschossen! Stecken Kommunisten dahinter? Extrablatt!

    Herr Fischbein machte eine abwehrende Handbewegung, als der Junge näher kam.

    So was will ick nich lesen!, sagte Herr Fischbein.

    Ist die Wahrheit! Nichts als die Wahrheit!, rief der Junge.

    Ja, dachte Herr Fischbein, aber ich will das trotzdem nicht lesen, denn damit habe ich jeden Tag beruflich zu tun. Die Abteilung bei der Berliner Kriminalpolizei, die Otto Fischbein leitete, hatte sich schließlich auf Kapitalverbrechen und Verbrechen im Zusammenhang mit dem Bandenwesen spezialisiert.

    Versuch anderswo dein Glück, sagte Herr Fischbein zu dem Jungen und ging an ihm vorbei. An der Ecke saß ein Kriegsversehrter.

    Dem gab Herr Fischbein die Münzen, die er sonst für eine Ausgabe der Abendzeitung ausgegeben hätte.

    Herr Fischbein war selbst im Krieg gewesen, so wie so gut wie alle Männer.

    Seitdem nahm er Schlafmittel.

    Wenn er keine Schlafmittel nahm, saß er jede Nacht wieder in demselben Bombenloch, zusammengekauert und voller Angst und mit dem Befehl, die Maschinengewehrpatronengurte, mit denen er behängt war, zu einer bestimmten Stellung zu bringen, während rings um ihn herum die Geschosse einschlugen. Jede Nacht saß er erneut in diesem Loch, wenn er vorher nichts einnahm. Wenn er Glück hatte, wachte er dann irgendwann schweißgebadet auf. Wenn nicht, dann zog sich der Albtraum durch die ganze Nacht - eine Nacht, die dann kein Ende hatte und ihm länger vorkam, als ein ganzes Jahr.

    Darauf konnte Herr Fischbein gut verzichten.

    Nach Möglichkeit versuchte er das daher zu vermeiden. Er sah zu, dass er nie ohne Schlafmittel ins Bett ging. Am liebsten hätte er die Nachtruhe vollends vermieden. Darum war er oft der Erste im Büro und der Letzte, der ging. Er hatte sich ganz und gar dem Kampf gegen das Verbrechen gewidmet. Das war der offizielle Grund. Der, den er öffentlich kundtat, wenn ihn jemand danach fragte. Aber es gab da eben auch diesen anderen Grund, der ihn keinen Schlaf finden oder den Schlaf nach Möglichkeit vermeiden ließ. Diesen Grund, über den er mit niemandem sprach und mit seinen Albträumen zu tun hatte. Und auch jetzt, obwohl es schon so spät war, wollte Herr Fischbein nicht nach Hause, sich nicht in sein Bett legen.

    Er betrat die Eckneipe, vor der der Kriegsinvalide saß.

    Drinnen war es verraucht.

    So verraucht, dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte.

    Herr Fischbein ließ den Blick schweifen. Seine Augen wurden schmal dabei. Sehr schnell erfasste er, was für Leute hier zurzeit zu finden waren Zänkisches Stimmengewirr drang an seine Ohren. Es wurde an einem Tisch sehr lautstark Skat gespielt. Natürlich um Geld.

    Na, wie wär’s denn mit uns beide, Süßer?, wandte sich eine junge Frau mit übertrieben greller Schminke an Herrn Fischbein.

    Heute nicht, sagte Herr Fischbein.

    Ick nehm heute nur den halben Preis.

    Heute nicht, wiederholte Herr Fischbein mit einem Tonfall, der so bestimmt war, dass sie nicht nochmal fragte.

    Biste nen Lehrer oder watt?, fragte sie.

    Nah dran, dachte Herr Fischbein. Beamter stimmte auf jeden Fall. Und während Lehrer in der Schule oft Polizisten sein mussten, versuchten Polizisten nicht selten, das Volk zu erziehen. Beide mit wechselhaftem Erfolg. So war das nunmal.

    Sie sah ihn an.

    Nur Lehrer haben so schlechte Laune!

    Schon möglich, sagte Herr Fischbein.

    Denkste, du brauchst keinen Spaß oder wie?

    Herr Fischbein begriff, dass sie irgendwie beleidigt war. Aber da konnte er keine Rücksicht darauf nehmen.

    Sie zog ab.

    Ihr Mund war zu einem Schmollmund verzogen.

    Sie schimpfte noch etwas vor sich hin. Aber Herr Fischbein verstand nicht mehr, was sie im Einzelnen so sagte.

    Seine Aufmerksamkeit war im Augenblick ohnehin durch etwas anderes gefesselt.

    Da war ein großer, kräftiger Mann, dem man ansah, dass mit seinem Kopf etwas nicht stimmte.

    Herr Fischbein beugte sich über den Tresen zum Schankwirt.

    Was will der hier?, fragte er diesen.

    Den kennen Sie nicht? Das ist doch der Stahl-Ede.

    Das weiß ich.

    Seit der der im Krieg eine Kugel in den Kopf bekommen hat, ist der nicht mehr normal.

    Das weiß ich auch.

    Ja, warum fragen Sie denn dann?

    Ich will wissen, was der hier will!

    Nee, das wollen Sie in Wahrheit nicht wissen, meinte der Kellner. Sowas will keiner wissen. Bei dem nicht! Und dann fuhr er in gedämpften Tonfall fort: Der arbeitet doch für den Fetten Frosch. Verstehen Sie?

    Natürlich verstand Herr Fischbein nur zu gut, was der Kellner meinte. Der Fette Frosch, die graue Eminenz der Berliner Unterwelt, bestens mit den kriminellen Ringvereinen vernetzt und jetzt der Kokain-König der Hauptstadt. Kokain war natürlich legal. Millionen deutsche Soldaten hatten es im Krieg als Schmerzmittel bekommen. Nicht legal war allerdings die Art und Weise, auf die der Mann, den man den fetten Frosch nannte, an den Stoff herangekommen war. Höchstwahrscheinlich stammte der nämlich aus den Depots der Reichswehr, die damit immer noch prall gefüllt waren.

    Einige hohe Offiziere standen im Verdacht, die Bestände verkauft zu haben.

    Herr Fischbein hatte schon wiederholt mitbekommen, wie Ermittlungen in diesen Dingen behindert wurden.

    Da biss man sich die Zähne aus.

    Selbst ein Wadenbeißer wie Herr Fischbein.

    Leider konnte man dem Fetten Frosch nichts nachweisen. In dieser Hinsicht nicht und auch nicht in anderer. Wenn es zum Beispiel darum ging, dass er seine Handlanger losschickte, um unliebsame Konkurrenten, Schuldner oder andere Leute, die ihm lästig waren zur Räson zu bringen oder in den ewigen Schlaf zu wiegen.

    Dafür hatte der Fette Frosch Männer fürs Grobe.

    Männer wie Stahl-Ede.

    Der trinkt hier nur ein Bier, sagte der Mann am Tresen. Mehr weiß ich nicht - und mehr sage ich auch nicht!

    Verstehe.

    Auch ein Bier?

    Ja.

    Vielleicht ist Stahl-Ede auch hier, um einen zu killen. Weiß man bei dem nie.

    Was Sie nicht sagen.

    Wenig später stand das Bier vor Herrn Fischbein. Er nahm einen Schluck. Dann blickte er kurz noch einmal zu Stahl-Ede hinüber.

    Der trank auch sein Bier. In einem Zug und mit einem lauten, kehligen Geräusch, dass nicht wenige im Raum aufhorchen und sich umdrehen ließ.

    Herr Fischbein prostete Stahl-Ede zu.

    Eines Tages kriege ich dich, dachte Herr Fischbein. Dich und deinen fetten Herrn! Irgendwann wird es genug Beweise geben und dann kommt alles auf den Tisch! Alles... Auch, dass du versucht hast einen Ermittler aus meiner Abteilung umzubringen! Und sag dann nicht, dass du nur ein williges Werkzeug deines Herrn und Meisters bist! Auch dem Fetten Frosch kann man nein sagen, wenn er einen Mordbefehl gibt! Das ist anders, als im Krieg!

    Dem würde ich nicht zuprosten, wurde Herr Fischbein von jemandem  angesprochen. Es war ein kleiner Mann mit ausdrucksstarken Glubschaugen, die unruhig flackerten. 

    Kennen Sie Stahl-Ede?. fragte Herr Fischbein.

    Nur flüchtig.

    Woher?

    Er ist der unangenehme Begleiter eines dicken Mannes, der gerne weiße Anzüge und Mäntel mit Pelzkragen trägt.

    Der Fette Frosch.

    So nennt er sich sogar selbst!

    Und was haben Sie mit dem Fetten Frosch zu tun?, fragte Herr Fischbein.

    Nichts. Er war nur plötzlich in meiner Garderobe und sagte, er könnte mich ein paar wichtigen Leuten im Filmgeschäft zusammenbringen. Ich bin nämlich Schauspieler, wissen Sie?

    Wie heißen Sie? Hat man schon von Ihnen gehört?

    Ich heiße Lorre. Peter Lorre. Ob man von mir gehört hat? Der Mann kicherte und verdrehte die Glubschaugen. Noch nicht so richtig. Ich habe in Wien gespielt - und dieses Jahr in Zürich - mit der Dietrich übrigens!

    Ah, ja...

    Und künftig bin ich an der Volksbühne hier in Berlin. Das Stück kommt erst im kommenden Jahr raus, aber wir proben schon. Geht ja nicht alles von heute auf Morgen.

    Hm.

    ">Pioniere in Ingolstadt< heißt das erste Stück für mich hier an der Volksbühne. Bertold Brecht führt Regie. Haben Sie vielleicht schon von gehört! Der ist mit seiner Dreigroschenoper kürzlich ja richtig groß rauskommen. Oder interessieren Sie sich nicht so

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