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Phantastika Magazin #356: Januar/Februar/März 2021: If you can dream it, you can do it!
Phantastika Magazin #356: Januar/Februar/März 2021: If you can dream it, you can do it!
Phantastika Magazin #356: Januar/Februar/März 2021: If you can dream it, you can do it!
eBook480 Seiten4 Stunden

Phantastika Magazin #356: Januar/Februar/März 2021: If you can dream it, you can do it!

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Über dieses E-Book

Das Phantastika Magazin (von 1994 bis 2020: Corona Magazine) ist ein traditionsreiches und nicht-kommerzielles Online-Projekt, das seit 1997 die Freunde von Science-Fiction, Phantastik, Wissenschaft, Kunst und guter Unterhaltung mit Informationen und Hintergründen, Analysen und Kommentaren versorgt. Seit dem Wechsel zum Verlag in Farbe und Bunt erscheint es im zeitgemäßen E-Book-Gewand. 2021 erfolgte der Namenswechsel.

Zur Lektüre ist ein E-Book-kompatibles Anzeigegerät (Amazon Kindle, Tolino, iPhone/iPad, Android Smartphone/Tablet), bzw. eine entsprechende Software auf dem heimischen Computer erforderlich.

Das Phantastika Magazin erscheint ab 2021 quartalsweise, immer im März, Juni, September und Dezember. Infos unter www.phantastika-magazin.de.

Aus dem Inhalt der Ausgabe #356 (Januar/Februar/März 2021):

• Top-Thema von Peter R. Krüger: Rollenspiel in Zeiten von Kontaktbeschränkungen
• Comic-Kolumne von Uwe Anton: Götter, Grusel und Gianni
• Alle News rund um Star Trek: Rezensionen, Kolumnen, News, Schauspielerportraits, Food Trek & Lieblingsfolgen
• Alle News rund um Star Wars: Rezensionen, Fandom, Cosplay & Kolumnen
• Alle News rund um Doctor Who: Kolumnen & Rezensionen
• Alle News rund um Perry Rhodan: Kolumnen, Rezensionen & Interviews
• Perlentaucher-Reihe: Die große persönliche Rückschau auf Akte X: Die unheimlichen Fälle des FBI – Staffel 5 von Eric Zerm
• Perlentaucher: Earth - Final Conflict, Andromeda
• Neues & Rezensionen aus dem Bereich Literatur (Dune - Die Graphic Novel, Sternenlicht, Das Mädchen und der Winterkönig u. a.)
• Neu auf DVD, Bluray & im Streaming sowie Perlen der Film- und Seriengeschichte (WandaVision, Bill & Ted retten das Universum u. a.)
• Games on- & offline sowie Klassiker (Star Wars Unlock, Arkham Horror, Ein Fest für Odin, Scythe u. a.)
• Subspace Link — Neues aus dem All
• Kurzgeschichten: "Blödes Ali-Biest" (R. Schleheck), "Der letzte Marsianer" (A. Stößer), "Das Sofa am Strand" (C.P. Harper), "Tick Tack" (N. Teller)

... und vieles, vieles mehr auf rund 500 Seiten!
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum31. März 2021
ISBN9783959362849
Phantastika Magazin #356: Januar/Februar/März 2021: If you can dream it, you can do it!
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    Buchvorschau

    Phantastika Magazin #356 - Björn Sülter

    it!

    Beschreibung & Impressum

    Das Phantastika Magazin (von 1994 bis 2020: Corona Magazine) ist ein traditionsreiches und nicht-kommerzielles Online-Projekt, das seit 1997 die Freunde von Science-Fiction, Phantastik, Wissenschaft, Kunst und guter Unterhaltung mit Informationen und Hintergründen, Analysen und Kommentaren versorgt.

    Seit dem Wechsel zum Verlag in Farbe und Bunt erscheint es im zeitgemäßen E-Book-Gewand. 2021 erfolgte der Namenswechsel.

    Autoren

    Uwe Anton, Reiner Krauss (Wisser), Bettina Petrik, Thorsten Walch, Reinhard Prahl, Alexandra Trinley, Oliver Koch, Andreas Dannhauer, Lieven L. Litaer, Birgit Schwenger, Sven Wedekin, Kai Melhorn, Armin Rößler, C. R. Schmidt, Bernd Perplies, Frank Stein, Bastian Ludwig, Peter R. Krüger, Jacqueline Mayerhofer, Lujayne Sealya, Eric Zerm, Ansgar Imme, Jens Krohnen, Michael Kleu, R. J. DeWinter, Tim de Sade, R. M. Amerein, Michael Wilhelm, Pia Fauerbach, Marco Golüke, Mark Kammerbauer, Anna Pyzalski, Daniel Pabst, Kaim, Nico Steinbrenner, Sandra Franke & Brandon Q. Morris

    Herausgeber & Chefredakteur

    Der Verleger, Medienjournalist & Autor Björn Sülter schreibt Romane (Beyond Berlin, Ein Fall für die Patchwork Kids), Biografien (Hallo, Herr Kaiser! Das Leben ist wilder, als man denkt) & preisgekrönte Sachbücher (Es lebe Star Trek, Die Star-Trek-Chronik), ist Chefredakteur von SYFY.de, Herausgeber und Chefredakteur des Printmagazins TV-Klassiker, Teil der Chefredaktion der Geek! und mit Kolumnen und Artikeln bei Serienjunkies, in der GEEK! oder im Insider Magazin vertreten.

    Dazu präsentiert er seine beliebten Podcasts Planet Trek fm und Der dreiköpfige Affe und ist als Hörbuchsprecher (Der Earl von Gaudibert, Dunkle Begegnungen, Star Trek - The Next Generation: Q sind herzlich ausgeladen), Übersetzer (Das Illustrierte Handbuch zur U.S.S. Enterprise NCC-1701-D aus Star Trek: The Next Generation) und Moderator aktiv. Er lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

    Ausgabe #356, März 2021

    1. Auflage, 2021

    ISBN 978-3-95936-284-9

    © März 2021 / Alle Rechte vorbehalten.

    in Farbe und Bunt

    Verlag Björn Sülter

    Am Bokholt 9 | 24251 Osdorf

    www.ifub-verlag.de / www.ifubshop.com

    Herausgeber & Chefredakteur | Björn Sülter

    Lektorat | Bettina Petrik & Heike Brand & René Spreer

    Support | Pia Fauerbach

    Cover | EM Cedes

    Cover-Fotos | Unsplash.com

    Phantastika Webseite | www.phantastika-magazin.de

    Kontakt | bjoern.suelter@ifub-verlag.de

    Weitere Kontaktmöglichkeiten/Webseiten

    bjoern.suelter@ifub-verlag.de

    http://www.ifub-verlag.de/

    https://www.ifubshop.com/

    Nachdruck und Vervielfältigung, auch einzelner Artikel oder Auszüge, ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Zeichnungen kann keine Gewährleistung übernommen werden. Namentlich gekennzeichnete Beitrage geben nur die Meinung des Verfassers wieder und stimmen nicht zwangsläufig mit den Ansichten der Redaktion und des Herausgebers überein.

    Editorial: Schall & Rauch, Teil 2

    Liebe Leserinnen und Leser,

    nun ist es doch geschehen. Nach 355 Ausgaben und insgesamt 23 Jahren haben wir den Namen unseres traditionsreichen Magazins geändert. Aus dem altehrwürdigen Corona Magazine ist das Phantastika Magazin geworden. Seit der Verlag in Farbe und Bunt in den Jahren 2017 und 2018 die Phantastika als Messe veranstaltet hat, gehört dieser Name für uns ohnehin dazu. Er stellte die logische Wahl dar, klingt absolut positiv und beschreibt zudem perfekt, wofür wir stehen.

    Noch vor einem Jahr war ich allerdings an dieser Stelle selbstbewusst vom Gegenteil überzeugt. Damals schrieb ich:

    »Glaubwürdigen Gerüchten zufolge möchte auch die Sonne nach nunmehr 4,57 Milliarden Jahren ihre Korona nicht mehr umbenennen. Warum sollten wir es also nach 352 Ausgaben und 23 Jahren tun? (...) Ich bin an dieser Stelle äußerst pragmatisch. Die Pandemie wird vergehen, das Corona Magazine jedoch bleiben. (...) Namen sind letztlich Schall und Rauch, die inneren Werte zählen.«

    All das gilt auch heute noch. Ich weiß zudem genau, was ich vor einem Jahr beim Schreiben gefühlt habe. Was hat mich also zum Umdenken gebracht?

    Ich kann an dieser Stelle nur zugeben: Ich habe die Sache unterschätzt. Die Pandemie ist immer noch da, Menschen erkranken und sterben, die Lage bleibt weltweit unsicher. 13 Monate mit Lockdowns, Masken, Demos, Homeschooling, Impfhoffnung, widersprüchlichen Expertenmeinungen und viel zu viel Egoismus haben Gräben in unserer Gesellschaft hinterlassen, die auch zukünftig nur mit harter Arbeit zu beseitigen sein werden. Wir kämpfen noch immer für ein normales Leben, für Kino- oder Theaterbesuche, für Konzerte und Sportevents mit Publikum, für Urlaub und große, rauschende Feste wie auch Cons und Messen. Wir wollen unser Leben zurück und haben Corona satt. Und exakt das ist der Punkt, den ich unterschätzt habe. Die Belegung des Begriffes Corona ist inzwischen derart negativ, dass er sich mit einem Magazin wie unserem, das Vielfalt, Lebensfreude, Hobby, Spaß, Freizeit und Leidenschaft feiert, nicht mehr vereinbaren lässt.

    So traurig es ist, 23 Jahre Tradition aufzugeben, brauchen und wollen wir doch einen frischen Start. Unsere großen Vorteile sind dabei, dass wir einerseits nicht-kommerziell sind und daher keine Gefahr laufen, unsere Relevanz zu riskieren, und andererseits unsere treuen Leser. Sie!

    An dieser Stelle schließt sich sogar der Kreis zu meiner eigenen Argumentation von vor einem Jahr: »Namen sind letztlich Schall und Rauch, die inneren Werte zählen.« schrieb ich und komme nun darauf zurück wenn ich sage: Wir bleiben exakt so wie wir waren und holen Sie auch weiterhin mit Begeisterung und Liebe zur Sache in fantastische Welten ab.

    Bleiben Sie gesund und uns gewogen!

    Ihr

    Björn Sülter

    Herausgeber & Chefredakteur

    Termine: Treffen sie uns!

    Die Corona-Pandemie macht vor unseren Messeplänen weiterhin nicht halt.

    Aus diesem Grund bitten wir leider an dieser Stelle um Geduld, bis neue und verbindliche Termine kommuniziert werden können.

    Tipps fürs Lesevergnügen

    »Ich habe gar keinen eBook-Reader« ist eine häufig gehörte Aussage, wenn es darum geht, warum ein phantastisch interessierter Mensch noch kein neues Phantastika Magazin gesehen und gelesen hat.

    Beispielsweise sind Kindle Paperwhite und Tolino tolle eBook-Reader, sie können tausende von Büchern in einem schmalen, robusten Gerät mitnehmen und dank mattem eInk-Display und dezenter Hintergrundbeleuchtung sowohl in der Sonne am Strand als auch abends, ohne Taschenlampe, im Bett lesen.

    Jede Ausgabe ihres Phantastika Magazins kann ganz selbstverständlich auch auf ihrem Smartphone, iPhone oder Computer geschaut und gelesen werden. Hier haben sie gar die volle Farbkraft unserer Bilder in den Beiträgen.

    Wie das geht? Amazon-Kunden installieren sich idealerweise die Kindle-App oder schauen im Browser selbst, genau wie beim Tolino webreader. Windows 10 Nutzer können ein lokales eBook ganz einfach im Browser wie Edge, Chrome, Firefox mit epub-Erweiterung (Add-on) öffnen.

    Schauen sie uns somit in Zukunft auf vielen Geräten und sagen sie es allen weiter, die noch nicht wussten wie sie uns lesen können und freuen sie sich somit auf ein Magazin von und in »Farbe und Bunt«.

    Kindle-App für Windows und iOS

    https://www.amazon.de/kindle-dbs/fd/kcp

    Tolino webReader

    https://mytolino.de/tolino-webreader-ebooks-online-lesen/

    Ihr

    Reiner Krauss

    Autor und eBook-Gestaltung

    Podcast Deep Inside

    Wir machen Licht! Das Phantastika Magazin präsentiert mit Deep Inside einen eigenen Podcast zu all den Themen, die uns und Sie, bereits seit über zwanzig Jahren interessieren.

    Von phantastischen Geschichten, Romanen, Sachbüchern oder Hörerlebnissen bis hin zu den Bereichen Wissenschaft, Kunst oder Popkultur deckt Gastgeber Reiner Krauss (Wisser) alle Bereiche der Phantastik mit spannenden Gästen ab.

    Via Anchor:

    https://anchor.fm/deep-inside-by-corona-magazine

    Via RSS-Feed:

    https://rss.acast.com/deep-inside

    Via Soundcloud:

    https://soundcloud.com/user-104747826

    Und auf der Homepage:

    http://corona-magazine.de/der-podcast/

    Podcast Planet Trek fm

    Ein weiterer Podcast, der vom Verlag in Farbe und Bunt präsentiert wird, ist seit 2017 Planet Trek fm von und mit Björn Sülter.

    In bisher rund 50 Ausgaben bespricht der Moderator und Gastgeber mit seinen illustren Gästen wie den Autoren und Übersetzern Christian Humberg, Mike Hillenbrand, Lieven L. Litaer oder Claudia Kern alle Themen rund um Trek, die uns Fans ohnehin im Kopf herumschwirren.

    Neben übergeordneten Themen gibt es auch immer frische Besprechungen aktueller Serienepisoden; kritisch, humorvoll, aber immer fair.

    Via Webpage:

    http://www.planettrekfm.de

    Via Soundcloud:

    https://soundcloud.com/user-412263487

    Via RSS-Feed:

    https://rss.acast.com/planet-trek

    Podcast Der dreiköpfige Affe

    Ebenfalls eine Produktion vom Verlag in Farbe und Bunt ist Der dreiköpfige Affe – Lebensanomalien, Nerdtum & Bananen von und mit Björn Sülter.

    Der Gastgeber empfängt in seinem neuen Personality-Podcast Gäste aus allen Lebensbereichen, um mit ihnen offen und ehrlich über das Leben, Gefühle und Geschichten zu sprechen.

    Im Dreiköpfigen Affen geht es darum, aufeinander zuzugehen, sich für seine Gegenüber zu interessieren, einander zuzuhören, zu hinterfragen und einen gemeinsamen Nenner zu finden. Es geht um das, was uns als Gemeinschaft stark macht, was uns im Miteinander hilft.

    Der Podcast wird in loser Folge fortgesetzt und sich in jeder Ausgabe um ein interessantes Thema oder einen interessanten Menschen (im besten Falle um beides) drehen.

    Via Webpage:

    http://www.affencast.de

    Via Soundcloud:

    https://soundcloud.com/user-412263487

    Via RSS-Feed:

    https://rss.acast.com/der-dreikoepfige-affe

    Topthema

    Rollenspiel in Zeiten von Kontaktbeschränkungen

    von Peter R. Krüger

    Hobbys muss man pflegen, doch wie geht das, wenn man dazu normalerweise in geselliger Runde in einem Raum zusammensitzt?

    Aufgrund der Auflagen zur Kontaktbeschränkung fallen Hobbys wie beispielsweise Rollenspielrunden aus. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn es gibt mittlerweile Lösungen, die als Alternative zum realen Treffen gut geeignet sind. Die Rede ist von Online-Spielrunden.

    Am Computer mit echten Freunden spielen

    Rollenspieler wollen gemeinsam am Tisch sitzen, denn das macht gerade den Reiz des Spiels aus. Sich gegenseitig etwas »vorzuspielen«, dem eigenen Charakter eine Stimme zu geben, Gesten und Mimik darzustellen und gemeinsam über komische Situationen lachen. All das gehört dazu.

    Aus eigener Erfahrung kann der Verfasser dieses Artikels berichten, dass in seiner eigenen Rollenspielrunde der Vorschlag der Online-Sitzung auf Skepsis gestoßen ist. Die Alternative hieß jedoch, nicht zu spielen, was die weitaus schlechtere Lösung war.

    Dabei ist das Thema nicht neu. Spieler in Rollenspielrunden, die weit auseinander wohnen, mussten sich schon weit vor Kontaktbeschränkungen etwas einfallen lassen, um gemeinsam dem Hobby nachgehen zu können. Waren vor einigen Jahren noch sogenannte Forenrollenspiele eine gute Möglichkeit, zumindest gemeinsam eine Geschichte erleben zu können, gibt es mittlerweile verschiedene Plattformen, die einem das gemeinsame Spielerlebnis fast wie am Tisch ermöglichen. Eine dieser Möglichkeiten (und vermutlich auch die bekannteste) soll hier vorgestellt werden.

    Roll20 bringt die Spieler zusammen

    Auf der Suche nach einer Lösung erscheint die Internetseite Roll20 eine interessante Variante zu sein. So jedenfalls war der erste Gedanke, doch wie bereits erwähnt, stieß das »Internetspiel« nicht sofort auf Zustimmung. An der Stelle sei vorweggenommen, dass die Skepsis vor allem darin bestand, dass das eigentliche Spielgefühl ausbleiben könnte und man nichts anderes als ein MMORPG spielen würde. Ein »Massively Multiplayer Online Roleplaying Game«. World of Warcraft dürfte hier ein allgemein bekannter Titel sein.

    Doch dem ist nicht so. Denn im Gegensatz zum anonymen Computerspiel, ist es bei Pen & Paper Runden doch viel eher so, dass man sich kennt und weiß, wer in der Runde mitspielt. Kein farmen, raiden, looten. Hier geht es nicht um Bosskills und Skilloptimizing.

    Und hier ist der entscheidende Unterschied! Pen & Paper Rollenspiel geht meist mehr in die Tiefe. Charakterentwicklung heißt das Stichwort und meint damit vor allem, die Entwicklung der Spielfigur von einem Niemand zu einem Helden (oder auch Antihelden).

    Verständlich, wenn da Skepsis auftritt. Kann man dieses Spielgefühl überhaupt simulieren?

    Die kurze Antwort lautet: Ja, das kann funktionieren. Selbst bei MMORPGs gibt es Server, in denen sich Rollenspieler tummeln, die eher auf die Darstellung der Charaktere Wert legen, als sie rasch zu perfektionieren.

    Online Rollenspielrunden können dieses Gefühl durchaus auch vermitteln. Roll20 ist hier sicher nicht die einzige Plattform, doch als Referenz sehr gut geeignet.

    Wie soll das funktionieren?

    Eines der wichtigsten Dinge hierbei ist, dass man sich keine Software zu installieren bracht. Roll20 funktioniert mit einer kostenlosen Anmeldung und ausschließlich über den Browser.

    Ist man diesen Schritt gegangen, kommt etwas Arbeit auf den Spielleiter zu. Der muss nämlich jetzt eine Spielrunde erstellen und alle Mitspieler dazu einladen. Wie weit er sich dabei in die Möglichkeiten von Roll20 einarbeiten möchte, ist ihm selbst überlassen. Theoretisch kann es auch schon reichen, wenn alle Spieler angemeldet und in derselben Spielrunde sind. Nutzt man Roll20 auf diese Weise, ist es kaum mehr als eine Kommunikationsplattform mit integrierter Würfelapp. Das kann reichen und ist im Grunde auch schon die Essenz der technischen Unterstützung.

    Aber es kann auch noch viel ausgeklügelter gehen. Umgebungskarten vorbereiten, Spielfiguren (sogenannte Token) platzieren, den Nebel des Krieges einschalten und Hintergrundmusik abspielen? Alles möglich und im Grunde auch nicht schwer. Vorausgesetzt, man weiß, wie es geht.

    Ein Tutorial wäre an dieser Stelle etwas viel des Guten, aber wer sich für diese Variante interessiert, dem sei angeraten im Internet nach dem Begriff »Roll20 Tutorial« zu suchen. Es gibt hier auch gute deutschsprachige Videos, die einem die Funktionsweisen leicht verständlich erklären.

    Was ist mit dem Spiel?

    Was man auf jeden Fall braucht, ist ein Mikrofon (ein internes wie im Laptop reicht meist schon aus) und natürlich Lautsprecher. Ein Headset kann hier sehr hilfreich sein. Sobald alle Mitspieler in der eigenen Spielsitzung angekommen sind, kann der Spaß schon losgehen. Der Spielleiter schildert die Situation und die Spieler reagieren darauf. Manche Situationen erfordern einen Würfelwurf. Sei es, weil eine Aktion daneben gehen kann, oder vielleicht auch ein Kampf ansteht. Hier lässt sich wunderbar einfach die integrierte Würfelapp nutzen, die mit ein paar Mausklicks sogar dreidimensionale Würfel vom W4 bis hin zum W100 simuliert.

    Kommen dann noch Bodenpläne dazu, kann man – ganz wie am heimischen Tisch – seine Figuren positionieren, die Gegner aufstellen und Gefechte regelgerecht darstellen.

    Und das Spielgefühl?

    Über das Internet miteinander zu spielen kann für Pen & Paper Rollenspielrunden nur eine Alternative bleiben. Doch im Anbetracht der Kontaktbeschränkungen, die uns auch in Zukunft immer wieder treffen können, sind Möglichkeiten wie Roll20 eine gute Variante, um das Hobby Rollenspiel pflegen zu können, auch, wenn die Gruppe nicht an einem Tisch sitzen kann.

    Welche Systeme können gespielt werden?

    Besucht man die Roll20-Homepage, wird man schnell merken, dass es für einige System eine besondere Unterstützung gibt. Dungeons & Dragons, Pathfinder, FATE, 13th Age und noch einige ander mehr. Die Unterstützung betrifft aber vornehmlich vorbereitete Charakterbögen, Abenteuer und auch Regelmaterial, das teilweise frei erhältlich ist, aber zum großen Teil käuflich erworben werden muss.

    Für Roll20 muss aber kein einziger Euro ausgegeben werden, um die Plattform nutzen zu können. Und gespielt werden können alle Systeme, deren Würfelmechanismen innerhalb der rollenspieltypischen W4 bis W100 liegen. Schwierig wird es mit Systemen, die Spezialwürfel verlangen, wie beispielsweise das Star Wars Rollenspielsystem von Fantasy Flight Games (in Deutschland zuletzt bei Ulisses erschienen).

    In dieser Ausgabe des Phantastika Magazins werden drei unterschiedliche Rollenspielsysteme vorgestellt. Heroen, Pathfinder (2. Edition) und Star Trek Adventures. Allesamt können diese Systeme ohne weiteres über Roll20 auch online gespielt werden.

    Fazit:

    Viele Rollenspieler nutzen bereits Onlineplattformen wie Roll20. Wer sich bislang gescheut hat, aber dennoch gerne spielen mag, sollte dieser Möglichkeit eine Chance geben. Als Alternative zum realen Treffen am Spieltisch durchaus eine gute Option.

    Heroen – Das Rollenspiel um Mythen und Heldensagen

    von Peter R. Krüger

    Mit viel Liebe zum Detail haben Markus und Sandra Gerwinski ihr Rollenspielsystem Heroen entwickelt und in einem 400 Seiten starken Basisbuch veröffentlicht. Im Kaiserreich Dragoman stehen die Zeichen gut für Abenteurer, denn es locken viele Gelegenheiten, seine Spuren in dieser Welt zu hinterlassen.

    Nach einer Einführung in die Grundsätze des Rollenspiels wird in diesem Buch auch schon auf die Spielwelt eingegangen, die mit fantasytauglichen Namen wie Salgour, Lydain oder auch Elesseia aufwartet. Die Beschreibungen sind gut durchdacht und vermitteln schnell einen Eindruck von Mittelalter, Ritter und Helden. Hier wurde viel Wert darauf gelegt, nicht nur eine glaubwürdige Fantasywelt zu erschaffen, sondern auch eine Welt, die nach Abenteurern verlangt. Und das auf eine Art, die vom Stil erfreulich an gute alte Abenteuer- und Ritterfilme erinnern. Fast möchte man es sich in dieser Welt bequem machen und sie einfach nur genießen.

    Und da setzt auch schon die Charaktererschaffung an. Genießen ist schön und gut, aber schließlich will die Welt ja gerettet werden. Das System ist hier erfreulich vielseitig und bietet dem Spieler im Grunde alle Möglichkeiten, sich seinen Charakter so zu erschaffen, wie man es sich selbst vorstellt. Dazu gibt es etliche Konzepte und Möglichkeiten der individuellen Gestaltung.

    Wurde der Charakter erschaffen, geht es auch schon mit den Regeldetails weiter. Spielverlauf, Kampfmechanismen, Magie und schließlich noch über 20 Seiten für der Spielleiter. Neun Anhänge runden das Ganze noch ab, bevor man schließlich zum Einstiegsabenteuer gelangt, das einem das Heroen-System näher bringt.

    Alles in allem eine Runde Sache.

    Ein paar Dinge verdienen es, hervorgehoben zu werden. Bei all den vielen Seiten gibt es insgesamt fünfzehn Kurzregeln, die einem die Regeln übersichtlich darlegen. Ein Segen, wenn man noch nicht sehr firm ist und selbst für alte Rollenspielhasen eine sehr nützliche Idee.

    Die Gestaltung ist angenehm schlicht und erinnert an die Zeiten, zu denen selbst die Platzhirsche unter den Rollenspielen noch mit einfachen schwarz-weiß Illustrationen ausgekommen sind. Die gesamte Optik unterstreicht dadurch das Feeling, einer historisch anmutenden Heldensage beizuwohnen.

    Eine weitere sehr gute Idee ist die Erwähnung des sogenannten Gruppenvertrags. Eine Praxis, die oft in Spielrunden ausgeübt, aber noch nie so gut erklärt wurde.

    Das ganze System fußt auf die Benutzung des haushaltsüblichen, sechsseitigen Würfels - auch gerne als W6 abgekürzt – und verlangt dadurch keine besonderen Kenntnisse über wundersame Würfel mit unzähligen Seiten, wie sie gerne auch in anderen Systemen benutzt werden.

    Das macht Heroen sehr einsteigerfreundlich.

    Überhaupt ist das System zwar komplex, aber dennoch leicht verständlich und damit auch familientauglich. Der gemeinsamen Abenteurerrunde im Kreise der Familie steht hier nichts im Wege.

    Allerdings ist doch eine Kleinigkeit etwas negativ aufgefallen. Das betrifft aber lediglich die Anordnung der Regeln. Wird im vierten Kapitel der Spielverlauf erklärt, zu dem auch die Würfelmechanismen und das Thema »Schaden« gehören, erhält der Kampf danach ein eigenes Kapitel.

    Im Grundsatz ist das in Ordnung, doch wäre es irgendwie naheliegender, das gesamte Thema »Schaden« erst nach den Kampfregeln aufzuführen. So stehen diese beiden, doch sehr eng miteinander verbundenen Themen jeweils für sich allein.

    Dieselbe Trennung erfahren dann logischerweise auch die Kurzregeln. Das ist aber nur ein kleines Manko, das lediglich etwas an dem sonst sehr gut ausgearbeiteten Rollenspielwerk rüttelt.

    Zu empfehlen ist hier auch ein Besuch auf der Homepage der Entwickler. Denn unter der Seite http://www.heroen.gerwinski.de findet man nicht nur weitere Informationen, sondern auch die Downloadlinks für die wichtigsten Helfer für dieses Rollenspiel. Die Kurzregeln und den Charakterbogen.

    Wer ein klassisches und trotzdem unverbrauchtes Setting sucht, sich eher auf Storytelling, statt auf Monsterzerhacken konzentrieren möchte, dem sei ein Blick in Heroen angeraten.

    Wie anfangs erwähnt, steckt hier viel Liebe im Detail.

    Pathfinder - 2. Edition

    von Peter R. Krüger

    Das älteste Rollenspielsystem der Welt ist Dungeons & Dragons. Vielen Rollenspielern bekannt und mittlerweile in der 5. Edition auf dem Markt. Im Jahr 2009 veröffentlichte die Firma Paizo auf Grundlage der Open Game License des Dungeons & Dragons Regelwerks ihr eigenes Spielsystem namens Pathfinder, welches in den USA bereits 2019 eine Überarbeitung erhielt und seit 2020 auch in Deutschland in der 2. Edition verfügbar ist.

    Soviel zur Einleitung in die Hintergründe der Entstehung dieses Rollenspielsystems. Natürlich gäbe es hier noch viel mehr zu schreiben, doch für diese Rezension soll es damit genügen.

    Pathfinder hat es seit seiner Entstehung geschafft, eine sehr breite Fangemeinde anzusprechen. Das mag nicht zuletzt an der Nähe zu Dungeons & Dragons und den durchaus beliebten Regelmechanismen liegen, doch ist die Spielwelt Golarion hier mit Sicherheit ebenfalls eine treibende Kraft hinter der Beliebtheit. Obwohl hier auch übliche Fantasyklischees bedient werden, entwickelte sich die Spielwelt immer weiter und hat damit eine Eigenständigkeit erreicht, die den Vergessenen Reichen, Aventurien, oder anderen Spielwelten in nichts nachsteht.

    Für diese Rezension liegen drei Werke vor, die hier nacheinander vorgestellt werden. Zum einen handelt es sich hier um das Grundregelwerk, dann das Abenteuer Der Untergang von Peststein und abschließend das Spielleiterhandbuch.

    Das Grundregelwerk

    Auf den ersten Seiten nach dem Inhaltsverzeichnis werden die Grundlagen des Pathfinder Rollenspielsystems verständlich dargestellt und auch mit einem Spielbeispiel erklärt. Sehr angenehm ist, dass in diesem Regelbuch des Öfteren Randbemerkungen das Nachschlagen und Finden wichtiger Schlüsselelemente erleichtern.

    Gleich nach der Einführung erhält man einen guten Überblick über die spielbaren Völker und Klassen, so dass man hier bereits eine erste Richtung einschlagen kann, welche Art von Charakter man gerne spielen möchte. Die Charaktererstellung folgt dann in 10 Schritten.

    Die Charaktererstellung

    Angefangen mit dem Charakterkonzept begleitet das Buch die Charaktererschaffung Schritt für Schritt. Ob Attribute, Abstammung, Hintergrund oder Klassen. Alles wird gut beschrieben, so dass selbst Anfänger hier regelrecht an die Hand genommen werden, um sich ihren Wunschcharakter erstellen zu können. Weiter ins Detail geht es mit den nächsten Schritten, in denen dann die Attributswerte und Klassendetails festgelegt, der Charakter schließlich ausgerüstet und die Spielwerte modifiziert werden, bis zum Abschluss die letzten Charakterdetails, wie beispielsweise die Gesinnung zum tragen kommen.

    Das Ganze erfordert gerade für Neueinsteiger einiges an Zeit. Deshalb ist der erste Schritt – das Erstellen eines Konzepts – auch besonders wichtig, um in allen weiteren Schritten den Charakter nach seinen Vorstellungen erschaffen zu können. Zwei bis drei Stunden sollte man aber schon für die Erschaffung einplanen. Wenn man bereits Erfahrungen mit Rollenspielen hat, kann es schneller gehen.

    Rund die Hälfte des über 600 Seiten starken Grundregelwerks befasst sich mit der Charaktererschaffung, deren Ausrüstung und natürlich auch mit Zaubern und ähnlichem. Was immer die Charaktere benötigen.

    Golarion und mehr

    Kapitel 8 gibt dann einen interessanten Überblick über die Spielwelt. Von den Sagalanden im Norden, über die Hohe See, Alt-Cheliax und weitere Länder bis hin zu den unfassbaren Ländern im Süden wird Golarion hier auf 26 Seiten beschrieben, ehe sich danach die Spielregeln im nächsten Kapitel anschließen. Das Prinzip ist erfreulich einfach gehalten und ermöglicht es, die Grundlagen schnell zu erlernen. Grundsätzlich lässt sich zusammenfassen, dass ein Würfelwurf stets gegen einen Schwierigkeitsgrad abgelegt werden muss, dessen Ergebnis zu erreichen oder zu übertreffen ist. Dazu werden dann noch eventuelle Boni oder Mali gerechnet, um das Ergebnis zu ermitteln. So weit, so einfach und in dieser Hinsicht ähnelt das Pathfinder System der 2. Edition noch immer dem Grundsatz der Regeln für Dungeons & Dragons, auch, wenn es mittlerweile einige Unterschiede gibt. Natürlich ist das längst nicht alles, aber als Grundlage erstmal gut zu wissen, damit einen die 40 Seiten Regeln nicht erdrücken. Hier werden dann nämlich noch weitere Besonderheiten erklärt, die im Laufe des Spiels an Bedeutung gewinnen. Aufgrund dessen, dass Rollenspiele den Spielern auch komplexe Aktionen ermöglichen sollen, ist es auch notwendig, viele besondere Situationen regeltechnisch festzuhalten. Dazu gehören beispielsweise Regeln zu Schaden, Effekte, Reichweite, Bewegung, Wahrnehmung und noch einiges mehr.

    Das Grundregelwerk erklärt alle diese Regeln verständlich und unterteilt die Themen durch Absätze und gesonderte Überschriften, so dass es während einer Spielsitzung in den meisten Fällen recht schnell möglich sein sollte, eine wichtige Regel nachzuschlagen, sofern dies notwendig wird.

    Der Spielleiter

    Reine Spieler sollten nicht über das 9. Kapitel hinaus lesen. Denn mit Kapitel 10 beginnt der Bereich, der dem Spielleiter vorbehalten ist. Hier verbergen sich Themen für die Kampagnenvorbereitung, Abenteuerumgebung, Begegnungen und allerlei Tipps und Hinweise für den Spielleiter, um das richtige Handwerkzeug für das erfolgreiche Leiten einer Spielrunde an die Hand zu bekommen. Zum Abschluss enthält dieses Buch noch eine Fülle an besonderen Gegenständen, die in der Spielwelt Golarion auftauchen können. Entweder als Abenteuerbelohnung, Questziel, oder einfach als käuflich zu erwerbender Gegenstand.

    Mit diesem Regelwerk haben Spieler und Spielleiter ersteinmal alle Werkzeuge in der Hand, um Charaktere zu erschaffen und die Umgebung der Spielwelt Golarion zu erkunden. Alles, bis auf ein paar Gegner und ein erstes Abenteuer.

    Der Untergang von Peststein – ein Einstiegsabenteuer

    Versierte Spieler und Spielleiter, die bereits Pathfinder kennen, wissen, dass es Monster und Kreaturen in einem gesonderten Regelwerk gibt. Preislich liegt dieses Regelwerk aber auf dem gleichen Niveau wie das Grundregelwerk, was für Neueinsteiger vielleicht eine Hemmschwelle bei den Kosten bedeutet. Was macht man also, wenn man dennoch das System ausprobieren, aber nicht gleich in die Vollen gehen möchte?

    Hier bietet sich das Einstiegsabenteuer Der Untergang von Peststein an. Preislich ist das knapp 70 Seiten starke Werk weitaus günstiger, als ein Monsterkompendium, bietet darüber hinaus aber nicht einfach nur ein paar Gegner, sondern auch gleich ein erstes Abenteuer, um die Regeln kennenzulernen.

    Worum geht es?

    Im Dorf Etranstor, auch »Peststein« genannt, geschehen mysteriöse Dinge, die die Anwohner das Leben kosten könnte. Die Heldengruppe ist angehalten, den seltsamen Vorgängen nachzugehen und ein

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