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Die 95 Thesen Martin Luthers - Wahrheit oder Dichtung?: inkl. der 95 Thesen Luthers und der Confessio Augustana

Die 95 Thesen Martin Luthers - Wahrheit oder Dichtung?: inkl. der 95 Thesen Luthers und der Confessio Augustana

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Die 95 Thesen Martin Luthers - Wahrheit oder Dichtung?: inkl. der 95 Thesen Luthers und der Confessio Augustana

Länge:
45 Seiten
31 Minuten
Freigegeben:
6. Juni 2011
ISBN:
9783940621887
Format:
Buch

Beschreibung

Als unverbürgte Erzählungen entbehren Legenden nur all zu oft der Wahrheit. Jedoch, sind es nicht gerade Legenden, die eine Geschichte erst interessant, spannend und erzählbar machen? Mit fortschreitender, wissenschaftlicher Forschung wird vieles entmystifiziert und entzaubert, was zuvor noch so "verblümt" und aufregend dargeboten werden konnte. So geschehen mit dem Thesenanschlag Martin Luthers von 1517. Es war der bedeutende katholische Kirchenhistoriker und Lutherforscher Erwin Iserloh, der 1961 den Thesenanschlag Martin Luthers an die Tür der Schlosskirche Wittenbergs, also die Versinnbildlichung des reformatorischen Gedankens, in das Jenseits beförderte. In seinem 1966 erschienenen Buch "Luther zwischen Reform und Reformation. Der Thesenanschlag fand nicht statt" publizierte er seine These.
Marc Schnurbus geht dieser These nach und präsentiert die 95 Thesen im historischen Kontext. Die Ausgabe wird ergänzt durch die Original-Quellentexte 95 Thesen Luthers und der Confessio Augustana.
Freigegeben:
6. Juni 2011
ISBN:
9783940621887
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Die 95 Thesen Martin Luthers - Wahrheit oder Dichtung? - Marc Schnurbus

Literatur

Einleitung

Als unverbürgte Erzählungen entbehren Legenden nur all zu oft der Wahrheit. Jedoch, sind es nicht gerade Legenden, die eine Geschichte erst interessant, spannend und erzählbar machen? Mit fortschreitender, wissenschaftlicher Forschung wird vieles entmystifiziert und entzaubert, was zuvor noch so „verblümt und aufregend dargeboten werden konnte. So geschehen mit dem Thesenanschlag Martin Luthers von 1517. Es war der bedeutende katholische Kirchenhistoriker und Lutherforscher Erwin Iserloh, der 1961 den Thesenanschlag Martin Luthers an die Tür der Schlosskirche Wittenbergs, also die Versinnbildlichung des reformatorischen Gedankens, in das Jenseits beförderte. In seinem 1966 erschienenen Buch „Luther zwischen Reform und Reformation. Der Thesenanschlag fand nicht statt publizierte er seine These.¹ Iserloh zweifelte grundsätzlich an, dass es sich bei dem Thesenanschlag um ein historisches Ereignis handelt. Zumindest hielt er die Quellen, die bislang immer als Bürgen für dieses Ereignis genommen wurden, für nicht glaubwürdig, stammen doch, so Iserloh, die ersten Beschreibungen des Thesenanschlags von Philipp Melanchthon, der 1517 noch gar nicht in Wittenberg zu gegen war, da er erst 1518 als Professor an die Wittenberger Universität berufen wurde. Auf Melanchthon stützen sich alle, die meinen, dass es den Thesenanschlag Luthers gegen haben soll. Luther selbst hat den Thesenanschlag in seinen Schriften nie erwähnt. Auch eine 2006 gefundene Notiz, in der Luthers Sekretär Georg Rörer 1540 den Thesenanschlag Luthers erwähnt, kann die Zweifel nicht völlig aus dem Weg räumen. Denn es gilt als unwahrscheinlich, dass auch Rörer Augenzeuge des angeblichen Thesenanschlages war. Vielmehr scheinen alle, die von dem Thesenanschlag wissen wollten, immer nur im Nachhinein berichtet zu haben. Dass der Thesenanschlag lediglich eine wirkungsmächtige Metapher, sozusagen ein funktionierendes PR-Bild der Reformatoren war, ist also bis heute nicht unwahrscheinlich. Der Anschlag der Thesen wäre auch vollkommen kontraproduktiv gewesen, da Luther Missstände in der Kirche abändern wollte, und ihm nichts ferner lag, als eine Spaltung der Kirche. Historisch steht nur fest, dass Luther am 31.Oktober 1517 Briefe, denen er seine 95 Thesen beilegte, an seinen Vorgesetzten, den Erzbischof von Mainz und Magdeburg, Albrecht von Brandenburg schrieb und sich gegen den von der Geistlichkeit praktizierten Ablasshandel aussprach.

Martin Luther und der Sündenerlass

Der am 10. November 1483 als Sohn des Bergbauern Hans Luder und seiner Frau Margarete in Eisleben geborene Martin Luther wandte sich mit seinen 95 Thesen gegen Missbräuche beim Ablass, insbesondere gegen den geschäftsmäßigen Handel mit Ablassbriefen.² Wie gequält musste der Geist Luthers gewesen sein, in einer Zeit, wo den Menschen nichts mehr bewegte, als die Frage, wie der Mensch nur in seiner Unvollkommenheit vor Gott bestehen könne, um vor Gott zu gefallen? Die katholische Kirche nutzte diesen unbeirrbaren Volksglauben, die Furcht vor Verdammnis und dem Schmoren in der Hölle schamlos

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