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Napoleons gefährlichster Verbündeter: Das geheimnisvolle Leben des Joseph Fouché

Napoleons gefährlichster Verbündeter: Das geheimnisvolle Leben des Joseph Fouché

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Napoleons gefährlichster Verbündeter: Das geheimnisvolle Leben des Joseph Fouché

Länge:
60 Seiten
45 Minuten
Freigegeben:
Oct 22, 2013
ISBN:
9783864081606
Format:
Buch

Beschreibung

"Er ist doch der Gerissenste von allen!", meinte Napoleon lachend, als er von dem neuesten Streich seines ehemaligen Polizeiministers Joseph Fouché (1759 - 1820) erfuhr. Der war gerade erst durch eine Mischung aus Kaltschnäuzigkeit und Komödie seiner Verhaftung durch den neuen Polizeiminister des Königs entgangen. Wer war diese ominöse Fouché?
Der geheime zweite Mann im französischen Kaiserreich - das war der oft vergessene Polizeiminister Joseph Fouché. Er agierte im Schatten und wollte nie ins Licht der Öffentlichkeit vorrücken. Ihm reichte es zu wissen, welche Macht er in Händen hielt. Offizielle, pompöse, gar triumphale Machtbekundungen waren ihm zuwider. So schaffte er es, all die Wirren der Französischen Revolution, des Kaiserreichs und der wiedererstarkten Bourbonen-Monarchie zu überstehen. Tatsächlich überlebte er diese aufregenden Zeiten nicht nur, sondern ging am Ende auch als mächtiger Strippenzieher, gemachter Mann und Millionär daraus hervor.
Wie aus einem kränklichen Kaufmannssohn, der ein kärgliches Leben als Mathematiklehrer in der Provinz fristete, erst ein Senator der jungen französischen Republik, dann ein Minister des Kaiserreichs und schließlich ein unvorstellbar reicher Herzog werden konnte und welche ungeheure Macht dieses Chamäleon der Politik in seinen Händen zu bündeln vermochte, zeichnet diese prägnante Biografie eindrucksvoll und mit hoher erzählerischer Qualität nach.
Freigegeben:
Oct 22, 2013
ISBN:
9783864081606
Format:
Buch

Über den Autor


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Napoleons gefährlichster Verbündeter - Hans Philipp Offenhaus

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1. Einleitung

Napoleon prägte eine ganze Generation, vielleicht sogar ein ganzes Jahrhundert, doch war er wirklich das allein stehende Genie? Gab es nicht auch andere Menschen in seinem Umfeld, die zwar von seinem Glanz oberflächlich überstrahlt wurden, tatsächlich aber bald ebenso mächtig und genial waren. Der geheime zweite Mann im französischen Kaiserreich² war der oft vergessene Polizeiminister Joseph Fouché. Er agierte im Schatten und wollte nie ins Licht der Öffentlichkeit vorrücken. Ihm reichte es zu wissen, welche Macht er in Händen hielt. Offizielle, pompöse, gar triumphale Machtbekundungen waren ihm zuwider.

So schaffte er es, all die Wirren der Französischen Revolution, des Kaiserreichs und der wiedererstarkten Bourbonen-Monarchie zu überstehen. Tatsächlich überlebte er diese aufregenden Zeiten nicht nur sondern ging am Ende auch als Millionär daraus hervor.

Wie aus einem kränklichen Kaufmannssohn, der ein kärgliches Leben als Mathematiklehrer in der Provinz fristete, erst ein Senator der jungen französischen Republik, dann ein Minister des Kaiserreichs und schließlich ein unvorstellbar reicher Herzog werden konnte und welche ungeheure Macht dieses Chamäleon der Politik in seinen Händen zu bündeln vermochte, zeichnet diese Biografie nach.

²      Am 2. Dezember 1804 krönte sich Napoleon selbst zum Kaiser der Franzosen und begründete so, das bis zu seiner Abdankung am 12. April 1814 bestehende erste französische Kaiserreich.

2. Ein kränklicher Lehrer aus der Provinz wird zum Vollblutpolitiker

Schon in jungen Jahren stellte sich Joseph Fouché für seine Eltern als Enttäuschung heraus. Als ältester noch lebender Sohn einer Familie von Kaufleuten und Seefahrern, ansässig in der Gegend um die Hafenstadt Nantes, sollte er, wie zu jener Zeit allgemein üblich, das elterliche Geschäft übernehmen. Doch dieser große, dünne und ausnehmend hässliche Junge war für keinerlei körperliche Arbeit geschaffen. Ganz besonders das Seefahrerhandwerk lag ihm überhaupt nicht. Kaum auf See litt er schon unter der Seekrankheit, was weite Handelsreisen ausschloss. Einem bürgerlichen Sohn standen in der Spätphase des Ancien Régime³ aber nur wenige Türen offen, wenn er nicht in die väterlichen Fußstapfen treten konnte oder wollte. Eine militärische Laufbahn schloss sich nicht nur aufgrund seiner körperlichen Konstitution sondern auch aufgrund der praktisch nicht vorhandenen Aufstiegsmöglichkeiten für Nichtadelige aus.

So blieb ihm nur die Kirche. Hier konnte man über Standesgrenzen hinweg Karriere machen, vorausgesetzt man war dazu bereit, sich ganz und gar der Mutterkirche zu verschreiben. Ein so intelligenter und vor allem arbeitsamer junger Mann wie Joseph Fouché hätte es weit bringen könne. Doch er konnte sich nicht dazu durchringen, den letzten Schritt zu gehen, das Gelübde abzulegen und sich weihen zu lassen. Grund dafür war aber keinesfalls eine ausgeprägte Libido, die ihn vor einem abstinenten Leben hätte zurück schrecken lassen. Er lebte auch ohne Weihe über zehn Jahre lang in mönchischer Askese zwischen engen Klostermauern und brachte seinen Schülern die Geheimnisse von Mathematik und Physik näher. Der Grund für seine Weigerung, den letzten Schritt zu gehen, lag tief in seinem inneren Naturell verborgen. Fouché konnte und wollte sich einfach niemals festlegen. Sein Leben lang ließ er sich immer auch andere Wege offen. Immer hatte er einen Fuß in der Tür seiner momentanen Gegner, um zu gegebener Zeit die Seiten zu wechseln.

Die langen, teils einsamen Jahre hinter Klostermauern, waren für Fouché aber keine verlorene Zeit, in der er weltfremd vor sich hin studierte. Vielmehr lernte er hier alles, was er für sein späteres Leben als Politiker brauchte. Im Kloster war er auf sich selbst zurückgeworfen und lernte, seine eigene Gesellschaft wertzuschätzen. Er brauchte niemanden um sich, wenn er nur Arbeit hatte, und arbeiten konnte er schnell, zielstrebig und effektiv. Viel wichtiger als seine Arbeitsethik war aber, dass er die anderen Menschen zu lesen lernte, während es ihm gleichzeitig gelang, die eigenen Gefühle vollkommen vor der Außenwelt zu verbergen. In den acht Jahren zwischen 1782 und 1790 wechselte er ganze fünf Mal die Lehrstätte und damit den Wohnort und auch das streng

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