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Die Wasserkur bei Übergewicht, Depression und Krebs

Die Wasserkur bei Übergewicht, Depression und Krebs

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Die Wasserkur bei Übergewicht, Depression und Krebs

Länge:
275 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Nov. 2013
ISBN:
9783954840441
Format:
Buch

Beschreibung

Was haben Übergewicht, Depression und Krebs mit Wassermangel zu tun? Wenn wir zu wenig Wasser trinken, führt das schrittweise zu einer Änderung der Fettzusammensetzung im Körper. Dieser Vorgang kann Auslöser für die Entwicklung vieler Gesundheitsprobleme sein.
Angesichts der Tatsache, dass herkömmliche Therapien alleine oft erfolglos bleiben, tritt Dr. Batmanghelidj engagiert dafür ein, dass die Medizin die große Bedeutung des Wassers für die Gesundheit endlich angemessen berücksichtigt: Zur Normalisierung der krankhaften Stoffwechselprozesse ist es unerlässlich, ausreichend Wasser zu trinken. Diese Wasserkur, die von innen wirkt, ist ein Beitrag, den die Betroffenen selbst zum Aktivieren ihrer Selbstheilungskräfte leisten können. Sie hat bereits vielen ernsthaft Erkrankten geholfen. Wassertrinken alleine genügt sicher nicht in jedem Fall, aber ohne ausreichende Wasserversorgung des Körpers kann auch keine andere Therapie wirklich helfen.
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Nov. 2013
ISBN:
9783954840441
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Die Wasserkur bei Übergewicht, Depression und Krebs - F Batmanghelidj

***

Teil I

Übergewicht

Kapitel 1

Übergewicht – direkte Folge chronischen Wassermangels

Wenn mir jemand zu Beginn meiner medizinischen Studien erzählt hätte, dass Übergewicht die Folge eines anhaltenden Wassermangels sei, hätte ich ihn gefragt, ob er verrückt sei. Heute würde ich erst noch einmal darüber nachdenken, ehe ich den Gedanken zurückwiese, dass die Angewohnheit, nicht regelmäßig Wasser zu trinken, zu überschüssigen Fettablagerungen im Körper bis hin zu einer Verformung des Körpers führen könnte. Ich werde Ihnen den Zusammenhang zwischen dem unbeabsichtigten Wassermangel und der schrittweisen Veränderung der Fettzusammensetzung im Körper erklären, diesen auslösenden Prozess für die Entwicklung einer ganzen Reihe anderer Gesundheitsprobleme. Einigen von Ihnen mag es merkwürdig erscheinen, wenn ich drei so verschiedene Erkrankungen in einem Buch bespreche. Sie werden überrascht sein, welch enge Beziehung zwischen Übergewicht und Depression sowie zwischen Depression und Krebs besteht. Deprimierte Menschen neigen dazu, zu viel zu essen, und Depression ist das Tor zur Krebsentstehung – daher bespreche ich diese Krankheiten in einem Buch.

Um mein Ziel zu erreichen, Ihnen die Hintergründe für Übergewicht, Krebs, Depression und damit in Zusammenhang stehende Krankheiten zu erhellen, muss ich weiter ausholen und die wichtigsten Prinzipien der Physiologie, ihre Anwendung auf den menschlichen Stoffwechsel und die allem übergeordnete Funktion des Gehirns in allen Aspekten des individuellen Lebens erklären. Ich hoffe, dass Sie die Geduld aufbringen werden, damit ich Ihnen Schritt für Schritt die Essenz meiner 24 Jahre währenden Forschung zu den Auswirkungen des Wassermangels im Körper und zu daraus folgenden Gesundheitsproblemen vorstellen kann – in diesem Fall Übergewicht, Depression und Krebs. Ich verspreche Ihnen, mein Bestes zu tun, damit dieses Buch für Sie lesenswert und glaubwürdig ist, trotz der vielen Anleihen an die komplizierte und traditionell durch ihre Fachsprache schwer verständliche Wissenschaft. Ich werde Ihnen positive Rückmeldungen von Menschen mitteilen, die unter diesen Gesundheitsproblemen litten und sich davon wieder erholten, nachdem sie Wassertrinken und eine angemessene Ernährung als natürliche Richtlinien gewählt hatten.

Ehe wir uns den Hauptthemen dieses Buches widmen, sollten Sie die Beziehung zwischen chronischem Wassermangel und Gewichtszunahme verstehen – aber auch die damit in Zusammenhang stehenden Komplikationen des Übergewichts und die zahlreichen Gesundheitsprobleme, von denen wir wissen, dass sie tödlich sind. Sie müssen die Tatsache verstehen lernen, dass die Komplikationen und Todesfälle, für die man normalerweise Übergewicht, Depression und Krebs verantwortlich macht, in Wirklichkeit durch anhaltenden unbeabsichtigten Wassermangel im Körper verursacht wurden.

Am 5. Mai 2003 berichtete die New York Times in ihrem Wissenschaftsteil ausführlich über einen in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlichten Artikel, in dem vor einem Zusammenhang zwischen verschiedenen Krebsarten und Übergewicht gewarnt wurde. Die Forscher hatten zwischen 1982 und 1998 rund 900 000 Frauen und Männer in einer Langzeitstudie beobachtet. Sie stellten fest, dass das Krebsrisiko proportional zum Übergewicht stieg.

In diesem Artikel heißt es, dass vielen Menschen zwar das durch Übergewicht erhöhte Risiko für Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes, Schlaganfälle, Erkrankungen der Gallenblase, Arthritis und andere schwere und manchmal tödliche Gesundheitsprobleme bekannt sei, dass diese Liste jetzt aber auch noch um verschiedenste Krebsarten ergänzt werden könne. Damit sind nicht mehr nur Brust- und Gebärmutterkrebs gemeint. Auch Dickdarm- und Mastdarmkrebs, Karzinome der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse, der Nieren, Gallenblase, Eierstöcke, Leber und Prostata sowie zahlreiche Myelome, Lymphome und weitere bösartige Tumore stehen mit Übergewicht in Verbindung. Wenn Sie dieses Buch zu Ende gelesen haben, werden Sie keinen Zweifel mehr daran hegen, dass eine Beziehung zwischen Übergewicht und Dehydration besteht. (Mit Dehydration meinen wir in diesem Buch Wassermangel, Austrocknung, Entwässerung des Körpers.) Da die Forschung von einem Zusammenhang zwischen Krebsentstehung im Körper und Übergewicht ausgeht, bin ich mir sicher, dass Sie wissen möchten, wie Wassermangel Krebs im Körper verursachen kann.

Die Antwort ist einfach. Wassermangel verursacht vielfältige Störungen in den normalen physiologischen Funktionen des Körpers, aus denen sich Krebs entwickeln kann.

Der Bericht der New York Times überraschte mich keineswegs. Diesen Zusammenhang hatte ich bereits 1987 als Gastredner auf einer internationalen Krebskonferenz dargestellt, als ich Schmerzen als eine Äußerungsform des chronischen Wassermangels identifizierte, der zu zahlreichen Krankheiten (einschließlich Krebs) führe. Ich werde die Physiologie, die zur Krebsbildung und Krankheitsentwicklung führt, im Kapitel über Wassermangel und Krebs beschreiben.

Warum lassen wir zu, dass durch Wassermangel Krankheiten entstehen?

Die Antwort ist einfach: Weil die wissenschaftlichen Grundlagen, auf denen die moderne Medizin beruht, auf zahlreichen falschen Annahmen aufgebaut wurde. Außerdem hat vor mir noch niemand diese Annahmen in Frage gestellt – trotz all der teuren Forschungsarbeiten zu den Krankheiten des Menschen in den letzten hundert Jahren. In den nächsten Abschnitten werden Sie entdecken, warum wir Mediziner Dehydration bisher nicht verstanden haben. In all diesen Jahren haben wir verschiedene Ausprägungen eines lokalen oder regionalen Wassermangels im Körper als diese oder jene Krankheit bezeichnet. Wir haben unsere zungenbrecherische Fachsprache erfunden, um Komplikationen des Wassermangels im Körper als neue Entdeckungen in der Medizin auszugeben, und forderten sofort mehr Geld, um diese Praxis noch auszubauen.

Was Sie in diesem Buch lesen werden, sind neue Ansätze in der modernen Medizin, die ich entwickelte, nachdem ich selbst durch eigene bittere Erfahrung die falschen „Etiketten" erkennen lernte. Meine Entdeckung ist ein medizinischer Durchbruch für die Wissenschaft der Physiologie. Sie wird die Medizin den Händen der pharmazeutischen Industrie entreißen. Ich habe die Fehler in den grundlegenden wissenschaftlichen Theorien erkannt, auf denen die gesamte Struktur der modernen Medizin errichtet wurde. In diesem Prozess wurden Millionen Menschen in Gefahr gebracht und erst recht krank gemacht, weil die Gesellschaft glaubte, wir Ärzte wüssten, was wir taten. Wir gefährdeten Menschen, weil wir übersahen, wie der menschliche Körper zeigt, dass er unter Wassermangel leidet, und die Pharmaindustrie konnte dank unserer Ignoranz viel Geld verdienen.

Wenn Sie an dieser Aussage Zweifel haben, so werden Sie sehen, dass folgende Schlagzeilen meine Aussagen bestätigen.

The Washington Post, 15.4.1998:

„Regulär verordnete Medikamente fordern hohen Tribut. Millionen Menschen von toxischen Reaktionen betroffen

Von Rick Weiss, Redakteur bei der Washington Post

Mehr als 2 Millionen Amerikaner werden jedes Jahr in Folge toxischer Reaktionen auf regulär verordnete und richtig eingenommene Medikamente schwer krank und 106 000 Menschen sterben an diesen Reaktionen, wie aus einer neuen Studie hervorgeht. Diese erstaunliche hohe Anzahl macht Arzneimittelnebenwirkungen mindestens zur sechsthäufigsten, wenn nicht vielleicht sogar zur vierthäufigsten Todesursache in diesem Land."

The Washington Post, 21.11.2003:

„Berichte des Institute of Medicine, das zur staatlichen National Academy of Sciences gehört, haben zwar keine gesetzgebende Wirkung, können jedoch sehr einflussreich sein. Nach Schätzungen in einem vor vier Jahren veröffentlichten Bericht sterben mindestens 44 000 US-Amerikaner – möglicherweise sogar bis zu 98 000 – jährlich an medizinischen Fehlern. Diese Veröffentlichung sorgte dafür, dass dieses Thema in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geriet, nachdem akademische Forscher dies schon seit Jahren versucht hatten. Der neue Bericht zur Patientensicherheit als neuer Standard der medizinischen Versorgung sollte der erste große Schritt zur Lösung der Probleme sein, die bereits in einem früheren Dokument dargestellt worden waren."

Wenn Sie die Zahlen in den beiden Artikeln addieren, sehen Sie, dass jährlich nicht weniger als 204 000 Menschen an der Einnahme von Medikamenten sterben und Millionen nach der Einnahme der verschriebenen Medikamente noch schwerer erkranken. Es handelt sich hier um sehr vorsichtige Schätzungen. Die Ironie dabei ist, dass die Pharmaindustrie genau weiß, dass ihre Medikamente in der Mehrzahl der Fälle keine Wirkung haben. Hier ist der Beweis. (The Independent ist eine sehr angesehene britische Zeitung.)

The Independent, 8.12.2003:

„Glaxo-Chef: Unsere Medikamente haben bei den meisten Patienten keine Wirkung

,Weitaus die meisten Medikamente – über 90 Prozent – wirken nur bei 30 bis 50 Prozent der Patienten‘, so Dr. Roses. Ich würde nicht sagen, dass die meisten Medikamente nicht wirksam sind. Ich würde sagen, die meisten Medikamente haben bei 30 bis 50 Prozent der Menschen eine Wirkung. Die Medikamente da draußen auf dem Markt haben schon eine Wirkung, aber eben nicht bei jedem."

Nachfolgend nenne ich Ihnen die beschämenden falschen wissenschaftlichen Schlussfolgerungen, für die nicht nur die Gesellschaft einen hohen Preis bezahlt hat, sondern die auch die Menschen dahingehend beeinflusst haben, dass sie hilflos der Pharmaindustrie folgen.

Irrtum Nr. 1

„Ein trockener Mund ist das einzige Anzeichen von Wassermangel."

In Wirklichkeit ist der „trockene Mund" kein Anzeichen, auf das man sich verlassen sollte. Der Körper kann unter erheblicher Austrocknung in seinen Zellen leiden, ohne dass der Mund trocken wird. Bei Austrocknung werden dem Inneren der Zellen des ausgetrockneten Gebiets 66 Prozent des Wassers entzogen, 26 Prozent werden der äußeren Umgebung der Zellen entzogen und nur 8 Prozent dem Blutkreislauf. Das Kapillarbett zieht sich an den so „entleerten" Stellen zusammen und korrigiert damit den Verlust von 8 Prozent. Die großen Blutgefäße sind nicht betroffen. Auch die Blutzusammensetzung wird nicht so stark messbar verändert, dass der Mangel offensichtlich wäre. Aus diesem Grund weisen routinemäßige Blutuntersuchungen bei den meisten symptomerzeugenden Zuständen von lokalem Wassermangel keine Abnormalität nach, obwohl der Patient sich so beeinträchtigt fühlt, dass er professionellen Rat sucht.

Einen weiteren Mechanismus, der den „trockenen Mund" vermeiden hilft, finden wir in den Speicheldrüsen. Damit immer ausreichend Speichel zum Kauen und Schlucken der Nahrung vorhanden ist, wird die Blutzufuhr zu den Speicheldrüsen erhöht, während der Rest des Körpers bereits unter Wassermangel zu leiden beginnt.

Ich möchte Ihnen zunächst einen wichtigen Aspekt der Dehydration erklären. Es gibt zwei verschiedene Arten von Wasser im Körper. Die eine ist an der Osmose beteiligt, also bereits mit der Durchführung verschiedener Funktionen beschäftigt. (Osmose = Übergang des Lösungsmittels, z.B. Wasser, einer Lösung in eine stärker konzentrierte Lösung durch eine feinporige Scheidewand oder Membran, die zwar für das Lösungsmittel, nicht aber für den darin gelösten Stoff durchlässig ist) Dieses Wasser ist nicht „frei", das heißt, es steht nicht für neue Aktivitäten zur Verfügung. Die zweite Wasserart ist nicht an der Osmose beteiligt. Dieses ist das freie Wasser, das für neue chemische Reaktionen und wichtige Körperfunktionen genutzt werden kann. So kann freies Wasser in das Innere der Zellen eindringen und Wassermangel beheben, ehe es zu permanenten Schäden kommen kann. Wenn ich von Dehydration oder Wassermangel spreche, bedeutet dies, dass der Körper nicht ausreichend freies Wasser zur Verfügung hat, um neue wasserabhängige Funktionen auszuführen. So hat beispielsweise ein Diabetiker, der 100 Kilogramm wiegt, reichlich Wasser in seinen Körpergeweben, aber im Zellinneren ist viel zu wenig freies Wasser. Der Anstieg des Blutzuckerspiegels trägt nicht nur dazu bei zu verhindern, dass gemeinsam mit dem Zucker, der in die Zellen gelangen sollte, auch Wasser hineingelangt, sondern trägt ganz im Gegenteil dazu bei, dass durch Osmose Wasser aus den Zellen gezogen wird. So entsteht die intrazelluläre Dehydration, der tödliche Vorgang bei Diabetes mellitus.

Die Farbe des Urins ist gegebenenfalls ein eindeutiger Hinweis auf Wassermangel. Wenn der Urin ständig hell und klar bis fast farblos ist, hat der Körper reichlich Wasser zur Verfügung und kann seine giftigen Abfallprodukte ohne größere Anstrengungen ausscheiden. Wird der Urin ohne äußeren Anlass gelb, so bedeutet dies, dass der Vorrat an freiem Wasser im Körper nach und nach zur Neige geht. (Die einzige Ausnahme von dieser Regel ist es, wenn sich der Urin aufgrund bestimmter Nahrungsmittel, deren Pigmente den Urin verfärben, dunkler färbt. Dies können Vitamine, Rote Beete, Kurkuma (Gelbwurz) und Ähnliches sein.) Die Nieren müssen dann härter arbeiten, damit sie die Giftstoffe aus dem Stoffwechsel ausscheiden können. Ist der Urin aber gar ständig orangefarben, dann lässt dies auf ernsthafte Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit starker Dehydration schließen. Diese Gesundheitsprobleme mögen noch nicht offensichtlich sein, werden sich aber früher oder später mehr als deutlich zeigen, möglicherweise als Angina pectoris, Schlaganfall oder plötzlicher Tod durch einen schweren Herzinfarkt.

Die Reserve an freiem Wasser im Körper kann nur dann aufrechterhalten werden, wenn dem Körper regelmäßig Wasser zugeführt wird, am besten als natürliches, reines Wasser. Industriell hergestellte Getränke bleiben nicht lange genug im Körper, um die gleichen Aufgaben wie freies Wasser zu erfüllen. Bei der Herstellung von Getränken werden dem Wasser hauptsächlich entwässernde Substanzen zugesetzt.

Unglücklicherweise hat die Macht der Werbung in Kombination mit der Sucht erzeugenden Wirkung einiger dieser Getränke dazu geführt, dass Kinder und Jugendliche verstärkt zu diesen Getränken greifen. Dazu trägt auch bei, dass die Verkaufspreise ganz offensichtlich zugunsten der Softdrinks gestaltet wurden. Das Ergebnis ist erschreckend. Viele Kinder und Jugendliche werden immer dicker und leiden bereits unter gesundheitlichen Komplikationen der Dehydration, noch bevor sie zehn Jahre alt sind. 60 Prozent der übergewichtigen Kinder zwischen fünf und zehn Jahren haben (in den USA) mindestens einen der Risikofaktoren einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Heute leiden sogar schon Fünfzehnjährige an Diabetes mellitus Typ II oder Bluthochdruck.

Ein ständiger Wassermangel im Zellinneren erzeugt schwere Symptome, bis hin zu lebensbedrohlichen Krisen, ohne dass der „trockene Mund als Anzeichen der Dehydration in Erscheinung tritt. Die moderne Medizin hat diese Symptome einer inneren örtlichen „Dürre falsch verstanden und als „Krankheiten" definiert.

Irrtum Nr. 2

„Wasser ist eine einfache inaktive Substanz, die verschiedene Stoffe löst, durch den Körper transportiert und Leerräume auffüllt. Wasser bewirkt keine eigenen chemischen Prozesse in der Körperphysiologie. Alle chemischen Reaktionen im Körper werden durch die Feststoffe vollzogen, die im Wasser gelöst sind."

Nein, Wasser ist keine einfache inaktive Substanz. Es ist eine der komplexesten Substanzen in der Natur. Es besteht aus zwei Gasen, Sauerstoff und Wasserstoff, hat jedoch eine flüssige Form. Bei 100 Grad Celsius wechselt es in den gasförmigen Zustand. Bei 4 Grad Celsius hat es die höchste Dichte und bei 0 Grad Celsius wechselt es in seine leichteste Zustandsform. Warum, glauben Sie, wird es (in Form von Eis) so leicht? Damit das Eis auf der Wasseroberfläche schwimmen kann und so das Leben unter Wasser weiterhin ermöglicht. Wenn Flüsse und Seen nicht nur an ihrer Oberfläche, sondern auch bis in die Tiefe zu Eis erstarrten, würde kein Lebewesen unter Wasser einen kalten Winter überstehen. Sie sehen also: Von Natur aus soll Wasser alles Leben unterstützen.

Wasser erfüllt zwei vorrangige Aufgaben im Körper. Erstens ist es lebenserhaltend: Es ist ein Lösungsmittel; ein Packmaterial, das alle Leeräume zwischen den Körperzellen auffüllt; ein Transportsystem im Blutkreislauf und in den mikroskopisch kleinen Bahnen in Nerven und Muskeln.

Die zweite, wesentlich wichtigere Aufgabe des Wassers ist die Tatsache, dass es Leben spendet oder Energie erzeugt. Wasser erzeugt Hydroelektrizität an den Zellmembranen. Durch seine Beteiligung am Abbau von Nahrung und an chemischen Reaktionen, also durch die so genannte Hydrolyse, wird bei diesen Funktionen Energie erzeugt. Die vielleicht lebenswichtigsten Funktionen von Wasser sind seine adhäsiven oder „klebrigen" Eigenschaften, durch die die festen Strukturen der Zellmembranen gebunden werden und das Leben in den Körperzellen geschützt wird.

Die moderne Medizin erkennt nur die lebenserhaltenden Funktionen von Wasser an. Daher ist chronischer Wassermangel, wird er nicht erkannt, letztlich lebensbedrohlich. Mit einer reduzierten Wasseraufnahme beschränken wir Lebensprozesse im Körper so lange, bis es zum Verfall kommt. Deshalb müssen Sie den Prozess, der Ihre Gesundheit und Ihr Leben ganz natürlich schützt, erkennen und verstehen. Erwarten Sie nicht, dass die Medikamente der Pharmaindustrie dies für Sie übernehmen. Alles, was Ihr Körper verlangt, ist Wasser – und zwar rechtzeitig.

Irrtum Nr. 3

„Der menschliche Körper kann die Wasserzufuhr im Laufe seines Lebens effizient regulieren."

Auch dies ist ein Irrtum. Mit zunehmendem Alter verlieren wir unser Durstgefühl und trinken zu wenig, bis die Zellen in vitalen Organen dörrpflaumenartig schrumpfen und ihre Vitalität verlieren. Sie müssen wissen, wie Wassermangel beginnt und wie er sich manifestiert, um verhindern zu können, dass dieser Prozess irreversibel wird. Wie tragisch der Irrtum ist, darauf zu warten, dass das Durstgefühl sich einstellt, sehen Sie daran, dass wir unser Durstgefühl mit dem Alter zunehmend verlieren.

Der Forscher P. A. Phillips und seine Kollegen (vgl. Einführung) haben gezeigt, dass ältere Menschen nach 24 Stunden Wasserentzug immer noch nicht erkannten, dass sie durstig waren: „Das wichtigste Ergebnis ist, dass trotz ihres offensichtlichen physiologischen Bedarfs die älteren Studienteilnehmer nicht besonders durstig waren." Mit anderen Worten, sie empfanden keinerlei Durst, trotz ihrer offensichtlich dehydrierten Körper.

Eine weitere Forschergruppe (Bruce und Kollegen) konnte nachweisen, dass sich zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr das Verhältnis zwischen der Wassermenge im Zellinneren und der Wassermenge in der Zellumgebung drastisch

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