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POETTSCHKES POST: Das E-Magazin 8/2021

POETTSCHKES POST: Das E-Magazin 8/2021

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POETTSCHKES POST: Das E-Magazin 8/2021

Länge:
296 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
May 2, 2021
ISBN:
9783748781622
Format:
Buch

Beschreibung

E D I T O R I A L : Nun war also wieder der 1. Mai 2021, der internationale Kampftag der Arbeiterklasse. Es ist nicht zu übersehen, dass, nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie, sich auch international die Situation der abhängig Beschäftigten zunehmend verschlechtert. Auch ein Rückschlag und eine Herausforderung für die Gewerkschaften. Die Unternehmerseite versucht zusehends, betriebliche Übereinkünfte zu umgehen; Tarifverträge auszuhebeln. Jenes geht einher mit einer zunehmenden Verelendung der Masse der werktätigen Bevölkerung. Sei es in der Pflege, im Einzelhandel oder bei den vielen Selbstständigen, welche ohnehin kaum einer Absicherung unterliegen. Zuverlässiges Kurzarbeitergeld und Coronahilfen sind ein Anfang, dem 'Arbeiterchaos' in Pandemiezeiten Einhalt zu gebieten. Der internationale Tag der Arbeit, teils online, teils mit live-Kundgebungen (coronakonform), soll ein Startschuss sein - für den kontinuierlichen Kampf für mehr Arbeitnehmerrechte, ja, für eine lebenswerte Zukunft in Arbeit - geliebt, gehasst, gebraucht - auch in den Kirchen ... THEMENWECHSEL: 99 Prozent der Corona-Infektionen vollziehen sich in geschlossenen Räumen. Insofern sind Ausgangssperren sinnlos; wäre es angebracht, unserer gebeutelten Ökonomie mit Veräußerungsmöglichkeiten an der frischen Luft unter die Arme zu greifen. Jetzt beginnt die warme Jahreszeit. Regelmäßige 'Bazare' im Freien - inklusive Gastronomie, Friseurbesuch etc. - scheinen angebracht zu sein. Selbstredend mit Maske und Abstand, so das möglich ist. In der kalten Jahreszeit könnte man beheizte Pavillons in die Fußgängerzonen stellen. Sofern diverse Händler sich den Außenverkauf nicht schon längst auf die Fahnen geschrieben haben. Alles, nur findig muss er sein, der Mensch. So wie in Großbritannien, kann dann, geimpft, geschniegelt und gebügelt wieder ein kühles Guiness auf der Terasse in der Gemeinschaft genossen werden. Risikoabwägung! Die Pandemie darf nicht uns bestimmen; wir müssen Corona zu bestimmen lernen ... THEMENWECHSEL: Es war nicht alles schlecht; was früher einmal gut war. Jenen Satz sollte sich jeder vor Augen führen, welcher heute aufs E-Bike umsteigt. Denn: Ist es denn nicht so, dass archaischer Minimalismus - in dem Fall die tretende Fahrbewegung durch Muskelkraft - der Gesundheit wie der Umwelt weitaus förderlicher ist, als ein akkubetriebener Tretroller, oder was auch immer? Nun könnte man einwenden, dass das Auto als Statussymbol ausgedient hat - und an seine Stelle ein hochtechnisierter Ersatz treten muss. Aber was heißt muss? Seit im Juni 1817 der erste Mensch in die Pedale trat, gab's keine Probleme mit der tretbaren Fortbewegung. Kein Anachronismus, aber man kann es mit der "wohlstandsbewährten Technisierung" auch übertreiben. Wobei sich dass E-Bike wohl durchsetzen wird!? THEMENWECHSEL: Wann, wenn nicht jetzt, ist es an der Zeit, unseren allgemeinen verschwenderischen Lebensstil, Glaubensfragen, von Grund auf zu ändern, ja, revidieren? Denn: Nach jedem epochal changierenden Ereignis, gab es erstmal einen grundlegenden Neuanfang - im positiven, wie im negativen Sinn. Sei es der zweite Weltkrieg; der Mauerfall oder der 11. Septemper 2001. Es geht auch in der umwälzenden Corona-Session einfach darum, die freigesetzten Energien positiv nutzbar zu machen. Man sieht es jeden Tag: Die Leute kommen auch international weg vom unbedingten Konsumstreben; leben nachhaltiger; Solidarität erhält einen höheren Stellenwert. Was von der Corona-Ära bleiben wird, sind auch in den Städten Werte wie Familie, Intimität, Zusammenhalt. Kurz: die Besinnung auf das Wesentliche - hoffentlich. Was nicht heißen soll, dass der Blick über den vielbesungenen Tellerrand außer Sichtweite gerät. Hierzu ist die Digitalisierung und internationale Vernetzung wohl schon zu weit fortgeschritten.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 2, 2021
ISBN:
9783748781622
Format:
Buch

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   SONNENSCHEIN

                          DES

                                LEBENS (...)

Jene Zeilen brachte der 56jährige Homer Gold zu Papier, als er mit seiner Geliebten Lissy splitterfasernackt auf dem Fußboden seines kleinen Appartements seinen Feierabendsex betrieb. Auf und nieder sanken die nackten Körper, auf und nieder, rein und wieder raus. Und in den kurzen atemlosen Pausen schrieb der Homer Gold nunmal seine Lyrik. Die Sonne stand schon tief über den Hamburger Backsteinhäusern im noblessen Villenvorort. Mancheiner mochte sich, auf seiner Terasse gammelnd, eine Marlboro nach der anderen quarzend, fühlen, wie die Katze auf dem heißen Blechdach; welche, sanft ihre Pfoten leckend, wachsamen Blickes nach der nächsten Beute Ausschau hielt.

Homer Gold war Rechtsverdreher, ein Jurist mit Leib und Seele. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, abgelehnten afrikanischen Asylbewerbern doch noch zu einer adäquaten Bleibe in der BRD zu verhelfen. Hierfür schlug des Homers Herz. Seine Kanzlei war GOLD & PARTNER. Und so war es nicht verw2underlich, dass Lissy seine afrikanische Geliebte war - inkludierter samtschwarzen Augen. Der Homer liebte auch den Sex zu dritt mit Lissys muskulösem, gestählten Amigo aus Sierra Leone. Sie waren beide mit einem Flüchtlingsboot übers Meer gekommen, von der Türkei dann über Griechenland quasi durch ganz Europa, zu Fuß. Die Seenotrettung hatte sie aus dem Wasser gefischt. Der Wind hatte sie praktisch in des Homer Golds Arme geweht. Liest du mir aus POETTSCHKES POST vor, meiner Lieblingszeitschrift?, fragte ER Lissy neckisch, denn er wusste, dass sie nicht so gut Deutsch verstand, geschweige denn lesen konnte. Doch: Lissy hatte trainiert, nicht nur körperlich, auch intellektuell. Sie war sehr ehrgeizig. Und so begann sie mit blitzenden Augen und Zähnen, POETTSCHKES POST zu rezitieren. Wie durch ein Wunder sprudelten die Worte, step by step, aus ihr heraus - sie waren noch immer nackt:

INTERNATIONALER TAG DER ARBEIT

(Foto: Pixabay)

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, zum Tag der Arbeit am 1. Mai:

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter erleben in diesem Jahr den zweiten 1. Mai im Zeichen der Pandemie. Weil die Arbeiterbewegung unter Opfern den 1. Mai als Tag der Arbeit erkämpft hat, ist es schwer, dass die gewohnten Veranstaltungen nur eingeschränkt stattfinden können. Wichtig ist deshalb, dass der DGB mit einer kleinen Kundgebung vor dem Brandenburger Tor trotzdem Flagge zeigt. Die Pandemie fordert uns im Arbeitsleben viel ab. Deswegen sind gerade jetzt Solidarität und Verantwortung von Politik und Sozialpartnern gefragt. Wir müssen nach Überwindung der Pandemie die Wirtschaft wieder ins Laufen bringen, Arbeitsplätze sichern und besonders die gewachsene Zahl Arbeitsloser wieder in Beschäftigung bringen. Gemeinsam müssen wir alles dafür tun, den sozialen Folgen und Schäden der Pandemie wirkungsvoll und nachhaltig zu begegnen."

Müller weiter: „Die Landesregierung stellt sich dieser Verantwortung. Im Vergleich hat sich die Wirtschaft unserer Stadt wie schon in der Finanzkrise als eher krisenresistent erwiesen. Auch weil wir seit langer Zeit den zukunftsgerichteten Weg der Kombination von Wissenschaft und Forschung auf der einen und Wirtschaft und Unternehmen auf der anderen Seite beschreiten."

Zu diesen Themen hat sich der Regierende Bürgermeister im Vorfeld des 1. Mai mit den Vorsitzenden des DGB und seiner Einzelgewerkschaften ausgetauscht. Wichtig war dabei die künftige Einbindung der Arbeitnehmervertretungen in die Prozesse zur Bekämpfung der Corona-Folgen.

Der Regierende Bürgermeister: „Solidarität ist Zukunft – dieses Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes unterstütze ich nicht nur vor dem Hintergrund der Pandemie voll und ganz. Allen voran die Gleichstellung im Arbeitsleben sowie die Wahrnehmung von Diversität und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Ankurbelung der Dualen Ausbildung bleiben wichtige Aufgaben."

WOHLSTAND

Der Tag der Arbeit steht aus Sicht des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, in diesem Jahr insbesondere im Zeichen einer europäisch ausgerichteten Beschäftigungspolitik sowie der bevorstehenden Europawahl am 26. Mai.

Müller: „Ich verbinde meine Unterstützung des diesjährigen Mottos des Deutschen Gewerkschaftsbundes ‚Europa. Jetzt aber richtig!‘ mit meinem ausdrücklichen Appell an alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und an alle Bürgerinnen und Bürger, an der Europawahl teilzunehmen. Die Stimmabgabe ist wichtig für Europa und die Europäische Union. Damit verbindet sich das Bekenntnis zu einem Europa der Solidarität und Arbeitnehmerrechte, wie es der DGB mit seinem Motto im Blick hat. Zudem setzen wir gemeinsam ein klares Zeichen gegen Nationalismus, Rassismus und Rechtspopulismus."

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Europa ist gerade für uns Berlinerinnen und Berliner unverzichtbar. Wir wissen, dass Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit harte Standortfaktoren für unseren überdurchschnittlich großen wirtschaftlichen Erfolg sind. Europa ist für uns als Friedensprojekt wichtig und als Garant für unseren Wohlstand in Zeiten der Globalisierung. Aber die EU muss noch mehr ein Europa fairer Löhne und fortschrittlicher sozialer Standards werden. Unser Europa bietet gute Arbeit statt Dumping-Löhnen, Tarifverträge und Mitbestimmung statt ungezügeltem globalen Kapitalismus. Wir wollen Wohlstand für alle in einem Europa der Solidarität."

Nationale Abschottung wie durch den bevorstehenden Brexit, so Müller weiter, sei im Zeitalter zunehmender Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche und der sich dadurch tiefgreifend verändernden Zukunft der Arbeitswelt ein Irrweg: „Der Wandel verlangt soziale Gestaltung. Wir müssen den Menschen Halt und soziale Sicherheit geben. Erst recht der digitale Kapitalismus kennt keine nationalen Grenzen mehr. Darum müssen wir über Grenzen hinweg faire Arbeitsbedingungen gewährleisten und Unternehmen für soziale Sicherheit und für die Infrastruktur in die Pflicht nehmen. Auch übernational agierende Firmen wie Amazon oder Google müssen Mitbestimmung und Sozialstandards garantieren und vor allem überall Steuern bezahlen. Auch diese Unternehmen müssen endlich faire Regeln und die Maßstäbe der sozialen Marktwirtschaft akzeptieren."

Mit Blick auf die Wirtschafts- und Arbeitsmarkpolitik der Landesregierung sagte Michael Müller: „Vollbeschäftigung ist ein realistisches Ziel, ich setze nach wie vor auf Arbeit und Wohlstand für alle. Der beste Weg dazu sind tarifgebundene und mitbestimmte Arbeit und gute Ausbildung für alle. Der jüngste Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst, der Verzicht auf sachgrundlose Befristungen und ein zukünftiger Landesmindestlohn in Höhe von mindestens 11,30 Euro zeigen, dass der Senat im Rahmen seiner Kompetenzen konkret handelt, um gute Arbeit für alle zu gewährleisten. Mit dem Konzept des Solidarischen Grundeinkommens gehen wir in Berlin unseren eigenen Weg, um Menschen schneller und fair bezahlt aus der Langzeitarbeitslosigkeit zu holen. Nur gute Arbeit bietet die Chance zu sozialer Teilhabe und schafft soziale Sicherheit."

Die gemeinsame Arbeit mit den Gewerkschaften für die Berliner Beschäftigten steht beim traditionellen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerempfang des Regierenden Bürgermeisters am Vorabend des Tags der Arbeit im Vordergrund. Michael Müller eröffnet den Empfang mit einem Grußwort (Wort-Bild-Termin, 30. April 2019, 18.00 Uhr, Festsaal/Wappensaal, Rotes Rathaus). Am 1. Mai nimmt der Regierende ab 10 Uhr an der Gewerkschaftsdemonstration zum 1. Mai teil und spricht ein Grußwort auf der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds zum Tag der Arbeit am Brandenburger Tor. Weitere Einzelheiten dazu finden Sie auf der Internetseite des DGB Berlin-Brandenburg https://berlin-brandenburg.dgb.de.

VOLKSSOLIDARITÄT

Anlässlich des diesjährigen Tags der Arbeit am 1. Mai erklärt die Präsidentin der Volkssolidarität Susanna Karawanskij:

"Wir haben in unserer über 75-jährigen Geschichte als Sozial- und Wohlfahrtsverband unter Beweis gestellt, in schwierigen Zeiten das Miteinander-Füreinander zu bewahren und für einander da zu sein. Diese Solidarität und die Fürsorge der Zivilgesellschaft sollen auch in Zukunft eine stabile Gemeinschaft ermöglichen. Denn ohne Solidarität und Gerechtigkeit gibt es keine blühende Wirtschaft mit guter Arbeit und Wohlstand.

Wir müssen uns vor allem an diesem 1. Mai fragen, welche Arbeitskräfte das Rückgrat der Gesellschaft sind. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, es sind vor allem die Menschen, die sich um andere kümmern und sich engagieren. Es sind gerade diejenigen, die besonders jetzt Menschen in sozialen und medizinischen Einrichtungen pflegen und die sich um die Jüngsten in Notbetreuungseinrichtungen kümmern. Sie sind trotz der persönlichen Gefahr den Menschen nahe.

Soziale Arbeit ist unstrittig systemrelevant. Aber die Verantwortung, die die Menschen in sozialen Berufen tragen, steht keineswegs auch in einem gerechten Verhältnis zu den Löhnen und der Anerkennung, die ihnen zukommen.

Die Volkssolidarität fordert deshalb: Die Anerkennung muss sich auf den Lohnkonten der Beschäftigten in den sozialen Berufen widerspiegeln, ohne jedoch zu Lasten der Betreuten oder ihrer Angehörigen zu gehen. Der Verband setzt sich für existenzsichernde Arbeit und ein angemessenes Erwerbseinkommen ein. In diesem Sinne muss der gesetzliche Mindestlohn so weiterentwickelt werden, dass in absehbarer Zeit für langjährig Vollzeitbeschäftigte eine strukturell armutsfeste Rente garantiert ist. Ferner gilt es, die Tarifbindung im gesamten Bundesgebiet zu stärken und somit dafür zu sorgen, dass mehr Beschäftigte als bisher von allgemeinverbindlichen Tarifverträgen profitieren. Der Tag der Arbeit 2021 in der Corona-Krise soll deshalb denen gelten, die derzeit für die Gemeinschaft alles geben."

Die Volkssolidarität fordert eine Politik für mehr soziale Gerechtigkeit, Umverteilung, Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West sowie die Sicherung einklagbarer Grundrechte für alle Menschen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren*innen und Menschen mit Behinderungen. Dafür steht die Volkssolidarität und dafür setzt sie sich auf Grundlage ihrer sozialpolitischen Positionen auf bundes- und länderpolitischer Ebene ein.

VBW

Anlässlich des internationalen Tags der Arbeit fordert die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Unternehmen in Zeiten von Corona-Pandemie und Transformation der Arbeitswelt zu entlasten. „Bereits zum zweiten Mal findet der 1. Mai unter dem Einfluss der Pandemie statt. Viele Unternehmen stehen durch Corona gerade mit dem Rücken zur Wand, müssen aber gleichzeitig ihre Zukunftsfähigkeit in einer stark gewandelten Arbeitswelt unter Beweis stellen. Was wir jetzt brauchen, sind Flexibilisierungen und eine Entlastung bei Bürokratie und Kosten", erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Vor diesem Hintergrund warnt die vbw vor der geplanten Beschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse durch die Bundesregierung: „Der Vorschlag aus dem Bundesarbeitsministerium kommt völlig zur Unzeit. Befristungen erleichtern Einstellungen, wenn der Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften im Betrieb zeitlich begrenzt oder aus wirtschaftlichen Gründen unsicher ist. Gesetzliche Regelungen wie Elternzeit, Pflegezeit und zuletzt die Brückenteilzeit haben die Notwendigkeit von Befristungen weiter erhöht", so Brossardt.

Die vbw fordert zudem eine Arbeitswelt 4.0 analog zur Industrie 4.0. Dazu Brossardt: „Die derzeitigen gesetzlichen Arbeitsbedingungen wurden für Präsenzarbeit ausgelegt. In einer flexibilisierten und stark digitalisierten Arbeitswelt müssen wir weg von einer Höchststundenanzahl pro Tag hin zu einer Wochenarbeitszeit. Nur so lassen sich Arbeit und Familie auch in einer stark gewandelten Arbeitswelt verbinden."

SPD

„Selbst Aktiv", die Arbeitsgemeinschaft behinderter Menschen in der SPD, fordert am 1. Mai, sich verstärkt den Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten behinderter Menschen zu widmen.

Gerade die neuen arbeitsmarktpolitischen Initiativen der SPD zu Arbeit und Qualifizierung sind hervorragend geeignet, uns Menschen mit Behinderungen verstärkt Teil der Arbeitsgesellschaft werden zu lassen.

Begrenzte Qualifizierungsmöglichkeiten, begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten, begrenzte Übergänge von der Werkstatt für behinderte Menschen zum allgemeinen Arbeitsmarkt, sind immer noch Alltag und müssen gemeinsam durch Qualifizierung und Abbau von Vorurteilen durchbrochen werden, so Karl Finke. Bei derzeit ständig sinkender Arbeitslosigkeit liegt die Quote für behinderte Menschen mit 13,4 % regelmäßig um 50-60 % oberhalb der allgemeinen Arbeitslosigkeit. Dies unterstreicht den Handlungsbedarf.. Wenn nicht jetzt, wann dann?

In Zeiten der Hochkonjunktur gilt es, Menschen mit Behinderungen Aufstiegsmöglichkeiten im Beruf und Einstiegsmöglichkeiten durch Qualifizierungsmaßnahmen von der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu gewährleisten. Arbeit und Qualifizierung, mit dem Willen behinderter Menschen zur gesellschaftlichen Teilhabe zu verwirklichen, ist Kern einer Gesellschaft, die sich an Gerechtigkeit und sozialer Teilhabe orientiert, so Karl Finke.

DIE LINKE

Die Vorsitzenden der Partei DIE LINKE, Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler, fordern anlässlich des Tages der Arbeit 2021, die Gehälter der Helden der Krise deutlich anzuheben und den Arbeitsschutz umfassend zu stärken.

Janine Wissler begründet die Forderung nach mehr Gehalt: "Gerade in der Corona-Krise haben Menschen mit kleinem Gehalt großes geleistet. Es waren und sind die Pflegekräfte, die Beschäftigten im Einzelhandel, in den Lieferdiensten, im Nahverkehr, an den Schulen und Kitas, die den Laden unter hohem persönlichem Einsatz und mit erheblichem Risiko für die eigene Gesundheit am Laufen gehalten haben.

Das Gefühl von Anerkennung, dass sich mit dem Beifall im vergangenen Frühjahr eingestellt hatte, ist schnell wieder verflogen, nachdem deutlich wurde, dass dem Beifall und den warmen Worten keine praktischen Konsequenzen folgen würden. Noch immer werden gerade die ‚Helden der Krise' viel zu schlecht bezahlt. Die Untätigkeit der Verantwortlichen ist beschämend. Als Linke sagen wir klar: Danke heißt mehr Gehalt!

Dazu gehört auch, dass der Mindestlohn endlich so weit angehoben wird, dass kein Mensch, der ein langes Erwerbsleben in Vollzeit leistet, am Ende in Altersarmut endet. 13 Euro sind dafür im Moment nötig, alles darunter sind Armutslöhne. Armutslöhne sind eine Missachtung der Beschäftigten und ihrer Arbeit. Es wird so getan, als sei die hier geleistet Arbeit es nicht wert, dass man davon normal leben kann. Tatsächlich ist es aber doch so, dass hier die Arbeitgeber die Schwäche der wenig organisierten prekär Beschäftigten ausnutzen um sie als billige Arbeitskräfte auszubeuten. Dagegen fordern wir die Anhebung des Mindestlohns auf 13 Euro und eine Stärkung von Tarifverträgen, unter anderem mit leichterer Allgemeinverbindlichkeitserklärung.

Bei der Schaffung prekärer Arbeit leistet die Bundesregierung Beihilfe, wenn sie die Krankenversicherungspflicht für Saisonkräfte wieder aufweicht. Was tut die Bundesregierung? SPD und Union beschließen, sie dass sie statt 70 Tagen jetzt 102 Tage ohne Krankenversicherung ausgebeutet werden dürfen.

Zu guter Arbeit gehört auch, körperliche und seelische Überlastungen der Beschäftigten zu vermeiden. In der Pandemie wird diese Regel bei den Beschäftigen in Pflegeheimen und Krankenhäusern tausendfach gebrochen. Warme Worte und Einmalzahlungen sind dafür kein Ausgleich. Notwendig ist eine zügige Aufstockung des Personals. Das ist der einzige wirksame Weg, um Erschöpfung, burn out und letztlich dem Ausstieg aus dem Beruf zu begegnen.

In diesem Sinne fordern wir unsere Mitglieder auf, sich an den Aktivitäten zum 1. Mai zu beteiligen, denn - wie es im Aufruf des DGB heißt: Solidarität ist Zukunft!"

Susanne Hennig-Wellsow erläutert die Forderung nach besserem Arbeitsschutz: "Arbeitsschutz gehört zur materiellen Garantie jenes »Respekts« für die systemrelevanten Tätigkeiten, von dem immerzu die Rede ist, der aber tagtäglich und millionenfach verweht wird.

Im vergangenen Jahr starben in Deutschland 397 Menschen in Folge eines Arbeitsunfalls. Über 760.000 Menschen erlitten eine Verletzung. Unter den Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit nehmen solche, die in Zusammenhang mit einer COVID-19 stehen deutlich zu.

Hinter diesen Zahlen verbirgt sich menschliches Leid. Und es die verfassungsgemäße Aufgabe der Politik, Leid - auch am Arbeitsplatz erlittenes - zu verhindern.

Trotz Masseninfektionen in verschiedenen Firmen werden Unternehmen kaum kontrolliert, Auflagen werden kaum durchgesetzt. Die Folge: Infektionsketten im Arbeitsleben werden nicht unterbrochen – das gefährdet die Gesundheit und das Leben vieler Menschen.

Der Arbeitsschutz muss endlich Zähne bekommen. Deshalb fordern wir eine Umkehr der Beweispflicht für Arbeitsschutzmaßnahmen: Unternehmen müssen nachweisen, dass in den Betrieben die AHA-Regeln, Maskenpflicht und Arbeitsschutz einhalten wird.

Geschieht dies nicht, müssen Betriebsräte und Beschäftigte die Möglichkeit haben, dies zu melden und einzuklagen. Dazu muss eine bundesweite Hotline eingerichtet werden, bei der Verstöße gegen den Arbeitsschutz im Betrieb anonym gemeldet werden können.

Tägliche Testangebote müssen für die Arbeitgeber verpflichtend sein und die Kosten von den Arbeitgebern getragen werden. Verletzt ein Betrieb die Regeln, wird er so lange geschlossen, bis der Arbeitsschutz wieder vollständig gewährleistet ist.

Zum Infektionsschutz am Arbeitsplatz gehört auch, Sammelunterkünfte für Beschäftigte – etwa in der Fleischindustrie, Saisonarbeit und im Baugewerbe – zu schließen und sie ohne Mehrkosten für die Beschäftigten in Einzelunterkünften unterzubringen.

Nicht zuletzt gehört zum Schutz der Beschäftigten auch, sie vor wirtschaftlicher Not und sozialem Abstieg zu bewahren, wenn sie sich eine Berufskrankheit zugezogen haben, die ihnen die weitere Ausübung ihres Berufes unmöglich macht. Corona ist inzwischen für medizinisches und Pflegepersonal als Berufskrankheit anerkannt. Nun gilt es auch, Corona als Berufskrankheit auch in Berufen anzuerkennen, die den Laden zusammenhalten: in Handel, Nahverkehr, Logistik, Leiharbeit sowie in Kitas, Horten und Schulen.

Zudem wäre die Ausweitung auch mit Blick auf die soziale Absicherung von erst später auftretenden Langzeitfolgen wichtig, deren potenzielles Ausmaß erst langsam ins allgemeine Bewusstsein tritt."

SOMMERZEIT

(Foto: Pixabay)

Die Gesellenprüfungen Sommer 2021 finden voraussichtlich in den Monaten Mai bis Juli statt. Darauf weist die Prüfungsabteilung der Handwerkskammer Karlsruhe hin. Aufgrund der andauernden Corona - Pandemie ist davon auszugehen, dass bislang avisierte Prüfungstermine eventuell verschoben werden müssen. Um die organisatorische Abwicklung der Prüfungen, wie beispielsweise die Anmeldung sowie Zulassung zur Prüfung trotzdem zu gewährleisten, wurden die entsprechenden Antragsformulare bereits an alle Ausbildungsbetriebe versandt. Auszubildende, deren Lehrzeit laut Ausbildungsvertrag zwischen dem 01.04.2021 und 30.09.2021 endet, stehen zur Prüfung an. Anträge auf Zulassung zur Prüfung sind bis spätestens 22.04.2021 an die jeweiligen Prüfungsausschüsse oder Innungen zu übermitteln.

Fragen zur Prüfung (wie z.B. Prüfungsablauf, Prüfungsgebühren, Abgabe des Berichtsheftes) beantworten die zuständigen Ansprechpartner der Innungen bzw. deren Geschäftsstelle. Die Kontaktdaten der Innungen mit ihren Geschäftsstellen sind auf dem Antragsformular vermerkt oder auf der Homepage der Kammer unter: http://www.hwk-karlsruhe.de/... abrufbar. Da die Geschäftsstellen der Innungen derzeit nicht immer besetzt sind, umfangreiche Unterlagen für die Prüfung aber eingereicht werden müssen (Anträge, Berichtshefte etc..), empfiehlt das Team von der Gesellenprüfung eine vorherige Kontaktaufnahme mit den betreffenden Annahmestellen.

HAMBURG

Der kanadische Explorer Major Precious Metals (CSE SIZE / FWB 3EZ) hat die Pläne für die Erkundung des Platin- und Palladiumprojekts Skaergaard an der Ostküste Grönlands im Sommer dieses Jahres so gut wie abgeschlossen. Mittlerweile ist klar, dass man ein Frachtschiff für die Crew chartern will, statt ein Explorationscamp einzurichten.

Dazu hat Major Precious die dänische Airland Logistics engagiert, ein passendes Passagier- und Frachtschiff zu organisieren, um damit das für 2021 geplante Bohrprogramm zu unterstützen. Man hat bereits einen umgebauten Eisbrecher reserviert, der nun so angepasst werden soll, dass auch ein Helikopterlandeplatz und Raum für die Unterkünfte der Crews vorhanden sind. Die Alternative wäre, so Major Precious, ein vorübergehendes Camp auf dem Flugplatz von Sødalen zu errichten, das 15 Kilometer von der Skaergaard-Lagerstätte entfernt gewesen wäre.

Risikohinweis: Die Inhalte von www.goldinvest.de und allen weiteren genutzten Informationsplattformen

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