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Invasion des grauen Todes: Phenomena 5
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eBook122 Seiten1 Stunde

Invasion des grauen Todes: Phenomena 5

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Über dieses E-Book

Invasion des grauen Todes

Phenomena 5

von Klaus Frank

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 108 Taschenbuchseiten.

 

Die Grauen, so nennt man die Rückkehrer zunächst, die aus dem Nichts nach mehreren Jahren spurlosen Verschwindens wieder auftauchen. Doch statt Freude verbreiten sie Angst, Schrecken und den Tod. Die Agenten von Phenomena sind machtlos, bis einer der Grauen einen Einblick in eine bösartige Dimension gibt.

SpracheDeutsch
HerausgeberBEKKERpublishing
Erscheinungsdatum21. Mai 2021
ISBN9798201188603
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    Buchvorschau

    Invasion des grauen Todes - Klaus Frank

    Invasion des grauen Todes

    Phenomena 5

    von Klaus Frank

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 108 Taschenbuchseiten.

    Die Grauen, so nennt man die Rückkehrer zunächst, die aus dem Nichts nach mehreren Jahren spurlosen Verschwindens wieder auftauchen. Doch statt Freude verbreiten sie Angst, Schrecken und den Tod. Die Agenten von Phenomena sind machtlos, bis einer der Grauen einen Einblick in eine bösartige Dimension gibt.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author /COVER STEVE MAYER

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

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    1

    Doreen Stiller saß neben ihrem Lebensgefährten auf der Couch, welche durch jahrelange Beanspruchung nachgiebige Polster bekommen hatte. Dadurch erwachte in Doreens Rücken nach längerem Sitzen immer häufiger ein unangenehmer Schmerz. Immer wieder, wenn sie dort saß und ihren Rücken streckte, dachte sie über eine Neuanschaffung nach, doch das war nicht so einfach. Das Leben war eine kostspielige Angelegenheit, von ihrem und Stephan Bachmanns Verdienst blieb am Ende des Monats meist nicht viel übrig.

    Somit mussten Pläne, die Geld kosteten, von Monat zu Monat verschoben werden; manchmal so lange, bis sie ihren Sinn verloren. Doreen entsann sich, dass sie schon mit Rafael Weingart, ihrem ehemaligen Freund und Lebenspartner, über diese Schmerzen verursachende Couch gesprochen hatte.

    Eine Streckbank ist bequemer, Liebes.

    Dies waren Rafaels Worte gewesen. Ihr Gesicht verdüsterte sich, als sie an den Mann dachte, der vor fünf Jahren von der Bildoberfläche verschwunden war, als hätte es ihn nie gegeben. Sie hatte keine Erklärung für sein Abtauchen, nichts an seinem Verhalten hatte darauf hingedeutet, es gab keine Ankündigung, keine Krise, vermutlich auch keine andere Frau; zumindest nahm Doreen dies an. Sie konnte den Code einer Lüge in den meisten Fällen sehr schnell knacken, und sie glaubte bis heute beharrlich daran, dass Rafael sie nicht betrogen hatte.

    Und dennoch war er plötzlich verschwunden; irgendwo zwischen Arbeitsstelle und ihrer gemeinsamen Wohnung, wo bereits ein kaltes Bier und aufgewärmtes Essen aus der Mikrowelle auf ihn warteten. Nicht einmal Kleidung oder Wertgegenstände hatte er mitgenommen. Es gab polizeiliche Ermittlungen, die jedoch schnell wieder beendet wurden, da es keinerlei Hinweise auf eine kriminelle Handlung gab.

    »Manchmal kommt das vor.« Doreen entsann sich genau an die Worte eines Polizeibeamten, der ihr vielleicht Trost spenden wollte. »Menschen verschwinden und tauchen nie wieder auf.«

    Einige Zeit später, als Schmerz, Wut und Enttäuschung es zuließen, lernte sie Stephan Bachmann kennen. Mit ihm lebte sie seither zusammen. Sie waren nicht verheiratet, aber es fühlte sich mittlerweile so an, als wären sie ein altes Ehepaar. Sie teilten eine Menge Gemeinsamkeiten, und manchmal stritten sie wie die Kesselflicker, aber anschließend kam es immer wieder zu Versöhnungsszenen, die zwar nicht unbedingt heißblütig und filmreif, aber dafür auf jeden Fall ehrlich waren. Doreen konnte sich gut vorstellen, mit diesem Mann für den Rest ihres Lebens zusammenzuleben, wenngleich sie manchmal, wenn er nicht daheim war, darüber nachgrübelte, was geschähe, wenn auch Stephan eines Tages nicht mehr nach Hause käme.

    Sie blickte auf den eingeschalteten Fernsehapparat, konnte dem sinnlosen Treiben des Films jedoch nicht wirklich folgen. Ihre Hand lag auf seiner, und sie musste lächeln, als sie den Kontrast bemerkte; ihre Hand war feingliedrig und blass und zart, seine hingegen braungebrannt, rissig und stark.

    Gegensätze ziehen sich an, dachte sie verträumt. Gedankenverloren strich sie sich eine Strähne ihres brünetten Haars aus der Stirn, das an verschiedenen Stellen längst grau geworden war. Doch das störte sie schon lange nicht mehr; sie war nicht mehr besessen davon, der Welt und ihrem eigenen Spiegelbild ihr wahres Alter zu verheimlichen. Sie fühlte sich recht wohl in ihrer Haut. Gewiss, vieles hätte besser werden können, doch sie erstickte aufkommende Zweifel ganz gerne mit dem Lieblingsspruch ihrer Mutter, den diese so oft zum Besten gegeben hatte, dass Doreen ihn schon als Kind verinnerlichte.

    Das Leben ist kein Wunschkonzert!

    Selten etwas Dämlicheres gehört, gewiss, aber dennoch war etwas Wahres dran, fand Doreen. Man musste einfach die Prüfungen annehmen, die das Leben einem aufbürdete. Und das Beste daraus machen.

    So funktionierte das Leben; so einfach war das.

    Sie fuhr dem Mann an ihrer Seite, der nicht ahnte, mit welchen Gedanken sie sich beschäftigte, mit ihren Fingern über seine Hand und den Unterarm; nach einigen Minuten kuschelte sie sich näher an ihn heran und hauchte ihm einen Kuss auf den Hals. Sein Atem ging unmerklich schneller; Doreen wusste, wie sie Stephan beflügeln konnte. Er sollte seine Aufmerksamkeit nicht länger dem Film widmen, sondern ihr.

    Plötzlich klingelte es an der Haustür, und Doreen zuckte zusammen, als habe ihr ein Geist in die Brust gezwickt.

    Stephan schaute sie an, sein Gesicht hatte plötzlich die Züge eines mürrischen Anklägers. »Erwartest du Besuch?« Seitlich seines Mundes erschienen zwei markante Fältchen – wie immer, wenn er versuchte, seine Emotionen im Zaun zu halten.

    Sie schüttelte den Kopf. »Nein.« Sie erhob sich zögerlich und strich sich in einer mechanischen Geste den dunkelblauen Rock glatt.

    »Keine von deinen Freundinnen, die dir die verdammten Neuigkeiten des Tages anvertrauen wollen?« Stephan hatte nichts gegen den Freundeskreis Doreens, aber einige ihrer Freundinnen hatten in seinen Augen die schlechte Angewohnheit, zu viel zu reden, und irgendwann platzte ihm der Kragen.

    »Dieses sinnlose Geseiche möchte ich mir heute wirklich nicht anhören! Jag sie also davon, wenn sie es sind; ansonsten tu ich es.« Er grinste dabei, als bereite ihm diese Vorstellung große Freude.

    »Ich sage doch, ich erwarte niemanden. Vielleicht ein Notfall.« Sie ging zur Tür und drückte den Öffner.

    Wenn es ein Versicherungsvertreter ist, dreh ich ihm den Hals um. Was immer vor wenigen Augenblicken an aufkeimender Erregung im Raum geschwebt hatte, war längst nur noch ein kalter Aschenhaufen.

    Sie konnte hören, wie die Tür unten im Treppenhaus geöffnet und wieder geschlossen wurde. Schwerfällige Schritte stiegen die Treppe hinauf.

    Männliche Schritte, dachte sie, und sie zog plötzlich fröstelnd die Schultern hoch. Mit jedem zielstrebigen Schritt, den der Mann da tat, stieg die Gewissheit, dass Ärger im Anmarsch war, und sie wäre beinah dem Impuls gefolgt, die Tür ins Schloss zu schmettern. Doch sie beherrschte sich und hatte wie stets ihre gut dressierten Gefühle im Griff.

    Argwöhnisch spähte sie durch den Spalt der Wohnungstür. Sie sah einen dunklen Haarschopf, dann den Rest des Besuchers. Er trug graue Kleidung; sowohl die dünne Jacke als auch die Hose war in diesem hässlichen Farbton gehalten, als sei aus irgendeinem Grund jede andere Farbe aus seiner Kleidung entwichen. Er wirkte dadurch wie eine übergroße Ratte auf zwei Beinen.

    Selbst die Schuhe waren grau, sah Doreen, als der Mann die letzte Biegung im Treppenhaus bewältigte und unmittelbar vor ihr auftauchte. Erst jetzt schaute sie ihm ins Gesicht, und ihr entfuhr ein leiser Schrei, als sie den Mann erkannte, der sie finster anschaute.

    Vor ihr stand Rafael Weingart, ihr ehemaliger und so plötzlich verschwundener Lebenspartner.

    2

    »Du?«, fragte sie tonlos. Sie empfand keinen Ansatz von Freude, sondern nur puren Schrecken, der alle anderen Empfindungen in ihr vollkommen abtötete. Von Wiedersehensfreude konnte augenscheinlich auch bei Rafael nicht die Rede sein, denn sein düsterer Gesichtsausdruck erhellte sich nicht. Da stand ihr ehemaliger langjähriger Lebensgefährte, doch anstatt ihr ein Lächeln zu schenken oder zumindest die Hand zu reichen, starrte er sie so finster an, als wäre er ein Schuldeneintreiber und Doreen sein hoffnungslosester Fall.

    »Wie du siehst«, entgegnete er. Er öffnete dabei kaum seinen Mund, sondern quetschte die Silben über die Lippen, sodass sie fast wie ein einziges Wort klangen.

    »Wo kommst du her? Wo warst du all die Zeit? Was ist mit

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