Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Nur $9.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Die Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon BLS: Finanzgeschichte und Historische Wertpapiere

Die Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon BLS: Finanzgeschichte und Historische Wertpapiere

Vorschau lesen

Die Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon BLS: Finanzgeschichte und Historische Wertpapiere

Länge:
200 Seiten
56 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
May 26, 2021
ISBN:
9783752680614
Format:
Buch

Beschreibung

Der Bau der alpenquerenden Eisenbahn Bern-Lötschberg-Simplon durch die Berner Alpenbahn-Gesellschaft von 1906 bis 1913 war für den Europäischen Nord-Süd-Verkehr und für das Schweizer Eisenbahnnetz von grosser Bedeutung. Dieses Buch beschreibt die wechselvolle Finanzgeschichte dieser bedeutsamen Berner Bahnverbindung durch die Alpen. Besonders Augenmerk gilt der Finanzierung dieses Vorgängerunternehmens der heutigen BLS AG mittels Wertschriften wie Aktien und Obligationen. Dabei werden alle bekannten Historischen Wertpapiere dieser Bahn dargestellt und detailliert erläutert.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 26, 2021
ISBN:
9783752680614
Format:
Buch

Über den Autor

Der Autor besitzt eine jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Finanzgeschichte. Auf seinem Spezialgebiet Historische Wertpapiere hat er schon etliche Schriften publiziert. Er ist Preisträger des internationalen Journalistenpreis «Historische Wertpapiere und Finanzgeschichte». Darüber hinaus berät er weltweit verschiedenste Sammler, Investoren und Museen im Bereich Historische Wertpapiere. Er ist Präsident des Schweizer Sammler-vereins «Scripophila-Helvetica» und Teilhaber des Auktions- und Handelshauses für Historische Wertpapiere «Hiwepa AG».


Ähnlich wie Die Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon BLS

Ähnliche Bücher

Ähnliche Artikel

Buchvorschau

Die Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon BLS - Peter Christen

Inhalt

Teil 1:

Die Finanzgeschichte der Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon

Projekt und Gründung

Unterstützung aus Frankreich

Bankensyndikat

Gründung der Berner Alpenbahn-Gesellschaft

Stammaktien

Prioritätsaktien

Obligationen

Kotierung der Wertpapiere

Baubeginn

Übernahme der Spiez–Frutigen-Bahn

Ausbau des Haupttunnels auf Doppelspur

Unglück im Lötschberg

Grenchenbergtunnel Moutier–Lengnau

Zusätzlicher Finanzbedarf und Nachfinanzierung

Inbetriebnahme der Gesamtstrecke

BLS Betriebsgemeinschaft - «Die Dekretsbahnen»

Veränderte Lage nach dem Ersten Weltkrieg

Finanzielle Schwierigkeiten und erste Sanierung 1923

Zweite Sanierung 1932

Dritte Sanierung 1942

Nachkriegszeit

Weitere grosse Ausbauten

BLS Lötschbergbahn AG

NEAT-Projekt

Fusion zur BLS AG

Dekotierung der BLS-Aktie von der Berner Börse

Wertpapiere der BLS AG heute

Teil 2:

Die Wertpapiere der Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon BLS

Struktur und Bestandteile eines Wertpapiers

Unterschriften des Verwaltungsrates

Präsidenten - Faksimile Unterschriften

Mitglieder des Verwaltungsrates - Autographen

Stammaktien

Prioritätsaktien

Genussscheine

Obligationen

Quellenangaben

Teil 3:

Zusammenfassung aller bekannten Historischen Wertpapiere der Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon BLS

TEIL 1

Die Finanzgeschichte

der Berner Alpenbahn-Gesellschaft

Bern-Lötschberg-Simplon

Projekt und Gründung

Im Jahr 1882 durchquert mit der Gotthardbahn erstmals eine Eisenbahn die Schweizer Alpen. Im Kanton Bern mischt sich in die Freude über die Erstellung dieser neuen, epochalen Nord-Süd-Verkehrsachse das Bedauern, dass der Kanton nun lediglich ein blosser Zubringer für diesen wichtigen Alpenverkehr geworden ist und die Gotthardbahn hauptsächlich den verkehrspolitischen Rivalen Zürich, Luzern und Basel nützt. Der tiefe Berner Wunsch nach einer eigenen Alpenbahn lebt aber weiter.

Schon seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts verbreitet der Berner Alt-Regierungsrat Wilhelm Teuscher seine Idee einer Berner Alpenbahn über Frutigen und durch den Lötschberg in einer losen Schriftenreihe. Die von ihm vertretene Linienführung setzte sich nach jahrelanger Diskussion gegen die Varianten der Breithorn- und der Wildstrubelbahn durch.

Als gegen Ende des Jahrhunderts der Simplon Durchstich immer wahrscheinlicher wird, erhält dieser alte Wunsch einer direkten Verbindung von Bern durch das Berner Oberland zur Simplon Linie und weiter nach Italien wieder Auftrieb. Zwischen 1902 und 1913 setzen die beharrlichen Berner ihren seit langem gehegten und ehrgeizigen Plan zum Bau eines eigenen Alpendurchstichs um, der zusammen mit dem 1906 eröffneten Simplontunnel die zweite schweizerische Alpentransversale bildet.

Die Berner Behörden erkennen von Beginn an die Bedeutung dieser neuen Alpenbahn für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons.

Der Kanton Bern kauft schon im Jahre 1899 von privaten Eignern die ihnen vom Bund erteilte Konzession für die Linie Spiez–Frutigen. Diese soll zur ersten Sektion einer Normalspurbahn durch den Lötschberg werden.

Auch das Kantonsparlament verabschiedet drei Dekrete zur Förderung und Subvention von Eisenbahnen. Ein wichtiger Meilenstein für das Projekt ist im Jahr 1902 die Zustimmung des Berner Volkes zum dritten Eisenbahndekret. Dieses sieht eine Beteiligung des Kantons von 17.5 Millionen Franken an die zu bauende Lötschberg-Linie vor.

Am 21. Juni 1902 lädt der Kanton achtzig Personen ein zur konstituierenden Versammlung eines Initiativkomitees für die Lötschbergbahn. Diese wählt den leitenden Ausschuss, bestehend aus verschiedenen bekannten Berner Persönlichkeiten unter dem Präsidium des FDP-Nationalrats Johann Daniel Hirter.

Eines der ersten Ziele dieses Komitees ist die Beschaffung von Gemeindesubventionen und Privatkapital für den Bau der Linie.

Unterstützung aus Frankreich

Auf Bundesebene ist dieses zweite Alpenbahnprojekt jedoch umstritten. Auch andere Schweizer Regionen sind am Bau einer eigenen neuen Alpenbahn interessiert. Entsprechend ist auch die Bereitschaft zu einer sofortigen finanziellen Beteiligung durch den Bund sehr gering. Realistischerweise kann der Kanton Bern von der Eidgenossenschaft keine finanzielle Hilfe erwarten. Die Bundesbehörden wehren sich sogar vehement gegen eine weitere konkurrierende Alpentransitachse. Auch die erst vor kurzem entstandenen Schweizerischen Bundesbahnen sehen im Berner Projekt eine gefährliche Konkurrenz. Somit bleibt dem Kanton Bern nichts anderes übrig, als die notwendigen Geldmittel anderweitig zu beschaffen.

Aktie der Société Centrale des Banques de Province, Action 500 Francs, Paris 1928. Nach der Berner Kantonalbank der grösste Geldgeber der Berner Alpenbahn. Im Rahmen die Wappen der französischen Regionen, aus denen die an der Gesellschaft beteiligten Banken stammen.

Hilfe erhält der Kanton Bern vom westlichen Nachbarland Frankreich. Im Krieg von 1871 ging das bislang französische Elsass-Lothringen an Deutschland. Damit hatte Frankreich den direkten Zugang zum Grenzübergang Basel und damit zur Gotthardbahn verloren. Es hat nun ein grosses strategisches Interesse an einer weiteren Transitbahn nach Italien. Für Frankreich soll der Grenzübergang zwischen dem französischen Delle und dem schweizerischen Boncourt das neue Eisenbahntor zur Schweiz und weiter nach Norditalien Richtung Mailand, Genua und Brindisi werden. Zusätzlich hat der Pariser Finanzmarkt traditionell genügend Finanzkraft und eine jahrzehntelange Erfahrung zur erfolgreichen Finanzierung von vielen grossen Eisenbahnprojekten rund um den Erdball.¹ Dem Initiativkomitee pro Lötschberg unter der Führung Hirters gelingt es, eine französische Unternehmergruppe für den Bau der Lötschberg-Eisenbahn zu interessieren und gleichzeitig auch für dessen Finanzierung zu sorgen. Schnell entwickelt sich eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. In kurzer Zeit kommt mit dem Vertrauensmann dieser französischen Unternehmensgruppe, dem Pariser Bankier J. Loste, ein Vorvertrag zustande.

Die französische Sicht auf das Projekt der Berner Alpenbahn-Gesellschaft: Der Grand Tunnel Moutier-Longéau (Lengnau) und der Grand Tunnel du Loetschberg als zentrale Verbindung Nordeuropas mit Italien (Imprimerie Chaix, Paris).

1906 formiert sich ein französisch-schweizerisches Baukonsortium unter dem Namen «Entreprise Générale du Chemin de fer des Alpes Bernoises, Berne-Loetschberg-Simplon», welches die Bauarbeiten übernehmen soll. Es verspricht, den Lötschbergtunnel für 50 Millionen Franken doppelspurig zu erstellen.


¹ Bekannt und wohl auch treffend war eine

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon BLS denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen